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Aktuell: Aktienmärkte steigen wegen Gilead´s Remdesivir – die selbe Sau durchs selbe Dorf, Teil 17..

Redaktion

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Kann man dieselbe Sau durchs selbe Dorf mehrfach treiben? Man kann. Das hat Trump im Handelskrieg gezeigt – und nun ist es seit Beginn der Coronakrise das (angebliche) Wundermittel gegen Covid-19. Und wieder soll das Remdesivir sein – hat jemand schonmal Viagra ins Spiel gebracht?

Wenn man nur oft genug wiederholt, dass man dieses Wundermittel in greifbarer Nähe habe, dann muß es ja kommen, oder?

Scheinbar hilft Remdesivir aber vor allem gegen fallende Aktienmärkte – und weniger gegen das Coronavirus. In China jedenfalls ist ein Versuch mit Remdesivir kürzlich wegen Erfolglosigkeit abgebrochen worden..

Hier die Meldung von Gilead:

„Gilead Sciences. Inc. (Nasdaq: GILD) is aware of positive data emerging from the National Institute of Allergy and Infectious Diseases’ (NIAID) study of the investigational antiviral remdesivir for the treatment of COVID-19.

We understand that the trial has met its primary endpoint and that NIAID will provide detailed information at an upcoming briefing. Remdesivir is not yet licensed or approved anywhere globally and has not yet been demonstrated to be safe or effective for the treatment of COVID-19. Gilead will share additional remdesivir data from the company’s open-label Phase 3 SIMPLE trial in patients with severe COVID-19 disease shortly.

This study will provide information on whether a shorter, 5-day duration of therapy may have similar efficacy and safety as the 10-day treatment course evaluated in the NIAID trial and other ongoing trials.

Gilead expects data at the end of May from the second SIMPLE study evaluating the 5- and 10-day dosing durations of remdesivir in patients with moderate COVID-19 disease. Gilead will continue to discuss with regulatory authorities the growing data set regarding remdesivir as a potential treatment for COVID-19.“

 

Soeben Scott Gottlieb (der „Corona-Papst“ in den USA) auf CNBC im Interview, der die Hoffnungen stark relativiert – aber die Algos traden eben nur die Headline..

 

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20 Kommentare

20 Comments

  1. Avatar

    Macwoiferl

    29. April 2020 14:45 at 14:45

    Nein, sie steigen wegen:
    US-BIP schlecht = FED kauft Aktien
    Gilead nur +0,11 Prozent vorbörsl.

    • Avatar

      Shong09

      29. April 2020 14:58 at 14:58

      Danke für den Hinweis

    • Avatar

      berti

      29. April 2020 15:10 at 15:10

      Wurde zwischenzeitlich aber vom handel ausgesetzt

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      thinkSelf

      29. April 2020 15:14 at 15:14

      Plus die Liquiditätsschwemme. Die Kohle muss irgendwo hin. Und da ist es völlig egal ob das KGV bei 5, 10 oder 2.000.000 liegt. Wenn interessieren schon reale Geschäfte.
      Hauptsache man kann davon ausgehen, dass die Bude nicht in absehbarer Zeit wegen Insolvenz liquidiert wird. Bei „systemrelevanten“ Firmen ist nicht mal das zu befürchten. Und was „systemrelevant“= in den Depots wichtiger Spieler wie Black Rock liegend, ist, wird man den Politikern schon verklickern. Und zwar völlig unabhängig davon welcher Partei die angehören.

      Das Spiel kann man übrigens so lange treiben, bis wesentliche Handelspartner den Dollar nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptieren. Das sehe ich aber nicht mal bei China. Zumindest so lange nicht, wie sie mit den eingenommenen Dollar weiterhin Afrika und europäische Unternehmen aufkaufen können.

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    Roberto

    29. April 2020 14:56 at 14:56

    Wer hat hier überhaupt noch Zweifel an neue ATH´s ??? Ich sehe heute sämtliche Indizes die 61,8 er Fibo Level sprengen und sich auf die 100% Marke zu stürzen. Ab dort kann man dann eine kurze Korrektur von max. 23er Fibo Level einplanen, bevor es dann weiter nach Oben schiesst wie eine Rakete. Man hat die Wahl: Man geht mit und verdient an dieser unglaublich verrückten Orgie Geld. Oder Man versucht sich dagegen zu stellen und ständig meckern und sein Geld verlieren sehen. Die dritte Möglichkeit ist, dass man sich einfach raushält und zuguckt wie die Indizes sich immer weiter gen Himmel hoch schrauben. Bitter aber wahr. Gegen Liquidität kommt nix gegen an. Nicht mal wenn die ganzen Dow Untrenehmen pleite gehen. Sie werden dann durch andere ersetzt ( siehe General Electric )und dort wird eine wunderbare Story versprochen die mit Liquidität überschwemmt wird. Mir gefällts, auch nicht. Aber ich bin lieber dabei. Und immer schön Stopps setzen nicht vergessen. Allerdings muss ich zugeben, liegen seriöse Stopps ziemlich weit weg bei dieser Handelsspanne. In diesem Sinne….allen einen erfolgreichen Handelstag :-)

    • Avatar

      Faktist

      29. April 2020 15:20 at 15:20

      Alles Korrekt was Sie schreiben… und die Stopps z.B. im DOW müssen dann schon mind. 3000 Punkte entfernt sein… oder wenn man schon auf neue ATH spekuliert, dann eher so um die 6000 Punkte. Aber dann stimmt die CRV nicht mehr… Sprich dann ist die ja 1:1 und nicht 2:1 oder gar 3:1 was ja am besten sein sollte. Ab hier wären im DOW noch ca. 5500 Punkte hoch und wenn der Stop bei 18000 liegt, dann auch mal 6500 nach unten. Aber wie gesagt, klar die Liquidität ist da, aber diese im Treibsand versinkt, was ja schnell passieren kann, wenn z.B. zweite Corona Welle kommt bevor alle geimpft wurden, dann ist dem auch nicht zu helfen… Aber der US Markt ist sowieso eine Illusion die schon lange kein Fundament hat. Ich wünsche mir, dass diese grossartige USA so schlimm auf die Fresse fliegt und sich die Welt endlich von dem USDollar befreit. Weil nur dann etwas neues beginnen kann mit von Anfang an vernünftigen Fundament!!!! USA manipuliert und verfälscht (=betrügt) die ganze Welt mit deren Blasen! Alle Blasen entstehen immer in USA!!!

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    Columbo

    29. April 2020 15:01 at 15:01

    Man kann sich vorstellen, wie die Aktienmärkte explodieren, wenn plötzlich ein Impfstoff da ist oder die Pandemie aus irgend einem andern Grund beherrschbar wird. Man sollte dann besser investiert sein, wenn man nicht jahrelang an der Seitenlinie zuschauen und leiden will.

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      thinkSelf

      29. April 2020 15:21 at 15:21

      Es gab nie eine „unbeherrschbare Pandemie“. Aber was der Lockdown nun ganz glasklar herausarbeitet ist die vollkommene Entkopplung der Finanzmärkte von der Realwirtschaft. Jetzt kapieren alle das reale Unternehmen eigentlich nur noch ein folkloristisches Element darstellen.
      Die eigentliche Frage ist, ob sich die Liquidität irgendwann einen Weg aus dem Finanzsystem in die reale Welt der breiten Masse bahn bricht und über welchen Weg das passiert. Momentan ist das für mich nicht erkennbar.

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      Roland

      29. April 2020 15:28 at 15:28

      So sieht es aus. Auch wenn es noch etwas dauert, es gibt viele Unternehmen, die an Medikamenten forschen. Da kann man zig Hoffnungsrallies einpreisen. Dazu kommen bestimmt noch viele enttäuschende Fundamentals (wie BIP heute), dann kann die FED nachlegen. So ist der Weg geebnet für neue Alltime-Highs. Auch wenn die Unternehmen keinen Gewinn machen. Börse schaut in die Zukunft. Preist man als Begründung eben die Gewinne für 2022 oder 2023 ein…

  4. Avatar

    Faktist

    29. April 2020 15:01 at 15:01

    Und wieder läuft ein öffentlicher Betrug wie er in USA immer abläuft… und wenn dann die News Fake sind bzw. nicht der rede wert sind, dann wills wieder keiner Wissen. Hauptsache es wurden wieder alle abgezockt.

    USA hat was schlimmeres als Corona verdient!!!

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    Kritisch on fire

    29. April 2020 15:45 at 15:45

    Eines muss man den Amis lassen, im Kompensieren zu erwartender Rückgänge der Indizes wegen belastender Fakten durch zufällig gleichzeitiger positiver Nachrichten (zuletzt durch Powell´s Zinsschritt) sind sie Weltmeister!

  6. Avatar

    Marcus

    29. April 2020 16:28 at 16:28

    Dieses Mittel lindert offensichtlich die Symptome und sonst gar nichts! Das ist kein Mittel um vom kompletten Virus geheilt zu werden, also auch keine dauerhafte Lösung. Zusammengefasst hat Gilead also nichts vorzuweisen außer Heiße Luft und den verweis an ein „Forschungszentrum“.

    Wahrscheinlich vorsätzlich und gezielt von Gilead geleakt, denn dieses Jahr sind Wahlen und Donald braucht „hohe“ Aktienmärkte.

  7. Avatar

    Roland

    29. April 2020 16:33 at 16:33

    Das Gute für die Bullen, Fear and Greed Index noch im Angstbereich, Vermögensverwalter, die bald den Einstieg für den Angriff auf die ATHs suchen müssen, die kommenden Aktienkäufe der Notenbanken, der kommende Wirkstoff, Bilanzen über den reduzierten Erwartungen….Das wird der schnellste Rebound der Aktienmärkte ever. Von Bottom zu neuem Top in einem Quartal…:-) Passt zu den verrückten Marktreaktionen derzeit…

  8. Avatar

    Roberto

    29. April 2020 17:18 at 17:18

    Aktuell scheint ja alles gut für die Bullen zu sein. Wenn die größte Wirtschaftskrise seit 100 Jahren vor der Tür steht und die Märkte sämtliche Horrordaten aus Wirtschaft und Konjunktur mit noch höheren Kursen befeuern, dann fehlt mir einfach nur die Fantasie was diese Märkte noch unter Druck bringen sollte. Eine zweite Virus – Welle ist für die eigene Geldanlage einfach zu unsicher, da man das nicht timen kann. Klar kann es dazu kommen. Aber wann ist die Frage. Bis dahin einfach nichts zu tun und zugucken ???

    • Avatar

      Roland

      29. April 2020 17:29 at 17:29

      Im Gegenteil, zum Beispiel den Zug des DAX Richtig 12000 mitnehmen, sollte ja zeitnah passiert werden die Marke. So viel negatives war eingepreist, da ist diese schnelle Erholung gerechtfertigt. Und wie gesagt, die Notenbanken haben die carte blanche ausgestellt. Eine Versicherung gegen neue Tiefs.

  9. Avatar

    Roberto

    29. April 2020 17:45 at 17:45

    …die Bären müssen immer sehr lange auf die richtige Richtung warten. Und wenn sie dann kommt, dann ist sie so schnell wieder aufgegeben wie sie gekommen ist. Wer Bär ist muss schon sehr leidensfähig sein, um nicht zu sagen, schon masochistisch veranlagt. Denn ie Bullen reiten immer um ein vielfaches länger ihre Richtung als die Bären. Vielleicht mal eine Möglichkeit seine Schlüsse daraus zu ziehen und in Zukunft lieber nichts zu tun als auf fallende Kurse zu spekulieren. Das ist zumindest eine Möglichkeit um sich nicht zu ärgern.

  10. Avatar

    Roberto

    29. April 2020 17:47 at 17:47

    ich könnte mir sogar vorstellen das wir noch vor Juli 2020 ein frisches neues ATH bei den Amis erleben werden. Und zwar in allen 3 Indizes. Wenn nicht sogra um einiges früher.

    • Avatar

      Michael

      29. April 2020 23:11 at 23:11

      @Roberto
      Kaum liegt der lächerliche Fahnenstängel-Sven im Koma, taucht der nächste tot geglaubte Bullbär nach Monaten des Schweigens und der Demut auf. Und das gebündelt, mit täglich gesteigerter Energie und Frequenz im Mitteilungsbedürfnis. Bis dann zum nächsten Absturz, wenn die Träume und Fantasien und Hoffnungen zwar das Virus besiegt haben, aber mit den Wirtschaftsdaten der nächsten Quartale konfrontiert werden.

  11. Avatar

    Goldsammler

    29. April 2020 18:16 at 18:16

    US-Virologe Fauci: Remdesivir hat einen klar positiven Effekt auf das Virus / Quelle: Guidants News https://news.guidants.com
    Gekauft, wen oder was bleibt dem Leser überlassen

    • Avatar

      Roberto

      29. April 2020 18:35 at 18:35

      @Goldsammler, genau das habe ich mir auch gedacht als ich es las. Da hat der blonde Präsi seinen Virologen zu sich gebeten und ihm mal kurz geschildert was dieser zu sagen hat. Nur kurz mit einem Lächeln im Gesicht. Und Dr. Fauci hat sofort verstanden.

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Richard David Precht: Künstliche Intelligenz und unsere Zukunft!

Markus Fugmann

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am

„Wir gehen in die zweite ganz große industrielle Revolution hinein!“, sagt der Philosoph Richard David Precht. Damit stehen wir vor einscheidenden Veränderungen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Gesellschaft. Die erste industrielle Revolution beendete die Herrschaft des Adels und der Kirche – die derzeit ablaufende zweite Revolution durch künstliche Intelligenz verändert vor allem die Arbeitswelt und damit die Produktionsverhältnisse grundlegend. Nun versuchen uns Ökonomen stets zu versichern: kein Problem, es fallen zwar viele Jobs weg, aber es würden eben auch viele neuartige Jobs geschaffen werden. Das ist eine schöne Perspektive, sie hat aber leider einen kleinen Makel: sie stimmt nicht, sagt Richard David Precht zur sogenannten „Kompensations-Theorie“.

Die Menscheit jedenfalls ist durch diesen Wandel überfordert, der Boden, auf dem wir stehen, wackelt erheblich – und so entsteht zunächst einmal die Sehnsucht danach, die gute alte Welt mit ihren Werten wiederzubeleben. Ausdruck dieses Versuchs sind etwa Trumpin den USA oder die AfD in Deutschland. Aber einer der einschneidenden Änderungen im politischen Bereich wird sein, dass die Parteien, die mit der ersten industriellen Revolution entstanden und aufgestiegen waren, unter gehen werden.

Richard David Precht über schwache KI und starke KI

Richard David Precht unterscheidet zwischen schwacher und starker künstlicher Intelligenz – und führt Beispiele an, worin sich diese beiden unterscheiden. Was bedeutet das aber für uns praktisch? Wird vor allem durch „starke“ KI, also einer KI, die tiefgehende Lernprozesse leisten kann, etwa der Niedriglohn-Sektor wegfallen? Eher nicht – denn je mehr Menschen in bestimmten Bereichen verdienen, umso interessanter wird der Einsatz einer starken KI zur Kosten-Ersparnis, während sich der Einsatz im Niedriglohnsektor gar nicht lohnen würde.

Was bleibt, was wird untergehen – und welche Bereiche werden sich durchsetzen? Es werde derjenige technische Fortschritt kommen, der gesellschaftlich akzeptiert wird, dazu ein Bedürfnis befriedigt und sich gleichzeitig zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell machen läßt, sagt Richard David Precht. Folgender Vortrag des Philosophen ist ein „must see“!

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Der Philosoph Richard David Precht über Künstliche Intelligenz

Richard David Precht

Von Foto: © JCS‘, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62733272

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

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