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Aktuell: Deutsche Bank erhöht ihr Renditeziel auf über 10 Prozent

Die beiden Deutsche Bank Hochhäuser in Frankfurt

Die Deutsche Bank schraubt ihre Renditeziele rauf – und das genau zum passenden Zeitpunkt, möchte man ironisch anmerken? Während es Ukraine-Kriegs steigen die Ausfallrisiken, aber offenbar muss man sich bei der DB davor nicht fürchten? Vor wenigen Minuten hat die Bank eine Mitteilung zu ihrem Investorentag veröffentlicht. Die Headline-Aussage lautet: „Bis 2025 strebt die Bank an, ihre Rendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital (RoTE) auf mehr als 10 Prozent zu steigern und organisch zusätzliches materielles Eigenkapital in beträchtlichem Umfang zu generieren.“

Für das Gesamtjahr 2022 erwartet die Deutsche Bank weiterhin eine Nachsteuerrendite auf das materielle Eigenkapital von 8 Prozent. Für das Jahr 2025 soll eine Nachsteuerrendite auf das materielle Eigenkapital von mehr als 10 Prozent erreicht werden. Dabei soll unter anderem ein disziplinierter Einsatz von Ressourcen die Rentabilität steigern. Und man will ein durchschnittliches jährliches Ertragswachstum von 3,5 bis 4,5 Prozent ab 2021 erzielen. Damit würden die Erträge bis 2025 auf rund 30 Milliarden Euro steigen. Man möchte eine Aufwand-Ertrag-Relation von unter 62,5 Prozent erreichen, die das Ertragswachstum und fortgesetzte Kostendisziplin widerspiegelt. Weitere Effizienzmaßnahmen sollen eigenfinanzierte Investitionen ermöglichen. Weitere Aussagen der Deutschen Bank hier auszugsweise im Wortlaut:

Der Krieg in der Ukraine führt zu Unsicherheiten an den Märkten. Unser Engagement in Russland ist aber begrenzt, und wir haben die Risiken unter Kontrolle.“

„In den vergangenen drei Jahren haben wir ein starkes Fundament für eine robuste und nachhaltig profitable Deutsche Bank geschaffen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Christian Sewing. „Mit unserer weiterentwickelten Strategie schalten wir nun auf nachhaltiges Wachstum und höhere Kapitalausschüttungen an unsere Aktionäre um. Unsere Bank ist in einer guten Ausgangsposition, um ihre Kunden durch geopolitische und makroökonomische Veränderungen zu führen, einschließlich der aktuellen Unsicherheiten. Zudem sind wir sehr gut aufgestellt, um unsere Kunden bei der Transformation zu einer nachhaltigen und digitalisierten Wirtschaft zu unterstützen.“

Wichtige Kennziffern² für die ersten zwei Monate 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (jeweils einschließlich zwei Zwölfteln der Bankenabgabe bzw. erwarteten Bankenabgabe für das Gesamtjahr):

– Die Eigenkapitalrendite nach Steuern auf das durchschnittliche Eigenkapital lag bei 10,6 Prozent, verglichen mit 8,6 Prozent per Ende Februar 2021.
– Die Nachsteuerrendite auf das materielle Eigenkapital¹ stieg auf 11,8 Prozent, nach 9,7 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Sie liegt damit über dem Ziel von 8 Prozent für 2022.
– In der Kernbank stieg die Nachsteuerrendite auf das materielle Eigenkapital¹ auf 13,8 Prozent, nach 12,1 Prozent in den ersten zwei Monaten des Jahres 2021. Sie lag damit über dem Ziel von 9 Prozent für das laufende Jahr.
– Die Aufwand-Ertrag-Relation sank auf 64,1 Prozent, nach 68,0 Prozent im Vorjahreszeitraum. Sie lag damit unter dem Zielwert für 2022 von 70 Prozent.
– Die harte Kernkapitalquote betrug rund 13,2 Prozent und lag damit deutlich über dem Ziel der Bank für 2022 von mindestens 12,5 Prozent.



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