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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

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Aktuell: Britisches Pfund schmiert ab – „Brexit-Strategie liegt in Trümmern“

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Das britische Pfund schmiert aktuell zügig ab von 1,3150 auf 1,3000 gegen den US-Dollar. Bisher war über Nacht die Euphorie gut erkennbar bei den Pfund-Bullen, weil die Chancen für eine Zustimmung der Parlamentarier zum Brexit-Deal gestiegen waren. Wir hatten vorhin darüber berichtet. Mit einer fast schon albernen Zusage hatte Jean-Claude Juncker ein Zuckerl an Theresa May rübergeworfen, dass die EU nicht auf eine dauerhafte Mitgliedschaft der Briten in der Zollunion bestehen werde.

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Diese Zusicherung der EU sei „rechtsverbindlich“, so heute Nacht Jean-Claude Juncker und Theresa May stolz! Genau so ein Statement brauchte sie, um heute im Parlament in London gute Stimmung machen zu können. Und jetzt der Schock. Der britische Generalstaatsanwalt Geoffrey Cox hat nun offenbar gegenüber dem Kabinett von Theresa May verkündet, dass dieses Papier keine Rechtssicherheit für die Briten darstelle, dass sie dem Backstop verlassen könnten (also die dauerhafte Mitgliedschaft in der Zollunion kündigen). Die rechtlichen Risiken für die Briten blieben auch mit diesem aktuellen Papier unverändert. Wir meinen: Eigentlich eine alberne Diskussion, denn wenn die Briten in Zukunft auch aus der Zollunion raus wollen, dann machen sie das einfach.

Aber egal. Mit dieser Aussage des entscheidenden Rechtsexperten wird die Abstimmung heute Abend im britischen Parlament wohl mehr als klar erneut gegen Theresa May ausfallen. So darf man es zumindest annehmen. Das hat das Pfund wie gesagt in den letzten Augenblicken schockiert. (Chart GBPUSD seit gestern Mittag). Aktuell sagt der Labour-Abgeordnete Starmer zu dieser neuen Lage Zitat „Die Brexit-Strategie der Regierung liegt in Trümmern“.

Pfund vs USD Brexit

4 Kommentare

4 Comments

  1. Michael

    12. März 2019 12:50 at 12:50

    Aktuell sagt der Labour-Abgeordnete Starmer zu dieser neuen Lage Zitat „Die Brexit-Strategie der Regierung liegt in Trümmern“.
    Tut sie das nicht schon seit zwei Jahren? Unter den Devisenhändlern muss es einige arg verzweifelte Seelen geben, die sich derart lächerlich an jeden noch so sinnlosen Strohhalm klammern. Gestern 326 Pips nach oben, nur weil May in den Flieger Richtung Brüssel gestiegen war. Heute wieder 237 Pips nach unten, weil die Lage nach wie vor unverändert ist seit der letzten krachenden Abstimmungsniederlage.
    Armes Kleinbritannien 😉

  2. Arno Kuntze

    13. März 2019 17:45 at 17:45

    May Rücktritt jetzt sie und trois Regierung am Abgrund England geht unter die Ratten haben das Schiff bereits verlassen. Schottland wird sich von England lösen. IRLAND wird sich vereinigen. Klein England entwickelt sich zum armenhaus.

  3. Columbo

    13. März 2019 19:04 at 19:04

    Ich bin sonst Pessimist, aber nicht beim Brexit. Es ist doch offensichtlich, daß so lange „herumgeeiert“ wird, bis es paßt, das heißt kein Brexit stattfindet. Die Abstimmungen haben nur das Ziel den Brexit mit allen Mitteln zu verhindern.
    Heute stimmt man gegen den harten Austritt, morgen für eine Verschiebung und dann kommt irgendwann das neue Referendum oder sonstwas, auf keinen Fall aber ein Brexit. Die Wünsche oder Nichtwünsche der britischen Bürger sind dabei völlig belanglos, was nicht sein darf, wird auch nicht sein.
    Teresa May wird am Ende gleich nach Churchill als Volksheldin gefeiert werden. Jede Wette!

    • leftutti

      13. März 2019 22:34 at 22:34

      @Columbo, damit kein Brexit stattfindet, müsste ein neues Referendum abgehalten werden. Nach dem ersten überstürzten Referendum, in dessen Vorfeld die britische Bevölkerung nicht über die wirklichen Konsequenzen informiert wurde, wäre dies nicht die schlechteste Idee. Zu der Zeit des Referendums herrschte leider eine extreme ausländerfeindliche Stimmung in ganz Europa vor, die sich die populistischen Rechtsnationalisten und Demagogen aller europäischen Länder temporär für ihre machtpolitischen Spielchen zu eigen machen konnten, bevor sie mit eingezogenem Schwanz von den politischen Bühnen verschwanden.

      Was seit dem absoluten Politchaos der letzten 3 bis 4 Monate an den Devisenmärkten hinsichtlich des GBP eingepreist (oder schon wieder aus der Brexitentscheidung ausgepreist) wird, ist schlichtweg lachhaft. Es ist die pure Hoffnung und Spekulation auf einen Verbleib, solange nichts Gegenteiliges abgestimmt wurde. Die Fakten sind aber derzeit ganz andere: Es ist doch völlig unerheblich, ob nun ein weicher, harter oder verschobener Brexitdeal abgestimmt wird. Früher oder später heißt es, die Konsequenzen des eigenen Handelns zu akzeptieren. Und die führen alle zu einem schwachen Pfund, statt 7% bis 10% Aufwertung gegenüber EUR oder USD.

      Aber Fakten und Börsen, das passt nicht wirklich zusammen.

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Devisen

Aktuell: „Euphorie“ im Pfund nach May-Rücktritt schon wieder verpufft

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Es ist schon merkwürdig, warum das britische Pfund nach der Rücktrittsankündigung von Theresa May gestiegen ist. Es ging vorhin noch rauf von 1,2670 auf bis zu 1,2716 gegenüber dem US-Dollar. Aber dann war diese „Euphorie“ auch schon wieder vorbei, und jetzt notiert der Kurs bei 1,2663. Also alles wieder verpufft. Gut möglich, dass das Pfund noch weiter schwächelt. Denn womöglich wird den Devisenhändlern so langsam klar, was jetzt kommt. Boris Johnson dürfte wohl als Nachfolger von Theresa May bereit stehen. Und je mehr Stimmen die Tories an die Brexit-Partei verlieren, desto größer wird das Drängen sein mit einem Hardliner wie Boris Johnson diese Wähler wieder gedanklich in die Partei zurückzuholen.

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Die aktuelle Wahlteilnahme der Briten für das EU-Parlament ist inhaltlich bedeutungslos. Aber sie wirkt sich nun mal direkt auf die aktuelle Politik in London aus. Sie gibt den Parteien nämlich am Wochenende quasi vor, wie sie sich in Sachen Brexit positionieren werden. Ein wohl übermäßig großer Erfolg der Brexit-Partei von Nigel Farage lässt die Wahrscheinlichkeit stark steigen, dass die Tories sich voll und ganz auf einen harten Brexit konzentrieren.

Achten wir also bitte genau darauf, wie viele Prozente die Brexit-Partei bekommt, und wie stark Tories und Labour abgestraft werden. Boris Johnson als plumper Dampfplauderer in Brüssel, das könnte was werden. Die Zeichen würden stamm auf „Harter Brexit“ gestellt werden. Für das Pfund wäre das natürlich schlecht.

Pfund vs USD
Pfund vs USD seit Mittwoch.

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Aktien

Giovanni Cicivelli: Rückschau auf gute Trades und Vorschau auf neue Ideen

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An dieser Stelle nur eine ganz kurze Rückschau und auch Vorschau. Es gibt neue Forex-Ideen für den heutigen Freitag, und auch einiges bei Aktien zu beachten. Wollt ihr das vollständige Video von heute sowie für die kommenden Tage sehen, dann meldet euch einfach hier an. Es ist kostenlos.

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Devisen

Brexit-Chaos: Gleichzeitig EU-Wahl und May-Rücktritt – Pfund-Trader fest anschnallen bitte!

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Theresa May versuchte gerade erst mit einer erneuten Luftnummer die Parlamentarier in London in Sachen Brexit mehrheitlich für sich zu gewinnen. Obwohl sie unzählige Male in den letzten Jahren sagte, dass es keine neue Volksabstimmung geben werde, stellte sie diese Woche genau das in Aussicht. Aber eben nur, wenn das Parlament vorher ihrem Brexit-Deal zustimmen würde. Diese krumme Nummer der Premierministerin hat das Fass wohl endgültig zum Überlaufen gebracht.

Laut der Zeitung The Times wird Theresa May morgen zurücktreten. Unglaublich. Die Briten haben gestern schon angefangen ihre Stimmen für die EU-Wahl abzugeben. Und während sie das nun bis Sonntag tun, tritt die Premierministerin zurück. Was für ein Timing. Es gibt auch andere Medien in UK, die davon ausgehen, dass May noch bis kurz nach der Wahl wartet, und dann ihren Rücktritt verkündet.

Aber der Rücktritt an sich scheint ausgemachte Sache zu sein. Ihr Kabinett soll nach ihrem Angebot für ein zweites Brexit-Referendum endgültig gemeutert haben. Wie nun bekannt wurde, soll May´s „neuer“ Gesetzesentwurf auch nicht morgen vorgelegt werden. Auch dies scheint ein klares Indiz für ihren Rücktritt zu sein. Was dann nächste Woche passiert? Die Tories werden wohl, wenn ihre Wähler in der EU-Wahl in Scharen die Brexit-Partei gewählt haben, Boris Johnson (Brexit-Hardliner) zum neuen Premier machen. Das darf man zumindest vermuten.

Und dann folgt ein Chaos, dass sich im Vergleich zu Theresa May dramatisch steigern dürfte. Da fehlt uns sogar die Phantasie für das Basteln von Horror-Szenarien. Man muss es einfach auf sich zukommen lassen. Als Forex-Trader, der gerne das Pfund handelt, sollte man sich schon mal warm anziehen vor dem Wochenende. Fast zeitgleich stehen ein Wahldebakel für die etablierten Parteien und der Rücktritt der Premierministerin an. Mal sehen, wo dann am Montag das Pfund in die Woche startet!

Das britische Pfund preist die negativen Schwingungen der aktuellen Lage diese Woche schon ein, soweit man das überhaupt tun kann. Die Tendenz ist seit Wochen negativ. Aber immerhin ist das Pfund gegenüber gestern Mittag nicht weiter gefallen (GBPUSD aktuell 1,2646). Man sollte sich aber auf weitere Abstürze morgen und Montag gefasst machen (nichts genaues weiß man ja jetzt noch nicht).

Brexit-Chaos im House of Commons
Das House of Commons in London. Foto: UK Parliament CC BY 3.0

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