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Aktuell: Bank of Canada mit Zinsanhebung

Die Bank of Canada hat soeben ihre Zinsentscheidung verkündet. Nach bisherigen 1,00% und einer Erwartung von jetzt 1,25% erhöht die Notenbank den Leitzins jetzt…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Bank of Canada hat soeben ihre Zinsentscheidung verkündet. Nach bisherigen 1,00% und einer Erwartung von jetzt 1,25% erhöht die Notenbank den Leitzins jetzt auf 1,25%.

US-Dollar vs kanadischem Dollar steigt in einer ersten Reaktion um 90 Pips. Allerdings fing der Aufwärtsmove schon kurz vor 16 Uhr an. Wusste jemand da etwas vor allen anderen?

Laut den ganz aktuellen Aussagen der Bank of Canada laufe die Wirtschaft auf Hochtouren, und arbeite nahe an der Kapazitätsauslastung:

Recent data have been strong, inflation is close to target, and the economy is operating roughly at capacity. However, uncertainty surrounding the future of the North American Free Trade Agreement (NAFTA) is clouding the economic outlook.

Das BIP soll sich eher abkühlen:

In Canada, real GDP growth is expected to slow to 2.2 per cent in 2018 and 1.6 per cent in 2019, following an estimated 3.0 per cent in 2017. Growth is expected to remain above potential through the first quarter of 2018 and then slow to a rate close to potential for the rest of the projection horizon.

Das ist wohl entscheidend. Konsum und Immobilien laufen derzeit stärker als eh schon von der Bank of Canada erwartet:

Consumption and residential investment have been stronger than anticipated, reflecting strong employment growth. Business investment has been increasing at a solid pace, and investment intentions remain positive.

Man erwarte aber ein Abflauen in diesem Bereich, weil die Zinsen ja schon steigen, und die Vorschriften bei Immobilienkrediten strenger seien:

Looking forward, consumption and residential investment are expected to contribute less to growth, given higher interest rates and new mortgage guidelines.

Großer Treue Bonus von FMW

Inflation nahe bei 2%. Der wirtschaftliche Ausblick bringe wohl mit der Zeit noch höhere Zinsen, aber man achte auf das Gleichgewicht (zu hohe Zinsen würgen die Wirtschaft ab). Zitat:

In this context, inflation is close to 2 per cent and core measures of inflation have edged up, consistent with diminishing slack in the economy. The Bank expects CPI inflation to fluctuate in the months ahead as various temporary factors (including gasoline and electricity prices) unwind. Looking through these temporary factors, inflation is expected to remain close to 2 per cent over the projection horizon.

While the economic outlook is expected to warrant higher interest rates over time, some continued monetary policy accommodation will likely be needed to keep the economy operating close to potential and inflation on target. Governing Council will remain cautious in considering future policy adjustments, guided by incoming data in assessing the economy’s sensitivity to interest rates, the evolution of economic capacity, and the dynamics of both wage growth and inflation.

Jetzt 10 Minuten nach der Zinsentscheidung liegt USDCAD 90 Pips höher als 15:58 Uhr.

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Michael

    17. Januar 2018 16:29 at 16:29

    Die Wirtschaft läuft auf Hochtouren, nahe an der Kapazitätsgrenze, die Zinsen dürften mit der Zeit auch noch weiter erhöht werden.
    Und das alles ist nun schlecht für den CAD, weil…??????????

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      17. Januar 2018 16:32 at 16:32

      @Michael, weil die Notenbank warnt wegen Unsicherheit in Sachen NAFTA:

      „However, as uncertainty about the future of NAFTA is weighing increasingly on the outlook, the Bank has incorporated into its projection additional negative judgement on business investment and trade.“

  2. Avatar

    m.d

    17. Januar 2018 16:44 at 16:44

    heißt dies nun, daß cad eher geshortet werden sollte als cad buy. ?

    • Avatar

      Michael

      17. Januar 2018 17:01 at 17:01

      @m.d. Das wissen die Märkte wohl selbst nicht. Im H4-Chart sehe ich eine bescheidene Kerze inmitten eines riesigen Dochtes und einer gewaltigen Lunte ;)

  3. Avatar

    Michael

    17. Januar 2018 23:46 at 23:46

    @m. d, nach den Entwicklungen des heutigen Abends würde ich Ihnen eher empfehlen Long im CAD zu gehen (also USDCAD zu shorten), sofern Sie dieses Währungspaar denn zum jetzigen Zeitpunkt wirklich handeln wollen?!
    Es befindet sich einerseits zwar an der Oberkante einer recht robusten Widerstandszone, konnte aber der heutigen seltsam nervösen Tendenz zur Dollarstärke aufgrund einer individuellen und wenig aussagekräftigen Einzelmeinung trotzen, ebenso der Warnung bezüglich des NAFTA-Abkommens. Was für grundsätzliche Stärke des CAD spricht.
    Aber im Prinzip ist ein Einstieg in dieses Währungspaar derzeit eher problematisch, außer Sie handeln sehr kurzfristig mit relativ hohen Einsätzen von 1 Lot und mehr, um mal im Daytrading ein paar 100$ abzugreifen.

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Türkische Lira steigt weiter – Zinsen und US-Dollar helfen

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira steigt dieser Tage immer weiter an. Zuletzt berichteten wir am Montag über die weiter steigende Inflation in der Türkei. Sie stieg von November auf Dezember von 14,03 Prozent auf 14,60 Prozent. Dennoch blieb die Lira robust. Und sie steigt bis heute weiter an. Dies liegt an der offenbar nachhaltigen Wirkung der letzten Zinsanhebung der türkischen Zentralbank vom 24. Dezember 2020. Insgesamt stieg der Leitzins in der Türkei seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent. Damit liegt er nun spürbar über der Inflationsrate.

Folglich werden Geldanlagen in der Türkei für ausländische Anleger wieder attraktiver. Und aktuelle Berichte zeigen, dass wirklich wieder Geld in die Türkei fließt. Dies stärkt natürlich die türkische Lira. Es gab im November und Dezember von ausländischen Finanzinstitutionen einen Zufluss in türkische Aktien und Anleihen in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar.

Türkische Lira wertet seit November auf

Auch muss man sehen, dass der US-Dollar seit einiger Zeit klar im Abwärtstrend ist, auch wenn er sich heute etwas erholen kann. Die Dollar-Schwäche und die kräftige Zinsanhebung in der Türkei helfen derzeit dabei die türkische Lira nach oben zu pushen. Seit November hat der US-Dollar gegen die türkische Lira verloren von 8,57 bis auf 7,23 heute früh (aktuell 7,32). Wie gesagt, ganz aktuell steigt der Dollar-Index – also eine eigenständige Dollar-Stärke, welche die Lira schwächt. Aber die große Bewegung seit zwei Monaten zeigt klar eine Lira-Stärke! Jetzt kann man, wenn man denn auf eine weiter steigende türkische Lira setzt, nur noch hoffen, dass Präsident Erdogan nicht nach einigen Wochen wieder auf Zinssenkungen drängt, und dass der Leitzins weiter hoch bleibt – damit die Lira-Aufwertung sich verfestigen kann.

Im ganz großen Bild (Chart USDTRY seit dem Jahr 2011), da erkennt man wie desaströs die Abwertung für die türkische Lira in den letzten Jahren war. Denn vor zehn Jahren musste man für 1 Dollar weniger als 2 Lira aufbringen – heute sind es wie gesagt 7,32 Lira. Die aktuelle Aufwertung der türkischen Währung sieht man im Chart nur ganz am Ende als noch überschaubaren Rückfall im USDTRY.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira seit 2011

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Goldpreis und US-Dollar: Wette auf Senatssieg für Demokraten

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Adler und US-Dollar

Der US-Dollar fällt aktuell weiter nach unten, der Goldpreis steigt weiter an. Im Chart sehen wir seit dem 28. Dezember den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar in Form des Dollar-Index. Gold steigt seit Silvester bis jetzt auf einen neuen Höchststand von 1.955 Dollar. Der Dollar-Index notiert mit einem Indexstand von 89,29 Punkten auf den tiefsten Niveau seit April 2018. Seit gestern ist er erneut ein Stück abgerutscht.

Goldpreis und US-Dollar mit Blick auf Wahl in Georgia

Daraus kann man ablesen, dass die Spekulanten derzeit an einen Wahlsieg der Demokraten in Georgia glauben (hier der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann), womit die Sitze im Senat in Washington DC exakt gleich aufgeteilt würden, wodurch wiederum die neue Vizepräsidentin Harris den Ausschlag geben würde. Damit könnte Joe Biden in der Theorie durchregieren, auch wenn die Mehrheit nur hauchdünn ist. Noch ist die Wahl nicht entschieden, aber die Tendenzen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin! Dieses Szenario zeigt eine weitere kräftige Staatsverschuldung für die USA.

Dies würde weiter schwächend auf den US-Dollar wirken, und somit stärkend auf alles, was in US-Dollar gehandelt wird – somit also auch für den Goldpreis. Das Edelmetall könnte auch im Sinne des „Fluchthafens“ vor Inflation dann wieder attraktiver werden, weil die Inflation in den USA zunehmen könnte – denn die Fed will bei steigenden Preisen erstmal nicht eingreifen.

Aber der Wahlausgang in Georgia ist auf der Kippe. Sollte eine der beiden Stimmen doch den Republikanern zufallen, könnte der US-Dollar womöglich plötzlich ansteigen, und der Goldpreis zurückfallen. Also, wir müssen heute im Tagesverlauf genau auf das Ergebnis aus Georgia schauen, wenn es denn heute schon verkündet werden kann.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis gegen den US-Dollar

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Türkische Lira robust, obwohl die Inflation in der Türkei weiter anzieht

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira zeigt sich heute robust. Das ist für Lira-Bullen endlich mal eine positive Nachricht. Denn heute hat das türkische Statistikamt Daten zur Inflation im Dezember veröffentlicht. Die Verbraucherpreise in der Türkei stiegen im Jahresvergleich um 14,60 Prozent, während die Steigerungsrate im November noch bei 14,03 Prozent gelegen hatte. Da müsste die Lira jetzt eigentlich Schwäche zeigen?

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Nein, diesmal nicht. Denn wir schauen zurück auf letzte Woche. Wir berichteten über die am Heiligabend durchgeführte zweite Zinsanhebung der türkischen Zentralbank. Der Leitzins in der Türkei steigt somit seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent an. Aber so schnell kann der höhere Leitzins natürlich nicht wirken, und bremsend auf die Verbraucherpreise einwirken. Von daher sollte man wohl noch ein, zwei Monate schauen, ob sich da was tut?

Die Zentralbank in Ankara hat endlich geliefert, und auch von der politischen Seite kommen von Präsident Erdogan derzeit kaum bis gar keine Aussagen, die quer schießen und somit die Autorität der Zentralbanker in Frage stellen. Und so ist die türkische Lira in diesem Umfeld in den letzten Tagen gut gestiegen. US-Dollar vs Lira fiel seit Heiligabend von 7,64 auf aktuell 7,36. Seit Anfang November ist es ein Rückgang von 8,50. Also: Nach jahrelanger brutaler Abwertung scheint die türkische Lira derzeit wirklich Kraft zu tanken, dank der auch ziemlich kraftvollen Zinsanhebung deutlich über die Inflationsrate von jetzt 14,60 Prozent. Im Chart sehen wir seit Anfang 2020 den Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira. Man sieht den deutlichen Rückgang seit November, also somit eine ansteigende Lira.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira seit Anfang 2020

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