Folgen Sie uns
Das DAX-Signal börsentäglich, jetzt anmelden

Devisen

Aktuell: Bank of England mit Zinsentscheidung

Veröffentlicht

am

Die Bank of England hat soeben ihre Zinsentscheidung verkündet. Man hat beschlossen den Leitzins unverändert bei 0,75% zu belassen. Der Notenbankrat hat diese Entscheidung mit 9:0 Stimmen getroffen. So war auch die allgemeine Erwartung für die heutige Entscheidung.

Das britische Pfund vs USD reagiert in den letzten 12 Minuten mit gerade mal -8 Pips, also gar nicht.

Der Ölpreis sei spürbar gefallen, daher werde die Inflation in Großbritannien in den nächsten Monaten wohl unter 2,0% fallen, so die Bank of England aktuell. Die Brexit-Unsicherheiten würden zunehmend die Wachstumsaussichten der britischen Wirtschaft belasten. Das aktuelle Niveau von 0,75% beim Leitzins sei der Lage angemessen. Der aktuelle Weg der Geldpolitik in UK sei ein Resultat aus Nachfrage, Angebot und Devisenkursen. Die Antwort der eigenen Geldpolitik bezogen auf den Brexit beinhalte keinen Automatismus. Man werde reagieren, egal in welche Richtung sich die Situation entwickle.

Hier das Statement der Bank of England im Wortlaut:

Since the MPC’s previous meeting, the near-term outlook for global growth has softened and downside risks to growth have increased. Global financial conditions have tightened noticeably, particularly in corporate credit markets. Oil prices have fallen significantly, however, which should provide some support to demand in advanced economies. The decline in oil prices also means that UK CPI inflation is likely to fall below 2% in coming months. The Committee judges that the loosening of fiscal policy in Budget 2018, announced after the November Inflation Report projections were finalised, will boost UK GDP by the end of the MPC’s forecast period by around 0.3%, all else equal.

Brexit uncertainties have intensified considerably since the Committee’s last meeting. These uncertainties are weighing on UK financial markets. UK bank funding costs and non-financial high-yield corporate bond spreads have risen sharply and by more than in other advanced economies. UK-focused equity prices have fallen materially. Sterling has depreciated further, and its volatility has risen substantially. Market-based indicators of inflation expectations in the United Kingdom have risen, including at longer horizons.

The further intensification of Brexit uncertainties, coupled with the slowing global economy, has also weighed on the near-term outlook for UK growth. Business investment has fallen for each of the past three quarters and is likely to remain weak in the near term. The housing market has remained subdued. Indicators of household consumption have generally been more resilient, although retail spending may be slowing.

The MPC has previously noted that shifting expectations about Brexit among financial markets, businesses and households could lead to greater-than-usual short-term volatility in UK data. Judging the appropriate stance of monetary policy requires separating these shorter-term developments from other more persistent factors affecting inflation and from the dynamics of the economy once greater clarity emerges about the nature of EU withdrawal.

Domestic inflationary pressures have continued to build. The labour market remains tight, with employment growth picking up in the latest data and the unemployment rate likely to stay around 4% in the near term. Annual growth in regular pay has risen to 3¼%, stronger than anticipated in the November Report. In contrast, services CPI inflation has been subdued. The inflation expectations of households and professional forecasters have remained broadly unchanged.

The Committee judged in November that, were the economy to develop broadly in line with its Inflation Report projections, which were conditioned on a smooth adjustment to the average of a range of possible outcomes for the UK’s eventual trading relationship with the European Union, a margin of excess demand was expected to emerge. In that context, an ongoing tightening of monetary policy over the forecast period, at a gradual pace and to a limited extent, would be appropriate to return inflation sustainably to the 2% target at a conventional horizon.

The broader economic outlook will continue to depend significantly on the nature of EU withdrawal, in particular: the form of new trading arrangements between the European Union and the United Kingdom; whether the transition to them is abrupt or smooth; and how households, businesses and financial markets respond. The appropriate path of monetary policy will depend on the balance of the effects on demand, supply and the exchange rate. The monetary policy response to Brexit, whatever form it takes, will not be automatic and could be in either direction. The MPC judges at this month’s meeting that the current stance of monetary policy is appropriate. The Committee will always act to achieve the 2% inflation target.

Bank of England
Die Zentrale der Bank of England in London. Foto: Diliff / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Devisen

Brexit: Bis 12. April alles möglich – Tusk ist glücklich, die Pfund-Bullen auch

Veröffentlicht

am

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat sich vor wenigen Minuten über das nun zu Ende gegangene zweitägige Treffen der EU-Staatschefs in Brüssel geäußert. Neben anderen Tagesordnungspunkten von heute, die weniger wichtig waren, zieht er auch ein Endfazit über die gestrige Brexit-Vereinbarung, die heute festgezurrt worden sei.

Er sei glücklich darüber, dass die Briten nun bis zum 12. April nochmal etwas mehr Luft haben. Alle Optionen seien möglich, und es liege nun an den Briten, was passieren soll. Brexit mit Deal, ohne Deal, Verschiebung, lange Verschiebung, oder Brexit ganz absagen. Hier im Wortlaut:

As regards Brexit, the European Council formalised last night’s decisions by the EU27 and the UK, to delay the cliff-edge and allow for an extension. Personally, I am really happy about this development. As I said yesterday, it means that until the twelfth of April, anything is possible: a deal, a long extension – if the UK decided to re-think its strategy – or revoking Article 50, which is a prerogative of the UK Government. The fate of Brexit is in the hands of our British friends. We are, as EU, prepared for the worst, but hope for the best. As you know, hope dies last. Thank you.

Die gestrigen Verluste im Pfund (vs US-Dollar), als es während der Verhandlungen in Brüssel nicht so gut aussah, wurden inzwischen wieder ausgebügelt. Nun hoffen die Pfund-Bullen mal wieder, dass doch noch alles gut wird, und es irgendeine Art Brexit-Deal geben wird.

Pfund USD


Donald Tusk. Foto: Mateusz Włodarczyk – www.wlodarczykfoto.pl CC BY-SA 4.0 – Ausschnitt aus Originalfoto

weiterlesen

Devisen

Brexit: EU gibt Briten den Fahrplan vor – so sieht er aus

Veröffentlicht

am

Die EU hat die Zügel in Sachen Brexit übernommen. Jetzt hat Großbritannien wenigstens eine klare Vorgabe, was bis wann zu tun ist! Die EU gibt Theresa May nach langen Verhandlungen weitere zwei Wochen Zeit, um ein No-Deal-Brexit zu vermeiden. Theresa May nahm das Angebot an, welches das Verfahren nach Artikel 50 um zwei Wochen verlängert.

Die Verhandlungsführer der Europäischen Union wehrten somit die Gefahr ab, dass Großbritannien am kommenden Freitag ohne ein Abkommen aus der EU austritt, indem sie Theresa May zwei Wochen mehr Zeit gibt, um herauszufinden, was zu tun ist. Auf dem gestrigen Gipfel in Brüssel teilten die EU-Mitglieder Theresa May mit, dass, wenn die britischen Gesetzgeber ihren Brexit-Deal nächste Woche nicht unterstützen, UK am 12. April mit einem harten Brexit die EU verlässt.

Mit der gestrigen Entscheidung wird die unmittelbare Möglichkeit eines Brexits ohne eine Vereinbarung in sieben Tagen ausgeschlossen. Theresa May sagte, dass sie das Abkommen nächste Woche wieder ins Parlament bringen wird. Geschlagene sieben Stunden diskutierten die EU-Führer über das Abkommen und May‘s umfangreiche Präsentation. Nachdem Theresa May ihre Präsentation beendete, bat man sie den Raum verlassen zu dürfen. Danach wurde ohne May das jetzige Ergebnis beschlossen.

Donald Tusk, der noch den Vorschlag letzten Mai angenommen hatte, sagte: „Ich war heute vor unserem Treffen wirklich traurig, jetzt bin ich viel optimistischer.“ Das Pfund stieg kurz nach Bekanntgabe der Einigung um 0,2 Prozent gegenüber dem Dollar, nachdem es sogar, sicher aus Angst dass es keine Verlängerung gibt, um 1,5 Prozent gefallen war.

Wenn es May gelingt, ein Abkommen zu erzielen, was zur Zeit nicht so aussieht weil sie bereits zwei schwere Niederlagen im Unterhaus erlitten hat, wird die EU Großbritannien bis zum 22. Mai in der Gemeinschaft behalten, um die Formalitäten zu erledigen. Wenn nicht, muss sie sich entscheiden, ob sie eine längere Verlängerung anstrebt, vielleicht bis zum Ende des Jahres, oder ohne einen Deal geht.

„Was die heutige Entscheidung unterstreicht, ist die Bedeutung, dass das Unterhaus nächste Woche eine Brexit-Vereinbarung verabschiedet, damit der Unsicherheit ein Ende gesetzt wird und Großbritannien auf reibungslose und geordnete Weise gehen kann“, sagte May gegen Mitternacht in einer Pressekonferenz. „Morgen früh werde ich nach Großbritannien zurückkehren und hart daran arbeiten, Unterstützung für den Abschluss des Deals aufzubauen.“

Auf der EU-Seite war eine wichtige Überlegung in den Diskussionen die Ende Mai anstehende EU-Parlamentswahl. Da euroskeptischen Populisten versuchen das europäische Projekt zu stören, waren die Verantwortlichen sehr daran interessiert, den Brexit noch vor der Wahl zum Abschluss zu bringen.

Wenn das nicht gelingt, will man das Vereinigte Königreich dazu zwingen, zu bleiben und seine Verpflichtungen wie die anderen Mitglieder der Gemeinschaft zu erfüllen. Der 12. April ist der Stichtag für die Entscheidung Großbritanniens, ob es an den EU-Wahlen teilnehmen wird. Der 22. Mai ist der letzte Tag vor Beginn der Abstimmung.

Das Chaos nimmt nicht ab. Wir dachten gestern sei der entscheidende Tag in Sachen Brexit gewesen, aber man sieht es ja. Es geht immer weiter, weiter, und weiter. Und da Pfund schöpft Hoffnung. Was für ein Wahnsinn.

Brexit Juncker Brüssel
Jean-Claude Juncker gestern in Brüssel. Foto: © European Union, 2019. Photographer: Etienne Ansotte. Source: EC – Audiovisual Service

weiterlesen

Devisen

Aktuell: Bank of England mit Zinsentscheidung

Veröffentlicht

am

Die Bank of England hat soeben ihre Zinsentscheidung verkündet. Man hat beschlossen den Leitzins bei 0,75% zu belassen. Der Notenbankrat hat diese Entscheidung einstimmig getroffen. So war auch die allgemeine Erwartung für die heutige Entscheidung.

Die Bank of England sieht die Inflation wie erwartet laufen. Der Brexit könne ihre Geldpolitik in die eine oder andere Richtung beeinflussen. Begrenzte Verknappung (der Geldpolitik) sei eventuell immer noch notwendig. Die Unsicherheit zum Brexit belaste das Konjunkturvertrauen und die wirtschaftliche Aktivität in Großbritannien.

Das britische Pfund vs USD reagiert momentan nur minimal mit gerade mal -4 Pips.

Hier das Statement der Bank of England im Wortlaut:

Since the Committee’s previous meeting, the news in economic data has been mixed, but the MPC’s February Inflation Report projections appear on track. In those projections, a weaker near-term outlook was expected to lead to a small margin of slack opening up this year. Thereafter, demand growth exceeded the subdued pace of supply growth and excess demand built over the second half of the forecast period.

The broad-based softening in global GDP and trade growth has continued. Global financial conditions have eased, in part supported by announcements of more accommodative policies in some major economies.

Shifting expectations about the potential nature and timing of the United Kingdom’s withdrawal from the European Union have continued to generate volatility in UK asset prices, particularly the sterling exchange rate. Brexit uncertainties also continue to weigh on confidence and short-term economic activity, notably business investment. Employment growth has been strong, although survey indicators suggest that the outlook has softened. Most indicators of consumer spending are consistent with ongoing modest growth. As the Committee has previously noted, short-term economic data may provide less of a signal than usual about the medium-term growth outlook.

CPI inflation rose slightly to 1.9% in February and is expected to remain close to the 2% target over coming months. The labour market remains tight and annual pay growth, having risen through 2018, has remained around 3½%. Given continuing weakness in productivity growth, growth in unit wage costs has also risen, although other indicators of domestically generated inflation have remained modest.

The Committee’s February Inflation Report projections were conditioned on a smooth adjustment to the average of a range of possible outcomes for the United Kingdom’s eventual trading relationship with the European Union. The Committee continues to judge that, were the economy to develop broadly in line with those projections, an ongoing tightening of monetary policy over the forecast period, at a gradual pace and to a limited extent, would be appropriate to return inflation sustainably to the 2% target at a conventional horizon.

The economic outlook will continue to depend significantly on the nature and timing of EU withdrawal, in particular: the new trading arrangements between the European Union and the United Kingdom; whether the transition to them is abrupt or smooth; and how households, businesses and financial markets respond. The appropriate path of monetary policy will depend on the balance of these effects on demand, supply and the exchange rate. The monetary policy response to Brexit, whatever form it takes, will not be automatic and could be in either direction. The MPC judges at this month’s meeting that the current stance of monetary policy is appropriate. The Committee will always act to achieve the 2% inflation target.

Bank of England
Die Zentrale der Bank of England in London. Foto: Diliff / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage