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Aktienmärkte: Was tun nach dem „Crash“? Über Risiko-Budgets

Die Aktienmärkte haben turbulente Tage hinter sich - es kam zu einer Art "Mini-Crash". Ein entscheidender Begriff in dieser Situation ist "Risiko-Budget

Die Aktienmärkte haben turbulente Tage hinter sich – es kam zu einer Art „Mini-Crash“. Es hat lange gedauert, bis die Aktienmärkte die Warnisignale vor allem des Anleihemarkts ernst genommen haben und mit einem heftigen Abverkauf quittierten. Die US-Aktienmärkte verloren in Rekordtempo und stürzten von einem 52-Wochen-Hoch auf ein 52-Wochentief.

Was ist da am Markt passiert? Ein entscheidender Begriff in dieser Situation ist der Begriff „Risiko-Budget“, wie Andreas Beck erklärt. Er ist Portfoliomanager und zeigt, warum es durchaus logisch ist, dass in dem Abverkauf der Aktienmärkte auch etwa der sichere Hafen Gold gefallen ist (bevor gestern die Zinssenkung der Fed dem Goldpreis neuen Aufschub verlieh). Das Zauberwort für diese Vorgänge lautet: Risiko-Budget! Denn mit dem Abverkauf der Aktienmärkte wurde das Risiko-Budget geringer, daher mussten viele Profi-Investoren Liquidität generieren – und verkauften daher etwa ihre Gold-Positionen.

Es ist kein Zufall, dass es bei dem sell-off vor alem die schwachen Unternehmen besonders getroffen hat – denn ausbleibende Cash-Flows durch die Coronavirus-Krise bringen die schlecht kapitalisierten Unternehmen besonders in Schwierigkeiten – während Liquiditäts-starke Unternehmen wie Berkshire Hathaway nun die Chance auf preiswerte Einkäufe wittern, wie Andreas Beck ausführt. Beck zeigt, warum sich bald zeigen wird, wer in der Flut nackt gebadet hat..

Krise heißt laut Beck: es passiert ein Regime-Wechsel (bzw. ein Paradigmenwechsel, wie Ray Dalio formulieren würde). Was wird nun vermutlich passieren? Extrem sehenswertes Interview mit Andreas Beck bei „Mission Money“

 

 

Über Aktienmärkte und Risiko-Budgets



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1 Kommentar

  1. Herr Beck sieht auch die Probleme bei den verschuldeten Unternehmern, was auf FMW schon gefühlte
    100 mal besprochen wurde. Die HighYields u.die BBB -Bombe hat erstaunlicherweise noch nicht gezündet.Einzig die Zinsdifferenz zu den fallenden TBond – Renditen ist etwas gestiegen.
    Ich glaube auch, dass die Notenbanken hier fast hilflos zusehen müssen wie es bald knallt. Die Börsenkurse,die nach 700% Gewinn 10bis 20% fallen, sind nicht die Hauptsorge der Ballonbläser.
    Um die Zündschnur zu verlängern müssten sie eigentlich Unternehmensanleihen kaufen u.den Konsumenten Helikoptergeld verteilen. Bombige Zeiten stehen uns bevor.

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