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Aktienmarkt – Auftakt ins Neue Jahr nach Maß

Wolfgang Müller

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am

Wenn das kein typischer Einstieg in ein neues Börsenjahr war – frisches Geld floss in den Aktienmarkt, wenngleich bei dünnen Umsätzen, weil viele Anleger sich noch im Weihnachtsurlaub befinden. Und dazu noch der Optimismus, der häufig zu Jahresbeginn vorherrscht.

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Hinzu kam noch ein wenig Nachwirkung aus dem „Window Dressing“ der letzten Handelstage. Man hatte im Fondsbereich üblicherweise die Gewinner des Jahres aufgestockt und die Verlierer verkauft, um im Jahresbericht der Welt beweisen zu können, dass man die richtigen Titel im Depot hatte. Die Verlierer am Aktienmarkt wiederum kann man dann als Nachzügler zu Jahresbeginn wieder zurückzukaufen, als billige Werte (wenn man an die Unternehmensgeschichte glaubt – und sei es nur ein vager Turnaround). So geschehen bei den Verlierern im Dax und MDax des Vorjahres wie Wirecard, der Deutschen Bank und der Commerzbank, die alle teilweise über sechs Prozent zulegen konnten.

Aktienmarkt: Neues Jahrzehnt, neue Finanzströme

Ähnlich wie bei den Einzeltiteln, so scheint sich auch das Anlegergeld in die vernachlässigten Regionen zu bewegen. Ich hatte vor ein paar Tagen in einem 10-Jahresvergleich aufgezeigt, dass europäische Indizes im Vergleich zum S&P 500 mit seinem 360 Prozent Kursplus von 2010 bis dato eine geradezu anämische Kursentwicklung vollzogen haben. Zwar steht der Dax (als verfälschter Performance-Index mit Einbeziehung der Dividenden) mit seinem 122 Prozent noch einigermaßen passabel da – aber Frankreich, Italien oder ganz speziell Spanien (ein Minus von 22 Prozent zu 2010) entwickelten sich erheblich schlechter.

Die amerikanischen Investoren wittern daher Nachholbedarf, denn wenngleich die Einkaufsmanagerindizes Verarbeitendes Gewerbe noch europaweit unter der 50-er-Marke stehen (Ausnahme Frankreich mit 50,4), so sind seit August schon leichte Stabilisierungstendenzen erkennbar. Selbst für Deutschland hat man die zweite Veröffentlichung des PMIs mit seiner Anhebung von 43,4 auf 43,7 Punkte so bewertet (das bisherige Tief war im August bei 41,4 Punkten). An der Wall Street bezeichnete man dies so: „The PMI ˋs in Europe are bottoming out!“

In jedem Fall hat der Aktienmarkt die Bemühung der People ˋs Bank of China, den Banken mehr Spielraum für Kreditvergaben zu geben, sehr bejubelt. Die PBOC wird ab 6.Januar die Reserveanforderungen für Banken um 0,5 Prozentpunkte senken. Seit Anfang 2018 war dies bereits der achte Schritt und man erwartet weitere für dieses Jahr. Der jetzige Schritt umfasst ein Volumen von umgerechnet 102 Milliarden Euro – der monetäre Faktor gilt damit als Kurstreiber auch für China. Man sah es auch an den großen Kursteigerungen an den Börsne Chinas vorletzte Nacht. China soll einmal mehr die Welt und insbesondere Europa herausreißen aus den Produktionstief.

In den USA gab es einmal mehr Rekorde am gestrigen Tag. Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 sprangen auf neue Allzeithochs. Dabei stieg der Fear&Greed-Index auf 97 Punkte, ein Niveau, welches ich auf keinem Chart der letzten Jahre finden konnte. Vor ziemlich genau einem Jahr lag nicht nur dieser Index spiegelbildlich mit 2 Punkten am Boden. Auch die Börsenstimmung war damals völlig konträr zur heutigen Situation:

Es herrschte absolute Rezessionsangst,die Märkte waren billig (KGV von 13,9). Heute ist die Rezessionsangst wie weggeblasen und die Märkte sind teuer (KGV von 18). Ich bin gespannt, welche „banale“ Nachricht die Korrektur am Aktienmarkt auslösen wird – vielleicht der Konflikt USA-Iran. Hinterher wird es dann wieder allen klar gewesen sein, dass es doch so kommen musste..

Sondersituation bei Wirecard

Selten, dass ein Dax-Wert so hin und hergerissen wurde wie der Finanzdienstleister Wircrad in den letzten Monaten. Kursausschläge bis zu 10 Prozent pro Handelstag und Halbierungen beziehungsweise Anstiege über 30 Prozent in kurzer Zeit, wie oft gab es das schon im deutschen Leitindex? Alles basierend auf Vorwürfen der Financial Times zu angeblichen Bilanzmanipulationen des Unternehmens. Diese wird von Shortsellern gerne aufgenommen, um große Wetten gegen das Unternehmen einzugehen.

Ob diese zurecht bestehen, wird man erst nach Abschluss des Sonderprüfungsberichts des Wirtschaftsprüfers KPMG wissen. Sollten sich die Vorwürfe aber als haltlos erweisen, so droht den Leerverkäufern, die im Dezember einen Umfang von 15 Prozent auf den Free Float aufgebaut hatten, ein Debakel, wie wir es im letzen Jahr schon bei Tesla gesehen haben. Ein guter Q3-Bericht brachte die Aktie in einer Short Squeeze um 20 Prozent nach oben und den Shorties einen Verlust von einer Milliarde Dollar ein. Betrachten wir hierzu die Aktionärsstruktur des deutschen Unternehmens:

CEO Braun 7,05 Prozent, dies ergibt einen Free Float von 92,95 Prozent
Goldman Sachs 10,81 Prozent
Morgan Stanley 10,25 Prozent
DWS 5,95 Prozent
Bank of America 5,70 Prozent
BlackRock 5,40 Prozent
Citigroup 4,93 Prozent
Artisan Partners 4,49 Prozent

Das macht alleine schon 54 Prozent der Anteile in festen Händen (vom Who is who der Finanzbranche) und dazu kommen noch viele Kleinanleger (und die Shortquote). Zusätzlich kauft die Firma Woche für Woche etwa 50 Tausend Aktien am Markt zurück.

Wenn das nicht zu einer gewaltigen Short Squeeze führen muss, denn anders wie bei einem normalen Aktienverkäufer muss der Leerverkäufer die Aktien irgendwann zurückkaufen, zu jedem Preis.

Da war doch mal was im Jahre 2008, als Porsche versucht hatte VW zu übernehmen und sich mit Optionsgeschäften 74 Prozent an dem Konkurrenten gesichert hatte.

Der Rest ist Geschichte. Leerverkäufer mussten sich zu jedem Preis mit den wenig verfügbaren Aktien eindecken und Volkswagen schoss am 28. Oktober 2008 von 300 auf 1000 Euro in die Höhe und war für kurze Zeit das teuerste Unternehmen der Welt. Leerverkäufer verloren 15 Milliarden Euro, Porsche hatte sich bei dem Versuch der Übernahme mit 11 Milliarden Euro verschuldet und wurde anschließend von Vw geschluckt.

Ein Extrembeispiel und nicht mit der Situation bei Wirecard vergleichbar, aber es zeigt eindeutig die Gefahren der Spekulation mit Leerverkäufen auf. Vielleicht bekamen wir am Donnerstag schon einen kleinen Vorgeschmack. Selbst wenn an den Vorwürfen von FT etwas dran sein sollte, zurückkaufen müssen die Leerverkäufer ihre geliehenen Aktien in jedem Fall.

Was mich etwas stutzig macht: Die genannten Großinvestoren sind teilweise auch die Verleiher der Papiere. Sie würden dann zweimal verdienen, an der Verleihgebühr und an einer möglichen Short Squeeze..

 

Aktienmarkt: Erstes Fazit zum Start ins neue Jahr

Das Jahr 2020 startet wie das letzte Jahr am Aktienmarkt geendet hat: mit Euphorie und einer weiteren Variante des Fear of Missing out (FOMO). Anscheinend vertraut man auf den alten Börsenspruch „Bullenmärkte sterben nicht an Altersschwäche“ – und nach dieser Devise scheint man an der Wall Sreet derzeit zu handeln.

Interessant wird es erst in der nächsten Woche, wenn viele Händler aus dem Urlaub zurückgekehrt sind und mehr Volumen in den Aktienmarkt kommt.

Der Dax schloss gestern Abend nachbörslich um 22:00 Uhr bei 13449 Punkten, gerade einmal 110 Punkte unter seinem Allzeithoch vom 23. Januar 2018. Wird er davon abprallen und das berüchtigte Doppel-Top ausbilden, von dem es aus viele Male ordentlich nach unten ging?

Oder gibt es das aus Bärensicht unglaublich unsinnige Verhalten der Investoren mit der Entstehung des berühmten Kaufsignals nach Überwinden eines Allzeithochs? Wie gesehen beim S&P 500 nach mehrmaligen Versuchen die 3040-er Zone zu überwinden – mit dem bekannten Ergebnis.

Bereits die erste Woche am Aktienmarkt verspricht Spannung und nicht Langeweile, wie von manchem Anleger, der außen vor steht, gerne behauptet wird..

Der Aktienmarkt startet mit Gewinnen ins neue Jahr

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Aktienmärkte: Euphorie – haben Sie schon einen Lamborghini gekauft?

Was soll denn nun schief gehen? So das derzeitige Mantra: Wir haben doch jetzt einen Impfstoff, wir haben die Notenbanken – die Beste aller Welten..

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte in den USA sind in einem Zustand der Euphorie – Dow Jones, S&P 500, Nasdaq 100 und der Nebenwerte-Index Russell 2000 erreichten am Freitag alle neue Allzeithochs. Und die Stimmung ist gigantisch gut: fast alle Sentimentindikatoren sind auf Anschlag, Absicherungen für Rückschläge der Aktienmärkte (durch Puts) sind auf dem niedrigsten Stand seit vielen Jahren.

Aktienmärkte: es kann nur weiter nach oben gehen – oder?

Was soll denn nun schief gehen? Wir haben doch jetzt einen Impfstoff, womit sich die Coronakrise dann erledigen werde, so das allgemeine Mantra. Donald Trump hat offenkundig keine Chance mehr, Ärger zu machen – womit sich die Unsicherheiten im Umfeld der US-Wahlen doch erldigt haben. Und mit der Aussicht, dass sich die Wirtschaft massiv erholen wird, kommt als Rückenwind noch die Stimulus-Flut der Staaten und Notenbanken hinzu. Beste aller Welten, oder?

Auch im deutschsprachigen Bereich ist die Stimmung sorglos bis gierig: nicht zufällig brüsten sich derzeit etwa viele Zuseher meiner Videos mit ihren Gewinnen, man habe lockere Gewinne gemacht, von denen man sich jetzt entspannt einen Porsche kaufen könne. Skeptische Stimmen werden als stete Miessmacherei bezeichnet, die an der Kurs-Realität total vorbei gehe.

Was aber, wenn dann doch zur Überraschung der Euphorisierten die Beste aller Welten dann doch so nicht kommt?

Michael Silva zeigt in seinem Video nicht nur die derzeitige Lage der Aktienmärkte der USA, sondern sieht Parallelen zur Entwicklung zwischen 1987 und derzeit. Auch 1987 gab es bekanntlich einen Crash (wie 2020 im März), dann folgte eine deutliche Erholung der amerikanischen Aktienmärkte bis zum Jahr 1990 – bevor es dann einen signifikanten Rückschlag für die Aktienmärkte gab. Derzeit sehen viele Parameter genau so aus wie nach den Ereignissen aus dem Oktober 1987 bis 1990 – nur geht das in diesem Jahr 2020 gewissermaßen im Zeitraffer.

Und Michael Silva erzählt eine Episode aus der Zeit der US-Immobilienblase, als er bei „Best Buy“ jobbte und ein Kunde ihm unbedingt seinen Lamborghini zeigen wollte, den er sich mit Gewinnen aus Aktien erzielt hatte. Das war kurz vor Platzen der US-Immobilienblase und dem Ausbruch der Finanzkrise – auch damals glaubten alle, dass die Preise für Immoblien nur noch weiter steigen könnten:

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Aktienmärkte und Euphorie - schon einen Lamborghini gekauft mit den Gewinnen?

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Dax: „Mitsegeln“ – aber keine langfristigen Überzeugungskäufe mehr

Für den Dax gilt: für langfristige Überzeugungskäufe ist es schon zu spät. Aber solange die US-Aktienmärkte nicht fallen, kann man „mitsegeln“

Stephan Heibel

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Der DAX hat sich im Wochenvergleich kaum verändert. Aber wir befinden uns in einer Rotationsphase, in der sich Anleger auf die Zeit nach Corona konzentrieren.

Nach Corona wird die Autoindustrie wieder ordentlich produzieren können. Dabei werden intelligente Autos zunehmen, immer mehr Chips werden eingebaut, die sogar möglichst noch per Funk miteinander kommunizieren. Siltronic, Hersteller der Basisplatten für Chips (Wafer) konnte diese Woche um 10% zulegen. Leoni hingegen, Lieferant von Kupferkabeln, brach um 9% ein.

TUI hat weitere Staatshilfen nur gegen eine 25%-Beteiligung des Staates erhalten, wird somit zum Staatsbetrieb. Die Aktie ist um 12% eingebrochen. Fraport auf der anderen Seite, die ohne Hilfen durch diese Krise gekommen sind, konnten um 12% anspringen.

Die Global Fashion Group, die einen Online-Marktplatz im asiatischen Raum betreibt, konnte um 8% zulegen, während Rational, Anbieter von Industrieküchen, um 9% einbrach: Der verlängerte Teil-Lockdown könnte weiteren Gastronomen das Genick brechen, während das Weihnachtsgeschäft verstärkt online stattfindet.

Ein Wechselbad der Gefühle also für jeden Anleger, der sich auf Einzeltitel fokussiert, während Fondsanleger ein Gefühl der Gleichgültigkeit ausstrahlen. So ist das Anlegersentiment auf 1,9 ein wenig zurückgekommen (Vorwoche 2,8) und pendelt somit im neutralen Bereich.

Auch die Selbstzufriedenheit ist diese Woche deutlich zurückgekommen (-0,9 auf 0,7) und zeigt erste Fragezeichen in den Gesichtern der Anleger, meiner Meinung nach in erster Linie der Fondsanleger, die sich nur schwer einen Reim auf die vielen widersprüchlichen Unternehmensmeldungen machen können.

Aber mit einem Impfstoff am Horizont und einer inzwischen beruhigten Nachrichtenlage hinsichtlich des Präsidentschaftswechsels in den USA sowie mit der Aussage der EU im Rücken, dass der Brexit für uns zu verkraften sei, steigen die Zukunftserwartungen um 0,8 auf 5,2. Es gibt aktuell dreimal so viele Optimisten wie Pessimisten in Sachen Dax.

Weiterhin bleibt die Investitionsbereitschaft mit einem Wert von 2,9 (-0,3) auf einem hohen Niveau. Rückschläge im DAX werden also weiterhin frühzeitig gekauft und somit begrenzt, die Unterstützung bleibt stark.

Seit nunmehr fünf Wochen wissen wir, dass es Impfstoffe geben wird und seit fünf Wochen ist das Anlegersentiment im grünen Bereich: Es wird gefeiert auf dem Börsenparkett. Damit ist unser 5-Wochendurchschnitt des Anlegersentiments inzwischen ebenfalls auf ein hohes Niveau angestiegen. Infolge des historisch niedrigen Sentiments während des Coronacrashs ist nun eine entsprechend übertriebene Gegenbewegung durchaus möglich. Bislang war dieser etwas behäbiger reagierende Indikator im neutralen Bereich, jetzt entwickelt er sich langsam in Richtung einer Übertreibung.

Eine solche Übertreibung kann über mehrere Wochen bestehen bleiben. Für uns ist es der Hinweis, wer bislang noch nicht voll investiert ist, der sollte nun vorsichtig sein, den Kursen hinterherzulaufen.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger zeigt mit einem Wert von -3 weiterhin nur eine leichte Absicherungsneigung an. Auch die Profis, die sich über die Eurex absichern, haben nach den heftigen Aktivitäten in Folge der Impfstoffmeldungen nun wieder eine moderate Absicherungsneigung an den Tag gelegt. Das Put/Call-Verhältnis zeigt mit einem Wert von 2,1 einen leichten Überhang von Put-Käufen an, also Absicherungspositionen.

Das Put/Call-Verhältnis der CBOE ist weiterhin extrem niedrig, was einem Call-Überhang entspricht. Anleger spekulieren weiterhin auf stark steigende Kurse. So bleibt auch die Investitionsquote der US-Fondsanleger mit einem Wert von 103% (-4%) sehr hoch.

US-Privatanleger haben ein Bulle/Bär-Verhältnis von 26% zugunsten der Bullen, der Optimismus ist bereits auf einem extrem hohen Niveau. Auch der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 85% extreme Gier unter Anlegern an.

Interpretation: Beim Dax noch mitsegeln, solange es noch geht – aber Kursen nicht hinterherlaufen

Die Sentiment-Analyse kann keine Hoch-Runter-Prognose für den Dax liefern. Vielmehr ist das Stimmungsbild, das wir aus der Sentimentanalyse erhalten, ein wichtiger Faktor für die Bestimmung der Strategie, die wir in dieser Marktphase anlegen. Wenn wir also aus der heutigen Stimmungserhebung ableiten, dass wir mittelfristig in eine Phase der Übertreibung laufen, dann ist es nun zu spät für beherzte, langfristige Überzeugungskäufe im breiten Markt.

Aufgrund der eingangs gezeigten Rotation, die derzeit so heftig wütet, gibt es dennoch weiterhin viele Aktien, die auch mittel- und langfristig noch sehr günstig sind. Doch gleichzeitig hat die Corona-Pandemie einige Aktien auf Höhen katapultiert, die nicht mehr lange gehalten werden können. Bei Einzeltiteln lohnt sich derzeit also ein Blick auf das Bewertungsniveau. Günstige Titel können weiterhin eingesammelt werden. Die High-Flyer hingegen sollten zumindest mit einem engen Stopp Loss abgesichert werden.

In den USA ist die Stimmungslage bereits euphorischer als bei uns in Deutschland. Daraus können wir ableiten, dass der DAX noch immer Luft nach oben hat. Das gilt jedoch nur solange, wie der Dow Jones seitwärts läuft. Sollte es in den USA zu einer Gegenbewegung kommen, wird der DAX sicherlich ebenfalls mit in den Keller gezogen.

Dennoch: Euphorie ist nicht zu erkennen, im Gegenteil, die hohe Investitionsbereitschaft liefert weiterhin eine stabile Unterstützung und so dürfte der DAX in der Vorweihnachtszeit weiterhin nach oben driften, sofern keine negativen Ereignisse diesen zugrunde liegenden Trend vereiteln.

Sprich: Mitsegeln, solange es geht :-).

Mehr von Stephan Heibel finden Sie hier..

Für den Dax gilt: für langfristige Überzeugungskäufe ist es schon zu spät

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Anleihen

Aktienmärkte: Ist das das nächste große Ding? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der Wall Street heute allesamt mit neuen Allzeithochs, während der Dax weiter stagniert und sogar einen leichten Wochenverlust ausweist – und das trotz neuem Optimismus in Sachen Brexit. Aber der Fokus richtet sich nun immer mehr auf die US-Anleihemärkte mit steigenden Renditen, die Zinskurve versteilt sich weiter (gut für Finanz-Aktien, nicht so gut für Tech, daher der Nasdaq heute nur mit kleinen Gewinnen). Sollten die Renditen weiter steigen, werden US-Anleihen wieder zunehmend zur Konkurrenz für die Aktienmärkte. Dort aber herrscht nach wie vor eine „Rundum-sorglos-Stimmung“, vor allem die „Corona-Verlierer“ werden wieder gekauft (der Sektor Energie daher wider mit den größten Gewinnen)..

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