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Aktuell: Aktie von Kraft Heinz crasht 13%

Redaktion

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Die Aktie von Kraft Heinz schmiert gerade kräftig ab. Sie verliert zum Start 13% auf 26,86 Dollar. Vor Marktstart hatte Kraft Heinz seine „vorläufigen“ Ergebnisse für das 2. Quartal sowie das 1. Quartal veröffentlicht. Das Wort „Vorläufig“ ist wichtig. Denn das Unternehmen gab gegenüber der SEC auch bekannt, dass sich die endgültigen Zahlen für das 2. und auch das vorige 1. Quartal verzögern würden. Das Management habe „erhebliche Schwäche“ bei der bisherigen Erstellung der Zahlen festgestellt, um es in einfachen Worten auszudrücken.

Vorläufig sehen die Zahlen wie folgt aus. Beim Umsatz hat Kraft Heinz im Jahresvergleich im 2. Quartal verloren von 6,7 auf 6,4 Milliarden Dollar. Der angepasste Gewinn pro Aktie (also nach Sonderfaktoren) fällt von 0,99 auf 0,78 Dollar pro Aktie. Die Sonderfaktoren haben es in sich. So hat man Abschreibungen in Höhe von insgesamt 1,22 Milliarden Dollar verkündet. Und wenn man schon von „erheblicher Schwäche“ bei der Erstellung der beiden letzten Quartale liest… dann könnten noch weitere Überraschungen anstehen? Der neue Chef von Kraft Heinz zeigt sich ziemlich unzufrieden. Zitat:

“The level of decline we experienced in the first half of this year is nothing we should find acceptable moving forward,“ said Kraft Heinz CEO Miguel Patricio. „We have significant work ahead of us to set our strategic priorities and change the trajectory of our business. But in my short time with the company, I have developed a strong appreciation for the affinity consumers around the world continue to have for our brands, the talent and determination of our employees, as well as the commitment of our customers. We have a lot to work with and build upon, and our team is motivated by the opportunity to drive the next phase of growth and profitability for Kraft Heinz and our shareholders.“

Schon im Februar schockte Kraft Heinz den Markt mit 15 Milliarden Dollar an Abschreibungen. Die Aktie kollabierte auf einen Schlag von 48 auf 35 Dollar. Gestern mit 30,87 Dollar geschlossen, eröffnet die Aktie heute wie gesagt mit -13% bei 26,86 Dollar. Sind das langsam mal Kaufkurse, oder kommen bei der späteren offiziellen Verkündung der endgültigen Zahlen neue Unregelmäßigkeiten auf den Tisch? Im folgenden Chart sieht man die Aktie seit Oktober 2018, und rechts ganz unten sieht man das heutige Gap zum Schluss gestern Abend.

Kraft Heinz Kursverlauf seit Oktober 2018

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    frank

    8. August 2019 19:02 at 19:02

    omg, hab damals nach dem ersten Einbruch gekauft. Echt übel, verstehe nicht wie ein Unternehmen mit Topmarken so abschmieren kann.

  2. Avatar

    Outsider

    8. August 2019 20:49 at 20:49

    @ Frank, vielleicht hat der Oberguru wieder einmal Gewinne mitgenommen u.seine Jünger staunen warum der Kurs einbricht. Der hochgeachtete GROSSINVESTOR ist nich besser als Andere ,nur besser informiert ,da er direkte Kontakte zu den Managern hat, in der Ralität also ein Insider !

  3. Avatar

    Shong09

    9. August 2019 09:32 at 09:32

    Buffet und 3G haben schon ihre Goldene Nase verdient. Und zwar als sie den Schrott an die Börse gebracht haben, nachdem sie sich schon exorbitant hohe Dividenden zuvor auszahlen lassen haben.
    Die sind beide im Gewinn, solange der Kurs über oder gleich 0 ist. Buffets Äußerung es wäre zu teuer gewesen war lediglich eine Mitleidsbekundung für die Deppen, die ihm den Mist abgekauft haben.
    Wenn sie an den richtigen Stellen sparen würden (neue Ketchup Flasche) könnte es was werden, kann schließlich eigl. nicht so schwierig sein, aber das scheinen sie nicht zu schaffen.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – „Ob gut oder schlecht – Sell the News!“

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Auch wenn es wie bei Microsoft gute Zahlen gab – der Markt ist derzeit negativ eingestellt.

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Boeing-Quartalszahlen: Desaster, aber der Verlust ist kleiner als erwartet

Claudio Kummerfeld

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Die Boeing-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Boeing ist als Industrieunternehmen mit seiner gigantischen Zuliefererkette derart wichtig für die US-Volkswirtschaft, dass man mit starken Absatzrückgängen sogar das US-BIP in spürbare Bewegung bringen kann. Aber nun zu den wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 14,14 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,98/erwartet für heute 14,5). Laut Boeing sinken die Umsätze bei den zivilen Maschinen wegen der 737-Probleme, was teilweise durch höhere Umsätze in der Militärsparte ausgeglichen werde. Der Ergebnis liegt bei -1,39Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,45/erwartet für heute -2,32).

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Gegenüber Airbus ist Boeing doppelt hart getroffen. Nicht nur Corona trifft die Geschäfte des Flugzeugbauers, sondern immer noch das 737 Max-Desaster mit den zwei Abstürzen.

Der operative Cash Flow liegt bei -4,8 Milliarden Dollar.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +1,0 Prozent – wohl weil der Verlust nicht so schlimm ausfiel wie erwartet.

Boeing betont, dass man noch in den Büchern noch Aufträge habe für 4.300 kommerzielle Flugzeuge im Volumen von 393 Milliarden Dollar.

Boeing soll Ende 2021 noch 130.000 Mitarbeiter haben, wo es Anfang 2020 noch 160.000 waren.

CEO-Statement:

“The global pandemic continued to add pressure to our business this quarter, and we’re aligning to this new reality by closely managing our liquidity and transforming our enterprise to be sharper, more resilient and more sustainable for the long term,” said Boeing President and Chief Executive Officer Dave Calhoun. “Our diverse portfolio, including our government services, defense and space programs, continues to provide some stability for us as we adapt and rebuild for the other side of the pandemic. We remain focused on the health and safety of our employees and their communities. I’m proud of the dedication and commitment our teams have demonstrated as they continued to deliver for our customers in this challenging environment. Despite the near-term headwinds, we remain confident in our long term future and are focused on sustaining critical investments in our business and the meaningful actions we are taking to strengthen our safety culture, improve transparency and rebuild trust.”

Grafik zeigt Detaildaten zu den aktuellen Quartalszahlen von Boeing

Hauptwerk nahe Seattle - Boeing-Quartalszahlen veröffentlicht
Das Boeing-Hauptwerk nördlich von Seattle. Foto: Jeremy Elson CC BY-SA 3.0

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So sichern Sie in unruhigen Marktphasen Ihr Depot ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

es ist wieder soweit. Deutschland fährt erneut runter und geht in einen moderaten Lockdown. Voraussichtlich noch im Verlauf des Tages werden Bund und Länder entsprechende Maßnahmen beschließen. In der Diskussion sind unter anderem: Verbot von Verwandtenbesuchen, Aufenthalt in der Öffentlichkeit mit maximal einer Person eines anderen Haushaltes, die Gastronomie soll wieder komplett heruntergefahren werden, touristische Übernachtungen im Inland sollen jetzt auch ausbleiben.

Zwischen den Zeilen lese ich heraus, dass die Maßnahmen bis weit in die Adventszeit aufrecht erhalten werden sollen. Die Politik konzentriert sich offenbar auf das Weihnachtsfest. Am Weihnachtsbaum sollen wir also wieder Verwandte treffen dürfen und dabei möglicherweise auch wieder ein Restaurant besuchen dürfen. Es überrascht also nicht, dass der DAX bereits seit Tagen butterweich ist. Zuletzt sackte der deutsche Leitindex mit großer Dynamik unter die Marke von 12.000 Punkten ab. Noch hält sich der US-Markt wacker und hat noch kein Verkaufssignal generiert.

Es gibt folglich zwei Optionen. Die optimistische Variante: Der US-Markt wird die europäischen Börsen stützen, sodass die Korrektur bei DAX und Co. rasch auslaufen wird. Die pessimistische Variante: Die US-Märkte kippen nächstens „hinterher“ und leiten damit eine globale Korrekturphase ein.

Vor diesem Hintergrund fragen sich jetzt natürlich viele Investoren, wie kann ich mein Depot einmal absichern, wie kann ich meine schönen Gewinne der vergangenen Monate und Jahre kurzfristig festmachen.

Es gibt hier zwei anerkannte Methoden: So können Sie nun die Aktienpositionen Ihres Depots einfach vollständig oder weitgehend abverkaufen. Diese Lösung ist einfach, hat aber in der Praxis ihre Tücken. Zunächst kann diese Maßnahme vor allem bei etwas größeren Depots durchaus zeitaufwändig sein. Außerdem produzieren Sie dadurch für Ihr Depot eine gewisse Spesenbelastung, die sich am Ende, wenn Sie die Titel wieder zurückkaufen, quasi verdoppelt.

Außerdem dürfen wir getrost davon ausgehen, dass uns der Wiedereinstieg in der Praxis kaum optimal gelingen wird. Denn wenn dann die Börse plötzlich dreht, sind wir eben erst einmal nicht dabei. Und oftmals sind die Kursgewinne der ersten Erholungsphase, die auf eine Korrektur folgen, besonders großzügig. So zeigen alle Studien, dass man mit einem Totalverkauf langfristig Rendite verliert, selbst wenn Aus- und Wiedereinstieg halbwegs gut bewerkstelligt werden.

Machen Sie keine halben Sachen, sondern sichern Sie proaktiv ab

Sinnvoller ist in unruhigen Marktphasen die sog. aktive Absicherung. Bei diesem Verfahren halten Sie im Wesentlichen an Ihren bestehenden Aktienpositionen fest, stellen allerdings vorübergehend sog. Shorts oder Puts gegen diese Aktienpositionen.

Wie funktioniert die proaktive Absicherung in der Praxis? Die Deutsche Börse berechnet nicht nur den DAX, sondern auch den sog. Short-DAX. Dieser Index verhält sich exakt spiegelverkehrt oder invers zum „echten“ DAX. Zu Deutsch: Wenn der DAX an einem Tag um 1 % fällt, dann steigt der Short-DAX exakt um 1 %. Wenn Sie also DAX-Aktien im…..

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