Der Aktienmarkt befindet sich in den USA und in Teilen Asiens in einer Mega-Rally, verursacht durch tolle Quaratlszahlen und tolle Aussichten im Bereich Künstliche Intelligenz. Dabei wird die weiter ansteigende Inflation und der nicht enden wollende Iran-Krieg als großer Problemfaktor ignoriert. Jetzt meldet sich ein Top-Stratege der Wall Street zu Wort.
Aktienmarkt: Inflation zunehmendes Problem
Der Aktienmarkt ist laut den Strategen der Bank of America Anfang Juni reif für Gewinnmitnahmen, da sich Anleger auf Aktien stürzen und die Inflationsrisiken steigen. Der wachsende Preisdruck habe in den USA weitreichende Auswirkungen, von Energie- und Transportkosten bis hin zu Mieten, so schreibt es laut Bloomberg News das Team unter der Leitung von Michael Hartnett. Dies geschehe zu einer Zeit, in der der Aktienmarkt auf neue Rekordhöhen steige.
Hinzu kommt, dass eine Reihe wichtiger Termine im nächsten Monat das Potenzial haben, am Aktienmarkt zur Vorsicht zu mahnen. Als Auslöser nannten das Team um Michael Hartnett das nächste OPEC-Treffen, den Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft, den G7-Gipfel und die erste FOMC-Sitzung der Federal Reserve unter Kevin Warsh. „Die Kapitulation der Bullen zugunsten von Aktien und Technologiewerten dürfte in den nächsten Wochen vollständig abgeschlossen sein. Anfang Juni ist der richtige Zeitpunkt, um Gewinne mitzunehmen“, so Michael Hartnett.
Die Inflationsdaten in den USA zeigten im April eine starke Beschleunigung. Die US-Großhandelsinflation stieg auf 6 % – das schnellste Tempo seit 2022 –, bedingt durch einen kriegsbedingten Anstieg der Energiepreise, der zu höheren Frachtkosten führt. Auch die Verbraucherpreisinflation übertraf mit 3,8 % die Schätzungen der Ökonomen.
Für Michael Hartnett und sein Team ist der US-Verbraucherpreisindex auf dem besten Weg, bis zu den Zwischenwahlen im November die 5-Prozent-Marke zu überschreiten, sofern sich der monatliche Anstieg von 0,4 % aus dem vergangenen halben Jahr nicht rasch verlangsamt. Das ist eine Konstellation, die für den Aktienmarkt nichts Gutes verheißt. Ein Szenario, in dem der Verbraucherpreisindex über 4 % steigt, ist „der Punkt, an dem Risikoanlagen nervös werden“, so Michael Hartnett. Basierend auf Daten der letzten 100 Jahre ist der S&P 500, sobald die Inflation diese Schwelle überschreitet, in den folgenden drei Monaten im Durchschnitt um 4 % und über einen Zeitraum von sechs Monaten um 7 % gefallen.
Morgan Stanley mit höherem Kursziel für S&P 500
Erst vorgestern berichteten wir darüber, dass Morgan Stanley darauf setzt, dass Rekordgewinne und eine starke Wirtschaft den Bullen-Aktienmarkt weiter auf Hochtouren laufen lassen werden. Die Bank unter der Leitung von Mike Wilson, eine anderen Top-Strategen der Wall Street, erwartet, dass der S&P 500 in den nächsten 12 Monaten 8.300 Punkte erreichen wird (aktueller Stand 7.501 Punkte).
FMW/Bloomberg
Kommentare lesen und schreiben, hier klicken
















Die US Börsen haben sich seit der Finanzkrise verzehnfacht und gegenüber den Hochpunkten der Jahrtausendwende verfünffacht…günstig sind die also nicht mehr…
Dafür spricht auch ein Buffet Indikator …von knapp 235 Prozent…aktuell..
Alles in allem sind die US Aktien jetzt fast 75 Billionen US-Dollar wert…
Nicht aufgelistet die kryptographischen Währungen….die Rohstoffe und Edelmetalle…die Immobilien und Grundstücke…und last but not least die Anleihen…ob Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen…