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Asien

Aktuell: Chinas Ministerpräsident warnt vor Abwärtsdruck der chinesischen Wirtschaft

Soeben Aussagen des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang im staatlichen chinesischen Radio..

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Soeben Aussagen des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang im staatlichen chinesischen Radio:

– wir sind zuversichtlich, unsere Wachstumsziele für dieses Jahr zu erreichen (FMW: die Zielvorgabe für 2018 liegt bei 6,5% BIP-Wachstum)

die Wirtschaft steht vor wachsendem Abwärtsdruck

– werden zielgerichtete Maßnahmen ergreifen, um größere Schwankungen der Wirtschaft zu vermeiden


Chinas Ministerpräsident Li Keqiang
By Pablo Tupin-Noriega – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=41407626

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Asien

China-Außenhandel: Schlechte Zahlen, aber 12 Jahres-Rekord gegen die USA

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China hat heute früh seine aktuellsten Außenhandelsdaten veröffentlicht. Zunächst einmal schauen wir uns die Gesamtzahlen an. Die Exporte im Dezember 2018 fielen gegenüber Dezember 2017 um 4,4% (erwartet +3%). Da die Importe aber mit -7,6% (erwartet +5%) noch viel stärker fielen, steigt der Handelsüberschuss Chinas im Monat Dezember von 44,7 auf 57,1 Milliarden Dollar. Das ist also ein trügerisches Bild!

Im Gesamtjahr 2018 hat China den geringsten Handelsüberschuss seit dem Jahr 2013 erwirtschaftet. Bei 351,8 Milliarden Dollar Überschuss stiegen die Exporte gegenüber 2017 um 9,9%, während die Importe um 15,8% gestiegen sind (in US-Dollar berechnete Daten).

China-Außenhandel mit den USA

Im Monatsvergleich von November auf Dezember 2018 ist der Überschuss Chinas mit den USA zwar von 35,5 auf 29,9 Milliarden Dollar leicht gefallen. Aber im Gesamtjahresvergleich von 2017 zu 2018 hat China gegen die USA den höchsten Überschuss seit dem Jahr 2006 erzielt. Der Überschuss stieg gegenüber 2017 um 17% auf 323,3 Milliarden Dollar.

Exporte Richtung USA stiegen im Jahresvergleich m 11,3%, und die Importe aus den USA nach China stiegen nur um 0,7%. Das treibt natürlich den chinesischen Überschuss in die Höhe. Diese Daten dürften Donald Trump überhaupt nicht gefallen. Und sie dürften Anlass für ihn sein sein Verhandlungsteam noch weiter anzufeuern, dass noch härter mit Peking über neue Handelsbedingungen gefeilscht werden muss.

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Allgemein

Wird China überschätzt?

Warum China meilenweit davon entfernt ist, den Westen zu überholen!

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Ein Beitrag von Thomas Müller

 

Wie Japan in den 1980er-Jahren?

Ich muss gestehen, meine persönlichen Erinnerungen an die Zeit sind eher dünn, aber soweit mir bekannt, gab es in den 1980ern eine weit verbreitete Angst im Westen und speziell in den USA vor dem Aufstieg Japans. Mittlerweile wissen wir, dass diese Angst nicht nur unbegründet, sondern geradezu lächerlich war. Japan ist heute ein wohlhabendes Land und eine recht große Volkswirtschaft, aber weit davon entfernt, die USA als größte Volkswirtschaft zu überholen oder eine Gefahr für den Westen darzustellen. Ähnliche Ängste gibt es heute in Bezug auf China. Ich stand diesen Ängsten schon bisher mit gemischten Gefühlen gegenüber –  seit ich nun mehrere Wochen in China unterwegs war, sehe ich dies noch einmal mit anderen Augen.

Sicherlich hinkt ein 1:1 Vergleich zwischen Japan damals und China heute aus zwei Gründen. Zum einen ist China eine Diktatur, die eine Totalüberwachung der eigenen Bevölkerung anstrebt und keine Demokratie wie Japan. Zum anderen war Japans Einwohnerzahl in den 1980ern gut halb so groß wie die der USA, während China in etwa viermal mehr Einwohner hat als die USA heute. Dennoch ist es sinnvoll, einen kühlen Kopf zu bewahren und sich die Fakten anzusehen. Zudem möchte ich meine eigenen, sicherlich subjektiven Eindrücke, widergeben.

 

Überholt China den Westen?

Wenn häufig behauptet wird, China würde den Westen sehr bald abhängen oder dies sei bereits geschehen – letzteres wird glaube ich niemand behaupten, der mal dort war – müssen m. E. (mindestens) zwei Aspekte auseinandergehalten werden. Auf der einen Seite sprechen wir da von der Wirtschaftskraft der gesamten Volkswirtschaft, auf der anderen Seite vom Wohlstand.

Bei allen Unzulänglichkeiten ist das BIP sicherlich die gängigste und beste Größe für einen Vergleich der Wirtschaftskraft als auch in Kombination mit anderen Größen für das Wohlstandsniveau verschiedener Volkswirtschaften. Anders als oft angewendet, ist es jedoch sinnlos, die Wirtschaftskraft über das kaufkraftbereinigte BIP zu vergleichen. Weil ein Friseurbesuch in China billiger ist als in den USA oder Deutschland, wird das kaufkraftbereinigte BIP Chinas nach oben adjustiert. Auf die tatsächliche Wirtschaftskraft hat dies jedoch keinerlei Einfluss. Umgekehrt verhält es sich beim Vergleich des Wohlstandsniveaus. Hier macht es in einer pro-Kopf-Betrachtung wenig Sinn, das unbereinigte BIP zu verwenden. Der erwähnte günstigere Friseurbesuch erhöht zwar nicht die Wirtschaftskraft, durchaus aber den Wohlstand.

Um es direkt vorwegzunehmen: In beiden Betrachtungen hat China in den letzten Jahrzehnten deutlich aufgeholt. Ende 2017 betrug das nominale BIP der USA ca. 19,5 Bio. USD, das Chinas 12,2 Bio. USD, also rund 63% des US-Niveaus; zehn Jahre zuvor lag China noch bei rund einem Drittel des US-Niveaus. Wenn wir den offiziellen chinesischen Zahlen Glauben schenken und diese in die Zukunft fortschreiben, ist es nicht unrealistisch, dass China in 15 bis 20 Jahren eine größere Wirtschaftskraft aufweist als die USA. Allerdings schwächt sich das chinesische BIP-Wachstum auch nach offizieller Lesart ab, so dass auch auf Basis dieser Zahlen ein längerer Zeitraum realistisch ist.

 

Stimmen die Zahlen Chinas?

Und seit meiner Chinareise misstraue ich den offiziellen Zahlen noch mehr als zuvor; zu meinen Einwänden komme ich später. Beim kaufkraftbereinigten BIP pro Kopf sind die Verhältnisse natürlich noch einmal ganz anders. Egal welche Kalkulation wir verwenden (Weltbank, IWF, CIA, OECD, …), Chinas BIP pro Kopf betrug 2017 rund 17.000 USD und damit weniger als etwa in der Dominikanischen Republik, dem Irak, Turkmenistan oder Thailand. Das BIP Deutschlands oder auch der Niederlande, Österreichs, Schwedens, Australiens ist etwa dreimal so hoch, das pro Kopf BIP der USA 3,5x so hoch. Selbst wenn China dauerhaft schneller wächst als die westlichen Staaten, würde es ca. ein halbes Jahrhundert dauern, bis das westliche Wohlstandsniveau erreicht ist.

Ein Teil des chinesischen Wachstums in der Vergangenheit beruhte aber nicht auf Produktivitätsfortschritten, sondern schlicht auf eine, starken Wachstum der Bevölkerung im Erwerbsalter. Diese Entwicklung ist aber nicht nur zu Ende gegangen, sondern hat sich um das Jahr 2012 herum gedreht. China erlebt also nun noch als Schwellenland den demographischen Wandel, den Japan seit Mitte der 1990er erlebt. Die Zahl der Personen im Erwerbsalter sinkt und das kostet sowohl direkt Wachstum, weil weniger Menschen als Arbeitskräfte bereitstehen, als auch indirekt, weil die arbeitende Bevölkerung mehr Menschen versorgen muss und weil eine ältere Bevölkerung vermutlich weniger innovativ ist. Eine ähnliche Entwicklung sehen wir in Europa auch, in den USA aber nur sehr eingeschränkt. Es spricht also viel dafür, dass sich die Wachstumsdifferenz zwischen China und den USA in Zukunft weiter verringern wird.

Auf meiner Chinareise, die mich auch abseits der üblichen Touristenpfade durchs Land geführt hat, bin ich zudem zu Eindrücken gelangt, die der landläufigen Meinung, China habe hohe Wachstumsraten und stehe so oder so kurz davor, den Westen zu überholen, klar entgegenstehen.

 

Warum wird so wenig gebaut in China?

Zunächst einmal war ich überrascht, wie wenig gebaut wird. Ich hatte überall Großbaustellen erwartet. Stattdessen habe ich in Peking ganze vier Kräne an zwei eher kleineren Baustellen gesehen. In anderen Städten wurde mehr gebaut, allerdings standen dort auch sehr viele fertige Häuser leer oder blieben direkt als Bauruine unvollendet.

Von Leuten vor Ort habe ich dann erfahren, dass solche Eigentumswohnungen in Hochhäusern oft einfach von reichen Chinesen als Anlage erworben, aber nie genutzt werden. An vielen Stellen wurde aber deutlich, dass in der jüngeren Vergangenheit viel gebaut wurde: sechsspurige Straßen mit breiten Grünstreifen in der Mitte und getrennten Extra-Spuren für Mopeds/Fahrräder selbst in kleinen Dörfern. In Deutschland wären das wohl alles Fälle für das Schwarzbuch vom Bund der Steuerzahler. Vielleicht war ich simpel in den falschen Regionen unterwegs, aber überall wo ich war, war der Eindruck letztlich, es wird eher wenig gebaut und das nicht einmal nachhaltig.

Abgesehen von sechsspurigen Straßen in kleinen Dörfern kann ich nicht behaupten, dass die Verkehrsinfrastruktur in China besser ist als in Europa. Die Flughäfen sehen so aus wie überall in der Welt, die Bahnhöfe sind ähnlich sauber/dreckig wie bei uns (außer den Toiletten, die überall in China eine Katastrophe sind), die Überlandstraßen sind gut, aber auch nicht besser als in Mitteleuropa.

 

Technik?

Ich hatte mir China zudem viel technisierter vorgestellt, im Grunde wie Japan. In Deutschland höre ich als Beispiel häufig, dass man in China überall mit dem Handy bezahlen kann. Das ist auch grundsätzlich richtig. Lassen wir die Bedenken gegen die Bargeld-Abschaffung mal beiseite: Zum einen geht das in Schweden durchaus auch, zum anderen kann ich zwar über Handy oder bar bezahlen, aber nicht über Karte. In Deutschland (oder Frankreich oder Australien oder den USA) kann ich mittlerweile fast überall kontaktlos mit Karte bezahlen.

Ob das Bezahlen per Handy nun fortschrittlicher ist als das Zahlen per Karte, muss jeder selbst entscheiden, ich sehe da keinen relevanten Unterschied. Auch in anderen Bereichen war der Alltag nicht technisierter als bei uns, gefühlt waren es die gleichen Fahrkarten-, Geld- oder Getränkeautomaten wie bei uns. Und ausgerechnet beim öffentlichen W-Lan liegt das vielgescholtene Deutschland m. E. vor China. In den Hochgeschwindigkeitszügen, mit denen ich gefahren bin, gab es ebenso wenig W-Lan wie in den Überlandbussen und das W-Lan an den Flughäfen war so instabil, wie ich es in den letzten Jahren selten irgendwo erlebt habe.

 

Wo ist die Dynamik?

Was mich aber wohl am meisten gewundert hat, ist das Fehlen jeglicher, gefühlter Dynamik. Klar, das ist rein subjektiv und muss nichts bedeuten. Ich bin mir jedoch mit vielen Leuten, die häufiger in Südostasien unterwegs waren einig, dass man zum Beispiel in Vietnam die wirtschaftliche Dynamik mit Händen greifen kann. Auch in Thailand oder Malaysia geht mir das so. China wirkte hingegen auf mich in weiten Teilen wie eine gesättigte Volkswirtschaft nur eben auf einem deutlich niedrigeren Wohlstandsniveau.

Wenn ich also alles zusammennehme, die vermutlich ohnehin geschönten Regierungszahlen, die schrumpfende Erwerbsbevölkerung, die eher geringe und zudem fehlallokierte Bautätigkeit und all die verschiedenen Eindrücke, komme ich zum dem Ergebnis, dass China den Westen in einer pro Kopf Betrachtung sicherlich nicht innerhalb einer Generation einholen wird. Ich würde sogar fast soweit gehen und hier von niemals einholen sprechen und entgegen einer weit verbreiteten Ansicht wäre es keineswegs der historische Normalfall, wenn China wohlhabender wäre als der Westen, sondern eine historische Ausnahme.

 

(BIP-Vergleich USA-China, durch anklicken vergrößern; Quelle:http://www.ggdc.net/maddison/oriindex.htm)

 

(BIP pro Kopf-Vergleich USA-China – Quelle:http://www.ggdc.net/maddison/oriindex.htm

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Asien

ifo: Weltwirtschaftsklima zum dritten Mal in Folge gefallen und nun so schlecht wie seit 2016 nicht mehr

Das Weltwirtschaftsklima ist laut dem Münchner ifo Institut nun das dritte Quartal in Folge rückläufig und nun im 4.Quartal 2018 so schlecht wie seit dem Jahr 2016 nicht mehr..

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Das Weltwirtschaftsklima ist laut dem Münchner ifo Institut das dritte Quartal in Folge rückläufig und nun im 4.Quartal 2018 so schlecht wie seit dem Jahr 2016 nicht mehr:


(Grafik: ifo Institut; durch anklicken vergrößern)

Im 1.Quartal 2018 lag das Weltwirtschaftsklima noch bei 26,0, im 2.Quartal 2018 dann bei 16,5, im 3.Quartal bei 2,9 – nun nun also bei -2,2.

 

Auffallend ist, dass nur in den USA und Lateinamerika die Lage noch gut zu sein scheint, wie ein Blick auf die Ergebnisse aus den Weltregionen zeigt:

 

(Grafik: ifo Institut; durch anklicken vergrößern)

 

Das ifo Institut erstellt das Weltwirtschaftsklima seit dem Jahr 1981 – bei der aktuellen Umfrage antworteten  1.230 Experten aus 119 Ländern auf die Fragen des ifo im Hinblick auf ihre Einschätzung der jeweiligen Konjunktur.

 

Dazu schreibt ifo-Chef Clemens Fuest zusammenfassend:

„Das ifo Weltwirtschaftsklima ist das dritte Mal in Folge zurückgegangen. Der Indikator sank im vierten Quartal von +2,9 auf -2,2 Punkte. Die Lagebeurteilung verschlechterte sich stark, sie liegt aber immer noch über ihrem langjährigen Durchschnitt. Auch die Erwartungen gingen deutlich zurück. Das Wachstum der Weltwirtschaft flaut ab.

Das Wirtschaftsklima verschlechterte sich insbesondere in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Mit Ausnahme Lateinamerikas fielen die Erwartungen deutlich stärker als die Beurteilung der aktuellen Lage. Dagegen zog das Wirtschaftsklima in Lateinamerika an aufgrund optimistischerer Erwartungen. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften blieb das Wirtschaftsklima weitgehend unverändert. Hier zeigt sich aber eine Zweiteilung: Während sich in den USA die Lagebeurteilung und die Erwartungen verbesserten, kühlten sie in der Europäischen Union ab.

Den Experten zufolge schlagen sich die verschlechterten weltweiten Erwartungen insbesondere in einem schwächeren privaten Konsum nieder, während die erwartete Investitionstätigkeit nicht weiter zurückgeht. Die Befragten erwarten zudem ein deutlich schwächeres Wachstum des Welthandels, wohl auch, weil sie nicht davon ausgehen, dass bestehende Handelsbarrieren abgebaut werden. Insgesamt rechnen sie mit einem Anstieg des Welt-Bruttoinlandsprodukts von durchschnittlich 3,6 Prozent in den kommenden Jahren.“

Im Grunde geben diese Daten wohl eine Erkläung dafür, warum etwa die Aktienmärkte Europas und Chinas deutlich schwächer tendierten in den letzten Monaten als etwa die US-Aktienmärkte..

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