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Aktuell: Draghi pessimistisch, deutet Anleihekäufe und Zinssenkungen an – Dax steigt, Euro fällt

Verzweifelter Draghi mit neuer „Whatever it takes“-Rede?

Markus Fugmann

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am

Draghi sprach soeben auf der von der EZB in portugiesischen Sintra veranstalteten Konferenz – hier die Kernpunkte der Rede:

– die Aussichten sind schlecht und verdüstern sich weiter:

„Looking forward, the risk outlook remains tilted to the downside, and indicators for the coming quarters point to lingering softness. The risks that have been prominent throughout the past year, in particular geopolitical factors, the rising threat of protectionism and vulnerabilities in emerging markets have not dissipated. The prolongation of risks has weighed on exports and in particular on manufacturing.“

– mehr Stimulus nötig:

„In the absence of improvement, such that the sustained return of inflation to our aim is threatened, additional stimulus will be required.“

– dazu gehören Zinssenkungen und Anleihekäufe:

„This applies to all instruments of our monetary policy stance.
Further cuts in policy interest rates and mitigating measures to contain any side effects remain part of our tools. And the APP still has considerable headroom“

Fazit: ein Notenbanker bemerkt, dass seine Medizin nicht hilft – und verspricht nun wieder mehr von der Medizin! Euro nach unten, Dax nach oben..
Das erinnert an die Draghi-Rede 2012 mit den Sätzen „whatever it takes“..
Gestern hatten die Inflationserwartungen in der Eurozone ein neues Allzeittief erreicht – und dagegen versucht Draghi anzukämpfen..

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Christoph

    18. Juni 2019 10:51 at 10:51

    es wird nie wieder Realzinsen geben, die in der Nähe des positiven Bereichs liegen werden…wenn doch, bricht alles zusammen…system failure!

    Die große Gefahr aktuell: die Menschen/Märkte verlieren das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit der Zentralbanken. Vertrauen ist aber das Fundament der Zentralbanken.

  2. Avatar

    Marcus

    18. Juni 2019 11:30 at 11:30

    Das wird definitiv nicht mehr lange dauern bis es eine Wiederaufnahme von QE in der Eurozone gibt. Zudem ist der Kern seiner Aussage ganz klar, das er bereit ist die Zinsen in den Negativbereich zu drücken, womit wir uns auf alle Ewigkeit von positiven Realzinsen verabschieden können, da Negativzinsen dann wahrscheinlich der neue Standard werden.

    Das finale aufbäumen vor dem Knall ist offensichtlich am beginnen…

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Finanznews

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Rüdiger Born: Positionieren kurz vor dem Wochenende? Und wohin mit Gold?

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Gold, Silber, Aktienmarkt, Dollar: Was die Aussagen der Fed bedeuten

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Am gestrigen Donnerstag gab es einige eher unerwartete Bewegungen auf dem Aktienmarkt, da die Federal Reserve versprach, die niedrigen Zinssätze in den kommenden Jahren beizubehalten: Infolgedessen stürzten sowohl Gold als auch Silber ab, während der Dollar stieg aufgrund des optimistischen Ausblicks der Fed auf eine weitere wirtschaftliche Erholung.

Insbesondere Gold kam unter Druck, die Preise fielen um etwa 1% – und das obwohl die US-Notenbank praktisch eine Nullzins-Garantie bis ins Jahr 2023 gegeben hatte. Einer der Gründe für den Fall des gelben Edelmetalls scheint die nach wie vor hohe Long-Positionierung in Gold zu sein, wie die COT-Daten zeigen.

Aber auch die Aktienmärkte gaben nach, der Dow Jones verlor mehr als 250 Punkte nach, andere Indizes wie der S&P 500, vor allem aber der Nasdaq 100 waren in ähnlicher Weise betroffen.

David Jones, chief market strategist bei capital.com, analysiert die Ausgangslage für den US-Dollar (anhand des Dollar-Index), für den Goldpreis, für Silber – aber auch für die US-Aktienmärkte. Er geht davon aus, dass die übergeordneten Trends in diesen Märkten weiter intakt sind – und definiert in diesem Video Einstiegsmarken für Käufe:

 

Gold kam nach der Sitzung der Fed unter Druck

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