Gold/Silber

Aktuell: Deshalb steigt der Goldpreis nach den US-Arbeitsmarktdaten – Update 16:32 Uhr

Ein Barren Gold

Um 14:30 Uhr wurden die US-Arbeitsmarktdaten für September vermeldet. Mit nur 194.000 neu geschaffenen Stellen wurden die Erwartungen von +500.000 Stellen deutlich verfehlt. Daraufhin steigt der Goldpreis von 1.761 Dollar aktuell auf 1.778 Dollar.

Dies liegt daran, dass die deutlich weniger als erwartet geschaffenen Stellen in den USA womöglich der Federal Reserve signalisieren, dass die US-Konjunktur doch noch nicht so robust läuft wie gewünscht. Folglich könnte sie sich nun verstärkt unter Druck fühlen das Tapering (Rückbau der Anleihekäufe) von November nach hinten zu verschieben. Also könnte der Kaufdruck für Anleihen noch etwas länger hoch bleiben, was die Renditen dämpft.

Dieses Szenario wird auch sofort in den Märkten eingepreist. Dementsprechend fällt die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen seit 14:30 Uhr von 1,58 Prozent auf 1,56 Prozent. Der US-Dollar Index fällt von 94,14 auf 94,02 Indexpunkte. Der Goldpreis steigt im Zuge einer Negativkorrelation dazu an. Denn geringere Renditen auf Anleihen und ein fallender US-Dollar sprechen nun mal für die Attraktivität von Gold.

Der Experte Naeem Aslam von Avatrade kommentiert aktuell zu den US-Arbeitsmarktdaten, dass der schwache Wert bei den neuen Stellen deutlich mache, dass ein Tapering derzeit nicht notwendig sei, da der Arbeitsmarkt in den USA immer noch sehr anfällig sei. Die Daten haben dem Dollar-Index fallen lassen, was den Goldpreis nach oben getrieben hat. Was die Aktienmärkte betrifft, so seien die schwachen Wirtschaftsdaten keine gute Nachricht. Aber gleichzeitig würden sich die Händler mit der Tatsache trösten, dass die Fed den Gürtel nicht so bald enger schnallen wird.

UPDATE 16:32 Uhr:

In den letzten Minuten hat der Goldpreis seinen ganzen Gewinn wieder eingebüßt, den er seit 14:30 Uhr hingelegt hatte. Aktuell sehen wir einen Kurs von 1.761 Dollar. Denn US-Dollar und US-Anleiherenditen steigen wieder. Offenbar waren die Arbeitsmarktdaten bei zweitem, drittem und viertem Hinschauen doch nicht so schlecht? Reicht es doch für Tapering im November durch die Fed? Klicken Sie bitte hier für unseren frisch veröffentlichten Artikel, wo wir einen Experten zu Wort kommen lassen, der mehrere Sondereffekte erläutert.

Chart vergleicht Goldpreis mit US-Dollar und US-Anleiherendite
TradingView Chart zeigt Goldpreis-Verlauf im Vergleich zur zehnjährigen US-Anleiherendite und zum US-Dollar seit heute Vormittag. Die Bewegung ab 14:30 Uhr ist klar erkennbar.



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