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Aktuell: BaFin und EZB äußern sich zum Coronavirus

Konkrete Maßnahmen? Notfallpläne? Was steht an? Wenn die BaFin sagt, dass sie sich zum Coronavirus äußert, würde man irgendwas in dieser Richtung erwarten? Aber nein. Die BaFin hat sich soeben ganz offiziell zum Coronavirus geäußert. Hier im Wortlaut:

Die BaFin nimmt die aktuelle Risikolage durch das Corona-Virus (SARS-CoV-2) sehr ernst. Sie befindet sich in engem Austausch mit Banken und anderen Finanzmarktakteuren über eventuelle Reaktionen und Notfallpläne. Sie analysiert fortlaufend die weitere Entwicklung und mögliche Auswirkungen auf die Finanzwirtschaft.

Das war´s. Mehr gibt es aktuell nicht zu hören von der BaFin. Und die EZB? Von der gibt es ganz frisch auch eine Veröffentlichung zum Coronavirus, wobei es aber nur um die EZB selbst geht, und nicht um eventuelle Maßnahmen wie Zinssenkungen. Bisher habe sich noch kein Mitarbeiter der EZB infiziert. Das Direktorium der EZB gab heute eine Reihe von operativen Maßnahmen bekannt, die man vorsorglich ergreife, um seine Mitarbeiter vor den Risiken im Zusammenhang mit der Verbreitung des Coronavirus (COVID-19) zu schützen.

Alle Reisen von Direktoriumsmitgliedern und Mitarbeitern, die als nicht unbedingt notwendig erachtet werden, sind bis zum 20. April 2020 eingeschränkt – dem Tag, an dem die Situation neu bewertet werden soll. Besuche bei der EZB und ihrem öffentlichen Besucherzentrum werden für denselben Zeitraum ausgesetzt. Man verschiebt oder streicht auch Konferenzen, die in der Zentralbank stattfinden. Die Veranstaltung ECB Listens“ in Brüssel wird an einem neuen Termin stattfinden. Die regelmäßigen Pressekonferenzen der EZB nach den Sitzungen des geldpolitischen Rates sind von dieser Entscheidung nicht betroffen, und die nächste Pressekonferenz am 12. März wird stattfinden. Die Pressekonferenz werde auch wie üblich im Internet für diejenigen, die nicht teilnehmen können, per Livestream übertragen.

Mit den heutigen Maßnahmen ergreifen wir Schritte, um die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeiter zu gewährleisten und gleichzeitig eine voll funktionsfähige Zentralbank und Bankaufsichtsfunktion aufrechtzuerhalten, so EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Die Maßnahmen bauen auf bestehenden internen Richtlinien und der ständigen Kommunikation mit unseren Mitarbeitern auf, indem wir ihnen Ratschläge über das Virus geben und diejenigen, die in den betroffenen Gebieten waren, bitten, zwei Wochen lang von zu Hause aus zu arbeiten, so die EZB in ihrem Statement.

EZB Tower in Frankfurt - auch die BaFin hat ihren Sitz in der Mainmetropole
Die EZB-Zentrale in Frankfurt.



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1 Kommentar

  1. Sehr geehrter Herr Kummerfeld,
    Sie formulieren Ihren Artikel so, als ob die Bafin oder EZB jetzt unbedingt mit der Bazooka schiessen müssten, zumindest höre ich heraus, dass die EZB die Zinsen weiter senken müsste. Gott sei Dank tut sie das (noch) nicht. Gegen Corona nützen nur gezielte Massnahmen, Konjunkturmassnahmen aber kein Giesskanneprinzip.
    Weitere Zinssenkungen würden unsere Banken noch schneller in den Abgrund führen und unser Finanzsystem ins Wanken bringen!!!
    Helmut

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