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Aktien

Aktienmarkt in Shanghai bricht ein

Markus Fugmann

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Während die meisten asiatischen Börsen heute Nacht Zugewinne verbuchen konnten, ging es in Shanghai mit -2,4% heftig nach unten. Es waren die Highflyer der letzten Wochen und Monate, die heute abverkauft wurden: Banken (Bank of China -4.6%, China Construction Bank -4.2%, und Agricultural Bank of China -4.1%) und Broker-Unternehmen.

Für den Abverkauf gibt es keine wirklichen Gründe – ausser dem physikalischen Gesetz, das alles was steigt, irgendwann wieder fällt. Die Hausse in Shanghai in den letzten Wochen und Monaten war fast ausschließlich getrieben von Privatinvestoren, die der seit August von der Regierung initialisierten Medienkampagne folgten, wonach es für China nun Zeit sei, einen starken Aktienmarkt zu entwickeln – die Verlinkung der Börsen Hongkong und Shanghai sollte dafür das Symbol sein. Wohl nicht zufällig war der Shanghai Composite der zweitstärkste Aktienindex der Welt in 2014, und wie Anfang der Woche bekannt wurde, dürfte bald auch der Marktplatz in Shenzhen mit Hongkong verlinkt werden.

Trotz des heutigen Rückgangs aber sind die Chancen für eine Fortsetzung der Rally gut. Von der westlichen Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt hatte die Regierung in Peking kürzlich Investitionen in Infrastrukturprojekte von 1,1 Billionen Dollar beschlossen. Die Anleger in China vertrauen darauf, dass sich China schlichtweg keine schlechte Stimmung leisten kann und die Regierung daher immer wieder Stimulusmassnahmen ergreifen wird, um die Konjunktur zu stützen. Bad news in Sachen Konjunktur – das haben die Chinesen von den Amerikanern gelernt – sind daher good news für die Aktienmärkte.

Und in Sachen Wirtschaft vertrauen – anders als in der Politik – die Chinesen offenkundig den Amerikanern: so hatte die amerikanische Beratungsgesellschaft McKinsey in einer Analyse die These aufgestellt, dass eine erleichterte Kreditvergabe etwa durch Online-Banken das chinesische BIP um 1 bis 2% steigern könne. Als am letzten Sonntag dann die erste Online-Bank Chinas ihre Geschäftstätigkeit aufnahm, erschien Chinas Premierminister Li Keqiang daher höchstpersönlich zum Fototermin.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Big Tech mit „enttäuschend guten Ergebnissen“

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die großen Tech-Konzerne haben gestern sehr gute Quartalszahlen gemeldet. Er geht darauf ein, welche Haare in der Suppe die Anleger dennoch fanden, weshalb die Kurse dann nachbörslich fielen.

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Experte Andre Stagge über die Tech-Zahlen, US-Wahl und EZB

Claudio Kummerfeld

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Der Tradingexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) bespricht im folgenden Video mehrere aktuelle Börsenthemen. Vermutlich wird die EZB ab Dezember aktiver werden in Sachen Rettungsmaßnahmen. Gestern Abend haben die vier großen Tech-Konzerne Apple, Google, Amazon und Facebook ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Andre Stagge weist darauf hin, dass alle vier zwar die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn übertroffen haben – und er geht auf die Gründe ein, warum die Aktien nachbörslich nicht entsprechend positiv reagierten. Auch wirft Andre Stagge einen Blick auf die große Wahrscheinlichkeit, dass Joe Biden die US-Wahl nächste Woche gewinnen könnte.

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Ballard Power vor gewaltigem Kursrutsch? – Werbung

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Lieber Börsianer,

da stimmen Sie mir sicherlich zu. Die Stimmung an den Börsen hat sich im Oktober eingetrübt. Vor allem das europäische Infektionsgeschehen schlägt uns aufs Gemüt. Auch im Alltag werden wir die Folgen nächstens wieder alle ganz gegenständlich spüren, wenn Deutschland in den Lockdown light geht. Das nämliche Bild bei unseren Nachbarn. In Wien werden derzeit ähnliche Maßnahmen vorbereitet, um die zweite Covid-Welle zu brechen. In Frankreich gelten sogar wieder harte Ausgangssperren. Man darf dort zur Arbeit und zum Einkauf fahren. Ansonsten gilt: Rien ne va plus.

Da überrascht es nicht, dass der DAX südwärts läuft und derweil auf Wochensicht über 8 % eingebüßt hat. Ähnlich wie im vergangenen Februar und März sind auch die Ölpreise wieder massiv rückläufig und verlieren zur Vorwoche rund 9 %. US-Aktien halten sich noch recht wacker, aber auch hier sehe ich Gefahr im Verzug.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich mache jetzt hier nicht den Pessimisten. Gleichwohl halte ich es für ratsam, kurzfristig in unseren Depots die Cashquoten zu erhöhen und den ein oder anderen Titeln zu veräußern, um dann am Ende zu günstigeren Kursen wieder in den Markt zurückzukommen.

Diese Taktik dürfte etwa bei dem Wasserstoff-Titel Ballard Power reizvoll sein, denn hier kündigt sich ein scharfer Ausverkauf an. Schauen wir uns zunächst einmal die letzten Zahlen aus dem zweiten Quartal an. Das kanadische Unternehmen meldete einen Umsatz in Höhe von 25,8 Millionen USD. Das entspricht einem recht vernünftigem Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal in Höhe von 9 %. Den Verlust konnte man spürbar eingrenzen, gleichwohl hat das…..

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