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Devisen

Aktuell: Bank of England mit Zinsentscheidung

Claudio Kummerfeld

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Die Bank of England hat soeben ihre Zinsentscheidung verkündet. Man hat beschlossen den Leitzins bei 0,75% zu belassen. Der Notenbankrat hat diese Entscheidung NICHT einstimmig getroffen, sondern mit 7 gegen 2 Stimmen, genau wie letztes Mal auch! (erwartet war 6 vs 3)

Die Märkte haben wohl mit deutlicheren Aussagen zu Zinssenkungen oder zu einer möglichen Wirtschaftsschwäche gerechnet. Die Bank of England hält offenkundig mehrheitlich gegen eine Zinslockerung.

Das britische Pfund vs USD reagiert momentan gegen den US-Dollar mit einer Aufwertung von 45 Pips auf 1,3070.

Hier das Statement der Bank of England im Wortlaut:

UK GDP growth slowed last year, reflecting weaker global growth and elevated Brexit uncertainties. Output is expected to have been flat in 2019 Q4. Growth in regular pay has fallen back to around 3½%, though unit labour costs have continued to grow at rates above those consistent with meeting the inflation target in the medium term. CPI inflation fell to 1.3% in December, core CPI inflation declined to 1.4%, and core services inflation is below its target-consistent range. The unemployment rate has remained low and stable, and employment growth has picked up. Following its annual reassessment of supply-side conditions, the Committee judges that there has been a somewhat greater margin of spare capacity in the economy over recent years, which has been exerting downward pressure on domestically generated inflation.

The most recent indicators suggest that global growth has stabilised, reflecting the partial easing of trade tensions and the significant loosening of monetary policy by many central banks over the past year. Global business confidence and other manufacturing indicators have generally picked up. Domestically, near-term uncertainties facing businesses and households have receded. Surveys of business activity have picked up, quite markedly in some cases, and investment intentions appear to have recovered. Housing market indicators have strengthened and consumer confidence has increased slightly. The Committee will monitor closely the extent to which these early indications of an improved outlook are sustained and follow through to the hard data on domestic activity in coming months.

The Committee’s updated projections for activity and inflation are set out in the accompanying January Monetary Policy Report. They are based on the assumption of an immediate but orderly move, at the beginning of next year, to a deep free trade agreement between the United Kingdom and the European Union.

UK GDP growth is projected to pick up a little in early 2020. Further ahead, and conditioned on a market path for Bank Rate that falls slightly over the forecast period, the recovery in UK growth is supported by a pickup in global activity, a further decline in Brexit uncertainties and the Government’s announced spending measures. Support from these factors is sufficient to boost demand growth above weakened potential supply growth. As a result, slack is eroded gradually over the first part of the forecast period and a margin of excess demand builds thereafter. CPI inflation is projected to remain below the MPC’s 2% target throughout this year and much of 2021. Further out, and conditioned on market yields, strengthening domestic price pressures, alongside a waning drag from energy prices, mean that inflation reaches the 2% target by the end of next year and rises slightly above it by the end of the forecast period.

Monetary policy will be set to ensure a sustainable return of inflation to the 2% target. Policy may need to reinforce the expected recovery in UK GDP growth should the more positive signals from recent indicators of global and domestic activity not be sustained or should indicators of domestic prices remain relatively weak. Further ahead, if the economy recovers broadly in line with the MPC’s latest projections, some modest tightening of policy may be needed to maintain inflation sustainably at the target.

The MPC judges at this meeting that the existing stance of monetary policy is appropriate.

Bank of England Zentrale
Die Zentrale der Bank of England in London. Foto: Diliff / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

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Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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