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Aktuell: Argentinischer Peso kollabiert völlig!

Redaktion

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am

Der totale Währungskollaps findet gerade jetzt in diesem Augenblick in Argentinien statt. Der Peso bricht zusammen! Aber erstmal einen Schritt zurück. Das Land war doch eigentlich gerettet? Der IWF hat die letzten Monate gigantische Milliardensummen in harten US-Dollars rüber geschoben nach Buenos Aires. Insgesamt umfasst das Hilfspaket (Kredit) 56 Milliarden Dollar. Aber das half offenbar nichts.

Gründe für Zusammenbruch im Peso

Ganz aktuell kommen zwei Faktoren zusammen, welche gerade am heutigen Montag dafür sorgen, dass der argentinische Peso zusammenbricht. Erstens läuft heute das Risk Off-Game am Devisenmarkt. Aus diversen Schwellenländern ziehen internationale Investoren Gelder ab, und holen sie zurück in ihre Wirtschaftsräume. Deswegen hatten wir vorhin zum Beispiel auch die aktuelle (deutlich kleinere) Abwertung der türkischen Lira besprochen.

Zweitens und deutlich wichtiger im Fall Argentinien: Es fanden gerade Vorwahlen zur Präsidentschaftswahl in Argentinien statt, welche im Oktober durchgeführt wird. Der konservative Präsident Macri, der einen harten Sparkurs fährt, hat offenbar für die Märkte überraschend nur 32,1% der Stimmen erhalten, und eine Koalition, die den extrem links eingestellten Kandidaten Alberto Fernández unterstützt, kommt auf 47,7%. Somit stehen die Chancen gut, dass es im Oktober einen massiven Linksruck in Argentinien gibt.

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Dann könnte wohl alles von vorne los gehen. Wieder massive Handelsbeschränkungen wie in der Zeit vor Macri? Eine Verweigerung Reformen durchzuführen und die Kredite an den IWF zurückzuzahlen? Das ist durchaus denkbar! Dieses Szenario lässt den ohnehin anfälligen Peso jetzt kollabieren, und er rutscht gegen den US-Dollar auf einen Schlag brutal ab, nachdem der Devisenmarkt auf dem amerikanischen Kontinent nun seinen Handel aufgenommen hat. USDARS steigt um 34%!

Notierte USD vs Peso am Freitag noch bei 45,4, so muss man heute schon 61 Peso auftreiben um an einen US-Dollar zu kommen. Der folgende Chart reicht 12 Monate zurück. Den Aufwärtsstrich ganz rechts im Chart kann man doch glatt übersehen! Importe ausländischer Güter werden somit in Argentinien völlig unbezahlbar. Andersrum werden argentinische Erzeugnisse (Landwirtschaft) für Abnehmer zum Beispiel in Europa deutlich günstiger!

USD vs Peso

Im folgenden Chart, der bis 1991 zurückreicht, wird der totale Zusammenbruch des Peso (USD vs Peso steigt) noch besser sichtbar.

USD vs Peso seit 1991

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Marko

    12. August 2019 18:02 at 18:02

    Schaut doch mal,

    wenn wir mal ganz ehrlich sind, der EUR hat die ganze Zeit, seit Lehman, die „Lasten“ getragen…

    Die Amis mussten zurückziehen (also Zinssenkung um 0,25 % ), und die mussten das das tun, weil die EZB nicht reagiert hat (würden die Amis nicht natürlich zugeben) :D ;) …

    Wie sonst kann ein EUR/USD über der Parität handeln, ja, und die Schwellenländer sind jetzt die Blöden, weil die „Schwellenländer-Hauptwährungen in USD demoniert sind ?

    Ist das jetzt eine Krise, entscheidet selbst… ;)

    Das was ich sagen will, der „Lehman-Karren“, muss GEMEINSAM herausgefahren werden, d.h. EZB und die FED…

    Was natürlich Zinserhöhungen bedeuten würde…, dies aber dosiert und GEMEINSAM…

    Welche sogar positiv wären …

    Ist doch klar.. ?

  2. Avatar

    Marko

    12. August 2019 18:20 at 18:20

    hier mal ein Auszug der Meinung einiger „Markterxperten :

    „Es ist jedoch der Dollar, um den sich die meisten Analystenhäuser die größten Sorgen machen. Die sehen eine weitere Aufwertung der US-Währung als kritischen Faktor, der für die nächste weltweite Rezession sorgen könnte.

    Weitere Anstiege des Dollars wirken sich in mehrerer Hinsicht negativ auf die Weltwirtschaft aus: Zum einen werden dadurch die Gewinne der global agierenden US-Unternehmen geschwächt, da ein höherer Dollar-Kurs auf die Exporte drückt. Zum anderen werden die Kreditkosten für ausländische Unternehmen höher, da viele in US-Dollar verschuldet sind, vor allem in China.“

    „Nicht umsonst erhöht US-Präsident Donald Trump laufend den Druck auf die US-Notenbank FED, die Zinsen zu senken und damit eine Abwertung des Dollar einzuleiten. Die hat ihren Leitzins bisher im Juli um 25 Basispunkte gesenkt, Experten rechnen jedoch mittlerweile mit bis zu zwei weiteren Senkungen in diesem Jahr.

    Morgan Stanley-Strategen empfehlen den Yen und den Schweizer Franken als Portfolio-Diversifizierung, da sie zum Dollar im Vergleich zu den meisten anderen Devisen recht stabil bleiben.“

    Wer ist eigentlich wen gegenüber aüssert satbil, meine Damen und Herrn, die beiden Witz-Währungen YEN und CHF, wie war das noch mal mit dem CHF gegenüber einer gewissen Währung .. ?

    Hab ich schon vergessen… ? :D :D :D

  3. Avatar

    Marko

    12. August 2019 18:34 at 18:34

    Wisst Ihr was die „Analystenhäuser“ Euch sagen : Wir, die Analystyenhäuser, sind Voll-Deppen !

    Die machen doch sowieso nur Ihre 08/15-Analysen, wieso sollte eine plötzliche Dollar-Stärke, und dies bei einem gehörigen Zinsabstand zur EZB eine Rezession auslösen.. ?

    Dieser AMI-Gedankengang erschließt sich mir nicht .. ? – Man hält sich wohl immer noch für die klare „Nummer Eins“.. ?

    Warum weil, der USD längst nicht mehr die „Weltwährung Nummer Eins“ ist, darum !!!

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Devisen

Türkische Lira steigt weiter – Zinsen und US-Dollar helfen

Claudio Kummerfeld

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am

Türkei Flagge

Die türkische Lira steigt dieser Tage immer weiter an. Zuletzt berichteten wir am Montag über die weiter steigende Inflation in der Türkei. Sie stieg von November auf Dezember von 14,03 Prozent auf 14,60 Prozent. Dennoch blieb die Lira robust. Und sie steigt bis heute weiter an. Dies liegt an der offenbar nachhaltigen Wirkung der letzten Zinsanhebung der türkischen Zentralbank vom 24. Dezember 2020. Insgesamt stieg der Leitzins in der Türkei seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent. Damit liegt er nun spürbar über der Inflationsrate.

Folglich werden Geldanlagen in der Türkei für ausländische Anleger wieder attraktiver. Und aktuelle Berichte zeigen, dass wirklich wieder Geld in die Türkei fließt. Dies stärkt natürlich die türkische Lira. Es gab im November und Dezember von ausländischen Finanzinstitutionen einen Zufluss in türkische Aktien und Anleihen in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar.

Türkische Lira wertet seit November auf

Auch muss man sehen, dass der US-Dollar seit einiger Zeit klar im Abwärtstrend ist, auch wenn er sich heute etwas erholen kann. Die Dollar-Schwäche und die kräftige Zinsanhebung in der Türkei helfen derzeit dabei die türkische Lira nach oben zu pushen. Seit November hat der US-Dollar gegen die türkische Lira verloren von 8,57 bis auf 7,23 heute früh (aktuell 7,32). Wie gesagt, ganz aktuell steigt der Dollar-Index – also eine eigenständige Dollar-Stärke, welche die Lira schwächt. Aber die große Bewegung seit zwei Monaten zeigt klar eine Lira-Stärke! Jetzt kann man, wenn man denn auf eine weiter steigende türkische Lira setzt, nur noch hoffen, dass Präsident Erdogan nicht nach einigen Wochen wieder auf Zinssenkungen drängt, und dass der Leitzins weiter hoch bleibt – damit die Lira-Aufwertung sich verfestigen kann.

Im ganz großen Bild (Chart USDTRY seit dem Jahr 2011), da erkennt man wie desaströs die Abwertung für die türkische Lira in den letzten Jahren war. Denn vor zehn Jahren musste man für 1 Dollar weniger als 2 Lira aufbringen – heute sind es wie gesagt 7,32 Lira. Die aktuelle Aufwertung der türkischen Währung sieht man im Chart nur ganz am Ende als noch überschaubaren Rückfall im USDTRY.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira seit 2011

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Goldpreis und US-Dollar: Wette auf Senatssieg für Demokraten

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Adler und US-Dollar

Der US-Dollar fällt aktuell weiter nach unten, der Goldpreis steigt weiter an. Im Chart sehen wir seit dem 28. Dezember den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar in Form des Dollar-Index. Gold steigt seit Silvester bis jetzt auf einen neuen Höchststand von 1.955 Dollar. Der Dollar-Index notiert mit einem Indexstand von 89,29 Punkten auf den tiefsten Niveau seit April 2018. Seit gestern ist er erneut ein Stück abgerutscht.

Goldpreis und US-Dollar mit Blick auf Wahl in Georgia

Daraus kann man ablesen, dass die Spekulanten derzeit an einen Wahlsieg der Demokraten in Georgia glauben (hier der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann), womit die Sitze im Senat in Washington DC exakt gleich aufgeteilt würden, wodurch wiederum die neue Vizepräsidentin Harris den Ausschlag geben würde. Damit könnte Joe Biden in der Theorie durchregieren, auch wenn die Mehrheit nur hauchdünn ist. Noch ist die Wahl nicht entschieden, aber die Tendenzen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin! Dieses Szenario zeigt eine weitere kräftige Staatsverschuldung für die USA.

Dies würde weiter schwächend auf den US-Dollar wirken, und somit stärkend auf alles, was in US-Dollar gehandelt wird – somit also auch für den Goldpreis. Das Edelmetall könnte auch im Sinne des „Fluchthafens“ vor Inflation dann wieder attraktiver werden, weil die Inflation in den USA zunehmen könnte – denn die Fed will bei steigenden Preisen erstmal nicht eingreifen.

Aber der Wahlausgang in Georgia ist auf der Kippe. Sollte eine der beiden Stimmen doch den Republikanern zufallen, könnte der US-Dollar womöglich plötzlich ansteigen, und der Goldpreis zurückfallen. Also, wir müssen heute im Tagesverlauf genau auf das Ergebnis aus Georgia schauen, wenn es denn heute schon verkündet werden kann.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis gegen den US-Dollar

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Devisen

Türkische Lira robust, obwohl die Inflation in der Türkei weiter anzieht

Claudio Kummerfeld

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am

Türkei Flagge

Die türkische Lira zeigt sich heute robust. Das ist für Lira-Bullen endlich mal eine positive Nachricht. Denn heute hat das türkische Statistikamt Daten zur Inflation im Dezember veröffentlicht. Die Verbraucherpreise in der Türkei stiegen im Jahresvergleich um 14,60 Prozent, während die Steigerungsrate im November noch bei 14,03 Prozent gelegen hatte. Da müsste die Lira jetzt eigentlich Schwäche zeigen?

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Nein, diesmal nicht. Denn wir schauen zurück auf letzte Woche. Wir berichteten über die am Heiligabend durchgeführte zweite Zinsanhebung der türkischen Zentralbank. Der Leitzins in der Türkei steigt somit seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent an. Aber so schnell kann der höhere Leitzins natürlich nicht wirken, und bremsend auf die Verbraucherpreise einwirken. Von daher sollte man wohl noch ein, zwei Monate schauen, ob sich da was tut?

Die Zentralbank in Ankara hat endlich geliefert, und auch von der politischen Seite kommen von Präsident Erdogan derzeit kaum bis gar keine Aussagen, die quer schießen und somit die Autorität der Zentralbanker in Frage stellen. Und so ist die türkische Lira in diesem Umfeld in den letzten Tagen gut gestiegen. US-Dollar vs Lira fiel seit Heiligabend von 7,64 auf aktuell 7,36. Seit Anfang November ist es ein Rückgang von 8,50. Also: Nach jahrelanger brutaler Abwertung scheint die türkische Lira derzeit wirklich Kraft zu tanken, dank der auch ziemlich kraftvollen Zinsanhebung deutlich über die Inflationsrate von jetzt 14,60 Prozent. Im Chart sehen wir seit Anfang 2020 den Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira. Man sieht den deutlichen Rückgang seit November, also somit eine ansteigende Lira.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira seit Anfang 2020

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