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Aktuell: Deal in Brüssel über Irland-Grenze zu UK – britisches Pfund steigt

Die Drohung der EU scheint wohl gewirkt zu haben. Bis zum großen Treffen am 14. Dezember müsse es endlich Einigungen in wichtigen Themenbereichen rund um den Brexit geben. Nicht nur, dass aller Wahrscheinlichkeit nach längst eine...

FMW-Redaktion

Die Drohung der EU scheint wohl gewirkt zu haben. Bis zum großen Treffen am 14. Dezember müsse es endlich Einigungen in wichtigen Themenbereichen rund um den Brexit geben. Nicht nur, dass aller Wahrscheinlichkeit nach längst eine Einigung über die britischen Restzahlungen an die EU gefunden wurde. Wir die „FT“ aktuell meldet, einigt man sich gerade in diesen Minuten auch in der Irland-Frage, wo zukünftig die einzige Landgrenze zwischen UK und EU verlaufen wird. Bisher war unklar, ob wieder Grenzkontrollen eingeführt werden müssen. Das wäre extrem ärgerlich für Irland und UK (insbesondere Nordirland).

Anscheinend wurschtelt man sich mit schwammigen Formulierungen so durch, dass ein Ergebnis herauskommt, welches die Briten akzeptieren können, und bei dem die EU formal ihr Gesicht wahrt. Die bisherige nicht existierende EU-Binnengrenze könnte wohl weiter offen bleiben. Wie die genaue bürokratische Formulierung aussieht, wird man sehen. Hier eine Andeutung von Donald Tusk, dass die Einigung so gut wie durch ist.

Das bedeutet: Nach dem Geldproblem scheint nun auch das Irland-Problem gelöst zu werden. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit weiter an, dass man ab dem 15. Dezember vielleicht doch mit den Verhandlungen über die zukünftige Handels-Partnerschaft zwischen EU und UK beginnen kann. Das ist bullisch für das britische Pfund, und längerfristig natürlich auch für die exportlastige deutsche Industrie, die beim Freihandel deutlich bessere Absätze in ein Großbritannien versenden kann, das dann außerhalb der EU liegt.

Im Chart sieht man, wie Euro vs Pfund am 28. November verlor nach der offensichtlichen Einigung zum Thema Geld. Heute erneut der Abrutscher von 0,8822 auf 0,8766. Im augenblicklichen Umfeld scheint der Trend des schwächeren Pfundes (erst einmal) vergessen zu sein.


Euro vs britisches Pfund seit dem 24. November.



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