Indizes

Aktienmärkte und Währungen in der Coronavirus-Pandemie

Die Angst der Aktienmärkte hält an, und es kursieren Analysen über eine mögliche Schrumpfung des Welt-BIP – und über Länder, die bereits von einer Rezession bedroht sind und in diese eintreten könnten. Die Aktienmärkte fallen weiter, und wie wir gemeinsam gesehen haben, zeigt die Tatsache, dass Dollar-Yen fällt, eine Bestätigung dieser Phase der Risikoaversion.

Die amerikanischen Indizes weisen Rückgänge von etwa 10% auf, und die allgemeine Stimmung verbessert sich derzeit nicht. Unserer Meinung nach waren Gewinnmitnahmen notwendig, aber die Kapitalströme mussten und müssen immer noch nach Renditen streben, die – wie wir immer wieder gesagt haben – derzeit bei den festverzinslichen Wertpapieren schwer zu finden sind.

Die Befürchtung, dass die Aktienmärkte aus diesem Grund weiter steigen könnten, veranlasste die Anleger zunächst, sich vor einem möglichen Rückgang  zu schützen, indem sie Gold kauften und dann – als die Abwärtsbewegung der Aktienmärkte begann – mit der Schließung von Long-Positionen an den Aktienmärkten fortfuhren.

Sie taten das, indem sie Short-Positionen eröffneten, um das „Momentum zu reiten“ – wobei sie dabei zwei Ideen folgten: Die erste bezog sich auf die Möglichkeit, nach der Phase der Risikoaversion wieder zu günstigeren Preisen einkaufen zu können. Die zweite Idee basiert auf der Überlegung, dass sich diese Liquidität jedoch von Aktienmärkten auf andere Vermögenswerte verlagern würde: dabei löste der Dollar den Yen als Fluchtwährung ab, zumal im Dollar-Raum (im Gegensatz zum japanischen Währungsraum) immer noch positive Renditen zu erzielen sind. Man ging also gewissermaßen durch die Flucht in den Dollar zunächst in Deckung und hielt sein Pulver trocken – um dann wenn nötig doch noch schnell Positionen an den Aktienmärkten eingehen zu können.

Aktienmärkte und Öl weiter unter Druck

WTI-Öl setzt seine Abwärtsphase fort und hat den Bereich von 48 Dollar pro Barrel erreicht – nur einen Hauch über dem von uns definierten technischen Ziel bei 47,70 Dollar. Es ist entscheidend,  ob dieses Niveau gehalten wird oder nicht. Wenn nicht, liegt die nächste Unterstützung erst im Bereich von 46,70 Dollar. Dieses Niveau wird erreicht, wenn die Risikoaversion anhält.

Währungen: relativ geringe Volatilität

Wenn wir uns ansehen, was an der Front der Aktienmärkte geschieht mit der Befürchtungen einer globalen Verlangsamung des BIP –  dann zeigen die Währungen ein erstaunlich niedriges Niveau an Volatilität . Die Rohstoffwährungen stehen weiterhin unter Druck – wobei der australische Dollar den neuseeländischen Dollar mit sich zieht, während der kanadische Dollar aufgrund der Korrelation mit Öl weiter auf Talfahrt geht. Der Euro und das Pfund Sterling halten sich im Wesentlichen gut, Yen und Schweizer Franken zeigen weiterhin leichte Kaufströme.

Die Liquidität im Währungshandel ist sehr gut, und dies trägt sicherlich dazu bei, die Volatilität einzudämmen. Aber wir sind vorsichtig in Bezug auf eine mögliche Zunahme der Risikoaversion, die sich dann stärker auch im Bereich der Währungen zeigen dürfte!

Währungen sind weniger volatil als die Aktienmärkte



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