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Aktuell: Continental – Autokoproduktion wird 2020 schrumpfen

Schwächelnde Autoproduktion - auch Continental ist massiv betroffen

Continental ist einer der ganz großen Autozulieferer. Von daher ist man auch in großem Umfang von der derzeitigen Krise der Autoindustrie betroffen. Das Unternehmen hat heute seine Daten für das Jahr 2019 veröffentlicht, was uns an dieser Stelle aber nicht interessiert. Wir schauen auf den Ausblick für das Gesamtjahr 2020. Denn durch das Coronavirus sind die Zahlen für 2019 ja nicht mehr wirklich interessant, denn eine ganz neue Situation ist eingetreten.

Vorab zur aktuellen Lage: Gestern berichteten wir über Autozulassungen in Deutschland, die im Februar im Jahresvergleich um 10 Prozent eingebrochen sind. Auch berichteten wir gestern über den Autoabsatz in China, der im Februar im Jahresvergleich um 80 Prozent eingebrochen ist, wegen dem Coronavirus. Deutlich weniger Autoproduktion bedeutet auch deutlich weniger Aufträge für Unternehmen wie Continental. In dem Zusammenhang darf man die aktuelle Prognose von Conti als noch recht zurückhaltend bewerten? Hier die Conti-Aussage zum Ausblick für die Autoproduktion im Jahr 2020, Zitat:

Für 2020 erwartet Continental keine Belebung des wirtschaftlichen Umfelds. So rechnet das Unternehmen 2020 zum dritten Mal in Folge mit einem Rückgang der globalen Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. Die erwartete Bandbreite des Rückgangs liegt voraussichtlich zwischen 2 und 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Einschätzungen berücksichtigen die bis zum heutigen Tag erfassbaren Auswirkungen des Coronavirus auf das Produktionsvolumen. So geht Continental derzeit von einem weltweiten Produktionsrückgang in den ersten drei Monaten des aktuellen Geschäftsjahres von über 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus. In China beträgt der Rückgang in diesem Zeitraum voraussichtlich mindestens 30 Prozent. Darüber hinausgehende, möglicherweise fortgesetzte Beeinträchtigungen der Produktion und Lieferkette sowie der Nachfrage aufgrund der anhaltenden Ausbreitung des Coronavirus sind in dem Marktausblick nicht enthalten. Zum aktuellen Zeitpunkt sind diese Beeinträchtigungen nicht abschätzbar.

„Das wirtschaftliche Umfeld wird 2020 herausfordernd bleiben“, erläuterte Wolfgang Schäfer, Finanzvorstand von Continental. Er fügte hinzu: „Neben den Produktionsrückgängen setzen Turbulenzen aus der Coronavirus-Epidemie, weiter ungeklärte Handelskonflikte, drastisch verschärfte Abgasvorschriften in Europa sowie die sich rasant entwickelnde Digitalisierung von Geschäftsprozessen und Produkten der global vernetzten Automobilindustrie zu.“

Hier die Conti-Aussage für die Erwartung an die eigenen Geschäftszahlen für das Jahr 2020, Zitat:

Das Geschäftsjahr 2020 ist aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten auf den Märkten erwartungsgemäß verhalten angelaufen. Continental rechnet auf Basis der Annahmen für die Entwicklung ihrer Märkte und Industrien für das Jahr 2020 mit einem Konzernumsatz von rund 42,5 bis 44,5 Milliarden Euro und einer bereinigten EBIT-Marge von rund 5,5 bis 6,5 Prozent. So soll der Umsatz des neuen Unternehmensbereichs Automotive Technologies und der ehemaligen Division Powertrain zusammen bei rund 25,5 bis 26,5 Milliarden Euro liegen, die bereinigte EBIT-Marge bei rund 3 bis 4 Prozent. Der Umsatz des Unternehmensbereichs Rubber Technologies soll bei rund 17 bis 18 Milliarden Euro liegen, die bereinigte EBIT-Marge bei rund 10 bis 11 Prozent.



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