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Aktien

Aktuell: Boeing und General Electric melden Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

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am

Boeing ist stark betroffen von der Coronakrise, General Electric aber auch

General Electric und Boeing haben soeben ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Auch wenn GE nicht mehr im Dow 30 enthalten ist, so ist man doch immer noch ein gigantisch großer Industriekonzern! Teilweise ist man Profiteur der Coronakrise (Gesundheitssparte), teilweise leidet man auch darunter (Flugzeugzulieferer). Hier erstmal die Daten von GE.

Der Umsatz liegt bei 20,52 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 22,2/erwartet 20,7).

Der Gewinn pro Aktie (Non Gaap) liegt bei 5 Cents (Vorjahresquartal 13 Cents/erwartet 6 Cents).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -3 Prozent.

CEO-Kommentar im Wortlaut:

GE Chairman and CEO H. Lawrence Culp, Jr. said, “During this unprecedented pandemic, the GE team is focused on protecting the safety of our employees and communities, serving customers in their critical time of need, and preserving our strength for the long term. GE is delivering critical infrastructure and services across the globe, including our teams at Healthcare supporting caregivers who diagnose and treat COVID-19 patients every day.“

Culp continued, “The impact from COVID-19 materially challenged our first-quarter results, especially in Aviation, where we saw a dramatic decline in commercial aerospace as the virus spread globally in March. We are targeting more than $2 billion in operational cost out and $3 billion of cash preservation to mitigate the financial impact, and we executed a series of actions to de-risk and de-lever our balance sheet amid a challenging environment. While there are many unknowns, there will be another side—planes will fly again, healthcare will normalize and modernize, and the world still needs more efficient, resilient energy. We’re embracing today’s reality and accelerating our multi-year transformation to make GE a stronger, nimbler, and more valuable company.“

General Electric Quartalszahlen im Detail

Boeing

Boeing hat nicht nur mit der Coronakrise zu kämpfen, sondern war vorher schon massiv unter Druck wegen den zwei Abstürzen der 737 Max, nicht mehr erlaubten Flügen und dem Produktionsstopp. Hier nun die Zahlen für das letzte Quartal.

Der Umsatz liegt bei 16,91 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 22,92/erwartet 17,3).

Der Verlust (Non Gaap) pro Aktie liegt bei -1,70 Dollar (Vorjahresquartal +3,16/erwartet -1,61).

Die Aktie notiert vorbörslich mit +2,6 Prozent.

CEO-Kommentar auszugsweise im Wortlaut:

As the pandemic continues to reduce airline passenger traffic, Boeing sees significant impact on the demand for new commercial airplanes and services, with airlines delaying purchases for new jets, slowing delivery schedules and deferring elective maintenance. To align the business for the new market reality, Boeing is taking several actions that include reducing commercial airplane production rates. The company also announced a leadership and organizational restructuring to streamline roles and responsibilities, and plans to reduce overall staffing levels with a voluntary layoff program and additional workforce actions as necessary.

Boeing has also taken action to manage near-term liquidity, as it has drawn on a term loan facility; reduced operating costs and discretionary spending; extended the existing pause on share repurchases and suspended dividends until further notice; reduced or deferred research and development and capital expenditures; and eliminated CEO and Chairman pay for the year. Access to additional liquidity will be critical for Boeing and the aerospace manufacturing sector to bridge to recovery, and the company is actively exploring all of the available options. Boeing believes it will be able to obtain sufficient liquidity to fund its operations.

„While COVID-19 is adding unprecedented pressure to our business, we remain confident in our long term future,“ said Calhoun. „We continue to support our defense customers in their critical national security missions. We are progressing toward the safe return to service of the 737 MAX, and we are driving safety, quality and operational excellence into all that we do every day. Air travel has always been resilient, our portfolio of products and technology is well positioned, and we are confident we will emerge from the crisis and thrive again as a leader of our industry.“

Boeing Daten im Detail

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

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IHS Markit-Kauf für 44 Milliarden Dollar – wie man gigantisch wächst ohne neue Schulden

Claudio Kummerfeld

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New York Downtown bei Nacht

In der Branche für Finanzdaten, Börsendaten und ökonomischen Analysedaten nimmt die Konzentration auf wenige große Anbieter immer mehr zu. Es gibt Bloomberg, Reuters, große Börsenanbieter wie die Deutsche Börse oder Euronext, und es gibt gerade den Versuch der London Stock Exchange den Datenanbieter Refinitiv für 27 Milliarden Euro zu übernehmen. Jetzt legt S&P Global (gehört zur Standard & Poors-Gruppe) nach und kauft den Datenanbieter IHS Markit. Und das für satte 44 Milliarden Dollar.

IHS Markit war Ende letzter Woche an der Börse noch 37 Milliarden Dollar wert. S&P Global lag bei 82 Milliarden Dollar. Wie schafft man es so viel Geld auszugeben, mal eben 44 Milliarden Dollar? Nun, in diesem Fall ist das gar kein Problem. Man „kauft“ per Aktientausch. Ein richtiger Kauf ist es dann gar nicht. Man fusioniert, und der „Käufer“ erhält an der neuen Firma die Aktienmehrheit. Oder besser gesagt, die bisherigen Aktionäre des größeren Fusionspartners halten dann später auch die Mehrheit am neuen Unternehmen.

So kommt es, dass die bisherigen Aktionäre von S&P Global an der neuen Firma 67,75 Prozent der Anteile halten werden, und die bisherigen Aktionäre von IHS Markit 32,25 Prozent. So haben alle was davon, und die Firma hat keine gestiegene Verschuldung durch diese Transaktion. So können große Konzerne schnell weiter wachsen, ohne sich zu verschulden.

Ganz anders lief es vor vier Jahren bei Bayer, wir erinnern uns alle mit Grausen an die Zeit danach. Die Leverkusener kauften Monsanto für 66 Milliarden Dollar in Cash. Dafür musste man damals eine Brückenfinanzierung über 57 Milliarden US-Dollar aufnehmen, also Kredite. So brockt man sich jede Menge Probleme ein, wenn man seine bisherige Aktionärsstruktur beibehalten will.

Will man extern kräftig zukaufen, muss man sich dann wie Bayer massiv verschulden. Um die Last zu reduzieren, muss man dann brutal einsparen, einzelne Sparten verkaufen usw. Gerade große Konzerne mit stark steigenden Aktienkursen können sich über den Weg des Kaufs mit eigenen Aktien (Fusion) andere Unternehmen einfach und bequem einverleiben. Dann werden die Aktionäre der bisherigen Konkurrenzfirma einfach zu Miteigentümern des eigenen Unternehmens gemacht. Und zack, der Konzern wächst kräftig, ohne dabei neue Schulden machen zu müssen. Natürlich hat der einzelne Altaktionär nach der Transaktion weniger Eigentum am Konzern. Aber dafür ist der Konzern an sich ja auch spürbar gewachsen, wodurch eine Kompensation stattfindet. Langfristig können über diese Methode die ganz großen Konglomerate entstehen.

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