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Europa

Aktuell: Daten zur EU-Industrieproduktion im Januar

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Die EU-Industrieproduktion im Monat Januar ist im Jahresvergleich um 1,1% gefallen (erwartet war ein Rückgang von 2,1%). Im Monatsvergleich von Dezember auf Januar (saisonale Schwankungen machen diesen Vergleich weniger wichtig) ist die EU-Industrieproduktion um 1,4% gestiegen (erwartet war ein Plus von 1%). Zwar ist der Rückgang nicht so schlimm wie erwartet, aber es ist im Jahresvergleich der dritte Rückgang in Folge!

Eurostat im Wortlaut:

Jährlicher Vergleich nach industrieller Hauptgruppe und nach Mitgliedstaat Im Euroraum sank die Produktion von Investitionsgütern im Januar 2019 gegenüber Januar 2018 um 3,0%, von Vorleistungsgütern um 1,8% und von Gebrauchsgütern um 1,2%, während die Produktion von Verbrauchsgütern um 0,7% und von Energie um 4,0% zunahm. In der EU28 sank die Produktion von Investitionsgütern um 2,4%, von Vorleistungsgütern um 1,2% und von Gebrauchsgütern um 0,1%, während die Produktion von Verbrauchsgütern um 1,4% und von Energie um 2,9% zunahm. Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, verzeichneten Irland (-6,2%), Luxemburg (-4,2%) und Deutschland (-3,4%) die stärksten Rückgänge der Industrieproduktion. Die größten Zuwächse wurden in der Slowakei (+7,2%), Polen (+6,1%) und Litauen (+5,9%) registriert.

EU-Industrieproduktion
EU-Flaggen in Brüssel. Foto: © European Union, 2016 / Source: EC – Audiovisual Service / Photo: Etienne Ansotte

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Europa

Eurozonen-Verbraucherpreise jetzt auf 1,7% gesprungen

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Die endgültigen Eurozonen-Verbraucherpreise für den Monat April wurden soeben veröffentlicht. Im Jahresvergleich steigen sie um 1,7% nach 1,4% im März. Die „Kernrate“ ohne Lebensmittel und Energie liegt bei 1,3%.

Die Energiepreise steigen mit +5,3% unverändert zum März. Die Dienstleistungen steigen aber stark an mit +1,9% nach +1,1% im März. Sie ziehen den Schnitt nach oben.

Hier Eurostat mit weiteren Details:

Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Kroatien (0,8%), Dänemark und Portugal (je 0,9%) gemessen. Die höchsten jährlichen Raten wurden in Rumänien (4,4%) und Ungarn (3,9%) gemessen. Gegenüber März 2019 ging die jährliche Inflationsrate in sechs Mitgliedstaaten zurück, blieb in zwei unverändert und stieg in neunzehn an. Im April 2019 kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von Dienstleistungen (+0,86 Prozentpunkte, Pp.), gefolgt von Energie (+0,51 Pp.), Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (+0,29 Pp.) sowie Industriegütern ohne Energie (+0,06 Pp.).

Supermarkt - Eurozonen-Verbraucherpreise
Beispielfoto für Supermarkt-Einkauf. Foto: Tiia Monto CC BY-SA 4.0

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Europa

Außenhandelsbilanz von EU und Eurozone: Ohne Deutschland ein Mega-Desaster!

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Der Außenhandel mit Waren hat für die Eurozone im März einen Überschuss in Höhe von 22,5 Milliarden Euro gebracht (Februar noch +17,9). Man hat also für diese Summe mehr Waren exportiert als importiert. Nach ersten Schätzungen von Eurostat lagen die Warenausfuhren des Euroraums in die restliche Welt bei 205,6 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 3,1% gegenüber März 2018. Die Einfuhren aus der restlichen Welt beliefen sich auf 183,1 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 6,0% gegenüber März 2018.

Die Gesamt-EU (also inklusive Großbritannien und sonstigen Nicht EURO-Ländern) erreichte nur einen Überschuss von 2,9 Milliarden Euro. Saisonbereinigt liegt die EU sogar mit 1,5 Milliarden Euro im Minus. Einfach gesagt: Man knapst gerade an der Null-Linie herum, die Ausfuhren und Einfuhren halten sich die Waage. Aber das ist nur so, wenn man den Gesamtschnitt aller Mitglieder betrachtet. Bei den einzelnen Mitgliedsländern gibt es heftige Unterschiede!

Nur zum Mitschreiben: Deutschland trug zum Überschuss von Eurozone und Gesamt-EU im März 15,5 Milliarden Euro bei! Die Niederlande tragen ein Defizit von 12,4 Milliarden Euro bei (letzte Grafik). Die großen Flächenstaaten mit hoher Bevölkerungszahl tragen wie folgt zum Saldo bei: Frankreich +1,6 Milliarden Euro, Spanien -3,4, Italien +2,4 und Großbritannien -4,9. Tja, der deutsche Michel muss mal wieder Europas Überschüsse retten? (bösartig und reißerisch übertrieben formuliert)

Auch interessant: Von Januar-März ist der Warenhandelsüberschuss der EU mit den USA im Jahresvergleich leicht gesunken von 36,2 auf 33,9 Milliarden Euro. Das EU-Defizit gegenüber China ist angestiegen von 46,9 auf 49,4 Milliarden Euro.

Außenhandel mit Waren EU

Schaut man ganz genau hin, kann man in der folgenden Grafik (rot markiert) im oberen Teil den Abstand zwischen Exporten und Importen für die Eurozone gut erkennen, während er unten bei der Gesamt-EU kaum vorhanden ist.

Außenhandel Differenzen

Außenhandelsbilanz EU

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Europa

„Normale“ EU BIP-Daten: Sorgenkind Italien an der Klippe, Daten immer dramatischer

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Schaut man auf die heutigen Daten zum Wirtschaftswachstum in Eurozone und Gesamt-EU, dann kamen die Daten rein wie erwartet. Die Wirtschaft wächst, von Problemen in der Gesamt-Konjunktur (Industrie schon arg Richtung Rezession) ist noch keine Rede. So konnte das BIP der Gesamt-EU im 1. Quartal im Quartalsvergleich um 0,4% zulegen, und im Jahresvergleich um 1,2%. Das ist doch ordentlich.

Länder wie Spanien legen sogar im Jahresvergleich um 2,4% zu. Die Steigerungsraten der letzten vier Quartale in Spanien liegen alle über 2%! Volkswirtschaftliche Daten aus Spanien zeigen aber, dass man dort offenbar ähnliche Fehler wie vor der Finanzkrise macht. Kräftig schuldenfinanzierte Bauaktivität!

Griechenland liefert wie immer keine aktuellen Daten. Und Italien? Dort liegt das BIP-Wachstum nur noch bei 0,1% im Jahresvergleich. Im Vorquartal lag man glatt bei 0,0%. Man hängt dort also just in diesen Tagen direkt an der Klippe zu einer rückläufigen Wirtschaftsleistung. Und dass sie in den nächsten Quartalen wirklich rückläufig sein wird, ist sehr wahrscheinlich!

Mehrfach haben wir in den letzten Monaten schon über die katastrophalen Daten zu Industrie-Auftragseingängen in Italien berichtet. Im Februar gingen die Industrie-Auftragseingänge laut der offiziellen Statistik-Behörde im Jahresvergleich um 2,9% zurück. Und auch heute gibt es wieder gruselige Zahlen. Im März ist es im Jahresvergleich ein Minus von 3,6%. Die Wirtschaftsleistung in Italien dürfte also vermutlich ins Minus rutschen in den nächsten Quartalen. Es sei denn Dienstleistungen und Bauwirtschaft retten den Schnitt ins Positive wie in Deutschland? Für Italien ist das aber schwieriger zu glauben als für Deutschland.


Hier der BIP-Verlauf der EU.

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