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Aktuell: Boeing präsentiert Flugzeugabsatzzahlen – desaströs!

Claudio Kummerfeld

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am

Dass die Zahlen schlecht sein würden, davon ging man ja aus. Aber sie dann zu sehen, zeigt den gigantischen Abstand, den das 737 Max-Desaster geschaffen hat zwischen Airbus und Boeing. Die Europäer haben im letzten Jahr 786 zivile Flugzeuge ausgeliefert. Boeing meldet aktuell eine Gesamtzahl für 2019 von 380 Flugzeugen, weniger als die Hälfe von Airbus! Damit liefern die Amerikaner den schlechtesten Absatzwert seit dem Jahr 2007. Aber man muss nun mal bedenken, dass derzeit der Sondereffekt des Flugverbots und des Produktionsstillstands bei der 737 Max die Lage bei Boeing massiv verzerrt.

Und in 2019 hat Boeing netto 87 Aufträge verloren, also mehr Stornierungen als Neuaufträge. Auch diese desaströse Zahl ist natürlich der 737 geschuldet. Laut aktuellen Berichten kann ein Boeing-Sprecher derzeit nicht genau sagen, wann es das zum letzten Mal gegeben hat, aber in den letzten 30 Jahren wohl nicht. Einmal mehr bekommt man den Eindruck: Auch wenn die Rüstungssparte für Boeing eine große Stütze ist, so wird der Stillstand bei der 737 doch ein immer ernsteres Problem für das Unternehmen!

Das Boeing Hauptwerk nahe Seattle
Das Boeing-Hauptwerk nördlich von Seattle. Foto: Jetstar Airways (jetstar.com) CC BY-SA 2.0

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    berti

    14. Januar 2020 18:12 at 18:12

    und der Kurs steigt :-)

  2. Avatar

    Zimmermann

    14. Januar 2020 19:31 at 19:31

    Ja, Kurs steigt. Das PPT ist unterwegs. Die Amis sind nämlich nicht so doof, wie unsere Idioten von Politikern. Die hauen auch noch drauf, siehe deutsche Autoindustrie, wenn es denen schlecht geht. Die Amis schützen ihre nationalen Symbolfirmen, was ja Boeing zweifelsohne ist.

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      Michael

      14. Januar 2020 21:09 at 21:09

      @Zimmermann, wenn ich das recht verstehe, ist eine Firma für immer schützenswert, auch wenn sie durch zwei Abstürze 350 Menschenleben zu verantworten hat. Auch, wenn Mitarbeiter schon lange vor Fehlkonstruktionen gewarnt haben und die Firma dennoch vorsätzlich oder zumindest fahrlässig dies alles fleißig ignoriert hat.

      Und in Deutschland sollen wir die Abgasbetrüger schützen, die sich durch Betrug jahrelang die Taschen vollgestopft haben. Sind nicht alle inzwischen ein Symbol für Betrug, Unzuverlässigkeit und Versagen?

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      Quintus

      15. Januar 2020 07:27 at 07:27

      @Zimmermann
      Eine aus Deutschland kommende Zugsignalanlage sorgt für den Untergang der Welt,….
      Wundert sich da jemand noch, daß Arbeitsplätze in Deutschland entweder verschwinden oder ins Ausland verlagert werden? Ob Luisa bemerkt hat, daß die anderen Hersteller von Zugsignalanlagen schon in den Startlöchern stehen und sich tierisch, ob der kostenlosen Unterstützung dieser Influencerin, ins Fäustchen lachen?
      https://www.welt.de/politik/deutschland/article205008540/Luisa-Neubauer-zieht-mit-Klimaklage-vors-Bundesverfassungsgericht.html

      „Mentaler Zustand: Behaltet uns lieber im Auge. Ihr alle – Siemens, Joe Kaeser und alle anderen CEOs. Alle, die beabsichtigen, die Krise weiter anzuheizen, als gäbe es kein Morgen. Denn es gibt ein Morgen, es gibt eine Zukunft. Das sind wir, und wir werden euch die Zukunft nicht weiter zerstören lassen. Das war erst der Anfang. Das ist keine freundliche Erinnerung, sondern eine freundliche Warnung.“

      Wohin eine Gesellschaft driften kann wenn die Arbeitslosigkeit zweistellige Prozentzahlen erreicht, haben unsere Großeltern noch am eigenen Leib erfahren MÜSSEN! Ob Menschen wie Luisa, welche noch nie ihren Lebensunterhalt verdienen mußten, überhaupt solche abstrusen Gedankengänge nachvollziehen können?

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      Michael

      22. Januar 2020 21:53 at 21:53

      @Zimmermann, @Quintus, sind Sie immer noch der Meinung, man müsse nationale Symbolfirmen bedingungslos schützen? Und wenn ja, warum?
      https://www.nytimes.com/2020/01/20/business/boeing-737-accidents.html

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        Quintus

        23. Januar 2020 06:46 at 06:46

        @Michael
        Darf ich fragen, wann ich empfohlen habe „nationale Heiligtümer zu schützen“?
        Eine Zugsignalanlage, welches bei Fr. Luise Neubauer einen hyperventiierenden Twittererguß hervorruft mit einem Betrug incl. Vorsatz aus niederen Beweggründen, im ganz großen Stile bei der Fa. Boeing zu vergleichen ist weder zielführend noch ist dies rechtlich und moralisch auch nur annähernd zu vergleichen.
        Von daher bitte ich sie nichts in meine Beiträge hineinzuinterpretieren.
        Sowohl die Verantwortlichen bei Boeing als auch der FAA gehören hinter Gitter. Profit vor Menschenleben ist nicht verhandelbar!
        Danach allerdings wird es ohne staatliche Hilfe kaum eine Überlebenschance für Boeing geben.
        Siemens benötigt weder Staatshilfe noch grünen Beistand, sie möchte einfach nur nach den Regeln des freien Marktes tätig sein. Mehr hatte auch Hr.Zimmermann nicht angeprangert.

        • Avatar

          Michael

          23. Januar 2020 10:42 at 10:42

          @Quintus, Hr. oder Fr. Zimmermann hat gar nichts von Siemens geschrieben, sondern angeprangert, dass unsere arme Autoindustrie zur Verantwortung für ihre Betrügereien gezogen wird, anstatt sie staatlich zu schützen, wie es die Amis mit Boeing tun. Und etwas weiter unten antwortet er noch ganz lapidar, mit Anschuldigungen außerhalb des Gerichtssaals sollte man immer vorsichtig sein.

          Schwarz auf weiß, da gibt es nichts zu interpretieren. Danach kommen Sie unterstützend hinzu, machen sich über Klimaschützer lächerlich, geben diesen die Schuld an Arbeitsplatzabbau bzw. -verlagerung ins Ausland und schlagen den argumentativen Bogen zu ganz dunklen Zeiten vor etwa 100 Jahren. Kein einziges Wort von „Betrug incl. Vorsatz aus niederen Beweggründen“ oder von Bestrafung der Verantwortlichen, nicht die geringste Andeutung…

          Das war dann schon eher ich, der in diese Richtung argumentiert hat. Alles Schwarz auf Weiß, da gibt es nichts zu interpretieren. Aber immerhin, besser spät, als nie…

    • Avatar

      Lars

      23. Januar 2020 12:28 at 12:28

      Da stellt sich doch die Frage, wer draufhaut. Volkswagen hatte im September 2015 nach Ermittlungen von US-Behörden eingeräumt, weltweit in rund elf Millionen Dieselfahrzeugen eine illegale Software eingesetzt zu haben. Diese senkte bei Emissionstests den Schadstoffausstoß, nicht aber im Straßenverkehr. In Zusammenhang mit dem Skandal zahlte Volkswagen seither bereits mehr als 30 Milliarden Euro an Strafen und Entschädigungen, vor allem in den Vereinigten Staaten.

  3. Avatar

    Zimmermann

    15. Januar 2020 09:51 at 09:51

    Mit Anschuldigungen außerhalb des Gerichtssaals sollte man immer vorsichtig sein. Nur die duemmsten Kaelber waehlen ihre Schlachter selber.

  4. Avatar

    Prognosti

    23. Januar 2020 06:31 at 06:31

    Nicht zu unterschätzen die Schadenersatzforderungen der Opfer u.der Firmen plus Imageverlust.
    Jede andere Firma mit gleichen Vorkommnissen würde von den US- Juristen plattgewalzt.
    Darum möchten alle eine Ablösung der USA als Weltpolizist, obwohl kein besserer nachkommt.

  5. Avatar

    Rating-Rater

    23. Januar 2020 07:30 at 07:30

    Typisch Ami, Der Lieferant des Rumpfes mit NullVerantwortung wird im Rating herabgestuft , während anscheinend Boeing TO big TO fail ist. Der Aufruf von DT in Davos, sich Amerika als Beispiel für Wirtschaft zu nehmen, findet immer mehr Beachtung.

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Quartalssaison: Hier die wichtigsten Termine

Claudio Kummerfeld

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Wall Street Schild

Die Quartalssaison hat begonnen. Letzte Woche meldeten bereits die großen US-Banken und Netflix. Aber nun geht es so richtig los. Hier eine Übersicht der wichtigsten Termine von deutschen und US-Konzernen für die nächsten Tage. Wichtig: Diese Termine haben wir direkt aus den Finanzkalendern der Unternehmen entnommen. Denn manchmal sind Webportale mit ihren Terminübersichten zu den Quartalszahlen unzuverlässig, da hier zukünftige Termine zu Finanzkennzahlen manchmal einfach nur basierend auf den Terminen vergangener Quartale von einer Computersoftware abgeschätzt werden, und daher fehlerhaft sein können.

Microsoft: 26. Januar

General Electric: 26. Januar

BASF: 26. Februar

Facebook: 27. Januar

Boeing: 27. Januar

Apple: 27. Januar

Caterpillar: 29. Januar

SAP: 29. Januar

Alphabet (Google): 2. Februar

Amazon: 2. Februar

Exxon: 2. Februar

Deutsche Bank: 4. Februar

Twitter: 9. Februar

Delivery Hero: 10. Februar

Commerzbank: 11. Februar

Daimler 18. Februar

Walmart: 18. Februar

Bayer: 25. Februar

Deutsche Telekom: 26. Februar

Volkswagen: Ende Februar

Zalando: 2. März

Lufthansa: 4. März

Adidas: 10. März

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – die Woche der Quartalszahlen

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Er bespricht die nun anstehende wichtigste Woche bei den Quartalszahlen in den USA.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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Der nächste Corona-Impfstoff steht in den Startlöchern – Werbung

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Werbung

Lieber Börsianer,

nach den Präparaten von Moderna und BionTech steht mit dem Wirkstoff von AstraZeneca der nächste Impfstoff vor der Zulassung in der EU. Die Freigabe durch die Gesundheitsbehörden wird Ende Januar erwartet.

Vor einem Jahr starteten innerhalb kürzester Zeit weltweit mindestens 171 Impfstoffprojekte. Noch vor wenigen Jahren hätte man für die Erforschung eines Impfstoffes mindestens 15 bis 20 Jahre angesetzt. So viel Zeit hat die Welt jetzt nicht. Neue Technologien ermöglichten eine enorme Beschleunigung der Forschung, so dass jetzt bereits mit 2 Präparaten in Deutschland geimpft werden kann.

Es kann kaum schnell genug mit der Zulassung gehen

Dennoch wird der Impfstoff von AstraZeneca sehnsüchtig erwartet. Die Produktionskapazität von Moderna und BionTech-Partner Pfizer reichen bei Weitem nicht aus, um große Teile der Bevölkerung schnell zu impfen. Zudem stehen die Lieferketten unter einem enormen Druck, weil die Impfdosen bei zweistelligen Minusgraden transportiert und gelagert werden müssen. Der neue Impfstoff von AstraZeneca kommt hingegen mit normalen Kühlschrank-Temperaturen aus.

Mehrere Staaten, darunter Österreich, Tschechien, Dänemark, Griechenland und die Balkan-Staaten forderten bereits, den Impfstoff schon vor der eigentlichen Zulassung zu verteilen.

Impfstoffproduktion führt zu Milliardeneinnahmen

Die zugelassenen Präparate werden den Herstellern derzeit förmlich aus den Händen gerissen. Die Herstellung und der Vertrieb der Impfdosen ist ein Milliardengeschäft. Die Konzerne verdienen noch mindestens so lange, bis genug Menschen geimpft sind, um die Krankheit wirksam zurückzudrängen. Doch sind die Unternehmen deshalb eine gute Geldanlage?

Machen Sie nicht jeden Trend mit

Viele Anleger investieren jetzt in Moderna. Die Aktie hat in den vergangenen Monaten mehr als tausend Prozent gewonnen. Die Story klingt ja auch zu schön. Es gibt eine Krankheit, die unsere ganze Welt in…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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