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Aktien

Aktienrückkäufe sorgen für verlorenes Jahrzehnt an Aktienmärkten

Markus Fugmann

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am

Aktienrückkäufe waren bekanntlich ein maßgeblicher Treiber der Aktienmärkte – vor allem an der Wall Street. Faktisch waren es in den USA die Unternehmen selbst, die als Netto-Nachfrager nach Aktien in Erscheinung traten. Die Aktienrückkäufe lassen zunächst die Aktien billiger erscheinen – weil der Gewinn durch weniger Aktien geteilt werden muß. Durch die Manie der Rückkäufe eigener Aktien haben viele große US-Börsengelistete Unternehmen wie McDonald´s negatives Eigenkapital. Der Hamburger-Konzern hat seit dem Jahr 2012 seinen Gewinn nicht wirklich gesteigert – aber der Aktienkurs des Unternehmens hat sich in dieser Zeit dennoch verdoppelt.

So schön die Aktienrückkäufe für die Aktionäre auch sind: sie gauckeln den Investoren eine Lage vor, die in der Realität deutlich negativer ist als es der steigende Aktienkurs signalisiert. Aber weil die Aktienkurse steigen, glaubt man, dass die Dinge in Ordnung sind. Trotz der US-Steuerreform haben sich die Gewinne der US-Unternehmen in den letzten sieben Jahren nicht mehr gesteigert, die Schulden aber sind stark gestiegen (auch wegen der Aktienrückkäufe). Wir haben es daher mit einer verschlechterten Risikosituation zu tun, die irgendwann „schlagend“ werde, so Manfred Hübner von Sentix. Es gebe im Markt mehr (bilanzielle) Risiken, als allgemein bekannt ist, so Hübner.

Der Experte von Sentix sieht sich die Bilanzen von Beiersdorf und Mc Donald´s an – und zeigt, dass das Risiko bei Mc Donald´s viel größer ist als bei Beiersdorf (das er als Anleiheersatz sieht). Je länger die Aktienrückkäufe andauern, umso größer die Risiken, sagt Hübner.

Gegen Ende des Videos stellt Hübner ein Modell vor, das zuletzt hervorragende Prognosen erstellt hat – und dieses Modell zeigt, dass die 2020er-Jahre für die Aktienmärkte ein verlorenes Jahrzehnt werden dürfte (nach einem Hoch im Sommer 2012): einer der Faktoren ist die Demografie, die die Löhne schneller steigen läßt als die Gewinne. Der andere Faktor des Modells ist die Frage, wieviele Aktien in Relation zum gesamten Anlage-Portfolio zur Verfügung stehen – und auch hier sieht es längerfristig nicht gut aus.

Dieses Interview ist das Beste, was wir bisher in Sachen Aktienrückkäufe haben wahrnehmen dürfen – must see!

Wie Aktienrückkäufe maßgeblich dazu beitragen, dass für Aktienmärkte ein verlorenes Jahrzehnt werden

 

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    PK

    5. Februar 2020 18:43 at 18:43

    wollte Finanzmarktwelt schon auf den Link aufmerksam machen, ich finde das Interview auch absolute Spitze.

    • Avatar

      Nix-Versteher

      6. Februar 2020 10:47 at 10:47

      Sehr langer Kommentar u.meines Erachtens widerspiegelt er zu fast 100% die Ansichten der FMW Leute u.ein Grossteil deren Poster.
      Fazit: Logische Folgerung :Aktienrückäufe sind nur sinnvoll wenn sie nicht überbewertet sind.
      @ PK findet den Beitrag sehr gut, obwohl er gleiche Ansichten unter Postern oft kritisiert u.er den Anschein von allmächtigen Notenbanken erweckt ??

  2. Avatar

    Zimmermann

    5. Februar 2020 20:43 at 20:43

    Stimmt, wirklich sehens- und hörenswert. Vor allem zum Schluss die Einschätzung der zukünftigen Zinsentwicklung halte ich für stichhaltig, die die Firmen mit den hohen Aktienrückkäufen noch mehr in Schwierigkeiten bringen dürfte. Nach Hübner sind tendentiell eher steigende als fallende Zinsen zu erwarten. Das leuchtet mir schon deshalb ein, weil jeder aber wirklich jeder davon redet, dass die Zinsen nie mehr steigen werden. Wenn ich jetzt einfach von dem Merksatz ausgehe, dass die Masse nie Recht hat, könnte das gut hinkommen.

    • Avatar

      BrettonWood

      6. Februar 2020 10:19 at 10:19

      Passt auch dazu das die Masse meint die Märkte werden steigen weil die fed und alle anderen die Märkte weiterhin fluten…irgendwann gibt es Inflation und dann kommen halt auch die Zinsen wieder….

      Spannend auch das Modell das ein Ereignis diesen April anzeigt, das könnte die Zahlen sein die Miserabel ausfalllen könnten wegen des Corono stopps jetzt in China, das dürfte sich auf die Q1 Zahlen durchschlagen und diese dürften wir im Spril
      Erhalten…

  3. Avatar

    depotrockerin

    8. Februar 2020 17:29 at 17:29

    Hier ein sehr informatives Video, welches die Thematik um den säkularen Trend der Aktienmärkte sehr sachlich und fundiert darstellt.

    https://www.ccmmarketmodel.com/short-takes/2020/2/8/the-most-important-stock-market-and-investing-video-you-will-ever-watch

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – „Ob gut oder schlecht – Sell the News!“

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Auch wenn es wie bei Microsoft gute Zahlen gab – der Markt ist derzeit negativ eingestellt.

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Aktien

Boeing-Quartalszahlen: Desaster, aber der Verlust ist kleiner als erwartet

Claudio Kummerfeld

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Die Boeing-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Boeing ist als Industrieunternehmen mit seiner gigantischen Zuliefererkette derart wichtig für die US-Volkswirtschaft, dass man mit starken Absatzrückgängen sogar das US-BIP in spürbare Bewegung bringen kann. Aber nun zu den wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 14,14 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,98/erwartet für heute 14,5). Laut Boeing sinken die Umsätze bei den zivilen Maschinen wegen der 737-Probleme, was teilweise durch höhere Umsätze in der Militärsparte ausgeglichen werde. Der Ergebnis liegt bei -1,39Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,45/erwartet für heute -2,32).

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Gegenüber Airbus ist Boeing doppelt hart getroffen. Nicht nur Corona trifft die Geschäfte des Flugzeugbauers, sondern immer noch das 737 Max-Desaster mit den zwei Abstürzen.

Der operative Cash Flow liegt bei -4,8 Milliarden Dollar.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +1,0 Prozent – wohl weil der Verlust nicht so schlimm ausfiel wie erwartet.

Boeing betont, dass man noch in den Büchern noch Aufträge habe für 4.300 kommerzielle Flugzeuge im Volumen von 393 Milliarden Dollar.

Boeing soll Ende 2021 noch 130.000 Mitarbeiter haben, wo es Anfang 2020 noch 160.000 waren.

CEO-Statement:

“The global pandemic continued to add pressure to our business this quarter, and we’re aligning to this new reality by closely managing our liquidity and transforming our enterprise to be sharper, more resilient and more sustainable for the long term,” said Boeing President and Chief Executive Officer Dave Calhoun. “Our diverse portfolio, including our government services, defense and space programs, continues to provide some stability for us as we adapt and rebuild for the other side of the pandemic. We remain focused on the health and safety of our employees and their communities. I’m proud of the dedication and commitment our teams have demonstrated as they continued to deliver for our customers in this challenging environment. Despite the near-term headwinds, we remain confident in our long term future and are focused on sustaining critical investments in our business and the meaningful actions we are taking to strengthen our safety culture, improve transparency and rebuild trust.”

Grafik zeigt Detaildaten zu den aktuellen Quartalszahlen von Boeing

Hauptwerk nahe Seattle - Boeing-Quartalszahlen veröffentlicht
Das Boeing-Hauptwerk nördlich von Seattle. Foto: Jeremy Elson CC BY-SA 3.0

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So sichern Sie in unruhigen Marktphasen Ihr Depot ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

es ist wieder soweit. Deutschland fährt erneut runter und geht in einen moderaten Lockdown. Voraussichtlich noch im Verlauf des Tages werden Bund und Länder entsprechende Maßnahmen beschließen. In der Diskussion sind unter anderem: Verbot von Verwandtenbesuchen, Aufenthalt in der Öffentlichkeit mit maximal einer Person eines anderen Haushaltes, die Gastronomie soll wieder komplett heruntergefahren werden, touristische Übernachtungen im Inland sollen jetzt auch ausbleiben.

Zwischen den Zeilen lese ich heraus, dass die Maßnahmen bis weit in die Adventszeit aufrecht erhalten werden sollen. Die Politik konzentriert sich offenbar auf das Weihnachtsfest. Am Weihnachtsbaum sollen wir also wieder Verwandte treffen dürfen und dabei möglicherweise auch wieder ein Restaurant besuchen dürfen. Es überrascht also nicht, dass der DAX bereits seit Tagen butterweich ist. Zuletzt sackte der deutsche Leitindex mit großer Dynamik unter die Marke von 12.000 Punkten ab. Noch hält sich der US-Markt wacker und hat noch kein Verkaufssignal generiert.

Es gibt folglich zwei Optionen. Die optimistische Variante: Der US-Markt wird die europäischen Börsen stützen, sodass die Korrektur bei DAX und Co. rasch auslaufen wird. Die pessimistische Variante: Die US-Märkte kippen nächstens „hinterher“ und leiten damit eine globale Korrekturphase ein.

Vor diesem Hintergrund fragen sich jetzt natürlich viele Investoren, wie kann ich mein Depot einmal absichern, wie kann ich meine schönen Gewinne der vergangenen Monate und Jahre kurzfristig festmachen.

Es gibt hier zwei anerkannte Methoden: So können Sie nun die Aktienpositionen Ihres Depots einfach vollständig oder weitgehend abverkaufen. Diese Lösung ist einfach, hat aber in der Praxis ihre Tücken. Zunächst kann diese Maßnahme vor allem bei etwas größeren Depots durchaus zeitaufwändig sein. Außerdem produzieren Sie dadurch für Ihr Depot eine gewisse Spesenbelastung, die sich am Ende, wenn Sie die Titel wieder zurückkaufen, quasi verdoppelt.

Außerdem dürfen wir getrost davon ausgehen, dass uns der Wiedereinstieg in der Praxis kaum optimal gelingen wird. Denn wenn dann die Börse plötzlich dreht, sind wir eben erst einmal nicht dabei. Und oftmals sind die Kursgewinne der ersten Erholungsphase, die auf eine Korrektur folgen, besonders großzügig. So zeigen alle Studien, dass man mit einem Totalverkauf langfristig Rendite verliert, selbst wenn Aus- und Wiedereinstieg halbwegs gut bewerkstelligt werden.

Machen Sie keine halben Sachen, sondern sichern Sie proaktiv ab

Sinnvoller ist in unruhigen Marktphasen die sog. aktive Absicherung. Bei diesem Verfahren halten Sie im Wesentlichen an Ihren bestehenden Aktienpositionen fest, stellen allerdings vorübergehend sog. Shorts oder Puts gegen diese Aktienpositionen.

Wie funktioniert die proaktive Absicherung in der Praxis? Die Deutsche Börse berechnet nicht nur den DAX, sondern auch den sog. Short-DAX. Dieser Index verhält sich exakt spiegelverkehrt oder invers zum „echten“ DAX. Zu Deutsch: Wenn der DAX an einem Tag um 1 % fällt, dann steigt der Short-DAX exakt um 1 %. Wenn Sie also DAX-Aktien im…..

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