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Aktienmärkte: Was erlauben Dax?

Irgendwie wil er nicht so recht, der Dax, und das trotz der kraftstrotzenden Wall Street. Und so kann man nur mit Trapattoni sagen: Was erlauben Dax?

Irgendwie wil er nicht so recht, der Dax, und das trotz der kraftstrotzenden Wall Street. Und so kann man nur mit Trapattoni sagen: Was erlauben Dax? A propos Trapattoni: die derzeit fehlende Stärke des deutschen Leitindex liegt sicher nicht an Sorgen über Italien, nachdem Mitglieder der neuen Regierung in Rom wie der gleichermaßen Euro- wie auch Deutschland-kritische Paolo Savona die Deutschen gar sehr lobten.. Jedenfalls waren es in den letzten Wochen nicht unwesentlich Sorgen um Italien, die den Dax ausgebremst hatten. Jetzt sind diese Sorgen – ob berechtigt oder nicht – kleiner geworden. Aber geholfen hat dem Dax das auch nichts..

Ist es der Respekt vor der morgigen EZB-Sitzung, die den Dax belastet? Immerhin wäre ja ein konkreter Ausstiegsplan der EZB aus ihrem QE nicht gerade förderlich für die 30 Dax-Werte – als die Notenbank einst das QE ankündigte, stiegen bekanntlich Aktien- und Anleihekurse gleichermaßen. Mithin liegt also die Vermutung nahe, dass mit dem Ausstieg aus dem QE genau das Gegenteil passieren könnte!

Hören wir dazu Jochen Stanzl:

Und derselbe ganz konkret zum Dax mit der Frage, ob die Bären jetzt ihre Chance nutzen:

Und so sieht Ronald Gehrt die Lage für den Dax:


Foto: Deutsche Börse AG



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3 Kommentare

  1. Obwohl die Zinsanhebung der Fed heute Abend auf 2,0% als Faktum in die Märkte eingepreist sein dürfte, wird der Ausblick „Dot Plot“ der NB im Anschluss möglicherweise eine große Reaktion hervorrufen – falls er zu hawkish ausfällt. Dabei geht die Gefahr derzeit eher nicht von der US-Ökonomie aus, sondern von den aufstrebenden Ländern. Ich habe schon vor Kurzem geschrieben, dass Steuerreformen einen Konjunkturzyklus ziemlich verlängern können (siehe R. Reagan). Die USA bräuchten deutlich höhere Zinsen, um den „Sugar Rush“, wie Ben Barnanke den nochmals hochgepushten US-Zyklus nennt, abzukühlen. Aber was passiert dann in den Emerging Markets? Spätestens bei 2,5% „relativ sicherer“ Zinsanlagen werden weiter massiv Gelder aus diesen Ländern abgezogen – in die USA -, gleichzeitig werten die Währungen massiv ab, während die Dollarschulden explodieren. Die ersten Vorläufer sind die Türkei, Argentinien und Brasilien (wie von FMW mehrfach berichtet). Das Umfallen dieser EM war auch während der Mexikokrise 1994 und der Asien/-Russlandkrise 1998 Auslöser, durch Zinsanstiege in den USA. Deshalb hat der Fed-Chef, zugleich Chef der Weltleitwährung, wieder einmal eine besondere Verantwortung. Nahezu allen Wirtschaftskrisen der jüngsten Vergangenheit ging ein deutlicher Zinsanstieg voraus und nahezu bei allen Krisen kam es zu einer inversen Zinskurve (im Zeitraum der letzten 50 Jahre). Dabei ist ein Zinsniveau von 5% in den Leitzinsen bei der derzeitigen Verschuldung sowieso nicht mehr vorstellbar. Verhindern kann der Fed-Chef die nächste Rezession nicht – kein Zyklus währt ewig – aber er könnte die Lebensdauer mit Wort und Tat vehement verkürzen. Deshalb glaube ich, dass Powell heute sehr vorsichtig in seinen Zinsprojektionen sein wird.
    Gruß

  2. Das Rätsel, warum der Dax aus seiner Range, grob 12600 und 12900 nicht ausbricht, könnte sehr mit dem 3-fachen Verfallstermin am kommenden Freitag zusammenhängen. Ob die Italienanleihen rauf oder runtergehen, Zölle verhängt werden, der G7-Gipfel zu einem Ergebnis kommt oder nicht – die großen Spieler am Verfallstag wollen aus eigenen Interessen offenbar nicht, dass der Dax aus dieser Range ausbricht. Nach unten entstünde ein starkes Verkaufssignal und vice versa nach oben. Spannend ist nur, ob diese Spanne bis Freitag – auch nach den Notenbankentscheidungen gehalten werden kann.

  3. @Wolfgang M. Ich könnte jedes Wort unterschreiben.Es gibt immer noch zuviel „ Börsenspezialisten“ die meinen man könne die Zinsen nicht anheben, weil man die Börse stützen muss.DAS IST EINE TOTALE FEHLÜBERLEGUNG .Soll man auf dem 3 mal grösseren Anleihenmarkt auf 1–2 % Rendite verzichten um den Aktienmarkt zu halten.Um diesen Verlust auszugleichen müssten die Aktien also 3–6% jährlich weiter steigen, was nicht ewig möglich ist.Zudem sollte irgendwann den Börsenspezialisten ohne Crash– Erfahrung
    bewusst werden,dass die Zyklen nur verlängert werden können .Immerhin haben wir seit bald 35 Jahren fallende US Anleihenzinsen gehabt.Die Vorteile der künstlich getriebenen Aktien– u.Anleihenkurse sind verfrühstückt, die Nachteile dieses einmaligen Experimentes werden mehr u.mehr hervortreten.

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