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Unterschiede zum Dotcom-Boom Aktienmarkt: Börsenprofi sieht kein Risiko einer KI-Blase

Grafik: ChatGPG

Am Aktienmarkt wächst die Nervosität: Während Tech-Konzerne Milliarden in Künstliche Intelligenz pumpen, warnen einige Stimmen bereits vor einer möglichen KI-Blase. Doch ein erfahrener Börsenexperte hält dagegen – und erklärt, warum die aktuelle Dynamik trotz aller Parallelen zur Dotcom-Ära fundamental anders sein könnte.

Keine KI-Blase am Aktienmarkt

Am Aktienmarkt gibt es keine Blase rund um das Thema Künstliche Intelligenz (KI) — zu dieser Einschätzung kommt Michael Heldmann, CIO Equity beim Asset-Manager Allianz Global Investors (AGI), wie Bloomberg berichtet. Die derzeitige Situation sei nicht mit der Dotcom-Blase zu vergleichen.

Aktienmarkt: Börsenexperte ist sich sicher - derzeit keine KI-Blase
Allianz-Fahnen wehen vor dem Olympiaturm in München. Foto: Guido Krzikowski/Bloomberg

“Ich glaube nicht, dass wir uns in einer KI-Blase befinden”, sagte er am Dienstag bei einer Veranstaltung seines Unternehmens. Möglich seien höchstens “kleinere, einzelne Events, einzelne Firmen, wo durchaus dann mal ein Kurzschluss passieren kann, aber nichts Systemisches im Endeffekt.”

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Mit dem anhaltenden KI-Boom hatten sich zuletzt auch die Warnungen vor einer spekulativen KI-Blase am Aktienmarkt gemehrt. Dabei wurden mitunter auch Parallelen zum Dotcom-Hype der späten 1990er Jahre gezogen, der in einem massiven Crash und in zahlreichen Firmenpleiten gipfelte.

“Wenn man es mit anderen Blasen der Vergangenheit vergleicht, beispielsweise der Dotcom-Blase und so weiter, dann ist die Situation doch massiv anders”, erklärte Heldmann. “Die Firmen, die daran beteiligt sind, sind in einem viel besseren Zustand.” Sie würden über “sehr stabile” Bilanzen verfügen und sich beispielsweise aus dem eigenen Cashflow finanzieren.

Investitionsboom ohne klare Erträge

Fakt ist: Tech-Konzerne investieren hunderte Milliarden Dollar in Chips und Rechenzentren – nicht nur wegen der steigenden Nachfrage nach Chatbots, sondern auch in der Hoffnung, Prozesse zunehmend von Menschen auf Maschinen verlagern zu können. Wohl noch nie zuvor wurde so viel Geld so schnell für eine Technologie ausgegeben, deren vermeintlich gewinnbringendes Geschäftsmodell noch nicht vollständig erprobt ist. Zudem stehen den massiven Ausgaben bisher nur geringe Erträge gegenüber – ein Missverhältnis, das am Aktienmarkt die Sorgen vor einer möglichen KI-Blase weiter geschürt hat.

Wenn jedoch vom Platzen einer Blase die Rede ist, müsse man nach Einschätzung Heldmanns eigentlich davon ausgehen, dass dies breite Auswirkungen auf gesamte globale Volkswirtschaften hätte. Genau das sei derzeit jedoch nicht wirklich erkennbar, betonte der Experte. Sollte sich die massive Welle an KI-Investitionen dennoch als Blase herausstellen, wären die Folgen wohl primär im Technologiesektor zu spüren.

FMW/Bloomberg



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3 Kommentare

  1. Die Allianz kennt sich also in Blasen aus. Der Kurs nähert sich dem Hoch von 2000.
    Angeblich hat man auch Michael Saylor für sein Vehikel Geld geliehen.

  2. „Wenn jedoch vom Platzen einer Blase die Rede ist, müsse man nach Einschätzung Heldmanns eigentlich davon ausgehen, dass dies breite Auswirkungen auf gesamte globale Volkswirtschaften hätte.“

    Herr Heldmanns scheint hier nicht bis zum Ende weitergedacht zu haben.

    Marktkapitalisierung der Magnificent 7 (Apple, Nvidia, Alphabet, Meta, Amazon, Tesla und Microsoft) in den Jahren 2001 bis 2025 sind über folgenden Link zu finden:

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1187049/umfrage/marktkapitalisierung-gafam/

    „Im August 2025 war Nvidia mit einer Bewertung von über vier Billionen US-Dollar das wertvollste Unternehmen der Welt. Neben Nvidia führen Microsoft und Apple die Magnificent 7 an, die als einflussreichste Unternehmen der Welt gelten.“

    Wenn es hier einen Unfall geben sollte und Milliarden, oder sogar Billionen an Marktkapitalisierung verloren gehen würden, dann hätte das ganz bestimmt Auswirkungen auf sehr viele direkt und indirekt (über ETF’s) Investiert. Dann wird sich zeigen, wer wieviel Geld bewusst oder unbewusst in die KI Story investiert hat(te).

    Bis hin zum MSCI World etc., würde es ein regelrechtes Blutbad auch für Kleinanleger geben. Und die private Altersversorge vieler Kleinanleger würde eine Neubewertung erfahren, die ja vermeintlich breit gestreut in einen abgebildeten Weltindex investiert sind.

    Und wenn die Investierten dann den Konsum aufgrund der Verluste einschränken (müssen) hätte das keine Auswirkungen auf gesamte globale Volkswirtschaften?
    So als ob die USA irgend so ein unbedeutender Finanzplatz wäre?

    Ich glaube vielmehr, dass wenn die KI Wirtschaft ein Problem bekommen wird und dann der Konsum und damit die Importe der USA etc. sinken, dann bekommen wir ein globales Problem und die über ETF’s oder direkt investierten werden Global am härtesten getroffen.

    Gleichzeitig ergeben sich für Anleger aber auch Chancen in dem Szenario. Denn Inflation hin oder her, wenn Billionen an Marktkapitalisierung sich in Luft auflösen würden, dann wäre dem nur mit neu geschaffenen Kapital (wie wäre es mit Helikoptergeld 2.0) beizukommen. Schließlich ist sparen ja eh kein Thema mehr. Keine Volkswirtschaft in den Industriestaaten ist auch nur ansatzweise dazu noch bereit. Selbst Deutschland hat beim Thema Finanzstabilität kapituliert.

    Welche Assets bei einer explodierenden Geldmengenausweitung profitieren werden, dürfte ja klar sein.

  3. Erst las ich die Überschrift. Whow. Dann las ich weiter und las „Michael Heldmann“. Puh, dachte ich. Also wenn der das glaubt, weiß, sagt, müssen wir uns ja keine Sorgen mehr machen, denn die Anlegerwelt legt viel Wert auf seine Aussagen. Er hat nämlich manchmal Recht. Also dann geht es ja weiter Richtung Sterne. Er ist nämlich jemand, der oft richtig lag mit den Aussagen, die er immer nur für sich allein behalten hat. Außerdem hat er die Gabe, hinterher ganz gezielt die Vergangenheit genau analysieren zu können! Das schaffen die wenigsten. So jemand wie er wird überall auf der Welt gesucht. Seine Fähigkeiten stellt er unermüdlich an 8 Tagen pro Woche für jeweils 25 Stunden am Tag zur Verfügung! 24/7 war‘ s ihm leid und er erfand , das 25/8 viel mehr Spielraum für freie Entfaltung lässt. Schade nur, das man kein Abo- Kanal findet, der ihn rund um den Globus lobt. Ich bleibe am Ball und sobald ich neues von ihm erfahre, werde ich ein Update geben.
    Naja, unter den bekannten und unbekannten Börsen Profis rangiert er auf… dem 1.987.654. Platz. Doch letzte Woche ist er um zwei Plätze gestiegen. Wird seinen Grund haben…

    Sorry, ich kann das Wort vom Profi einfach nicht mehr sachlich erfassen….muss wohl an meinem Alter liegen….

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