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Aktienmärkte werden kollabieren, warnt JP Morgan

Über den Weg des größten Schmerzes für die Aktienmärkte

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An den Aktienmärkten lautete das Motto im Grunde seit Oktober 2019, als kurz zuvor die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik auf ultraexpansiv (Anleihekäufe, massive Intervention im Repo-Markt) gestellt hatte: diesmal ist alles anders! Bewertungen würden keine Rolle mehr spielen, nur die Liquidität und damit der monetäre Faktor seien ausschlaggebend für die Kursentwicklung vor allem an der Wall Street. Daherauch  seien die parabolisch steigenden Kurse eben eine „Fahnenstange mit Substanz“. Wirklich? Vor letztem Donnerstag, als die Aktienmärkte der Wall Street plötzlich (ohne Nachrichten) schärfer korrigierte, waren alle herömmmlichen Parameter auf extremen Niveaus.

Es reichten der letzte Donnerstag und Freitag sowie der heutige vorbörsliche Abverkauf, um den Dow Jones, das Lieblingsbaromter von US-Präsident Trump für seine eigene Leistung, sogar ins Negative zu drücken seit Jahresbeginn. Seltsam, dass Donald Trump aktuell nicht über den Dow Jones tweetet..

Im Fokus steht natürlich das Cornavirus und dessen rapide Ausbreitung vor allem in Italien und Südkorea – die Sorge vor einem globalen Abschwung und Stillstand wie in China, ja die Angst vor einer Art „Wuhanisierung“ auch andere Länder, wächst.

Und dass die Aktienmärkte diese Gefahr trotz der bisherigen Kursverluste seit Donnerstag nicht annähernd eingepreist haben – angesichts nach wie vor nicht großer Entfernungen von den Allzeithochs vieler Aktienmärkte – ist evident. Die Investoren sind weitgehend ungehedged – die einzige Absicherung scheint bei einigen Investoren lediglich eine Wette auf einen steigenden Goldpreis zu sein. Selten, so könnte man daher sagen, trifft ein schwarzer Schwan die meisten Player am Markt unvorbereiter als derzeit!

Die Börse aber geht meist den Weg des größten Schmerzes – und der größte Schmerz für die meisten Investoren lag während der heißen Phase des Handelskriegs in steigenden Kursen. Nun aber, nachdem der Handelskrieg scheinbar beigelegt und viele Investoren sich daher voll auf der Long-Seite positioniert haben, ist der Weg des größten Schmerzes eindeutig in fallenden Kursen zu finden.

Genau davor warnt nun Marko Kolanovic von JP Morgan – der alles anders als ein notorischer Bär ist, eher im Gegenteil. Mitte letzter Woche schrieb Kolanovic („global head of macro quantitative and derivatives strategy“ bei JP Morgan) an die Kunden der Bank:

“Bonds, momentum stocks, and low volatility stocks rallied – pushing the valuation spread between defensive and cyclical stocks to a level 2x worse than during the peak of the late-’90s tech bubble. The bubble we are describing is expressed in equity factors … We caution investors that this bubble will likely collapse, i.e. this time is not ‘different.“

Diesmal also ist wohl doch nicht alles anders, so Kolanovic. Im folgnden Video von CNBC zeigt Kolanovic, welche Aktien besonders gefährdet sind – und welche eben eher nicht:

Stehen die Aktienmärkte zumindest vor einem kurzfristiger Kollaps?

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Coronakrise: „Sei froh, dass du in Deutschland lebst“

Zur Lage der Märkte vor dem langen Osterwochenende

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Am letzten Tag vor den Osterfeiertagen, wird es an der Deutschen Börse noch einmal spannend: wie positioniert man sich angesichts der Coronakrise für die Ostertage? Vier Tage, an denen nicht gehandelt werden kann (in den USA sind jedoch die Aktienmärkte am Montag geöffnet). Was also werden die Investoren tun?

Bis zum Januar gab es immer den Happy Friday vor dem Wochenende. Anleger gingen in den Markt, weil man am Montag steigende Kurse erwarten konnte. Nach Ausbruch von Covid-19 in den westlichen Ländern, ging man vor dem Wochenende aus dem Markt, weil man Angst hatte, dass sich am Wochenende die Zahlen dramatisch ändern und Hiobsbotschaften zu einem Black Monday führen könnten. Jetzt nach drei Wochen Lockdown in Deutschland und vier Wochen in Italien, befinden wir uns in einer Zwischenzone. Was erwarten die Anleger? Kommen am Wochenende Meldungen über ein Abflachen der Infektionskurve, in Deutschland vielleicht schon mit einem Rückgang der Zahlen der active cases? Aber auch in New York könnte die Zahl der Todesfälle sinken. Dies ergibt eine spannende Situation heute bis zum Börsenschluss. Was wird in der aktuellen Phase der Coronakrise überwiegen: die Angst oder die Hoffnung?

Eine zweite spannende Situation wird sich aus dem Ablauf des Osterfestes ergeben. Noch nie gab es das außerhalb von Kriegszeiten: dieses so bedeutende Familienfest, bei dem sich mehrere Generationen treffen, das jedoch in diesem Jahr unterbunden wird – wie auch der Besuch von Freunden. All das bei schönem Wetter. Viele werden einsichtig sein, andere aber protestieren bereits.

Diese Diskussionen werden auf die Politiker hereinprasseln, wie ein Hagelschauer.

Bei der heutigen Pressekonferenz des Robert-Koch-Instituts zur Coronakrise mit Professor Wieler um 14:00 Uhr wird dieser vermutlich Fortschritte bekanntgeben (wie gestern der Gesundheitsminister in NRW) – und gleichzeitig wird es er davor warnen, dass wir noch nicht über den Berg seien und dass man sich an den Osterfeiertagen strikt an alle Regeln halten solle.

 

Coronakrise: Weiter mit kontrollierter Panik – „sei froh, dass du in Deutschland lebst“

Das wird das Ziel sein: weiter mit kontrollierter Panik.

Im Übrigen macht auch Angela Merkel in der Coronakrise einen Rückzieher nach dem anderen. Zunächst war sie davon ausgegangen, dass man wohl nach zehn Tagen Verdoppelungszeit der Infektionen über einen Beginn des Abbaus der Beschränkungen reden könne, dann nach 12 und jetzt ist schon von 14/15 Tagen die Rede. Klar, wenn wir das schaffen, steht Deutschland super da. Mit der geringen Zahl an Toten, dann sinkenden Aktivzahlen und einem Land mit einer vergleichsweise geringsten Staatsverschuldung, einem ehemaligen Haushaltsüberschuss und einem Sozial- und Gesundheitssystem, von dem die USA derzeit nur träumen können. Lange Zeit das Lamento über das abgehängte Deutschland – und dann das jetzt. Ich habe Verwandte und Bekannte aus den USA, Australien und Italien, die mir schreiben: Sei froh, dass du in Deutschland lebst.

Ein weiteres Thema ist die heutige OPEC-Sitzung. Es wird wohl zu einer Einigung kommen – wenn nicht, würde der Ölpreis drastisch abstürzen.

Es wäre für viele Ölländer irgendwie suizidal. Auch Russland steht nicht so gut da. Ein Ölpreis von 25 Dollar auf längere Sicht wäre eine Katastrophe für den Haushalt, denn damit würden die Hälfte der geplanten Exporteinnahmen wegfallen. Außerdem fehlen zunehmend die Mittel, um nationale Projekte – infrastrukturelle Megaprojekte zur Modernisierung der Wirtschaft – zu finanzieren. Der Ausbruch des Preiskampfs kommt daher auch für das Land der großen Rohstoffvorkommen (oder gerade deswegen) zu einem absolut ungünstigen Zeitpunkt für Russland.

Die Lage in der Coronakrise vor dem Osterwochenende

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Aktienmärkte: Vier Top-Ereignisse – großer Donnerstag! Videoausblick

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Die Aktienmärkte stehen heute vor einem immens wichtigen Tag mit vier Großereignissen: den US-Arbeitsmarktdaten (Erstanträge), dem OPEC+-Treffen, dem Treffen der EU-Finanzminister mit dem Versuch einer Bailout-Einigung, und schließlich einer Rede von Jerome Powell in Wahsington. Und das alles vor dem langen Oster-Wochenende – werden die Aktienmärkte in dieser Situation ihre Rally fortsetzen können? Gestern an der Wall Street nur dünne Umsätze, heute müssen Investoren entscheiden, ob sie in ihren Positionen bleiben vor den Feiertagen, da dürfte es dann heute heftiger zur Sache gehen als am Vortag. In Sachen Coronavirus liegen die USA nun auch bei den Todeszahlen an Nummer eins, und Trump schürt wieder Hoffnung auf eine Ende des lockdowns..

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Coronakrise und der Notenbank-Sozialismus! Marktgeflüster (Video)

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Die Coronakrise wird weltweit immense wirtschaftliche Verwerfungen bringen – eine Erholung davon wird viele Jahre dauern. Die Märkte aber träumen von einer V-Erholung der Wirtschaft nach der Coronakrise, aber das wird so kaum möglich sein, trotz des Liquiditäts-Tsunamis, den Notenbanken und Regierungen in Wirtschaft und Finanzmärkte pumpen. Vielmehr werden Millionen von Menschen nicht mehr in ihren Job zurück kehren und in den nächsten Jahren von den Staaten bzw. Notenbanken alimentiert werden: eine Art Notenbank-Sozialismus. Bereits jetzt sehen wir viele Elemente dieses Notenbanken-Sozialismus, auch in Deutschland. Die Aktienmärkte heute mit einer Rally – können sie die Gewinne heute ins Ziel retten, anders als gestern?

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