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Indizes

Aktuell: Draghi pessimistisch, deutet Anleihekäufe und Zinssenkungen an – Dax steigt, Euro fällt

Verzweifelter Draghi mit neuer „Whatever it takes“-Rede?

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Draghi sprach soeben auf der von der EZB in portugiesischen Sintra veranstalteten Konferenz – hier die Kernpunkte der Rede:

– die Aussichten sind schlecht und verdüstern sich weiter:

„Looking forward, the risk outlook remains tilted to the downside, and indicators for the coming quarters point to lingering softness. The risks that have been prominent throughout the past year, in particular geopolitical factors, the rising threat of protectionism and vulnerabilities in emerging markets have not dissipated. The prolongation of risks has weighed on exports and in particular on manufacturing.“

– mehr Stimulus nötig:

„In the absence of improvement, such that the sustained return of inflation to our aim is threatened, additional stimulus will be required.“

– dazu gehören Zinssenkungen und Anleihekäufe:

„This applies to all instruments of our monetary policy stance.
Further cuts in policy interest rates and mitigating measures to contain any side effects remain part of our tools. And the APP still has considerable headroom“

Fazit: ein Notenbanker bemerkt, dass seine Medizin nicht hilft – und verspricht nun wieder mehr von der Medizin! Euro nach unten, Dax nach oben..
Das erinnert an die Draghi-Rede 2012 mit den Sätzen „whatever it takes“..
Gestern hatten die Inflationserwartungen in der Eurozone ein neues Allzeittief erreicht – und dagegen versucht Draghi anzukämpfen..

2 Kommentare

2 Comments

  1. Christoph

    18. Juni 2019 10:51 at 10:51

    es wird nie wieder Realzinsen geben, die in der Nähe des positiven Bereichs liegen werden…wenn doch, bricht alles zusammen…system failure!

    Die große Gefahr aktuell: die Menschen/Märkte verlieren das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit der Zentralbanken. Vertrauen ist aber das Fundament der Zentralbanken.

  2. Marcus

    18. Juni 2019 11:30 at 11:30

    Das wird definitiv nicht mehr lange dauern bis es eine Wiederaufnahme von QE in der Eurozone gibt. Zudem ist der Kern seiner Aussage ganz klar, das er bereit ist die Zinsen in den Negativbereich zu drücken, womit wir uns auf alle Ewigkeit von positiven Realzinsen verabschieden können, da Negativzinsen dann wahrscheinlich der neue Standard werden.

    Das finale aufbäumen vor dem Knall ist offensichtlich am beginnen…

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Rüdiger Born: Ursula von der Leyen und Libra

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FOMO hat zugeschlagen – neue Studie von Bank of America Merril Lynch

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Fear of missing out, FOMO,  oder die Angst, etwas zu verpassen, bezeichnet an der Börse eine psychische Zwangslage, die entsteht, wenn Kurse steigen, man sich eigentlich anders aufgestellt hat und nun gezwungen wird dem Markt hinterherzurennen und teuer einzusteigen. Einen solchen „Pain Trade“ könnte es gerade gegeben haben.

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Die neue Studie von Bank of America Merril Lynch

Wie ich heute in meinem Kommentar zum Volumentief an den US-Börsen angedeutet habe, waren die aktiven US-Fondsmanager gemäß der letzten Umfrage von Bank of America Merril vor einem Monat unter 160 institutionellen Geldverwaltern an den Aktienmärkten gewaltig unterinvestiert – mit 21 Prozent. Da die Kurse seither weiter gestiegen sind, kam es zu dem angesprochenen „Pain Trade“, also dem Kauf unter Schmerzen. Die aktuelle Investitionsquote lautet 10 Prozent plus, also über der Vorgabe durch die Aktienindizes liegend – dank Fed-Chef Jerome Powell. Die Aussicht auf Zinssenkungen und der Waffenstillstand nach dem G20-Gipfel waren zuviel und man stieg in die Märkte ein, ohne von der Nachhaltigkeit der Rally überzeugt zu sein. Auch dies hatte die neue Befragung offenbart.

 

FOMO: Was könnte dies zur Folge haben?

Zum einen ist damit eine mögliche Kapitalquelle versiegt, die Fondsmanager sind überinvestiert und fehlen jetzt als Käufer – eine Ursache für die niedrigen gegenwärtigen Umsätze? Zum anderen bedeutet dies aber auch, dass es keine exogene Schocks geben darf, wie ganz schlechte Unternehmensergebnisse oder eine Eskalation im Handelsstreit. Dann müssten diese „Späteinsteiger“ ihre Überinvestition, ausgelöst duch FOMO, rasch wieder abbauen, zu niedrigeren Kursen und sie hätten wieder Schmerzen – aber diesmal in der anderen Richtung.

 

FOMO oder die Angst die nächste Rally zu verpassen

Foto: Avarice (2012), by Jesus Solana / Wikipedia (CC BY 2.0) – Ausschnitt aus Originalfoto

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