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Aktienmärkte: Vertrauensselig in die Fed-Sitzung

Die Aktienmärkte reagieren wie der Pawlowsche Hund: sie haben sich bestimmte Reaktionen antrainiert, wenn das „Herrchen“, also die Fed (oder die EZB) das Klingelzeichen macht. Praktisch vor jeder Fed-Sitzung läuft ihne das Wasser im Munde zusammen – weil von der Fed kann ja nichts böses kommen. Aber das denken sich auch viele Tiere, die jahrelang gefüttert werden, bevor sie dann auf der Schlachtbank merken, dass ihrer bisherige Annahme nicht mehr zutrifft. Für eine Lernkurve ist es aber dann zu spät..

Nicht dass wir glaubten, die Fed würde heute wirklich die Märkte zur Schlachtbank führen. Nein nein. Es ist nur so, dass eben diese Märkte sehr vertrauensselig sind, dass die Fed ihnen überhaupt nicht wehtun wird. Ok, mit dem Ende von QE rechnet man schon, geschenkt. Aber wichtiger ist die zur Sicherheit gewordene Annahme, dass im heutigen Fed-Statement der Passus enthalten sein wird, dass die Fed „für eine beträchtliche Zeit“ die Zinsen niedrig halten wird. Fehlt dieser Passus, wird es ungemütlich.

Die US-Märkte jedenfalls sind stark überkauft – und der Anstieg geschah einmal mehr unter geringem Volumen, während der voherige Abverkauf unter hohem Volumen stattfand:

SP500
(Chart von zerohedge.com)

Hinzu kommt, dass einige Indikatoren schon am Anschlag sind… Aber klar, this time is different!



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