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Aktuell: Deutsche Industrieproduktion spürbar rückläufig

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Gestern berichteten wir bereits über die dramatisch rückläufigen Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe. Heute früh hat das Statistische Bundesamt die aktuellsten Daten für die deutsche Industrieproduktion veröffentlicht. Die Statistiker sprechen exakt gesagt von der „Produktion im Produzierenden Gewerbe“. Im April ist sie im Vergleich zu April 2018 um 1,8% gefallen nach -0,9% im März.

Im weniger wichtigen Monatsvergleich von März 2019 auf April 2019 gibt es einen dramatischen Rückgang von 1,9%. Hallo? Wahnsinn. Aber wir sagen ja immer, Monatsvergleiche taugen wenig aufgrund saisonaler Schwankungen. Man schaue mal auf die blaue Linie, den Gesamtschnitt der Produktion seit 2011. Und in Rot verläuft die Baubranche. Ohne den Bau würde die Industrieproduktion insgesamt bereits viel düsterer da stehen.

Die laut Definition wirkliche Kern-Industrieproduktion fällt noch stärker als die Headline-Zahl. Zitat Statistisches Bundesamt:

Die Industrieproduktion ist im April 2019 um 2,5 % gegenüber dem Vormonat gefallen. Innerhalb der Industrie nahmen die Produktion von Vorleistungsgütern um 2,1 % und die Produktion von Konsumgütern um 0,8 % ab. Bei den Investitionsgütern fiel die Produktion gegenüber dem Vormonat um 3,3 %. Außerhalb der Industrie lag die Energieerzeugung im April 2019 um 1,1 % niedriger als im Vormonat. Die Bauproduktion stieg um 0,2 %.

Industrieproduktion

Ein Kommentar

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    Christoph

    7. Juni 2019 09:28 at 09:28

    Die Aktienmärkte scheinen sich um Fundamentaldaten nicht mehr zu kümmern, nur noch um Tweets!

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Auftragseingänge im Baugewerbe explodieren! Rekordwerte

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Auftragseingänge am Bau - Beispielfoto einer Baustelle

Wir mussten die Meldung erst zwei Mal lesen, weil die Steigerungsrate so derart unfassbar hoch ist! Das Statistische Bundesamt hat heute früh die Auftragseingänge für das Baugewerbe für den Monat November veröffentlicht. Man halte sich fest! Sie steigen saisonbereinigt zum Vormonat um 14,2%. Wahnsinn! Und im Vergleich zu November 2018 sind es +9,1%. Und der Year to date-Vergleich, der ein großes besseres Vergleichsbild gibt? In den ersten elf Monaten des Jahres 2019 stiegen die Auftragseingänge im Baugewerbe real um 4,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch immer noch ein richtig guter Wert! Und es gibt mit diesen aktuellen Gigantomanie-Zahlen auch automatisch neue Rekorde. Zitat von den Statistikern:

Im November 2019 lagen die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe in Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen nominal mit rund 7,1 Milliarden Euro 10,3 % höher als im November 2018. Das war der höchste jemals gemessene Wert an Aufträgen in einem November in Deutschland.

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Einkaufsmanagerindex: Deutsche Industrie erholt, Konsum stark

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Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für Deutschland (Markit PMI; Januar) veröffentlicht:

Verarbeitendes Gewerbe 45,2 (höchster Stand seit elf Monaten; Prognose war 44,5; Vormonat war 43,7)

Dienstleistung 54,2 (Prognose war 53,0; Vormonat war 52,9)

Gesamtindex 51,1 (bester Wert seit August 2019; Prognose war 50,5; Vormonat war 50,2)

Dazu kommentiert Phil Smith von Markit, das die Daten erhebt:

„Die Vorabschätzungen für Januar liefern zahlreiche positive Anzeichen dafür, dass sich die Gewitterwolken über der deutschen Wirtschaft so langsam verziehen. Mit der abermals entschleunigten Talfahrt näherte sich die Industrie der Stabilisierung weiter an, während der Servicesektor wieder kräftig zulegen konnte. Die Nachfrage zog sowohl im Inland als auch auf den Auslandsmärkten leicht an, was sich im ersten Auftragszuwachs seit sieben Monaten niederschlug. Und da auch die Wachstumszuversicht wieder da ist, sitzt das Geld der Kunden zunehmend lockerer.“

 

 

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Aktuell: Industriedaten aus Italien

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Aus Italien wurde soeben der Auftragseingang der Industrie für November veröffentlicht. Die Daten sind nicht gut! Im Jahresvergleich zu November 2018 ist es ein Rückgang von 4,3%! Die Erwartungen lagen bei um -2%. Auch der Monatsvergleich fällt mit -0,3% schlechter aus als gedacht. Wie auch in Deutschland sieht es für die Industrie in Italien also weiterhin nicht gut aus!

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