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Aktienmarkt: Der große Irrtum der Bären

Hannes Zipfel

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Selbst wenn in den großen Metropolen, wie New York City, Präventionsmaßnahmen á la Südkorea in den USA und Europa zur neuen Normalität werden, also Masken-Pflicht, Corona-Apps, Abstandsregeln etc., gibt es keinen Grund, den Zusammenbruch der Weltwirtschaft oder einen nochmaligen brutalen Crash wie im März für den Aktienmarkt zu erwarten. Das werden die Fiskal- und Geldpolitiker mit ihren unbeschränkten monetären Mitteln zu verhindern wissen – aus purem Eigennutz und zur Not auch durch den Ankauf von Aktien wie in Japan und der Schweiz. Solche erweiterten „unkonventionellen“ Maßnahmen, wie den Ankauf von Aktien, haben mehrere Fed-Gouverneure bereits ins Spiel gebracht, u. a. der Chef der Fed-Niederlassung in Boston, David S. Rosengren.

Außerdem finden im November Präsidentschaftswahlen in den USA statt, die Präsident Donald J. Trump in Sachen zusätzlicher Konjunkturstimuli aufgrund seiner aktuell wieder schwächeren Umfragewerte im Zeitverlauf immer stärker unter Druck setzen und damit auch den Druck auf seine Partei und die Fed für neue Stimuli erhöhen. Es gibt also keinen Grund für Panik am Aktienmarkt oder die realistische Erwartung eines Bärenmarktes. Ein solcher ist definiert ab einem Kursrückgang um 20 Prozent.

Das Korrekturpotenzial beim S&P 500

Realistischerweise wird der Aktienmarkt die Übertreibungen der jüngsten Aufwärtsbewegung in den nächsten Tagen und Wochen abbauen. Der Fear & Greed Index von CNNMoney, der sich aus sieben Einzelindikatoren zusammensetzt, ist aktuell im neutralen Bereich. Dennoch kann der heimliche Weltleitindex in Anbetracht der langsamer als erwarteten ökonomischen Erholung und der sich nach wie vor weltweit dynamisch ausbreitenden Covid-19-Seuche seine Korrektur noch einige Zeit fortsetzen. Den kurzfristigen und sehr steilen Aufwärtstrend seit 23. März bei ca. 3.085 Punkten hat der S&P 500 bereits unterschritten. Auch die 200-Tage-Durchschnittslinie wurde im Zuge des Abverkaufs bereits am Donnerstag und Freitag leicht unterschritten. Aktuell notiert der Index bei 3.050 jedoch wieder über dieser Unterstützung bei ca. 3.020 Punkten. Weitere horizontale Unterstützungslinien liegen bei 2.970 Punkten sowie 2.800 Punkten. Eine zehnprozentige Korrektur, die nach einem Anstieg von über 40 Prozent vom Tief aus völlig normal wäre, brächte den S&P 500 auf ca. 2.900 Punkte. Erst unter 2.585 Punkten würde der Aktienmarkt (S&P 500) in den Bärenmarkt-Modus übergehen.

Fazit und Ausblick

In Anbetracht der Tatsache, dass viele institutionelle Anleger die jüngste Rallye am Aktienmarkt verpasst haben, weil sie die Macht der digitalen Notenpresse über die Fundamentaldaten unterschät haben, setzt die Profianleger nun unter Druck. Sollen sie erneut á la Baisse spekulieren und gegen die Notenpressen wetten oder, und das erscheint deutlich wahrscheinlicher, werden die Profianleger die Korrekturphase am Aktienmarkt nutzen, um sich auch in Anbetracht des Renditedrucks, dem sie ausgesetzt sind, ihre Cash-Bestände investieren und Short-Positionen glattstellen. Heute folgt ein weiteres Video zur aktuellen Marktlage (klicken Sie dazu bitte hier).

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28 Kommentare

28 Comments

  1. Avatar

    Jan

    13. Juni 2020 10:26 at 10:26

    Hallo Herr Zipfel. Das mag sein und hoffen wir es. Dank der Mentalität der Mensch (gehrn Sie nur raus in der Stadt) wollen wir sehrn was wir gerne hätten: Corona ist bald vorbei. Mit der erneute Enge womit sich Menschen überall wieder begegnen, kann eine zweite Welle deutlich schlagartiger kommen als der erste, weil wir nicht wie am Anfang von einzelne Anfangspunkte ausgehen, sondern Corona bereits flächendeckend verteilt ist. Das wäre entäuschend weil passt nicht im Bild „wir haben der Welt im Griff“ und zu deutlich stärkere Verwerfu gen führen. Klar, danach kommen die Bazookas also wieder Steil ab und auf. Aber eventuell tiefer als angenehm, gerade weil es keiner (mehr) erwartet.
    Wir werden sehen.

    • Avatar

      Robert Daney

      14. Juni 2020 03:31 at 03:31

      Zweite Coronawelle rollt schon und wird wieder mal maßlos unterschätzt und daher viel schlimmer sein wie die erste Welle und keiner soll mir kommen, daß man es nicht wissen konnte! Die erste Welle der Notenbank und Fiskal Rettung war erfolgreich,weil niemand damit grechnet hat, die zweite Rettungswelle wird scheitern, weil alle mit Erfolg rechnen. Sowie kein Crash kommt, wenn alle damit Rechnen kommt auch keine Rallye, wenn alle damit rechnen. Die Profis lassen sich bestimmt nicht von gierigen Privatanlegern abzocken und lassen die Privatanleger an ihren überteuerten Aktien sitzen. Der Denkfehler der Rallyepropheten ist, dass die FED wieder mal die Reichen rettet, diesmal entwickelt die FED instrumente zur Rettung der Mainstreet und sobald diese funktionieren,ist es vorbei mit der Wallstreet rettung!!

      • Avatar

        Columbo?

        14. Juni 2020 11:12 at 11:12

        @Robert Daney

        Aha, hat sich das Virus schon bei Ihnen gemeldet? Sind der neue Staats-und Medienepidemiologe oder sehen Sie die 2. Welle in Ihrer Glaskugel?

  2. Avatar

    Koch

    13. Juni 2020 10:58 at 10:58

    Nach dem Lesen Ihres Artikels,stellt sich mir die Frage:Die Börse(n),für was eigentlich noch?Wenn es sowieso nur noch heisst:Vorwärts immer,rückwärts nimmer!Da lasst uns doch gleich das chinesische System kopieren.Beim Bundestag klappt das doch auch schon hervorragend in Bezug auf Delegiertenmenge und Entscheidungsfähigkeit/Wille.Diese Art der Pervertierung der (sozialen)Marktwirtschaft macht mich sehr wütend und nachdenklich zugleich.

  3. Avatar

    Joachim

    13. Juni 2020 11:08 at 11:08

    Die fünf Phasen der Akzeptanz einer Krankheit:

    – die Krankheit nicht wahrhaben wollen
    – Ärger/Zorn/Aggression
    – Verhandeln
    – Depression
    – Akzeptanz

    …wir dürfen also b.a.w. nicht über das Verhandeln zur nächsten Stufe der Depression gelangen?

    Der Krankheit wird das ziemlich egal sein.

    • Avatar

      Lausi

      13. Juni 2020 21:27 at 21:27

      Wenn man Trump als Krankheit ansieht, könnte das auch ganz gut passen! ;-)

    • Avatar

      Columbo

      13. Juni 2020 21:56 at 21:56

      @Joachim

      Wieso Depression? Wir sind doch längst bei der Akzeptanz angelangt, ich jedenfalls.
      Kopf hoch, Ihr Depressiven…oder macht halt eine Therapie.

      • Avatar

        joachim

        14. Juni 2020 14:14 at 14:14

        @Colombo
        Wir sind irgendwo, kollektiv gesehen, in Phase 1-3.
        Die Depression wird verleugnet $$ (zurück zu Phase 1!), zur kollektiven Akzeptanz fehlt noch der Name der Krankheit.

        Wenn die Depression auf eine scheinbare Akzeptanz folgen sollte, drehen wir uns im (selben) Hamsterrad weiter, Phase 1-3 treten wieder zum Vorschein…usw.
        „2.Welle“-Sager entsprechen dieser kollektiven Ohnmacht, dem Hamsterrad zu entkommen.

        Trump, Corona und wahrscheinlich auch me too, blm und ein zu kurz empfundener Rock sind nur Symptome, die in immer kürzer werdenden Zeitspannen auf uns eindonnern.

        Alles nur Symptome…Ursache??

        • Avatar

          Columbo

          14. Juni 2020 17:05 at 17:05

          @Joachim

          Krankheitsakzeptanz bedeudet: „Ich habe diese Krankheit und werde damit leben“.
          Dort scheint mir das Kollektiv angekommen zu sein, was speziell diese Krankheit betrifft, auch weil man zunehmend erkennt, daß sie beherrschbar ist.
          Was anderes sind die wirtschaftlichen Folgen. Aber auch da beginnen die Menschen zu „akzeptieren“ und nach vorn zu sehen.
          Depressive Phasen konnte man eher während des Lock Down sehen.

  4. Avatar

    Peter Sallister

    13. Juni 2020 15:50 at 15:50

    Herr Zipfel, Sie vertreten eine „etwas andere“ Ansicht als diejenigen, die die Corona-Börsenrally als Abkoppelung von der Wirtschaftsrealität bezeichnen.
    Manches Ihrer Argumentation ist bedenkenswert, aber …

    Ich bestreite daß zwischen Anleihekäufen und grenzenloser Kreditgewährung und den Aktienkursen eine direkte feste Beziehung bestehen muß, so wie in einem 4-Ganggetriebe von einem Zahnrad zum anderen. Das wird inzwischen, wie ich meine, immer häufiger behauptet wie eine feststehende Tatsache.
    Zunächst mal hat das eine mit dem anderen überhaupt nichts zu tun. Wenn es regnet könnte der Preis für Schafe steigen, weil die mehr zu fressen haben. Na gut … sehr schlüssig.

    Was die Aktienkurse antreiben könnte sind Mutmaßungen, sind Schlußfolgerungen, Vorstellungen. Das findet erst mal nur in den Köpfen statt. Und … Börsenkurse sind Einschätzungen, sonst nichts da sie aus den Einschätzungen der Marktteilnehmer resultieren.
    Und der Marktteilnehmer bastelt sich irgendwas zusammen in seinem Kopf. Die Realität kann sich dann so entwickeln, muß aber nicht. Da müssen wir dann schon ehrlich sein. Bei der Marktbeeinflussung wird auch viel mit Psychologie gearbeitet. Schon Ankündigungen entfalten viel Wirkung.

    Aktienkäufe durch den Staat wäre dann einfach eine legale Manipulation durch den Staat auf einem neuen Level in den meisten Staaten. Und es wären Szenarien denkbar wo selbst das nicht mehr richtig funktioniert.

    Im Prinzip geht’s ja wohl nur darum daß Marktrisiken in einer neuen Weltordnung sozialisiert werden sollen. Die, die irgendwo Pech hatten, am falschen Ort standen usw. werden in Zukunft aufgefangen durch alle. Eine Art von oben bestimmter, neuer Solidarität. Schöne Zeiten!

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    Hesterbär

    13. Juni 2020 19:26 at 19:26

    Hallo Herr Zipfel, jetzt sind Sie aber ebenfalls heftig mit dem Notenbankvirus infiziert. Warum nur hatten ähnliche Gelddruck-Exzesse in der Vergangenheit nie dauerhaften, sondern immer nur kurzfristigen Erfolg und endeten allesamt in der Katastrophe? Und warum hatten Notenbanken und Politik funktionierender Volkswirtschaften eben diese Gelddruck-Exzesse stets gescheut wie der Teufel das Weihwasser? Weil Wirtschaftsleistung eben niemals durch die Gelddruckmaschinen ersetzt werden kann. Und inzwischen sind wir längst in einer Phase, in der Notenbankgeld keinen wirtschaftlichen Stimulus mehr erzeugt, sondern genau das Gegenteil bewirkt. So wird also eine gigantische Blase nur noch weiter aufgebläht und die Frage ist einzig, wann sie platzen wird. Bis dahin werden immer schwächlichere Wirtschaftsdaten immer dreister schöngefärbt werden und die Umverteilung zugunsten der Reichen und zu Lasten der Armen geht weiter. Allerdings eben nur noch so lange, bis das Finanzsystem aus seinen eigenen Übertreibungen heraus kollabiert oder Volksaufstände dem Treiben ein Ende bereiten.

    • Avatar

      Columbo

      14. Juni 2020 13:49 at 13:49

      Bisher wurde Herr Zipfel in den Himmel gelobt und jetzt soll er plötzlich vom Virus befallen sein, weil sein Artikel mal eben nicht den eigenen Vorstellungen entspricht.

      • Avatar

        Hesterbär

        14. Juni 2020 17:11 at 17:11

        Der Zwergpudel springt mir wieder am Bein hoch und will unbedingt oben mit dabei sein. Das ist verständlich, aber er kommt eben einfach nicht höher und versteht es nicht.

        • Avatar

          Columbo

          14. Juni 2020 18:24 at 18:24

          Immer wieder poetisch…

  6. Avatar

    Bärensau

    13. Juni 2020 20:00 at 20:00

    Der Titel ist reisserisch, kein Mensch weiss was nächstens passiert, aber der Herr Zipfel weiss, dass die Bären falsch liegen.
    1. Pandemie unsicher, Wirtschaftserholung schleppend, auch ohne zweite Welle.
    2.Trump Wiederwahl ist immer unsicherer. Meistens ist man positiv erstaunt wie sie alle Probleme anspreche u.mit einfachen Worten übermitteln können . Aber mindestens ein- bis zweimal im Jahr treiben sie wieder die Bullensau durchs Dorf wie wenn alle Ihre erwähnten Probleme überhaupt nicht existieren würden.
    Eines ist klar, den Notenbanken sind per se nicht die Aktienkurse das Wichtigste.Die hohen Kurse sind ein Nebenprodukt der Massnahmen zur Rettung der Schrottanleihen. Die Schrottis haben sich auch V -förmig erholt, obwohl die Probleme nur verschoben sind.( Also zur Zeit kein Handlungsbedarf)
    Auch sie werden irgendwann erfahren ,dass Notenbankgeld ohne Realwirtschaft auf Dauer nicht funktioniert.
    Also die US-Aktien kann man ruhig 10bis 15% fallen lassen ohne die Bazooka auszupacken, dann wären wir etwa dort wo die Euphorie- Rally wegen den Impfstoff Fake-News begonnen hat.

  7. Avatar

    Gixxer

    13. Juni 2020 20:33 at 20:33

    Wenn ich es richtig mitbekommen habe, hat sich einhergehend mit den steigenden Börsen die Bilanz der Fed fast verdoppelt. Sollte das nun immer die Voraussetzung sein, dass die Börsen steigen, wo muss die Fed Bilanz dann wohl am Ende des Jahres stehen?
    Sicher, es wird immer massive Gegenbewegungen geben, aber es wird wohl trotzdem noch tiefer gehen.

  8. Avatar

    Roland

    14. Juni 2020 09:17 at 09:17

    Herr Zipfel hat Recht, jetzt ist die Gelegenheit zu kaufen!

    • Avatar

      Koch

      14. Juni 2020 11:16 at 11:16

      @Sven-Roland!Vergessen Sie bitte nicht den Rest Ihres Taschengelds(nach Abzug des Preises für die neueste Micky Mouse-Ausgabe),all in zu investieren.P.s.Ich habe mein Leben finanziell im Griff.Daran werden auch noch so viele geistig unterbemittelte „Longbrülleraufforderungen“nichts ändern.

  9. Avatar

    Zweistein

    14. Juni 2020 11:59 at 11:59

    Schon vor einigen Monaten habe ich Herr Zipfel getadelt wegen seiner Notenbankgläubigkeit u.einige seiner
    Mitgläubigen haben wohl die Korrektur anfangs Jahr nur als kleines Störfeuer der schon abgehakten harmlosen Pandemie taxiert, obwohl wir jetzt wissen, dass damals schon Rezession war.
    Alles sehr kurz gedacht, selbst wenn TINA stimmen würde u.die ganze Welt nur noch Aktien kaufen würde ,würden sehr schnell auf viel höherem Niveau die Korrekturen noch grösser.
    Börsenwitz: Einstein sucht einen Mitarbeiter,der erste Kandidat meldet sich mit Intellgenzquotient 200,
    Einstein sagt, DA KÖNNTEN WIR MITEINANDER PHILOSOPHIEREN.
    Der zweite meldet sich mit Intelligenzquotient 100,
    Einstein sagt,DA KÖNNTEN WIR MITEINANDER INS THEATER GEHEN.
    Der dritte meldet sich mit Intelligenzquotient 50,
    Einstein sagt, WAS MACHEN DIE BÖRSENKURSE ?

  10. Avatar

    Optimist

    14. Juni 2020 13:59 at 13:59

    @Roland, ich schätze ihre optimistische Einschätzung sehr, darum habe ich vor einigen Wochen mit meinem Erspartem Call-Optionen gekauft.Nach gutem Start ist jetzt Alles weg.Ich glaube aber weiterhin an ihre überzeugenden Argumente u,.möchte weiter Long gehen. Kennen sie vielleicht eine Bank, die mir vielleicht Kredit geben würde. Meines Wissens sind doch die meisten Banken positiv für Aktien.
    Besten Dank für Ihre Antwort.

    • Avatar

      Lausi

      15. Juni 2020 08:55 at 08:55

      @Optimist: Mein Tipp: Jetzt schwer gehebelt short gehen, und dann haben Sie am Ende der Baisse genug Geld um wieder long zu gehen!

      • Avatar

        Optimist

        15. Juni 2020 10:08 at 10:08

        Danke @Lausi, aber das war nur ein schlechter Scherz 😔

  11. Avatar

    Ponzini

    14. Juni 2020 14:17 at 14:17

    Für realitätsfremde Notenbankgläubige , bitte NOURIEL ROUBINI googeln: „ Das System ist krank“

    • Avatar

      Columbo

      14. Juni 2020 18:42 at 18:42

      @Ponzini

      Nouriel Roubini baucht hier keiner zu googeln, den kennt jeder. Ein Perma-Crash-Prophet, dessen Prophezeiungen immer noch auf Verwirklichung warten. Naja, irgendwann…nur wann?

  12. Avatar

    Lieber Klartext als Schöntext

    14. Juni 2020 19:50 at 19:50

    @ Columbo, für die Annahme einer zweiten Welle braucht es keine Glaskugel, denn die erste Welle ist nur in gewissen Regionen am Abflauen. In China , Indien ,USA u.vielen weiteren Ländern sieht es nicht so gut aus.
    Und die Lockerung des Lockdowns hat ja eben erst begonnen.
    Sie haben doch schon früher die Pandemie lange schöngeredet. Jetzt sind sie wieder ein Anhänger der V- Wirtschaftserholung geworden. Schönreden hat noch kein einziges Problem gelöst.

  13. Avatar

    Prognosti

    14. Juni 2020 20:33 at 20:33

    @ Robert Daney, gute Überlegung, gemäss NOURIEL ROUBINI haben 75% der Amis keine Aktien u.die obersten 10% haben 90%. Schon die jetzigen Hilfsprogramme mit dem hohen Arbeitslosengeld lst in diesem Sinne eine Mainstream Rettung. Die V -Erholung der Aktien basiert in der Fehlannahme,dass diese Notprogramme die Wirtschaft wieder auf Vorkrisenniveau bringen.
    Die Notenbankgläubigen sollten verstehen dass Zinssenkungen seit 2009 von ca.7% auf fast Null % ausser Mehrverschuldung Nichts gebracht hat. Die Nullzinsen werden auch in den USA das Geschäftsmodell der Banken zerstören, was in der EU u.Japan schon passiert ist. Da die Bankenwelt ein grosser Finanzspieler ist,werden die Auswirkungen des Gelddruckens immer negativer, was heute auch schon vom geschätzten @Hesterbär angesprochen wurde. ( Krall u.Stelter predigen es schon länger)
    Die durch die Zinspoltik geförderte Umverteilung wird die Unruhen in den USA weiter fördern u.zum Explodieren bringen.( Auch von ROUBINI angesprochen ) In diesem Sinne hat Herr Daney Recht, die USA muss jetzt sämtliche Mittel einsetzten um den explosiven Bevölkerungsteil der unteren 50 bis70% im Zaun zu halten.

  14. Avatar

    Columbo

    15. Juni 2020 08:38 at 08:38

    Bemerkenswert, wie die „Vereinigten Staaten von Europa“ es schaffen, das Virus zu beherrschen, im Gegensatz zu vielen anderen. Da muß man anerkennen.

  15. Avatar

    Optimist

    15. Juni 2020 11:54 at 11:54

    @Optimist – Imitation, Sie haben in meinem Namen richtig geantwortet, was in diesem Fall keine Rolle spielt.aber die Antwort von Sven/ Roland fehlt noch.

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Aktien

IHS Markit-Kauf für 44 Milliarden Dollar – wie man gigantisch wächst ohne neue Schulden

Claudio Kummerfeld

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am

New York Downtown bei Nacht

In der Branche für Finanzdaten, Börsendaten und ökonomischen Analysedaten nimmt die Konzentration auf wenige große Anbieter immer mehr zu. Es gibt Bloomberg, Reuters, große Börsenanbieter wie die Deutsche Börse oder Euronext, und es gibt gerade den Versuch der London Stock Exchange den Datenanbieter Refinitiv für 27 Milliarden Euro zu übernehmen. Jetzt legt S&P Global (gehört zur Standard & Poors-Gruppe) nach und kauft den Datenanbieter IHS Markit. Und das für satte 44 Milliarden Dollar.

IHS Markit war Ende letzter Woche an der Börse noch 37 Milliarden Dollar wert. S&P Global lag bei 82 Milliarden Dollar. Wie schafft man es so viel Geld auszugeben, mal eben 44 Milliarden Dollar? Nun, in diesem Fall ist das gar kein Problem. Man „kauft“ per Aktientausch. Ein richtiger Kauf ist es dann gar nicht. Man fusioniert, und der „Käufer“ erhält an der neuen Firma die Aktienmehrheit. Oder besser gesagt, die bisherigen Aktionäre des größeren Fusionspartners halten dann später auch die Mehrheit am neuen Unternehmen.

So kommt es, dass die bisherigen Aktionäre von S&P Global an der neuen Firma 67,75 Prozent der Anteile halten werden, und die bisherigen Aktionäre von IHS Markit 32,25 Prozent. So haben alle was davon, und die Firma hat keine gestiegene Verschuldung durch diese Transaktion. So können große Konzerne schnell weiter wachsen, ohne sich zu verschulden.

Ganz anders lief es vor vier Jahren bei Bayer, wir erinnern uns alle mit Grausen an die Zeit danach. Die Leverkusener kauften Monsanto für 66 Milliarden Dollar in Cash. Dafür musste man damals eine Brückenfinanzierung über 57 Milliarden US-Dollar aufnehmen, also Kredite. So brockt man sich jede Menge Probleme ein, wenn man seine bisherige Aktionärsstruktur beibehalten will.

Will man extern kräftig zukaufen, muss man sich dann wie Bayer massiv verschulden. Um die Last zu reduzieren, muss man dann brutal einsparen, einzelne Sparten verkaufen usw. Gerade große Konzerne mit stark steigenden Aktienkursen können sich über den Weg des Kaufs mit eigenen Aktien (Fusion) andere Unternehmen einfach und bequem einverleiben. Dann werden die Aktionäre der bisherigen Konkurrenzfirma einfach zu Miteigentümern des eigenen Unternehmens gemacht. Und zack, der Konzern wächst kräftig, ohne dabei neue Schulden machen zu müssen. Natürlich hat der einzelne Altaktionär nach der Transaktion weniger Eigentum am Konzern. Aber dafür ist der Konzern an sich ja auch spürbar gewachsen, wodurch eine Kompensation stattfindet. Langfristig können über diese Methode die ganz großen Konglomerate entstehen.

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff- und Merger-Montag

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die vierte Woche in Folge gibt es pünktlich Montag Mittag eine Impfstoff-Meldung, diesmal von Moderna. Und IHS Markit soll von S&P Global gekauft werden. Markus Koch spricht von einer massiven Konsolidierung im Bereich der Finanzdaten.

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Aktien

Performance-Check: Das sind die härtesten Aktien der Welt – Werbung

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Lieber Börsianer,

wir alle wissen, wenn der Aktienmarkt einmal ins Rutschen gerät, bleibt kein Auge trocken. Selbst die Aktien anerkannter Qualitätsunternehmen fallen dann unisono mit dem Gesamtmarkt. Man ist dann als Anleger schon zufrieden, wenn sich das eigene Depot der Korrekturbewegung zumindest teilweise entzieht.

Genauso wissen wir, wenn die Weltkonjunktur einmal lahmt, sinken die Unternehmensgewinne durch die Bank. So ist nun einmal die Börse.

Aber ich bohre tiefer. Gibt es wirklich keine Unternehmen, die sich einem negativen Markttrend entziehen? Gibt es wirklich keine Ausnahme, die die Regel bestätigt?

Doch, die gibt es! Tatsächlich existiert in den USA eine Aktiengattung, die sich bereits seit Jahrzehnten durch eine ganz ungewöhnliche Stabilität auszeichnet. Diese ausgesuchten Unternehmen erwirtschaften nicht selten sogar in der tiefsten Rezession, z.B. zuletzt 2008/9, beste Gewinne. Mehr noch: Sie erhöhen selbst in diesen Phasen, wo die „normalen“ Unternehmen versagen, regelmäßig die Dividenden.

Börsianer bezeichnen solche unverwüstlichen Unternehmen als „Dividendenaristokraten“. Diese Dauerbrenner zeichnen sich vor allem durch zwei Merkmale aus:

1)
Naturgemäß verfügen die Dividendenaristokraten über langjährig bewährte und unantastbare Geschäftsmodelle.

2)
Deshalb erhöhen diese Unternehmen die Dividende seit mindestens 25 Jahren, und zwar jährlich.

Und das Regelwerk für Dividendenaristokraten ist knallhart. Wenn ein Unternehmen, sagen wir, im 43. Jahr die Dividende einmal nicht mehr jährlich erhöht, dann wird ihm der Aristokraten-Titel sofort entzogen. Folglich verlässt das Unternehmen dann auch den entsprechenden Index und muss sich nun wieder aufs Neue beweisen. Mit anderen Worten: Hier ist wirklich kein Platz für Verlierer oder

Nicht nur mehr Stabilität, sondern einfach auch mehr Rendite

Wie bereits angedeutet schaffen nur eine Handvoll Unternehmen diese Kriterien. Gegenwärtig gelten rund 10 % der Unternehmen des marktbreiten S&P 500 als Dividendenaristokraten. Die anderen 90 % des S&P 500 sind eben ganz normale Unternehmen, deren Gewinne im Einklang mit der Konjunktur mal fallen und mal steigen.

Gegenwärtig finden Sie im Dividendenaristokraten-Index zahlreiche Unternehmen aus traditionellen Industriesparten. Namhaft sind hier etwa Caterpillar, 3M oder etwa der Maschinenbauer Illinois Tool Works. Natürlich bringt auch die nicht-zyklische Konsumgüter-Branche…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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