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Aktuell: Dax reagiert positiv auf die „Scholz-Bazooka“

Claudio Kummerfeld

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am

Von 9.530 Punkten um 12 Uhr stieg der Dax vorhin bis auf 9.995 Punkte! Aktuell notiert er bei 9.780 Punkten. Der Grund? Finanzminister Scholz und Wirtschaftsminister Altmaier haben vorhin in einer PK ein großes Maßnahmenpaket verkündet, um die deutsche Wirtschaft im Kampf gegen das Coronavirus zu unterstützen. Es geht um umbegrenzte Kredite der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und um steuerliche Erleichterungen der Finanzämter, die sehr unbürokratisch agieren sollen! Zum Beispiel sollen Steuervorauszahlungen gesenkt und Pfändungen bis Ende des Jahres ausbleiben!

Eine Anmerkung aus der aktuellen PK müssen wir dann doch an dieser Stelle erwähnen. Ein Journalist fragte Olaf Scholz, dass doch dieser ganze Stimulus die Bundesregierung gar nichts kosten würde (da Steuern ja nur aufgeschoben und von der KfW nur Kredite vergeben werden). Die Antwort von Scholz: Wenn Sie annehmen, dass alle Kreditnehmer die Kredite zurückzahlen, ja, dann kostet uns das nichts. Die KfW gibt de facto unbegrenzt Kredit an Unternehmen („keine Grenze nach oben bei der Kreditsumme“). Dies sei eine „Bazooka“, so Scholz. Und was man dann noch an Kleinwaffen brauche, das schaue man sich später an. Auf jeden Fall lässt sich der Markt kurzfristig davon beeindrucken. Denn wie gesagt, der Dax hat deutlich reagiert! Seit 12 Uhr ist übrigens auch der Goldpreis um 10 Dollar auf 1.597 Dollar gestiegen! Der Dow legt 200 Punkte zu – aber gut, er hat seit heute früh schon 1.700 Punkte zugelegt – was für eine Volatilität diese Woche! Reicht der Schwung um zumindest jetzt mal positiv ins Wochenende zu gehen?

Dax Verlauf seit letztem Freitag
Im Chart sehen wir den Dax auf CFD-Basis seit letztem Freitag.

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Goldsammler

    13. März 2020 14:33 at 14:33

    Ist doch Super! Der Patient wird mit dem gleichen „Medikament“ geheilt, mit er zuvor vergiftet wurde. Bin sehr gespannt, wie lange diese Dosis ausreicht!

  2. Avatar

    Zimmermann

    13. März 2020 14:57 at 14:57

    Na Klasse, nur wird das nichts helfen, wenn die USA nicht mitzieht. Seltsam das man das auch noch erwähnen muss. Ohne die Amis ist der Deutsche-Michl-Index ein nichts. Dieser Schrott-Index ist eigentlich nur zum „Shorten“ geeignet. Wenn Long, dann nur im Mutterland der Aktien-Indizies. Natürlich erst, wenn es Signale hierfür gibt.

  3. Avatar

    Columbo

    13. März 2020 16:48 at 16:48

    Bazooka verpufft…

  4. Avatar

    Zimmermann

    13. März 2020 16:49 at 16:49

    Sag ich doch, es geht nichts nach oben. Wenn unsere Freunde aus Üebrsee auch nicht kaufen, ist das hier alles Makulatur. Nun, dann kann ich meine Shorts bis 6000 im DAX getrost stehen lassen. Unter 8800 stock ich noch auf.

  5. Avatar

    Prognosti

    13. März 2020 17:36 at 17:36

    Alles u.Allen soll geholfen werden, aber die intelligenten Börsianer haben gemerkt, dass hilfsbedürftige konkursive Firmen vor einer Rezession keine überteuerten Kurse rechtfertigen.
    Auch die massiven Vermögensverluste der letzten Tage werden den Konsum u.die Investitionen sicher bremsen. Alle die noch rätseln, eine Rezession ist das Mindeste was passiert.
    Und Analysten die vor einigen Tagen eine Wirtschaftsabschwächung von 0,1 bis o,2% für 2020 prognostizierten sollen in Quarantäne oder in Rente gehen,DIE BRAUCHT NÄMLICH NIEMAND.

  6. Avatar

    Wundernase

    13. März 2020 17:41 at 17:41

    @ Zimmermann, früher waren sie doch ein hartgesottener Perma…… Frage wurden sie von FMW bekehrt oder sind sie selber auf die richtige Spur gekommen?

    • Avatar

      Zimmermann

      13. März 2020 18:46 at 18:46

      Ja stimmt. Im DAX war ich aber schon immer Bär. In US-Markt musste man ja Perma-Bulle sein. Im US-Markt, wenn möglich „Long“ und im „Deutsche-Michl-Index“ Short oder zumindest als Hedge für Long-Positionen im US-Markt. So bin ich im Markt unterwegs und FMW leistet mir dabei Super-Dienste.

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Rüdiger Born

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Dax: Der deutsche Leitindex und die deutsche Wirtschaft

Wie kann es sein, dass der deutsche Leitindex Dax auf Rekordständen notiert, obwohl es einem Teil der Wirtschaft doch so schlecht geht?

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Derzeit wird viel darüber gerätselt, warum es sein kann, dass der deutsche Leitindex Dax auf Rekordständen notiert, obwohl es einem Teil der Wirtschaft doch so schlecht geht? Im Bereich der Gastronomie und in vielen Dienstleistungsbranchen herrscht große Not und viele Firmen können sich nur knapp über Wasser halten. Woher also diese Divergenz, spielen die Börse komplett verrückt?

Der Dax und Deutschlands geschrumpfte Wirtschaft

Vor Kurzem wurde die erste Berechnung für das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands des Jahres 2020 veröffentlicht. Es ist um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen, von 3,44 auf 3,329 Billionen Euro, macht pro Bürger 40.033 Euro (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Das Verarbeitende Gewerbe war besonders durch den Totaleinbruch im zweiten Quartal 2020 um 10,4 Prozent gefallen. Der Dienstleistungsbereich mit Handel, Verkehr und Gastgewerbe um 6,4 Prozent, allerdings nur deshalb vergleichsweise wenig, weil der Onlinehandel einen gewaltigen Boom erlebt hat. Die Bauausgaben hingegen nahmen gegenüber dem Vorjahr sogar um 1,4 Prozent zu.

Die Konsumausgaben der Bürger erlebten mit minus 6 Prozent den größten Rückgang seit Jahrzehnten, allerdings wirkten die Ausgaben des Staates mit plus 3,4 Prozent dagegen stabilisierend.

Der Außenhandel mit seinen Exporten und Importen von Waren und Dienstleistungen ging im Jahr 2020 erstmals seit 2009 zurück, die Exporte preisbereinigt um 9,9 %, die Importe um 8,6 %. Besonders stark natürlich der Rückgang der Dienstleistungsimporte, was vor allem am hohen Anteil des stark rückläufigen Reiseverkehrs lag.

„Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2020 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 158,2 Milliarden Euro. Das war das erste Defizit seit 2011 und das zweithöchste Defizit seit der deutschen Vereinigung, nur übertroffen vom Rekorddefizit des Jahres 1995, in dem die Treuhandschulden in den Staatshaushalt übernommen wurden.“ So das Statistische Bundesamt.

Wieso steht der deutsche Leitindex nun knapp über seinem Stand vom Februar 2020, dem Beginn der Corona-Krise?

Die Besonderheit des Dax

Warum also steht der deutsche Leitindex Dax höher als vor der Krise, trotz der schlechten Wirtschaftsdaten? Dafür dürfte es mehrere Ursachen geben.

Zum einen blickt der Index bereits weit in das Jahr 2021, also auf die Zeit, in der man glaubt das Virus eingedämmt zu haben und zum anderen ist er kein Spiegelbild der deutschen Wirtschaft mit seinen vielen exportorientierten Titeln. Dies wird allein schon aus seiner Marktkapitalisierung ersichtlich. Diese beträgt aktuell 1,265 Billionen Euro, im Vergleich zum deutschen Bruttoinlandsprodukt von 3,329 Billionen Euro. Ganz anders die USA, wo allein der S&P 500 mit seiner 40-Billionen-Marktkapitalisierung fast schon das Doppelte der US-Wirtschaftsleistung ausmacht (20,8 Billionen Dollar).

Viele der Branchen, die das deutsche BIP ausmachen, sind gar nicht im Dax repräsentiert, oder gar nicht börsennotiert. Etwa der Mittelstand, oder die derzeit so gebeutelten Dienstleistungsbranchen, wie das Gastgewerbe, oder auch Tourismus und Kultur. Betrachtet man die vielen Pleiten und schmerzhaften Einschnitte in diesen Bereichen, so wird erkennbar, dass diese (zunächst) nicht den deutschen Leitindex tangieren. Beispielsweise Karstadt, Kaufhof, Douglas, Adler, Klier, Arko, Eiles u.v.m.

Die Unternehmen im Dax legen zum Teil schon wieder starke Unternehmensergebnisse vor. Sei es die deutsche Post, die die große Paketflut kaum bewältigen kann, der Spezialchemiekonzern Covestro, oder jüngst der größte Chemiekonzern Europas, BASF. Besonders bedeutsam, weil dieser weltweite Lieferant von Grundprodukten so etwas wie ein Frühindikator der Weltwirtschaft gilt. Die Ludwigshafener sind in nicht weniger als 90 Ländern dieser Erde präsent. Abertausende von Firmeninsidern haben dafür gesorgt, dass der Aktienkurs seit dem Coronatief bereits wieder um 75 Prozent gestiegen ist.

Was wird erst demnächst Infineon für Zahlen liefern, angesichts der großen Nachfrage nach Chips (Automobilbau)?

Unsere Automobilindustrie zeigt deutlich, wo die Corona-Krise bereits überwunden ist, in Fernost. BMW, Daimler und Volkswagen haben sehr von der Erholung der chinesischen Wirtschaft profitiert. Diese Firmen verkaufen bereits 30 bis 40 Prozent ihrer Fahrzeuge in China. Dort gibt es nach Jahren der Schrumpfung wieder einen richtigen Boom im Automobilsektor. Nicht zu vergessen der US-Markt, wo es zumindest 2021 einen schuldenfinanzierten Aufschwung geben sollte. Über die Pläne der neuen US-Administration wurde schon ausführlich berichtet.

So bleibt festzustellen: Die Kurs/Gewinn-Verhältnisse der Unternehmen des Dax liegen bei 20 von 30 Unternehmen für das Jahr 2021 gleich oder besser als der 10-Jahresdurchschnitt.

Fazit

Laut der deutschen Börse ergibt sich für den Dax in den vergangenen 30 Jahren ein durchschnittliches Kurs/Gewinn-Verhältnis von 19, längerfristig von 15. Das aktuelle KGV für das Jahr 2021 wird mit 19 angegeben, sollte es mit der deutschen Wirtschaftserholung tatsächlich so klappen, wie erwartet. Die ersten Ergebnisse der Unternehmen deuten daraufhin, dass es tatsächlich der Fall sein könnte, wenn Volkswagen selbst im Corona-Jahr noch einen Gewinn von 10 Milliarden Euro ausgewiesen hat. Der deutsche Leitindex ist zweifelsohne hoch bewertet, aber seine Kennziffern zeigen kein völliges Auseinanderdriften zur Wirtschaft, wie es zum Beispiel in den USA bei vielen Werten der Fall ist. Aber hier liegen auch die Probleme des deutschen „Performance-Index“. Er ist abhängig von der Entwicklung der großen Volkswirtschaften von China und den USA und von der Wall Street. Wenn dort die Kurse einbrechen, tun es unsere auch, zumal sich der Dax auch noch in Summa in den Händen ausländischer Investoren befindet, zumeist angelsächsischen (Beispiel BlackRock). Aber eines ist er gewiss nicht: Ein Abbild der deutschen Volkswirtschaft.

Spiegelt der Dax die deutsche Wirtschaft wider?

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – die Woche der Quartalszahlen

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Er bespricht die nun anstehende wichtigste Woche bei den Quartalszahlen in den USA.

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