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Aktuell: Boeing-Aktie reißt Dow in den Keller – mehr Stornos als Neubestellungen!

Claudio Kummerfeld

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am

Beispielfoto einer Boeing 787

Die Boeing-Aktie ist aufgrund des antiquierten Berechnungsmodells am Stärksten gewichtet im Dow Jones 30-Index. Bewegt sich die Aktie deutlich, hat das auch deutliche Auswirkungen auf den Dow als Gesamtindex. Und so zieht die Aktie von Boeing heute auch den Index runter. Die Aktie notiert aktuell gegenüber gestern Abend mit -10,4 Prozent, der Dow mit -4 Prozent. Endlich mal handfeste Nachrichten, die einen Kurssturz dieser Tage auch mal wirklich begründen können – möchte man fast schon scherzhaft anmerken.

Boeing mit mehr Storno als neuen Orders

Die Zahlen von Boeing sind übel. Natürlich, es ist klar. Das Debakel um die Boeing 737 Max zieht den ganzen Konzern mit nach unten. Die Flugzeuge stehen am Boden, die Produktion des Modells ist erst einmal eingestellt. Und es gibt Stornos und Umbuchungen der Airlines. Das ist verständlich. Werfen wir einen Blick auf die aktuellen Daten im Orderbuch von Boeing, die vor wenigen Minuten veröffentlicht wurden. Es gibt mehr Stornos als Neubestellungen bei allen kommerziellen Boeing-Flugzeugen – das ist schon mal die schlechte Headline-Aussage!

Es gab im Februar Orders für 18 neue Flugzeuge, aber auch 46 Stornos – also netto einen Rückgang im Orderbuch von 28 Bestellungen! Addiert man den Januar dazu, dann liegt das Orderbuch von Boeing im Jahr 2020 bisher bei -25 Bestellungen. Zum Beispiel hat Air Canada elf 737 Max storniert. Oman Air hat zehn 737 Max Orders in vier Aufträge für die 787 umgewandelt. Air Lease hat neun 737 Max in drei 787 umgewandelt. Tja, die Lage sieht nicht gut aus für Boeing. Und als wäre das alles nicht schlimm genug, kommt nun auch noch das Coronavirus. Die Auswirkungen auf den Flugverkehr und die Solvenz zahlreicher Airlines ist nicht abschätzbar.

Kommt es in den nächsten Quartalen zu Pleiten wenig liquider Airlines, und damit zwangsläufig zu weiteren Stornos? Das würde Boeing doppelt hart treffen, wo sich doch die Neuzulassung der 737 Max immer weiter hinzieht. Aktuell jedenfalls reagiert die Aktie mit deutlichen Kursverlusten. Die Finanzdaten für das 1. Quartal dürften ziemlich düster ausfallen. Im Chart sehen wir den dramatischen Kursverfall der Boeing-Aktie seit April 2019.

Die Boeing-Aktie seit April 2019

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Macwoiferl

    11. März 2020 19:22 at 19:22

    +++BREAKING+++BREAKING+++BREAKING
    Die FED, die Zentralbank der USA, unter Jerome Powell hat heute beschlossen, die Mitarbeiter mit 480 neuen Dienstmaschinen vom Typ Boeing Max 737 ausstatten. Dies teilte Powell dem Ministerium für Kursplus heute mit. Damit verzeichnet Boeing nunmehr 455 mehr Bestellungen im Januar und Februar. Er, Powell, werde persönlich dafür sorgen, „dass Boeing-Aktien wieder so steigen wie es sich für Boeing-Aktien gehört.“ Er werde die Bestellung in bar bezahlen, so Powell, „denn nur Bares ist Wahres“. Daher habe er sich die neue 1-Trillion-Dollar-Coin extra für diesen Anlass aufgehoben. Neben Bit-Coin wird die Tril-Coin damit als offizielles Zahlungsmittel durch die FED installiert sein. Powell dementierte, dass diese Bestellung mit einem nächtlichen Störanruf seines Herrn und Meisters T. zusammenhänge, bei dem dieser ihm jahrelange schlaflose Nächte angedroht habe, wenn er die Maschinen nicht sofort bestelle. „Wir sind freie Menschen und es sind freie Märkte“, sagte Powell und betonte dies gegenüber dem Ministerium für Kursplus.

    +++Ende der Nachricht, gezeichnet: Ministerium für Kursplus+++

    • Avatar

      Toptrader

      11. März 2020 21:13 at 21:13

      Genialer Schachzug! Boeing ist gerettet. Geht doch!

    • Avatar

      Ranag

      11. März 2020 22:51 at 22:51

      Eh, geil 😂. Komm doch in unser Wirtschaftsforum. Solche tollen Schreiber suchen wir:

      https://old.reddit.com/r/Debitismus_Forum/

      Darf ich das weiter verbreiten?

      LG

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    leftutti

    11. März 2020 23:45 at 23:45

    @Macwoiferl
    Ich habe vor einigen Tagen schon gelesen, dass Boeing die 737 Max neu verkabeln muss. Also alle Fehlkonstruktionen namens 737 Max.

    Das erinnert an den Wunder-Flughafen BER, dort mussten doch auch gefühlt 10 Millionen Kilometer Kabel neu verlegt werden.

    Boeing und BER, ein perfektes Paar. Die beiden harmonieren in allen Details. Geplant, designed, realisiert und überwacht in zwei führenden westlichen Wonderlands, auf Basis freier Wirtschaft und freier Forschung. Objektiv und unabhängig überwacht von A bis Z in allen Entwicklungsstufen, von Planung bis Freigabe.

    Lasst uns all die BOEING 737 Max auf dem BER parken, zu ganz normalen Parkhausgebühren. Lasst uns zusammenführen, was zusammen gehört 🙏

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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