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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

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Aktuell: Bank of England mit Zinsentscheidung

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Die Bank of England hat soeben ihre Zinsentscheidung verkündet. Man hat beschlossen den Leitzins bei 0,75% zu belassen. Der Notenbankrat hat diese Entscheidung einstimmig getroffen. So war auch die allgemeine Erwartung für die heutige Entscheidung.

Die Bank of England sieht die Inflation wie erwartet laufen. Der Brexit könne ihre Geldpolitik in die eine oder andere Richtung beeinflussen. Begrenzte Verknappung (der Geldpolitik) sei eventuell immer noch notwendig. Die Unsicherheit zum Brexit belaste das Konjunkturvertrauen und die wirtschaftliche Aktivität in Großbritannien.

Das britische Pfund vs USD reagiert momentan nur minimal mit gerade mal -4 Pips.

Hier das Statement der Bank of England im Wortlaut:

Since the Committee’s previous meeting, the news in economic data has been mixed, but the MPC’s February Inflation Report projections appear on track. In those projections, a weaker near-term outlook was expected to lead to a small margin of slack opening up this year. Thereafter, demand growth exceeded the subdued pace of supply growth and excess demand built over the second half of the forecast period.

The broad-based softening in global GDP and trade growth has continued. Global financial conditions have eased, in part supported by announcements of more accommodative policies in some major economies.

Shifting expectations about the potential nature and timing of the United Kingdom’s withdrawal from the European Union have continued to generate volatility in UK asset prices, particularly the sterling exchange rate. Brexit uncertainties also continue to weigh on confidence and short-term economic activity, notably business investment. Employment growth has been strong, although survey indicators suggest that the outlook has softened. Most indicators of consumer spending are consistent with ongoing modest growth. As the Committee has previously noted, short-term economic data may provide less of a signal than usual about the medium-term growth outlook.

CPI inflation rose slightly to 1.9% in February and is expected to remain close to the 2% target over coming months. The labour market remains tight and annual pay growth, having risen through 2018, has remained around 3½%. Given continuing weakness in productivity growth, growth in unit wage costs has also risen, although other indicators of domestically generated inflation have remained modest.

The Committee’s February Inflation Report projections were conditioned on a smooth adjustment to the average of a range of possible outcomes for the United Kingdom’s eventual trading relationship with the European Union. The Committee continues to judge that, were the economy to develop broadly in line with those projections, an ongoing tightening of monetary policy over the forecast period, at a gradual pace and to a limited extent, would be appropriate to return inflation sustainably to the 2% target at a conventional horizon.

The economic outlook will continue to depend significantly on the nature and timing of EU withdrawal, in particular: the new trading arrangements between the European Union and the United Kingdom; whether the transition to them is abrupt or smooth; and how households, businesses and financial markets respond. The appropriate path of monetary policy will depend on the balance of these effects on demand, supply and the exchange rate. The monetary policy response to Brexit, whatever form it takes, will not be automatic and could be in either direction. The MPC judges at this month’s meeting that the current stance of monetary policy is appropriate. The Committee will always act to achieve the 2% inflation target.

Bank of England
Die Zentrale der Bank of England in London. Foto: Diliff / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

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Devisen

Zehn Tage Ferien vom Brexit – man hat ja Zeit! Pfund mit Abwärts-Durchbruch?

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Jeder Mensch braucht mal eine Pause, so auch Parlamentarier. Und natürlich dürfen auch die Abgeordneten im House of Commons in London mal Urlaub machen. Und auch der Oster-Urlaub sei ihnen gegönnt, den sie aktuell vom 12. bis 23. April genommen haben. Aber wie oft in 100 Jahren steht schon ein Ereignis wie der Brexit an, die vielleicht wichtigste politische Grundsatzentscheidung seit dem 2. Weltkrieg für Großbritannien?

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Wäre es da nicht angebracht, dass die Politiker dieses eine Mal diese Pause ausfallen lassen, weil man dringend eine Lösung finden muss? Nein, man macht trotzdem Urlaub. Und warum? Weil man ja seit Kurzem „so richtig viel“ Zeit gewonnen hat. Die EU gewährt einen Brexit-Aufschub bis Oktober. Aber eigentlich, das dürfte allen klar sein, läuft der Aufschub nur bis zum 22. Mai. Denn es ist kaum vorstellbar, dass die Briten tatsächlich an der Wahl zum EU-Parlament teilnehmen wollen.

Also bleiben nur noch etwas mehr als vier Wochen. Aber wie so oft schieben die Briten die Dose die Straße runter. Einfach hinauszögern, abwarten. Irgendwas wird schon passieren, irgendwas wird sich schon ändern? Die Parteispitzen von Konservativen und Labour reden zwar weiter, aber ohne Parlament geht eh nichts. EU-Ratspräsident Donald Tusk sagte vor Kurzem nach der Fristverlängerung bis Oktober, die Briten sollten doch bitte keine Zeit verschwenden. Aber genau das tun sie gerade.

Theresa May verabschiedete die Parlamentarier übrigens in ihre Oster-Pause mit dem Kommentar, dass man vor klaren Entscheidungen stünde, und dass der Zeitplan eindeutig sei. Welchen Abgeordneten im House of Commons sollen diese Worte noch beeindrucken, nach mehreren gescheiterten Abstimmungen über May´s Brexit-Deal, und nach dutzenden verschiedenen eigenen Ideen der Parlamentarier, die sie allesamt selbst ablehnten?

Am letzten Freitag berichteten wir darüber, dass das britische Pfund kurz vor einem charttechnischen Ausbruch nach oben stand gegenüber dem US-Dollar. Dem war auch so. Seit dem 4. April gab es vier Hochpunkte bei ca 1,3120. Genau dort machte er halt und fiel bis heute runter auf 1,3010. Jetzt kämpft er gerade mit dieser wichtigen runden Marke (erster Chart seit 4. April).

Auf etwas längere Sicht gesehen (zweiter Chart seit August 2018) stellt sich die Frage, ob endlich mal wieder „richtig“ Bewegung in den Pfund-Kurs kommt. Bricht er unter die 1,30, dann ist Luft nach unten vorhanden. Bei dem Brexit-Chaos wäre dies gut nachvollziehbar. Aber die wochenlange Ruhe im Kurs war schon diverse Male ein Desaster für die Shorties, die gegen das Pfund gewettet hatten.

Pfund Brexit

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Giovanni Cicivelli: Kurze Vorschau auf aktuelle Ideen zu Dax, Forex, Aktien

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Japans Kampf um den Wirtschaftsaufschwung – kann die Geldpolitik noch Impulse setzen?

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Hat man Töne! Japan, das Land ohne Zinsen – seit 10 Jahren liegt der Leitzins an der Nulllinie – sieht die Konjunkturabschwächung und denkt an die Möglichkeit von Zinssenkungen?! Der kürzlich veröffentliche Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe ist zwar etwas gestiegen, liegt aber mit 49,2 Punkten immer noch unterhalb der Wachstumsschwelle.

Ich habe  in der letzten Woche über das japanische Zinstrauma seit dem Crash nach 1989 geschrieben und auf die Gefahr einer „Japanifikation“ der Eurozone hingewiesen. Jetzt kämpft das Land der aufgehenden Sonne schon wieder etwas mit rezessiven Wirtschaftstendenzen – im Zuge der bisherigen globalen Wirtschaftsabschwächung -, deshalb sind die Maßnahmen der japanischen Regierung und der BoJ schon von Interesse für den europäischen Wirtschaftsraum.

Hier ein paar aktuelle  Aussagen des Governors der Bank of Japan, Jaruhiko Kuroda:

  • Japanˋs economy has slowed„slightly“
  • Production, exports to China weak
  • Moderate wage gains hold back inflation
  • Accomodative policy has worked
  • Still room für more monetary easing
  • Can further reduce interest rates if needed
  • Thereˋs room for reducing interest rates

 

Fazit

Kommt jetzt die Zeit der Minuszinsen? Bis jetzt sind das noch Gedankenspiele, weil Kuroda auch an ein Wiederanspringen der Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte glaubt.

Aber sie sind ein Vorgeschmack auf das, was der EU-Zone blühen könnte, sollte die europäische Konjunktur in eine Rezession rutschen.

Irgendwie klingen manche Sätze auch nach Mario Draghi, aber vielleicht ist das das übliche „wording“ von Notenbankern.

 

By 663highland – Own work, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8349591

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