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Aktienmärkte: Warum (noch) keine Trendwende in Sicht ist! Marktgeflüster (Video)

Die Aktienmärkte heute mit einer Erholung nach dem gestrigen Blutbad, nachdem die Notenbanken wie auch die Staaten weltweit massiv Liquiditätszusagen geben. Die Fed stützt nun die Lebensader des Kreditwesens – den amerikanischen Geldmarkt – und gewährt darüber hinaus weiteren Notenbanken Zugang zu Dollar-Liquidität (nicht aber China!). Aber es gibt derzeit ein Zauberwort für die Aktienmärkte: Enthebelung! Die vorliegenden Daten zeigen, dass der Enthebelungsprozeß noch lange nicht zu Ende ist – und eine Trendwende kann erst kommen, wenn entweder der Entheblungsprozeß weitgehend abgeschlossen ist, oder die Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den Griff bekommmen werden (Impfstoff). Letzteres ist in der kurzen Zeitperspektive unwahrscheinlich – die weitere Enthebelung daher die deutlich wahrscheinlichere Variante..

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9 Kommentare

  1. Hallo Markus,
    Bist Du so nett und stellst Links ein zu Deinen Grafiken ?
    – Margin debt vs. SP 500
    – Free Cash Balances vs. SP 500
    Ich möchte diese Betrachtungen gern in meine weekly routine integrieren.
    Vielen Dank für Deine Anregungen im Video – hat mir gut gefallen :-)

    Apropos Pferde und „kotzen sehen“
    Bis zum September 1981 hatte ich diesen Spruch als einen Witz betrachtet.
    Auf einer Überfahrt auf einer Fähre zwischen Naxos und Koufonisia habe ich wahrhaftig mitten im Sturm ein Pferd kotzen sehen.
    Nie werde ich das Bild dieser bedauernswerten Kreatur vergessen.
    Lieben Gruss

      1. Danke für den Tipp.
        Hab gerade bemerkt, dass ich auf Seekingalpha bereits follwer vom Lance Roberts bin. Das hätte mir auch früher einfallen können …
        Hier der Link zum vollständigen Beitrag
        https://seekingalpha.com/article/4299782-margin-debt-is-declining-what-this-means-for-bulls

  2. Kapitalismus.com
    Der Versprecher, herrlich. :-)

  3. Sehr interessant, besten Dank! Es spielen eben auch hier handfeste (geo-) politische Interessen mit hinein. Wenn Wasser durch plötzlich auftretende marode Bereiche in der globalen Staumauer sickert, laufen die flachen Nebenarme dieses Stausees (z.B. NOK, SEK, DKK,NZD,…), unabhängig von langfristigen Fundamentaldaten, leer. Die Swap-Linien der FED entsprächen Behelfs-Spundwänden mit aufwärtsgerichteten USD-Pumpschläuchen. Dass das Reich der Mitte bei dieser Aktion im Notfall leerlaufen darf, ist klares Kalkül und wohl leider auch ein Vorspiel zu einer möglichen größeren geopolitischen Auseinandersetzung zwischen den beiden Großen im weiteren Verlauf…

    Ich sehe im Augenblick noch kein Ende dieser Fahrt gen Süden. Der nach wie vor größte Kapitalmarkt der Welt hat den eigentlichen Viruskrisen-Klopper noch vor sich – und die aktuellen Fallzahlen steigen selbst im kaum testenden Amerika steil an! Dieses Virus trifft auf eine extrem gespaltene Gesellschaft mit Abermillionen Nicht-Kranken-Versicherten, einem massiven Defizit an (bezahlbarer) Medizininfrastruktur, fehlenden Tests, einer mangelhaften Statistik sowie erheblichen Defiziten bei der unabhängigen flächendeckenden Information, vor allem auf dem platten Land – und nicht zuletzt einer komplett irrlichternden bis idiotischen politischen Führung auf nationaler Ebene.

    Erst wenn eine ehemalige Weltmacht mit einem halbwegs blauen Auge durch diese Krise hindurchgekommen sein wird, sehe ich wieder Potenzial für nachhaltig steigende Kurse, die tatsächlich auch für längerfristige Investoren für einen Einstieg interessant sein könnten.

  4. @Hinterfrager
    Da bin ich ganz Ihrer Meinung!

    Der Nasdaq100 bildet zwar gerade die perfekte U-Form aus und es schreit an den Aktienmärkten geradezu nach einem Rücksetzer nach oben, aber irgendwie machen die Indizes im asiatischen Handel erneut nicht den Eindruck, als könnten sie sich nach oben kräftig absetzen. Ich denke, den Grund dafür haben Sie treffend beschrieben. Ohne US-amerikanische Kaufkraft kann die Weltwirtschaft nicht in Gang kommen und derzeit sieht es eher danach aus, als versinke die USA in ihren eigenen Problemen.

    1. Im Moment steigt ja alles recht ordentlich. Die Chancen für eine Bärenmarkt-Rally stehen eigentlich nicht schlecht. Als Gründe wären da:

      – der inzwischen einen Monat andauernde brutale Absturz braucht auch mal eine Pause.

      – Notenbanken und Regierungen sind all in gegangen. Whatever it takes 2.0. sozusagen.

      – Falls die Horrormeldungen etwas ausgeblendet werden können, und vielleicht auch hoffnungsvolle Entwicklungen die Runde machen (Medikammente, Impfungen), dürfte auch die (Massen)psychologie für Auftrieb sorgen.

      Es bleibt spannend.

      1. Sehr interessantes Video, vielen Dank.

        Einverstanden mit @LAUSI. Ich denke, wir sehen in den nächsten Wochen zuerst einmal eine Erholung. Aktien steigen am meisten, wenn man von einer sehr schlechten, sehr unsicheren Lage in eine schlechte, immer noch unsichere aber leicht bessere Lage gerät. Genau das ist jetzt der Fall, dank den Staats- und Zentralbankinterventionen. Und die Fallzahlen in Italien sollten sich innerhalb der nächsten zwei Wochen auch stabilisieren, da der Lockdown vom 8. März allmählich wirken wird. Dies ist – neben den potentiellen Nachrichten zu Impfungen oder Heilmitteln gegen das Virus – sehr wichtig zu beobachten, da die steigende Fallzahl in Italien ein wichtiger Auslöser der ursprünglichen Panik war.

        Die Frage ist, ob durch den riesigen Stimulus der Zentralbanken und der Regierungen das richtige Platzen der „Everything Bubble“ nicht schon wieder verschoben wurde, und ob diese Blase in 12 bis 18 Monaten nicht schon wieder größer ist als zuvor.

        1. @stephan, ein Crack up Boom später ist nicht gerade unwahrscheinlich. Aber für die Märkte viel wichtiger als Italien ist kurzfristig jetzt die Enwicklung in den USA. nach meiner Auffassung..

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