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Analysen von Matteo Paganini

Aktienmärkte und US-Dollar: Korrektur – oder Beginn der Risiko-Aversion?

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Der Weckruf von gestern Morgen, der durch den Anstieg des Goldpreises signalisiert worden war (wobei Gold als Absicherung gegen eine Korrektur der Aktienmärkte gekauft wurde), hat begonnen, seine Auswirkungen zu zeigen: die Börsen haben etwas begonnen, was vorerst als Gewinnmitnahmen betrachtet werden kann.

Der S&P500 hat sich von seinen Höchstständen im Bereich von 3.390 wieder deutlicher entfernt, der Dax ist der Bewegung der amerikanischen Aktienmärkte gefolgt und handelt im Bereich zwischen 13.570 und 13.650 Punkten als wichtige Marken. Für den S&P 500 gilt: bricht die Unterstützung bei  3.330 Punkten, dürfte der Index zunächst weiter bis 3.305 Punkte fallen.

Aktienmärkte: Risiko-Aversion oder nur Korrektur?

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Analysen von Matteo Paganini

Liquidität, Dollar und Öl – die drei magischen Worte

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Der Dollar ist der König, Liquidität ist die Königin!

In den letzten Wochen kam es zu Kapitalabflüssen aus dem US-Dollar, da die Investoren weitere Zinssenkungen durch die US-Notenbank erwarteten. Der Markt hatte begonnen, den US-Dollar in großem Umfang zu verkaufen, da sich die Zinsunterschiede zwischen dem Greenback und anderen wichtigen Währungen wahrscheinlich verringern würden.

Mit dem Beginn der Risikoaversion, die aufgrund der anfänglichen Ungewissheit über das Virus zu den ersten Kursverlusten an den Börsen führte, litt der Dollar weiter – bis die Risikoaversion total wurde (da man davon ausgeht, dass die Auswirkungen dieses Virus auf die Realwirtschaft tatsächlich schwerwiegend sein werden). Zu dieser Zeit begannen die Märkte nicht nur unter den Senkungen der Fed, sondern auch unter denen aller anderen Zentralbanken der Welt zu leiden. Man begriff, dass wir zu einer so genannten Nullzinswelt kommen würden.

Unter diesem Gesichtspunkt, da die Zinsunterschiede praktisch auf Null gesunken sind und die Investoren erst einmal verstehen müssen, was die neuen Spielregeln (sowohl in wirtschaftlicher als auch in finanzieller Hinsicht) bedeuten, wurde Liquidität als wichtigstes Verteidigungsinstrument gewählt. Liquidität ist also erste Priorität.

Aber: wenn sich zeigen sollte, dass die Panik übertrieben ist, kann es zu den Märkten geradezu zu einer Aufwärts-Explosion kommen. Wer dann über reichlich Liquidtät verfügt – ohne diese durch Verkäufe anderer Anlageklassen erst verschaffen zu müssen (z.B. Gold) – hat immense Vorteile. Und das würde bedeuten: wer über Dollar-Liquidität verfügt, also über die Weltreservewährung, hat klare Vorteile!

 

Neue Tiefstände für Öl

Wir hatten immer wieder, besonders in unserem Trading Hub (der börsentäglich jeden Morgen um 9 Uhr beginnt) und in unserer schriftlichen Analysen darauf hingewiesen, dass ein Bruch der 30er-Marke bei Öl zu einem schnellen Sturz bis 25,50 Dollar führen werde. Aus technischer Sicht ist der Bereich um 25.00 Uhr immer noch ein Bereich, der potenziell als starke Unterstützung fungiert. Alternativ kann man versuchen, bei einem Ausverkauf einfach unter die 25er-Unterstützung eine Long-Position zu wagen.

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Fed: Zinssenkung und QE – dennoch Panik an den Märkten

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Die Fed senkte gestern Abend die Zinssätze auf Null und führte eine neue quantitative Lockerung (QE) ein. All dies wiederum vor der offiziellen Sitzung am Mittwoch abend.  Dazu kauft die Fed 500 Milliarden in Staatsanleihen und 200 Milliarden an MBS-Käufen – was deutlich macht, dass man die alten 60 Milliarden pro Monat des vorangegangenen QE vergessen sollte.

Gestern haben die großen amerikanischen Banken in dem Versuch, die Märkte zu beruhigen, beschlossen, Aktienrückkäufe bis zu diesem Sommer einzustellen. Die Fed hat die US-Banken dazu aufgefordert, die gesamte bisher angesammelte Liquidität als Kapitalreserve (Billionen Dollar) einzusetzen, um Unternehmen und Haushalten sofort Kredite zu gewähren. Alles eindeutig wegen des Coronavirus, oder besser gesagt, wegen der Angst, dass das Coronavirus sich weiter verbreitet.

Dies ist nicht der Zeitpunkt für Vergleiche mit der geradezu schläfrigen EZB,  aber ich argumentiere seit 15 Jahren , dass das Euro-System nicht tragfähig ist, und seit zehn Jahren argumentiere ich, dass die Inflation kein Ziel mehr für die EZB und die Zentralbanken im Allgemeinen sein kann. Wir werden zu gegebener Zeit wieder dorthin kommen.

 

Neuseeland und Australien

Die neuseeländische Zentralbank senkte gestern Abend die Zinssätze von 0,75% auf 0,25% und wird sie laut eigener Aussage für 12 Monate auf diesem Niveau belassen. Australien ist bereit für ein quantitatives Lockerungsmanöver durch den Kauf von Staatsanleihen, um dem System Liquidität zuzuführen. Auch die Banken in den rohstoffnahen Ländern stellen sich auf eine sehr gefährliche Situation ein –  nur wir in Europa sind die einzigen, die fehlen..

 

Fed: Chaos auf den Märkten

Die Märkte sind im Chaos, das Manöver der Fed ist fehlgeschlagen. Es werden keine sicheren Häfen mehr gekauft, selbst Fluchtwährungen (Yen, Franken) steigen, aber nicht so, wie sie sollten. Die Börsen stehen weiterhin unter Druck, und viele Händler bleiben liquide, ohne diese Liquidität auch nur von einer Währung in eine andere zu verlagern, da wir uns nach der Zinssenkung der Fed komplett in einer „Nullzinswelt“ befinden Auch deutsche Staatsanleihen (Bundesanleihe) wird verkauft – das zeigt: es gibt keinen sicheren Häfen mehr.

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Analysen von Matteo Paganini

Aktienmärkte: Ist der Tsunami wirklich schon vorbei?

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Ist der Tsunami der Aktienmärkte schon vorüber? Gestern zeigten die Aktienmärkte eine gewisse Bremsung der negativen Dynamik, die in der vergangenen Woche begonnen hatte. Der Dax schloss bei +3% ausgehend von seinen Tiefs, der S&P500 entwickelte sich mit einer 6%-igen Erholung von den Tagestiefs noch besser. Die Spannungen sind immer noch spürbar, und alles wird davon abhängen, wie sich die Bedenken über die Coronavirus-Pandemie auf die makroökonomischen Daten auswirken werden, die von nun an veröffentlicht werden.

Es ist plausibel, dass angesichts beunruhigender Veröffentlichungen weitere bärische Bewegungen der Aktienmärkte folgen dürften. Sicher ist, dass die Stimmung der Investoren noch immer erschüttert ist und nach Interventionismus verlangt. Vor allem an der Zentralbankfront, mit der Fed im Fokus.

Die Erwartungen der Märkte (auch und vor allem der Aktienmärkte) haben sich massiv verändert: vor einem Monat lag die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte (0,25%) bei 15%, die Wahrscheinlichkeit einer 50-Basispunkte-Senkung lag bei 0%. Man nahm also an, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen auf ihrem derzeitigen Niveau bleiben, bei 85 % liegen würde.

Heute dagegen liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen bei der nächsten Fed-Sitzung am 18. März um 25 Basispunkte gesenkt werden, bei 0% – ebenso wie die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen unverändert bleiben. Die Fed Fund Futures preisen aktuell zu 100% eine Senkung der Zinsen um mindestens 50 Basispunkte ein, die Erwartungen an die US-Notenbank sind also riesig.

Das Coronavirus hat die Aktienmärkte in Panik versetzt

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