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Aktien

Aktuell: Deutsche Bank mit Allzeittief, Wirecard klettert weiter nach oben

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Aktuell wollen wir das frische Allzeittief der Deutsche Bank-Aktie besprechen sowie das weitere Ansteigen der Wirecard-Aktie. Aber zunächst zu den Deutschbankern. Die UBS gibt der Aktie aktuell einen kräftigen Stoß. So hat man das Kursziel für die Aktie gesenkt von 6,40 auf 5,70 Euro. Die Einstufung ändert man von „Neutral“ auf „Verkaufen“. Aktuell notiert die Aktie bei 6,62 Euro. Damit hat sie ein neues Allzeittief erreicht, weil sie nun 6 Cents tiefer notiert als im Tiefpunkt aus Dezember 2018.

Die UBS sieht zwei Probleme für die Deutsche Bank. Nach der abgesagten Fusion mit der Commerzbank würden der DB wenig strategische Optionen bleiben. Und wegen den niedrigen Zinsen werde die Ertragsflaute bei der DB wohl anhalten. Daher habe man die Gewinnschätzungen reduziert. Die Gewinne würden sich nur schleppend entwickeln, und die Bank bleibe weiter deutlich hinter der Konkurrenz zurück. Nach dem Motto (so meinen wir): Warum die DB-Aktie kaufen, wenn sie weiterhin so wenig Gewinne bringt, und die Konkurrenz einfach besser arbeitet?

Wir meinen: Ohaaaaaaaaa, das wird ja immer bedrohlicher. Die Deutsche Bank wird immer billiger für potenzielle Käufer. Die Bank hat jetzt nur noch einen Wert von 14,2 Milliarden Euro. Neben der noch viel billigeren Commerzbank wächst die tatsächliche Gefahr, dass Schnäppchenjäger die ganze Bank mal eben so im Vorbeigehen kaufen, oder zumindest einen bedeutenden Teil der Aktien. Was die Bundesregierung dazu wohl sagen würde – Stichwort „Finanzielle Staatsraison“?

Dazu kommen aktuell noch Nachrichten, dass angeblich Führungskräfte der Deutschen Bank in den USA Meldungen von für Geldwäscheprävention zuständigen Mitarbeitern an Behörden unterbunden haben sollen. Dabei sei es in 2016 und 2017 um verdächtige Transaktionen von Organisationen gegangen, die Donald Trump zugerechnet werden. Droht hier schon die nächste Geldbuße in den USA?

Deutsche Bank
Deutsche Bank-Aktienkurs seit 2002.

Wirecard steigt weiter

Und wo wir eh schon über die Deutsche Bank reden. Es ist heute just diese Bank, die mit ihrer Einschätzung dafür sorgt, dass die Aktien von Wirecard weiter klettern. Sie notieren heute mit +2,1% auf 142,95 Euro. Im folgenden Chart sieht man die Aktie seit September 2018. Der große Abwärtspfeil zeigt die drei kurz nacheinander folgenden Abstürze bei Wirecard aufgrund der drei übelst negativen Berichte der Financial Times (Absturz von 166 bis auf 86 Euro) Bis heute kann niemand zu 100% sicher sein, wer nun recht hat.

Zwar konnte Wirecard einen externen Bericht präsentieren, wonach die Vorkommnisse in Asien im Großen und Ganzen mit rechten Dingen zugehen sollen. Aber so ganz zu 100% ist der Rauch noch nicht verzogen. Bis jetzt konnte sich die Aktie wieder zu großen Teilen erholen, und scheint diese Verluste weiter auszugleichen. Die DB stuft Wirecard hoch von „Halten“ auf „Kaufen“. Das Kursziel steigt von 170 auf 200 Euro. Beachtlich dabei ist: Die Financial Times hat heute erneut negativ über Wirecard berichtet. Dabei werden Aussagen aus April wiederholt. Wirecard haben in den letzten Jahren die Hälfte der Erlöse sowie fast alle Gewinne nur mit drei Partnern erzielt.

Und wenn? Apple hat nur ein einziges Produkt, das den Großteil von Umsatz und Gewinn liefert – und da sagt auch niemand was zu. Man kann fast den Eindruck haben, als seien die „Journalisten“ bei der FT beleidigt, dass niemand mehr auf ihre negativen Artikel hört. Und so versucht man alte Vorwürfe nochmal aufzuwärmen? Es sieht schon sehr merkwürdig aus. Aber wer weiß. Nachher schütteln wirklich alle Beobachter über die FT den Kopf, und ganz am Ende behält sie doch recht? Aber zurück ins Hier und Heute. Die Börse ignoriert die Aussagen der FT und achtet auf die netten Worte der Deutschbanker. Die Wirecard-Aktie ist zur Zeit im Aufwärts-Flow.

Wirecard-Aktie seit September 2018

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Denker

    20. Mai 2019 15:08 at 15:08

    Ohne wirklich Ahnung zu haben,…aber bei der D erivate B ombe kommt nach zu viel rot irgendwann tot, oder?

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Wie lange handeln Sie schon mit Aktien? – Werbung

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Lieber Börsianer,

sind Sie auch einer der zahlreichen Neu-Börsianer, die seit Ausbruch der Corona-Krise mit dem Aktienhandel begonnen haben? Wenn ja, dann beglückwünsche ich Sie zu diesem Entschluss.
Im Wesentlichen haben in diesem Jahr drei Faktoren zur Stärkung der Aktionärskultur beigetragen:

1) Die Niedrigzinsen lassen die Menschen nach Alternativen zum klassischen Sparkonto suchen.
2) Online-Broker machen den Aktienhandel auch mit kleinen Geldbeträgen attraktiv.
3) Während der Corona-bedingten Zwangspause des öffentlichen und oft auch beruflichen Lebens hatten viele Menschen erstmals Zeit, sich mit Ihrer Geldanlage und Altersvorsorge zu beschäftigen.

Die Millenials entdecken die Börse

In den vergangenen Monaten habe ich bemerkt, dass vor allem junge Menschen die Börse für sich entdecken. Menschen, die um die Jahrtausendwende geboren wurden, zeigen ein großes Interesse an Geldanlagethemen. Das freut mich umso mehr, gelten die Deutschen doch oftmals als Aktienmuffel. Die Rendite der Anlageportfolios hinkte den Menschen in Aktienländern wie den USA deshalb oft deutlich hinterher. Das könnte sich jetzt mit einer neuen Generation von Aktionären ändern.

Doch es ist auch Vorsicht geboten. Viele Neu-Börsianer lassen sich vom Versprechen auf den schnellen Gewinn verführen. Manche vergessen, dass Sie mit echtem Geld agieren und lassen sich von den spielerisch gestalteten Apps der Online-Broker blenden.

Manchmal scheint es tatsächlich sehr einfach zu sein, an der Börse Geld zu verdienen. Doch vergessen Sie niemals: Die Flut hebt alle Boote. In Zeiten steigender Kurse, wie nach dem Corona-Crash am Anfang des Jahres, konnten Sie kaufen was…..

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – TINA is back!

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