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Indizes

Aktuell: China fordert Abschaffung der US-Zölle

Markus Fugmann

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am

Laut Insidern fordert China die Abschaffung der US-Zölle, um das geplante Volumen von 40-50 Milliarden Dollar an US-Landwirtschaftsgütern kaufen zu können. Ohne diese Abschaffung werde es schwer, solche Käufe zu tätigen.

Damit koppelt Peking faktisch den Phase1-Deal an die Abschaffung der bisherigen Strafzölle der USA – was eine neue Wendung im Handelskrieg ist!

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Darauf aber wird sich Trump nicht einlassen – er verlöre sonst sein Druckmittel (weshalb er auch die Drohuung der Zoll-Anhebung Mitte Dezember hat bestehen lassen).

Peking spielt damit den Ball wieder ins Feld der USA und kann dann wieder behaupten, die USA wollten doch keine Einigung im Handelskrieg – womit dann das alte Spiel von Deeskalation, gefolgt von erneuter Eskalation weiter gehen dürfte. Wenn schon „substantielle Fortschritte“, so offenkundig die Lesart in Peking, dann können doch gleich die Zölle abgeschafft werden.

Aber Trump ist nun mal eben ein „Freund von Zöllen“ – und will Chinas Aufstieg zur Weltmacht Nummer 1 unbedingt verhindern!

Der Deal ist wohl jetzt schon Geschichte, nach Phase 1 kommt wieder Phase 0..

20 Kommentare

20 Comments

  1. Avatar

    Scheinbär

    15. Oktober 2019 12:44 at 12:44

    Fazit: Der Scheindeal der die Börsen ( Börsenteilnehmer) euphorisaient hat, ist noch weniger wert als die Realisten glaubten.Wie lange können Spitzenvertreter der grössten Nationen noch die ganze Welt zum Narren halten?

  2. Avatar

    Scheinbär

    15. Oktober 2019 13:17 at 13:17

    Korrigenda: Sollte heissen

  3. Avatar

    Hesterberg

    15. Oktober 2019 13:57 at 13:57

    Mit einem Menschen wie Trump sollte man keine Geschäfte machen. Er wird sich nie an Vereinbarungen halten, an die er sich nicht halten will und sie stets in seinem Sinne auslegen. Mit ihm kann es deshalb auch niemals einen funktionierenden BIG DEAL geben. Never ever!

  4. Avatar

    Roberto

    15. Oktober 2019 15:30 at 15:30

    Sorry, aber es ist doch jedes mal das selbe Muster hier. Kaum wird etwas scheinbar negatives berichtet, nimmt man dies als Anlass dazu um den Untergang der Aktienkurse auszurufen. Und heute Abend reiben sich dann wieder alle diejenigen die diesem Bericht geglaubt haben die Augen und verstehen diese Börsenwelt wieder mal nicht. Die Indizes steigen von einem Widerstand zum nächsten. Dann kommt wieder ein Kommentar von wegen „ jetzt aber „ weil gaaaanz großer Widerstand. Aber auch das ist nicht länger aktuell als 1-2 Handelstage und schon ist wieder ein neues Ziel oben ausgerufen. Ich verstehe ja die Sehnsucht nach der Korrektur. Auch ich will sie ja haben. Aber solange der Markt uns zeigt das es ihm schei….egal ist was wir wollen sollten wir uns nicht mit Crash Szenarien befassen siondern das handeln was wir sehen. „ Steigende Indizes“. Fertig.
    VG vom Kontraindiktor….

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      15. Oktober 2019 15:34 at 15:34

      @Roberto, wir berichten das, was der Fall ist an neuen Meldungen – unabhängig von einer Erwartung für die Märkte!

      • Avatar

        Roberto

        15. Oktober 2019 15:47 at 15:47

        @ M. Fugmann, der letzte Satz in Ihrem Bericht das jetzt wieder Phase Null im Handelsstreit anfängt impliziert doch das die Märkte fallen werden/sollen. Das ist in meinen Augen Futter für die armen Bären. Herr Fugmann , verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Ich lese und höre Ihre Kommentare sehr gerne und regelmäßig. Das erkennen Sie sicherlich auch an meiner Beteiligung hier auf der Seite. Es geht mir auch nicht darum jemanden einfach so unberechtigt zu kritisieren. Davon hätte ich nichts. Es ist einfach meine Sicht, wie die Kommentare bei mir ankommen. Und wenn es bei mir so ankommt, dann mit Sicherheit auch bei vielen anderen die sich hier nicht schriftlich äußern. Ich hoffe Sie verstehen wie ich das meine und wünsche einen erfolgreichen Handelstag.
        VG Roberto

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          15. Oktober 2019 15:49 at 15:49

          @Roberto, alles gut! Viele Grüsse!

      • Avatar

        Hesterberg

        16. Oktober 2019 11:56 at 11:56

        @Markus Fugmann
        Das ist nicht richtig. Die Finanzmarktwelt ist eindeutig eine bärische Seite. Ihre Meldungen signalisieren nicht nur Ihre bärische Haltung, Sie suchen in den Meldungen auch zumeist nach bärischer Interpretation und finden sie. Ich teile Ihre Interpretationen fast immer. Das ändert aber nichts daran, dass sich die Bären seit Jahren eine blutige Nase nach der anderen holen und Roberto auf diesen Umstand völlig zu Recht hinweist. Seit gefühlten Ewigkeiten setzt sich die bullische Interpretation an den Märkten durch und die Bären haben sehr viel Geld verloren. Das sind die Fakten. Diese Fakten schmälern ja den Wert und die Wichtigkeit Ihrer Berichterstattung keineswegs, Sie sollten aber eben auch zugeben können, dass sich die Märkte Ihrer bärischen Interpretation der Gesamtgemengelage bisher nicht angeschlossen haben.

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          16. Oktober 2019 12:10 at 12:10

          @Hesterberg, FMW ist fundamental bärisch – zunehmende Überschuldung bei Alterung der Bevölkerung und abnehmendem Produktivitätswachstum.
          Was an den Märkten passiert ist ein offenkundig ganz anderes Spiel (finanzielle Repression)! Wir sehen unsere Aufgabe darin, die Kluft zwischen den fundamentalen Fakten und den Notenbank-manipulierten Märkten heraus zu arbeiten – was aber nicht heißt, dass wir hier Short-Positionen das Wort reden würden!
          Wie man sich in dieser Situation positioniert, ist jedem selbst überlassen – hier Empfehlungen zu geben ist nach unserem Verständnis nicht Aufgabe von FMW..

  5. Avatar

    Roberto

    15. Oktober 2019 15:32 at 15:32

    Sorry , aber es ist doch jedes mal das selbe Muster hier. Kaum wird etwas scheinbar negatives berichtet, nimmt man dies als Anlass dazu um den Untergang der Aktienkurse auszurufen. Und heute Abend reiben sich dann wieder alle diejenigen die diesem Bericht geglaubt haben die Augen und verstehen diese Börsenwelt wieder mal nicht. Die Indizes steigen von einem Widerstand zum nächsten. Dann kommt wieder ein Kommentar von wegen „ jetzt aber „ weil gaaaanz großer Widerstand. Aber auch das ist nicht länger aktuell als 1-2 Handelstage und schon ist wieder ein neues Ziel oben ausgerufen. Ich verstehe ja die Sehnsucht nach der Korrektur. Auch ich will sie ja haben. Aber solange der Markt uns zeigt das es ihm schei….egal ist was wir wollen sollten wir uns nicht mit Crash Szenarien befassen siondern das handeln was wir sehen. „ Steigende Indizes“. Fertig.
    VG vom Kontraindiktor….

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      Kurti

      15. Oktober 2019 20:09 at 20:09

      @Roberto,
      stimme Ihnen zu!
      Es fällt auch auf, dass die Lästertruppe nicht auf Sie eindrischt. Der Chef scheint wohl Zweifel bekommen zu haben, dass die 50 % Kurseinbruch doch nicht mehr diesen Monat kommen 😃!
      Würde mich nicht wundern, wenn es demnächst dann wirklich mal wieder nach unten dreht…

      Dann könnte man daraus den „Roberto-Bashing-Index“ ableiten:
      Je geringer die Beschimpfungen Ihrer Person in Bezug auf Ihre Prognosen ausfallen, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Gegenteil Ihrer Voraussagen eintritt.
      Und umgekehrt natürlich: Je lauter und häufiger Ihre Kritiker rumtönen, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass es weiter in „Ihre“ Richtung geht.

      Wenn sich das bestätigt, werden Sie noch richtig berühmt.

      P. S. Ich selbst warte übrigens auch sehnsüchtig auf eine heftige Korrektur….

      • Avatar

        leftutti

        16. Oktober 2019 22:48 at 22:48

        @Kurti, es fällt auf, dass Sie sich anscheinend einsam oder gelangweilt fühlen. Zum wiederholten Mal versuchen Sie offensiv und grundlos, die von Ihnen konstruierte „Lästertruppe“ zu Antworten auf Robertos monologische Weisheiten zu provozieren. Eine gute Aggro-Therapie wäre beispielsweise eine Mitgliedschaft im Katholischen Bildungskreis, im Evangelischen Sigkreis oder bei einer Sitzblockade von Extinction Rebellion.

    • Avatar

      Kwatschkov

      15. Oktober 2019 21:11 at 21:11

      @Roberto, genau so und nicht anders. Habe auch fertig!

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    Chef der Lästertruppe

    16. Oktober 2019 05:04 at 05:04

    @ Kurti, ich habe mich nicht gemeldet weil ich Kommentare von @ Roberto u.@Marko nicht mehr ernst nehme u. In der Trollenschublade versorge. Werfen sie doch regelmässig in gewissen Abständen M. Fugmann bärisches Verhalten vor. Ich u.vermutlich eine grosse Mehrheit schätzen die schnellen u.guten Informationen u.Analysen des FMW – Teams ausserordentlich.Eingeschlossen sind dabei die Herren Zipfel,Müller, Kummerfeld u.s.w. Und wie schon M.Fugmann erwähnte, hat er noch nie Anlageempfehlungen gegeben u.nur über Daten u.Fakten berichtet die nun leider überhaupt nicht bullisch sind.Nirgends sonst hat man z.B. die Forderung der Chinesen über Zollabschaffung lesen können.
    Roberto wirft M.Fugmann Verbreitung von Bärenstimmung vor, während er die immer steigenden Aktienkurse proklamiert. Er hat leider noch nicht gemerkt,dass er im Unrecht ist.Seit Anfang 2018 haben wir höchstens noch Quertrends, in gewissn Indices sogar Abwärtstrends.
    Bitte googeln: SO HATSICH DER AKTIENMARKT TATSÄCHLICH SEIT AMTSANTRITT VON D.TRIMP ENTWICKELT.

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      Kurti

      16. Oktober 2019 17:53 at 17:53

      @Chef
      Also ich schätze Herrn Fugmann und sein Team auch sehr.
      Auf manche (von der Börse offenbar enttäuschten) Aggro-Kommentatoren (Sie eingeschlossen) könnte man aber auch gut verzichten.

      Also bitte googeln: DAS HILFT GEGEN REIZBARKEIT UND BLUTHOCHDRUCK.

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    Roberto

    16. Oktober 2019 16:47 at 16:47

    @ Chef der Lästertruppe, Sie machen Ihrem Nickname alle Ehre. Kompliment. Und Ich kann Ihre stark verwundete Bärenseele trösten
    Weil ich denke das auch Sie „ irgendwann „ mal recht haben werden. Aber bis dahin werden diejenigen die täglich neutral auf Den Markt schauen viel Geld verdienen das Die dich von Ihnen als täglicher Bör bezahlen lassen werden. So ist das nunmal am Markt. Denn wenn jemand wie Sie nicht erkennt wo der Dax in den letzten 12 Monaten im Tief stand und wo er heute steht und wo der Dow im Tief stand vor 10 Monaten, der merkt auch nicht wie man ihm das Geld aus der Tasche zieht und er es auch noch versucht positiv zu argumentieren. Ich wünsche mir noch viel mehr Leute wie Sie an der Börse. So eird wenigstens die Liquidität an den Märkten gesichert. Wir sehen uns dann an der Kasse. Bis später :-)

    • Avatar

      leftutti

      16. Oktober 2019 18:38 at 18:38

      @Roberto, @Kurtisan
      Vorab möchte ich anmerken, dass ich Ihre Art des Stigmatisierung und des Schubladendenkens anderen Kommentatoren gegenüber als sehr unfair und intolerant empfinde. Alleine bereits der Begriff „Lästertruppe“ impliziert doch in sehr überheblicher Weise, dass Sie die Wahrheit angeblich genau kennen und abweichende Meinungen abfällig und bestenfalls generös mit „Lästern“ abtun. Es gab daneben auch schon viel übleres in nicht allzu ferner Vergangenheit zu lesen…

      Es kommt doch immer auf den Zeitpunkt und die Dauer der Anlage bzw. des Trades an. Als Daytrader können Sie mit Longs oder Shorts Geld verdienen. Seit Januar 2018 ist der DOW eine Nullnummer, der DAX seit April 2015. Bei günstigem Einstieg konnte man sowohl als Bär, als auch als Bulle viel Geld verdienen, et vice versa.

      Das alles ist kein Grund, in bullishen Phasen derart überheblich aufzutreten, denn im umgekehrten Fällen war tage-, wochen- oder gar monatelang auch nicht von Ihnen zu hören.

  8. Avatar

    Roberto

    16. Oktober 2019 16:52 at 16:52

    Korrektur : Aber bis dahin werden diejenigen die täglich neutral auf den Markt schauen viel Geld verdienen das sie sich von Ihnen als täglicher Bär bezahlen lassen werden.

    Sorry, aber die Tastatur auf dem handy ist zu schmal :-)

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    Chef der Lästertruppe

    16. Oktober 2019 19:46 at 19:46

    @ leftutti, Danke für die Klarstellung von kompetenter Seite.
    Zu Kurti: 2 Sätze = 2Widersprüche. Er hat den Lästertruppenbegriff hervorgebracht u.meine anständige Antwort mit Aggro- Kommentator bezeichnet.
    Er konsumiert u.schätzt die hochklassigen Kommentare von M.Fugmann u.unterstützt gleichzeitig die regelmässigen, gleichen Kritiken von Roberto ? ?
    Zu Roberto: @ leftutti hat wieder einmal klar u.deutlich gesagt was Sache ist, fraglich ist nur ob er es jemals begreift.
    Der so erfolgreiche Daytrader könnte sich ein Beispiel an Markus Koch nehmen, der auch öfter die Positionen wechselt, aber immerhin ehrlich ist u.freiwillig Verluste offenlegt u.weder Bären noch Bullen verhöhnt. Bekannterweise machen sehr viele Daytrader gesamthaft Verluste.

    • Avatar

      Wirrkov

      16. Oktober 2019 22:29 at 22:29

      @Chef der Lästertruppe
      Zu @Kurti würde ich mir keine weiteren Gedanken machen, Trolle sollte man einfach ignorieren. Wenn er erstmals irgendwann einen konstruktiven eigenen Kommentar zu Sachthemen veröffentlichen sollte, wird er sicher ernstgenommen werden. Bis dahin bleibt er, was er ist.
      Herr @Roberto schreibt immer gerne das Gleiche. Und natürlich nur immer dann, wenn die Charts im Nachhinein seine Meinung bestätigen. Gähnend langweilig und ohne jeglichen Erkenntnisgewinn. Das gerade vergangene Offensichtliche nochmals als aktuelle News verkaufend.

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Quartalszahlen, Fed, Gamestop

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Einige Quartalszahlen werden besprochen. Und natürlich ist wieder der Irrsinn rund um Gamestop ein Thema. Heute Abend steht auch die Fed-Verkündung an.

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Aktien

Aktienmärkte 2021: Wie war es vor der Blase im Jahr 2000?

Die Aktienmärkte haben in den letzten Wochen unglaubliche Höhen erreicht, speziell in den USA mit der neuen Generation RobinHood: Das Wort Bubble (Blase) wird bei Google so oft angeklickt wie nie zuvor

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte haben in den letzten Wochen unglaubliche Höhen erreicht, speziell in den USA mit der neuen Generation RobinHood: Das Wort Bubble (Blase) wird bei Google so oft angeklickt wie nie zuvor. Vergleiche mit der Internet-Blase im Jahr 2000 drängen sich auf. Wie war es damals, hatte nicht auch schon Alan Greenspan Jahre zuvor (1996) von einem irrationalen Überschwang (Irrational Excuberance) gesprochen? Hier ein paar interessante Reminiszenzen aus dieser Zeit, zu der die jungen Wilden von heute in der Mehrzahl noch in den Kindergarten oder zur Schule gingen.

Aktienmärkte or dem Jahr 2000: Eine Hausse (Blase), die vieles in den Schatten stellte

Was waren die Endneunziger für eine wilde Zeit! Betrachten wir hier die amerikanischen Aktienmärkte (die Zeit des Neuen Marktes wäre eine weitere Geschichte). Nach einer Kursverdreifachung von 1985 bis 1994 stieg der S&P 500 im Jahr 1995 um weitere 34 Prozent, die Anlegergrößen fingen an, sich über die Indexsteigerungen Gedanken zu machen. So wie Hedgefondsmanager Ray Dalio: „Ich denke, wir nähern uns einer Blow-off-Phase des US-Aktienmarkts“, der diese Bedenken diese gegenüber der Wirtschaftszeitung Pension & Investments äußerte. Sein bekannter Kollege von Fidelity, Peter Lynch, wiederholte diese Einschätzung in einem Artikel im Worth Magazine im Jahr 1995 und sprach von der Sorglosigkeit der Investoren.

Trotz dieser prominenten Warnungen stieg der Leitindex 1996 um weitere 23 Prozent – und in den Medien stand zu lesen: „Jeder Cocktailparty-Gast und Taxifahrer möchte nur über heiße Aktien und Fonds sprechen.“ Und wieder warnte ein bekannter Fondsmanager: „Wir wissen, dass die derzeitige Manie schlecht enden wird, aber wir wissen nicht wann.“

1997 stiegen die Kurse der Aktienmäkte dennoch weiter, der S&P 500 um weitere 33 Prozent und auch der Nasdaq um 22 Prozent. Dies rief den nächsten prominenten Hedgefondsmanager, George Soros, auf den Plan, der beschloss massiv gegen die US-Technologiewerte zu wetten.

Die Kurse stiegen aber auch 1998 weiter, der S&P 500 um weitere 27 Prozent, der Nasdaq 100 kam so richtig ins Laufen mit 85 Prozent plus.

Der Starinvestor, der im gleichen Jahrzehnt die Bank of England in die Knie gezwungen hatte, verlor mit seiner Wette gegen die Internetwerte 700 Millionen Dollar. Amazon und Yahoo begangen zu rennen und ein Sprecher des Quantum-Fonds musste eingestehen, zu früh auf das Platzen der Internetblase gesetzt zu haben.

Im Jahr 1999 erreichte die Spekulation der Aktienmärkte fast ihren Höhepunkt – und der Nasdaq schoss noch einmal um 102 Prozent nach oben.

Hier die gewaltige Performance der Aktienindizes, beim Nasdaq bedeutete diese jährliche Performance eine Steigerung von 407 Punkten (Ende 1994) auf knapp 5000 Punkte im Jahr 2000.

Aktienmärkte: Die Blase Ende der 1990er-Jahre

Selbst ein Warren Buffett lag zu dieser Zeit jährlich um 15 Prozent hinter dem Nasdaq zurück. Er wurde sehr kritisiert und schon abgeschrieben, weil er so starke Zweifel an der Überlebensfähigkeit der Hightech-Titel geäußert hatte – ähnlich wie derzeit.

Der historische Einbruch

Wie immer in Endphasen einer Hausse der Aktienmärkte wurden die Bedenken beiseite gewischt und es wagten überproportional viele Unternehmen den Weg an die Börse. 1999 und in der ersten Phase des Jahres kam es zu 819 Börsengängen, das Daytrading wurde zur Mode, für das nicht wenige ihren Job aufgaben.

Der Auslöser für den großen Einbruch ab März 2000 war börsentypisch: Fedchef Greenspan hatte allein von 1999 auf 2000 die US-Leitzinsen von 5,5 auf 6,5 Prozent angehoben und offen Zweifel an den Bewertungen und der Fähigkeit der Dotcom-Stars geäußert, ihre Schulden zu bedienen. Es kam zu einer Reihe von Bilanzskandalen, vielen Insolvenzen und einem gigantischen Ausverkauf des Marktes. Bis Oktober 2002 war der NASDAQ um 75 Prozent von seinem Höchststand gefallen, er gab alle Gewinne in der Blase ab und der Einbruch brachte den Index wieder auf das Niveau von 1996 zurück.

Dennoch: Die Indizes kollabierten zwar in den Jahren 2000 bis 2002, aber die Renditen von 1994 bis 2002 konnte sich dennoch sehen lassen. Die großen Verluste entstanden bei denjenigen, die spät in die Aktienmärkte eingestiegen waren und natürlich bei denen, mit dem berühmten „Margin Debt“ oder die am Optionsmarkt tätig waren.

Die Verluste der Aktienmärkte nach Platzen der Blase

Was man aus dieser Übersicht auch ablesen kann, dass sich nach jeder Blase immer wieder Value durchgesetzt hat.

Wann ist eine Blase eine Blase?

Star-Fondsmanager Ray Dalio, David Lynch, Howard Marks, Seth Klarman, George Soros und Warren Buffett hatten alle die Blase der Aktienmärkte entdeckt und die Anleger vor den Gefahren gewarnt. Aber ihre Warnungen kamen zu früh. Von 1995 bis zum Höhepunkt im Jahr 2000 lagen Anleger, die internationale Aktien, Value-Aktien, Anleihen oder Rohstoffe in ihren Depots bevorzugten, um mehr als 20 Prozent pro Jahr hinter dem Technologieindex zurück.

Bereits im Jahr 2002 hatte sich das Bild gewandelt, das von mir schon oft erwähnte, weil über Jahrzehnte feststellbare „Reversion to the Mean“ hatte wieder zugeschlagen. Value-Aktien lagen wieder vorne und auch die Anleihen.

Eine ähnliche Situation finden wir auch heute vor: Wer ist nicht schon bei einer Tesla nach deren Durchstarten über 200 Dollar ins Grübeln gekommen, oder bei vielen anderen Tech-Aktien. „Fear of Missing out“ gilt für Privatanleger genauso wie für Institutionelle.

Es dürfte Managern schwerfallen, eine bevorstehende Blase überzeugend darzustellen, wenn Anleger nur einen Markt sehen, der sich ständig nach oben schraubt.

Auf der anderen Seite hat die frühzeitige Vorhersage einer Baisse nachteilige Auswirkungen, wenn der Vermögensverwalter zu vorsichtig agiert. Seine Kunden wollen keine Gebühren zahlen, um ihr Geld jahrelang parken zu lassen (speziell im Umfeld von Negativrenditen), während Privatanleger, wie die RobinHooder sich im Markt tummeln und mit überlegenen Renditen prahlen – selbst wenn man weiß, dass die Blase irgendwann platzen muss.

Die Geschichte zeigt jedoch, dass kein Marktzyklus ewig dauern kann, die Schwerkraft zwingt jeden Bullenmarkt in die Knie. Aber die Preiskomponente gibt keine Sicherheit über das Ende und das Platzen der Bubble, zumal wir eine absolut ungewöhnliche Situation haben, für die es keine Blaupause gibt. Eine (noch) marginalisierte Anleiheklasse als Konkurrenz zu den Aktien (der wohl größte Unterschied zu 2000), Notenbanken, die stets weiter Geld ins System pumpen und eine Wirtschaft, die per Lockdown und nicht aus Nachfragegründen in die Knie gezwungen wird. Wieder einmal wissen heute Investoren, dass Aktienmärkte teuer und in manchen Bereichen sogar irrational teuer sind.

Dieses Verhältnis von Growth zu Value-Aktien hat zumindest bis vor wenigen Wochen bereits das Niveau von 1999 erreicht und tendiert in Richtung Dotcom-Blase. Die Warnzeichen leuchten überall und es wird demnächst wohl eine erste Bereinigung geben, bei einer derart hohen Call-Spekulation genügt bereits ein kleiner Anlass, wie zum Beispiel eine kleine verbale Äußerung durch die Fed heute, durch die US-Börsenaufsichtsbehörde oder durch eine Überraschung in der Berichtssaison. Aber für das Platzen der Gesamtmarktblase bedarf es meiner Meinung nach erst einer Änderung der Konkurrenzsituation Aktien – Anleihen (Aktienmärkte 106 Billionen Dollar, Staatsanleihen über 60 Billionen Dollar plus Unternehmensanleihen), wo über 30 Billionen Dollar an Zinspapieren immer noch mit einer negativen Realrendite notieren. Das war im Jahre 2000 nicht der Fall.

Was bedeutet das für die Gegenwart?

Sollte es wieder einen Mega-Crash für die Tech-Werte à la 2000 bis 2002 geben, würden die Gewinne des Nasdaq gewaltig abschmelzen, von den 1100 Prozent Kurssteigerung bliebe aber noch einiges übrig. Aber sicher nichts für die Späteinsteiger, was die Mehrheit sein dürfte und erst recht nichts für die gehebelten Depots der RobinHooder. Noch ist es nicht soweit und es bestünde auch die Chance rechtzeitig das Risiko zu begrenzen. Aber eines hat bisher fast jede Hausse der Aktienmärkte gezeigt: Wenn es so richtig läuft, wird man nicht bescheiden und kurssichernd, sondern gierig. Wobei wir wieder bei dem wohl bekanntesten Bonmot von Warren Buffett wären..

Fazit

Dieser Rückblick zeigt, wie schwer es ist, in gewissen Marktphasen der Aktienmärkte ruhig zu bleiben und aber auch investiert, „zu tanzen solange die Musik spielt, aber immer in der Nähe des Ausgangs“, wie ein Spruch des Citigroup-Chefs Chuck Prince vor der Finanzkrise lautete. Vor allem nicht den Fehler zu machen zu Zeiten von Euphorie, mit „Options und Margin Debt“ zu operieren. „Leverage kills“, sagen die erfahrenen Hasen.

Außerdem ist es leicht für Außenstehende und Analysten, die kein Depot betreuen, cool zu bleiben und ständig die zweifellos vorhandenen Warnsignale zu verkünden. Aber was heißt das für Fondsmanager, die im Wettbewerb zur Benchmark stehen und daran gemessen werden – heute durch die Exchange Traded Funds mehr denn je? Wo die „Fear of Missing Out“ brutal zuschlägt!

Aufgrund all der beschriebenen Imponderabilien könnte tatsächlich die alte Kostolany-Strategie des „Buy and Hold“ Wiederauferstehung feiern.

Haben wir es doch im Jahr 2020 in brutaler Form erleben müssen: Vom 20. Februar ging es bis zum 23. März im Sturzflug um 33 Prozent beim S&P 500 nach unten, aber bereits am Tag darauf wieder um 9,4 Prozent nach oben, in drei Tagen um 17 Prozent. Wem war es hier gelungen rechtzeitig hinaus aber aber auch wieder in den Markt hinein zu gelangen? Die ganzen Hedgefonds-Strategien mit Einsatz von Algorithmen und künstlicher Intelligenz haben zu einem geführt, zu mehr Umsatz, aber nicht zu mehr Gewinn. „We are in a bubble, but it’s a logical bubble“, (Mohamed-El-Erian: Notenbanken und TINA), oh wie wahr, aber wann wird sie platzen?

Parallelen? Die Aktienmärkte heute und die Blase vor dem Jahr 2000?

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Aktien

Gamestop, Elon Musk und die Fed! Videoausblick

Markus Fugmann

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Gestern war Gamestop die meist gehandlte Aktie an der Wall Street, nachdem nun auch Elon Musk mit einem Tweet den Hype noch einmal hat eskalieren lassen. Nachbörslich explodierte daraufhin die Aktie von Gamestop – und bringt damit Hedgefunds, de die Aktie geshortet haben, in große Schwierigkeiten. All das aber ist Ausdruck dessen, was vor allem die Fed mit ihrer Geldpolitik angerichtet hat: sie befeuert solche exzessiven Spekulationen und behauptet dabei, es gehe ihr mit ihren Interventionen um das reibungslose Funktionieren von Märkten. Wird die US-Notenbank heute vor solchen Exzessen wie bei Gamestop warnen? A propos Exzess: heute die Zahlen von Tesla, Apple und Facebook im Fokus (wir berichten dazu heute Abend ab 22Uhr bei finanzmarktwelt.de)..

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