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Aktienmärkte: Wird bald alles wieder gut? Die Charts nähren den Zweifel..

Viele haben vor einer Korrektur gewarnt an den Aktienmärkten, so etwa Goldman Sachs und JP Morgan. Jetzt ist sie da. Und wir werfen einmal einen Blick in die charttechnische Glaskugel..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Viele haben vor einer Korrektur gewarnt an den Aktienmärkten, so etwa Goldman Sachs und JP Morgan. Man erwartete Rücksetzer von ca. 5% (womit noch Luft nach unten wäre), aber sieht dann gute Kaufgelegenheiten. Vielleicht haben diese Einschätzungen der beiden Banken ja Recht, aber vielleicht eben auch nicht. Warum nicht? Weil ihnen im Grunde per se schon ein sehr positives Szenario zugrunde liegt: nämlich dass Trumps Politik sich durchsetzen und zu mehr Wachstum und mehr Gewinnen bei den US-Unternehmen führen wird. Daher will man ja eben auf günstigeren Niveaus wieder einsteigen.

Was offenkundig unmöglich schien, scheint nun möglich zu werden: dass Trump ein Großmaul ist, das große Ankündigungen macht, schlicht weil er nicht kapiert hat, wie der Hase läuft in der politischen Realität. Und die Wall Street hat dem Großmaul geglaubt und sich damit als ebenso naiv erwiesen. Wer lange genug das Hirn ausschaltet, prallt irgendwann gegen eine Wand..

Aber sehen wir uns einmal etwa den Dax an. Hier zeigt sich nämlich eine bärische Formation, ein sogenanntes „rising wedge“:

Seit Ende Januar verengte sich der Aufwärtstrend, der nun mit einer dicken roten Kerze gebrochen worden ist. Das ist eine bärische Umkehrformation!

Blicken wir auf den Dollar-Index, der eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation ausgebildet hat:

Dollar-Schwäche wiederum wäre ein Ausdruck dafür, dass die Trump-Rally in ernsten Schwierigkeiten steckt, denn der Dollar war im Geleitflug mit den US-Aktienmärkten gestiegen. Sinken die Anleiherenditen der US-Anleihen weiter, wird das den Dollar weiter unter Druck bringen, und während der Trump-Rally war es typisch, dass Anleihekurse eher fallen, wenn Aktienkurse steigen.

Wie aber geht es bei den US-Indizes weiter? Schauen wir uns dazu den S&P500 an, den Leitwolf der weltweiten Indizes. Hier fällt auf, dass der Index nun seine Rally seit Jahresbeginn von 2231 Punkten bis 2400 Punkte gestern nun zum 38,2%-Retracement korrigiert hat. Fällt der Index weiter zurück, liegt das nächste Kursziel beim 50%-Retracement bei 2316 Punkten, darunter dann das 61,8%-Retracement bei 2296 Punkten. Hält das aktuelle Niveau, dürfte der S&P zum 23,6%-Retracement bei 2360 Punkten steigen, also knapp 1% über dem gegenwärtigen Niveau:

(Zum Vergrößern Charts anklicken!)

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    leser

    22. März 2017 10:45 at 10:45

    Das Trump-Bashing und die Verbindung mit der DAX-Entwicklung erinnert an Börsenberichterstattung in der ARD. Da wird auch immer nachträglich ein Grund gesucht, warum sich der DAX bewegt hat.

    Den Zusammenhang zwischen Kurs-Entwicklung und aktuellen politischen Entwicklungen gibt es nicht. Es gibt tausend Gründe, die in einem komplexen System Auslöser sein können. Die Indizes sind weltweit seit den spätestens den 80’er Jahren durch die Notenbanken getrieben. Die Kursentwicklung ist daher nicht gesund. Dazu kommt, dass charttechnisch (fast) ein Doppeltop mit dem alten Hoch im April 2015 (12390) erreicht wurde und zudem ein 127,2% Extension ereicht war. Da braucht es keinen Trump, um an fallende Kurse zu denken, sondern nur einen Blick auf die Charts. Also bitte spart Euch dieses Narrativ, das ist dieser Seite hier nicht angemessen.

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