Europa

Aktuell: Deutsche Industrie besser, Dienstleister schwächer als erwartet

Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für Deutschland (Markit PMI; Februar) veröffentlicht:

Verarbeitendes Gewerbe 47,8 (Prognose war 44,8; Vormonat war 45,3)

Dienstleistung 53,3 (Prognose war 53,8; Vormonat war 54,2)

Gesamtindex 51,1 (Prognose war 50,8; Vormonat war 51,2)

Dazu kommentiert Phil Smith von Markit, das die Daten erhebt:

„Die PMI-Vorabschätzungen zeigen, dass die Wirtschaftskraft Deutschlands auch im Februar wieder leicht zugelegt hat, und dies trotz der neuerlichen Rückschläge beim Exportneugeschäft infolge des Ausbruchs der Corona-Epidemie. Laut der befragten Industrieunternehmen hielten sich Produktionsunterbrechungen bislang weitgehend im Rahmen, wenngleich dies erst der Anfang einer potenziell länger andauernden Geschichte sein könnte. Den aktuellen Umfrageergebnissen zufolge legte die Binnennachfrage solide zu. So blieb der Servicesektor auf Wachstumskurs, obwohl die Touristenzahlen zurückgingen, und auch in der Industrie verlangsamte sich der Auftragsrückgang trotz sinkender Exportneuaufträge. Wider alle Erwartungen stieg der Industrie-PMI sogar auf ein 13-Monatshoch, wozu alle fünf der in die Berechnung des Hauptindexeseinfließenden Unterindizes beitrugen. Ein Großteil des Index-anstiegs geht allerdings auf das Konto des (inversen) Indexes Lieferzeiten, der wegen Lieferunterbrechungen in China eine deutliche Zunahme der Lieferprobleme signalisiert.“



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12 Kommentare

  1. Na bitte, kein Anzeichen von Schwäche. Wenn selbst die Einkaufsmanager die aktuelle Lage als nicht schlimm ansehen, und auch für die Corona-Zukunft nichts, aber auch gar nichts dramatisches zu erwarten ist, dann freue ich mich auf den enormen Rebound der Märkte nach oben. Das wird ein Anstieg…

    1. @Sven, einfach unnachahmlich! Der Apologet der Fahnenstangen. In Sachen Corona schrieben Sie: „und auch für die Corona-Zukunft nichts, aber auch gar nichts dramatisches zu erwarten ist“. Nunja, hier die Aussagen im Einkaufsmanagerindex:
      „Die Besorgnis hinsichtlich der Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie auf die Lieferketten und die weltweite Konjunkturentwicklung war dafür verantwortlich, dass sich die Geschäftsaussichten binnen Jahresfristin der Industrie von ihrem 17-Monatshoch im Januar wieder eintrübten und deutlich weniger optimistisch ausfielen als im Servicesektor“

      1. @Markus Fugmann: So langsam mag ich den Sven :=)
        Was wäre, wenn diese ganzen Konjunkturdaten für den Markt einfach mal irrelevant sind. Die große Frage ist nur, wohin die massenweise aus dem Nichts erzeugte Liquidität schwappt. Und da hat z.B. der Dax gegenüber den US Märkten erhebliches Aufholpotenzial. Z.B. ist der Dow Jones dem Dax in den letzten fünf Jahren um knapp 40% enteilt. Sollten die Amis mal auf die Idee kommen, dass ihr Markt doch schon etwas teuer und vor allem recht unausgewogen ist, dann reden wir im Dax plötzlich vielleicht von 13.500 *(1+0,4) = 18.900 Punkten.
        Wir Bären, die immer mosern, dass die Wirtschaft das nicht hergibt, reiben uns dann ungläubig die Augen und liefern durch unsere Vorsicht dem Run-Up nur weiteres Futter.

      2. @Markus Fugmann, dürfen eigentlich auch lange rote, nach unten gerichtete Balken als Fahnestange bezeichnet werden? Und gehört zu einer Fahnenstange auch immer eine folgende Flagge, bis die nächste Stange in den Himmel oder Richtung Hölle wächst?

        1. @Michael, unbedingt, auch nach unten gerichtete Fahnenstangen sind Fahnenstangen – das ist für @Sven sehr wichtig zu wissen :)

    2. @SVEN: Bitte die Unterkomponenten beachten: „Ein Großteil des Index-Anstiegs geht allerdings auf das Konto des (inversen) Indexes Lieferzeiten, der wegen Lieferunterbrechungen in China eine deutliche Zunahme der Lieferprobleme signalisiert.“

      Also mehr Schein als Sein!!!

      1. @ZURERINNERUNG, so ist es! Und in Sachen Preise heißt es:
        „Im Gegensatz dazu beschleunigte sich der Anstieg der durchschnittlichen Einkaufspreisezum zweiten Mal hintereinander und fiel so stark aus wie zuletzt im Juni 2019“.
        Das deutet auf Inflationsdruck, siehe dazu den Videoausblick „Inflation und Ent-Globalisierung“

  2. Ich sehe nur Gelassenheit an den Märkten, da kann man ruhig weiter auf die Risiken hinweisen. Das ist auch gut so, nur wie man sieht, ist die Stimmung durch wenig bis gar nichts zu trüben. Sollte es nur einen kleinen Lichtstreif am Horizont geben, dann werden die Märkte wieder von der Leine gelassen. Und, ich kann es nur wiederholen, durch den FED-Put bleibt Börse wie in der Hängematte liegen. Es schaukelt mal sanft zwischendurch, man liegt aber sicher und bequem…

    1. @Sven

      Die Börse in der Hängematte hat immer höheres Fieber. Das Gold-Fieberthermometer zeigt es an. Die Ärzte rätseln, einige haben schon die Diagnose, die wenigsten eine Therapie.

  3. @ Markus Fugmann
    Ich mache mir nun ernsthaft Sorgen. Die Öberfächenproteine des SARS-cov19 haben es offensichtlich geschafft im Stammhirn eines Forumsmitgliedes anzudocken und von da aus in weitere Hirnareale vorzudringen. Der Virus verdrängt die Sinneswahrnehmung realer Zustände, höchstwahrscheinlich durch das andocken im Nucleus Accumbens. Es erhöht vermutlich den Dopaminausstoß und erzeugt somit wohlig warme Gefühle beim Kaufverhalten, überwiegend bei Aktien. Im Frontallappen werden abgespeicherte Verhaltensweisen und Wörter wie SHORT offensichtlich vollständig gelöscht.
    Eine ebenfalls unschwer zu diagnostizierende Nebenwirkung ist die Ignoranz gegenüber Fakten und logisch abfolgenden Sachverhalten. Im Endstadium verfällt der Patient einem Dauergrinsen und einer exzessiven Kaufsucht, vor allem von Aktien von Reiseunternehmen, Fluggesellschaften und Flugzeugherstellern, hier wiederum bevorzugt Boeing……..

    1. Nein Quintus. Obwohl der Glaube daran schwerfällt. Vermutlich hat Sven mehr recht als die allermeisten im Forum. Die chinesische Konjunktur bricht ein. Bekannt, aber dann fasst der Chinese wieder Zuversicht. Er ist nicht befallen von der ´German Angst´!

  4. Avatar
    AGT ( Alte Geld Theoretiker)

    H. Fugmann , Schade für die Mühe, das wir der nie verstehen ( wollen) das ist MMT Zeitalter, an den Universtäten werden gerade alle Lehrbücher neu geschrieben.
    Seine Theorie ist einfach , Aktien können immer nur steigen u.jede schlechte Nachricht ist positiv.
    Zweimal täglich diesen Troll zu lesen schadet der Qualität von FMW.
    Bei der letzten Krise hat eine Mutter dem 12 Jährigen erklärt , warum es zur Krise kam. Der Junge antwortete : WARUM HABEN DIE DAS GEMACHT ?
    In den nächsten 12 Monaten kann dann der 13 Jährige fragen: WARUM HABEN DIE DAS WIEDER GEMACHT?
    Die Menschheit ist blöd, Klein- Sven ist nur die Spitze ( Fahnenstange) des Eisberges.

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