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Aktuell: 74 Milliarden Dollar-Übernahme im Biotech-Sektor – Futures leicht positiv beeinflusst

Redaktion

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Bristol-Myers kauft den Konkurrenten Celgene für 74 Milliarden Dollar. Das wurde vor wenigen Augenblicken verkündet. Sind dies die letzten Zuckungen der Nullzins-Orgie? Immerhin erwähnt man, dass man für diese Übernahme unter anderem auch Schulden aufnehmen wird. Nochmal schnell die Nullzins-Phase nutzen? Vielleicht gratis Geld in Euroland aufnehmen, weil die Schulden in den USA schon teurer geworden sind? Der Deal soll teilweise in Cash und teilweise in Aktien bezahlt werden. Die aktuelle Reaktion ist heftig. Die Aktien von Celgene steigen kräftig an um vorbörslich 30% auf 86,80 Dollar.

Das ist nachvollziehbar, denn durch die Übernahme sollen die Celgene-Aktionäre mit Aktien- und Cash-Bezahlung effektiv 102,43 Dollar pro Aktie erhalten. Die Bristol-Myers-Aktie fällt vorbörslich wie bei solchen Übernahmen logischerweise kräftig um 4,6%. Denn man lädt sich selbst ja weitere Schulden auf, und die einzelnen Aktien werden verwässert – sie sind also weniger wert. Die US-Futures lassen sich davon ganz leicht positiv beeinflussen (Dow kurzfristig gut 30 Punkte gestiegen). Hier Details der aktuellen Veröffentlichung im Wortlaut:

Bristol-Myers Squibb Company (NYSE:BMY) and Celgene Corporation (NASDAQ:CELG) today announced that they have entered into a definitive merger agreement under which Bristol-Myers Squibb will acquire Celgene in a cash and stock transaction with an equity value of approximately $74 billion. Under the terms of the agreement, Celgene shareholders will receive 1.0 Bristol-Myers Squibb share and $50.00 in cash for each share of Celgene. Celgene shareholders will also receive one tradeable Contingent Value Right (CVR) for each share of Celgene, which will entitle the holder to receive a payment for the achievement of future regulatory milestones. The Boards of Directors of both companies have approved the combination.

The transaction will create a leading focused specialty biopharma company well positioned to address the needs of patients with cancer, inflammatory and immunologic disease and cardiovascular disease through high-value innovative medicines and leading scientific capabilities. With complementary areas of focus, the combined company will operate with global reach and scale, maintaining the speed and agility that is core to each company’s strategic approach.

Based on the closing price of Bristol-Myers Squibb stock of $52.43 on January 2, 2019, the cash and stock consideration to be received by Celgene shareholders at closing is valued at $102.43 per Celgene share and one CVR (as described below). When completed, Bristol-Myers Squibb shareholders are expected to own approximately 69 percent of the company, and Celgene shareholders are expected to own approximately 31 percent.

“Together with Celgene, we are creating an innovative biopharma leader, with leading franchises and a deep and broad pipeline that will drive sustainable growth and deliver new options for patients across a range of serious diseases,” said Giovanni Caforio, M.D., Chairman and Chief Executive Officer of Bristol-Myers Squibb. “As a combined entity, we will enhance our leadership positions across our portfolio, including in cancer and immunology and inflammation. We will also benefit from an expanded early- and late-stage pipeline that includes six expected near-term product launches. Together, our pipeline holds significant promise for patients, allowing us to accelerate new options through a broader range of cutting-edge technologies and discovery platforms.”

Dr. Caforio continued, “We are impressed by what Celgene has accomplished for patients, and we look forward to welcoming Celgene employees to Bristol-Myers Squibb. Our new company will continue the strong patient focus that is core to both companies’ missions, creating a shared organization with a goal of discovering, developing and delivering innovative medicines for patients with serious diseases. We are confident we will drive value for shareholders and create opportunities for employees.”

“For more than 30 years, Celgene’s commitment to leading innovation has allowed us to deliver life-changing treatments to patients in areas of high unmet need. Combining with Bristol-Myers Squibb, we are delivering immediate and substantial value to Celgene shareholders and providing them meaningful participation in the long-term growth opportunities created by the combined company,” said Mark Alles, Chairman and Chief Executive Officer of Celgene. “Our employees should be incredibly proud of what we have accomplished together and excited for the opportunities ahead of us as we join with Bristol-Myers Squibb, where we can further advance our mission for patients. We look forward to working with the Bristol-Myers Squibb team as we bring our two companies together.”

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Indiz für die jüngste Zocker-Orgie in US-Aktien und Bitcoin – man schaue auf die Such-Trends

Claudio Kummerfeld

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Bunte Kurstafel

Markus Fugmann hatte die letzten Tage darüber berichtet, so auch heute früh (siehe hier). Vor allem über einen gigantischen großen Zocker-Blog auf Reddit (siehe hier) formiert sich quasi täglich neu eine gigantische Crowd aus gierigen Jung-Zockern, um sich auf einzelne US-Aktien zu stürzen. Besonders interessant waren die letzten Tage kräftige Kursanstiege Aktien wie „Gamestop“, bei denen es hohe Short-Volumina gab. Profi-Spekulanten wie Hedgefonds hatten große Wetten auf fallende Kurse aufgebaut. Steigt der Aktienkurs nun aber kräftig, kann der Verlust dieser Profis ins Unendliche steigen.

Und die Banken und Broker, die solchen Hedgefonds oft Kredite für ihre Spekulationen gewähren, könnten kalte Füße kriegen und mehr Sicherheiten verlangen – oder die Short-Positionen zwangsweise schließen, wodurch der Aufwärtssog der Aktien noch mehr verstärkt wird. Auf genau diese Bewegung hofften die Zocker wohl bei Gamestop und anderen Aktien. Man schaue in der folgenden Grafik, wie die Beliebtheit für den Google-Suchbegriff „Short Squeeze“ in den USA in den letzten fünf Jahren aussah. Erst in den letzten Tagen explodierte die Beliebtheit dieses Suchbegriffs extrem. Mit Short Squeeze bezeichnen Börsianer einen stark steigenden Aktienkurs, der durch das Schließen von Short-Positionen verursacht wird. Der Wert 100 in der Grafik steht für die höchste Beliebtheit des jeweiligen Suchbegriffs.

Im folgenden Chart sehen wie in den Google Trends für die letzten fünf Jahre die weltweite Beliebtheit des Suchbegriffs „Bitcoin“. Man sieht, dass bei der ersten großen Hausse Ende 2017 die maximale Beliebtheit von 100 Punkten erreicht wurde, und Anfang diesen Jahres nur ein Wert von 69 – jetzt nur noch 42 Punkte. Die Gier der Internet-Gemeinde nach dem Thema war damals also wohl noch größer als heute. Offenbar scheint sich ganz aktuell die „Meute“ auf die kleinen US-Aktien zu stürzen – weil die wohl von einer Meute Klein-Zocker leichter kräftig im Kurs zu bewegen sind?

Chart zeigt Beliebtheit der Suche nach Bitcoin

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Robuste Ergebnisse auf breiter Front

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die gemeldeten und heute Abend anstehenden Quartalszahlen sind heute ein wichtiges Thema.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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SAP in der Krise: Ist das eine Chance für uns? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war ganz harte Kost, die der europäische Software-Riese SAP am 26. Oktober für seine Aktionäre hatte. Die Cloud-Sparte blieb überraschend deutlich hinter den Erwartungen zurück. Einzelne Anwendungen wie die Software Concur (Verwaltung und Organisation von Geschäftsreisen) floppten völlig. Und noch mehr: Die Walldorfer kassierten auch gleich die Gewinnschätzungen für die nächsten Jahre, wie wir aus dem Quartalsbericht entnehmen mussten.

So kam es wie es kommen musste. Die Aktie des DAX-Schwergewichts kollabierte an jenem Tag binnen weniger Sekunden und verlor 20 % ihres ursprünglichen Marktwertes. Per saldo sank die SAP-Aktie von über 140 Euro unter 100 Euro ab. Milliarden Euro waren plötzlich durch den Schornstein.

Ungefähr im gleichen Zeitraum meldete die US-Konkurrenz bestes Zahlenwerk. Oracle und Salesforce nutzten die Dollarschwäche des vergangenen Jahres und griffen den deutschen Software-Riesen in seinem europäischen Heimatmarkt an. Die Analysten hängten wie üblich ihr Mäntelchen in den Wind und urteilten vernichtend über das Software-Unternehmen. Der Tenor: Eine Wachstumsgeschichte geht zu Ende. SAP bringt es nicht mehr.

In der Tat befindet sich die Walldorfer Software-Schmiede in einer veritablen Krise. So wird der Umsatz 2021 kaum noch wachsen, der Gewinn wird großer Wahrscheinlichkeit sogar rückläufig sein.

Das sind die Stärken der SAP

Aber gemach! SAP ist unverändert ein großartiges Unternehmen, dessen Software-Anwendungen weltweit in rund 25 Branchen genutzt werden. Bei Großunternehmen sind die Deutschen immer noch das Maß aller Dinge. 9 von 10 Playern nutzen mindestens eine kleine SAP-Anwendung. Die Kundenkartei der Walldorfer liest sich imposant. Dort finden Sie typische Traditionsunternehmen wie Chevron, Ford oder AT&T. Aber auch die…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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