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Devisen

Aktuell eines der interessantesten Währungspaare: GBP/USD

Über die Perspektiven des britischen Pfunds zum US-Dollar..

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Eine Analyse von forexhome.de

Wichtige Impulse seitens des heute veröffentlichten Einkaufsmanagerindex aus Großbritannien erwarte ich kaum. Untergeordnet könnte sich jedoch eine sehr attraktive Short-Chance ergeben, die den Weg für meine langfristigen bullishen Planungen ebnen könnte.

 

Übergeordnet bullishes Potential noch nicht ausgeschöpft

Nachdem der Kurs 2015 aus der vermeintlichen aufwärtsgerichteten Flagge im Monatschart bearish ausgebrochen und das ermittelte primäre Kursziel Ende 2016 erreicht hat, begann eine sehr stabile Erholung.

 

(Monats-Chart; alle Charts durch anklicken vergrößern)

Da das Ausbruchniveau noch nicht erfolgreich getestet wurde und sich momentan mit den 30er Fibonacci Retracements der gesamten Talfahrt seit Herbst 2007 zu überschneiden scheint, gehe ich übergeordnet von einer weiteren Erholung aus. Auf dem aktuellen Stand entspräche das in etwa 1000 Pip Gewinn für die Bullen. Evtl. ist eine noch umfassendere Teilhabe möglich, wie die nachfolgenden Chartanalysen im Tages- und H4-Chart zeigen.

 

(Wochen-Chart)

Zunächst der Blick auf den Wochenchart, der ein mögliches erstes Kursziel bei ca. 1.45000 aufzeigt. Ermittelt auf Basis des sekundären Kursziel der aufwärtsgerichteten Flagge, in Kombination mit einem horizontalen Widerstand, der im Frühjahr 2016 zwar einen bullishen Fehlausbruch, aber noch keinen Retest erlebt hat. Gleichzeitig befände sich der Kurs dann im Dunstkreis der 50er Retracements im Wochenchart, was eine größere Korrektur verursachen könnte. Die Akzeptanz jener Retracements vorausgesetzt.

Nach dem Retest die Rallye?

Im Tageschart warte ich aktuell sehr geduldig auf eine mögliche bullishe Chance, die auf die beiden möglichen Kursziele im Wochen- und Monatschart abzielt.

 

(Tages-Chart)

Die Grundlage dafür liefern eine augenscheinlich abwärtsgerichtete Flagge sowie ein horizontaler Unterstützungsbereich bei rund 1.38300. Da die Flagge noch keinen Retest erlebt hat und der durch bearishe Fehlausbrüche gekennzeichnete Unterstützungsbereich ebenfalls nicht, sollte sich hier ein wichtiges Key Level befinden. Eine erste große Etappe habe ich mir bei ca. 1.46200 markiert, da sich hier die vermeintlich sekundären Kursziele der Flagge und einer kleinen Range mit einem horizontalen Widerstand aus dem Wochenchart überschneiden.

Das kurzfristige Short-Setup inklusive positiven Swap

Im Fokus stehen das 61.8er Fibonacci Retracement der letzten Talfahrt und das scheinbare Ausbruchsniveau einer aufwärtsgerichteten Flagge.

 

(4-Stunden-Chart)

Dieser weiche Widerstand bei ca. 1.41260 stellt gleichzeitig die Unterseite einer kleinen Range dar, weshalb sich noch weitere mögliche Kursziele ableiten lassen würden. Für den Anfang betrachte ich diese aber nur als Etappen, da der eigentlich interessante Kursbereich bereits im untergeordneten Tageschart definiert worden ist. In meinem Follower Service (mehr Informationen hier: https://www.forexhome.de/handelssignale-forex-signaldienst-abonnieren/) konnten wir bereits einen Short-Einstieg bei ca. 1.41700 aktivieren, eine Teilgewinnmitnahme realisieren und den Stop Loss absichern, falls doch eine größere Erholung eintreten sollte.

Dazu der Autor auch im Video:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen


Von Diego Delso, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=35481689

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt 30 Dollar nach guten US-Daten

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis fällt in den letzten Minuten von 1.867 auf 1.837 Dollar. Gleichzeitig springt der US-Dollar nach oben. Der Dollar-Index (Währungskorb) steigt von 92,10 auf 95,49 Indexpunkte. Der Grund dahinter ist zu finden in den vorhin veröffentlichten Einkaufsmanager-Daten aus den USA, die deutlich besser ausfielen als erwartet (hier die Details). Die veröffentlichten Preise zeigen einen Rekordanstieg – dadurch, so die Logik, entsteht Inflations-Druck, was wiederum die US-Notenbank perspektivisch zu Zinsanhebungen zwingen könnte!

Im Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf seit Freitag in rot-grün gegen den US-Dollar in blau. Die negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar ist mehr als eindeutig. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie unsere Bericherstattung von heute Mittag über Gold, und welche Faktoren bis 15:45 Uhr den Goldpreis bewegt hatten.

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

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Devisen

Türkische Lira verliert spürbar – warum das kein gutes Zeichen ist

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira verliert heute spürbar gegenüber US-Dollar und Euro. US-Dollar vs Lira steigt gegenüber Freitag Abend von 7,62 auf 7,78. Euro vs Lira steigt von 9,02 auf 9,24. Das entscheidende bei diesen Kursbewegungen ist: Die Kursgewinne für die türkische Lira, die seit letztem Donnerstag entstanden, sind jetzt wieder verpufft. Denn wir erinnern uns: Am letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank den Leitzins um gigantische 4,75 Prozentpunkte auf 15 Prozent angehoben, um endlich die Inflation in der Türkei einzudämmen. Gut, genau diese Höhe der Zinsanhebung war erwartet worden – aber sie war durch die steigende türkische Lira in den beiden Wochen vorher schon gut eingepreist worden. Dennoch dürfte es aktuell für die Lira-Bullen am Devisenmarkt deprimierend sein, dass diese drastische Zinsanhebung nicht in einer schnell weiter aufwertenden Lira mündet.

Im folgenden Chart sehen wir den Kursverlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen. Die aktuelle Lira-Abwertung ist derzeit auch deswegen so auffällig, weil gerade heute der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) im Chartverlauf ganz klar verliert, und ein Tief aus den letzten Tagen nach unten durchbrochen hat. Also: Der US-Dollar ist heute ganz eindeutig der Verlierer, kann aber gegen die türkische Lira klar gewinnen. Daran sieht man, dass es sich wohl um eine eigenständige Schwäche der Lira handelt!

Türkische Lira immer noch unter Druck durch physische Verkäufe im Inland?

Das andere schlechte Zeichen für die türkische Währung ist, dass türkische Bürger und Unternehmen die Lira-Stärke der letzten Tage offenbar dafür nutzen um ihre Bestände in US-Dollar und Euro weiter aufzubauen, wofür natürlich die türkische Lira verkauft werden muss. Denn nur mit Markttechnik und Gewinnmitnahmen aus den letzten Tagen ist diese aktuelle Lira-Abwertung nur schwerlich zu erklären. Laut aktuellen Berichten bestehen jetzt 57 Prozent aller Bankguthaben in der Türkei aus Fremdwährungen – im Juli seien es noch 50 Prozent gewesen. Und die türkischen Sparer würden immer noch relativ geringe Zinserträge in Lira erhalten in Relation zur hohen Inflation.

Das würde natürlich erklären, dass man die Flucht in Fremdwährungen weiter bevorzugt. Die Umsätze in der Lira am internationalen Devisenmarkt waren heute Vormittag eher dünn. Von daher liegt die Vermutung nahe, dass Bürger und Unternehmen in der Türkei eben diese Lira-Stärke seit letztem Donnerstag nutzten um auch heute am Montag türkische Lira gegen US-Dollar und Euro zu tauschen. Ist kaum großes Volumen am internationalen Devisenmarkt in der Lira vorhanden, kann so ein physischer Kaufdrang den Kurs spürbar beeinflussen. Es ist gut möglich, dass die Lira deswegen heute diese Abwertung vollzieht.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Allgemein

Brexit-Einigung? Wie das Pfund letztlich auch auf den Goldpreis abstrahlen kann

Claudio Kummerfeld

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Das Brexit-Wort über dem Union Jack

Auch wenn die Brexit-Verhandlungen jüngst wegen einem Corona-Fall in der EU-Delegation unterbrochen wurden, so legt ein ganz aktueller Artikel im „The Guardian“ nahe, dass der Brexit-Deal zwischen Großbritannien und der EU doch noch ein Erfolg werden könnte. Über die wichtigsten Punkte gäbe es bereits Einigungen. Also, nehmen wir jetzt mal an, dass wirklich dieses kleine Wunder geschieht, und man sich in den nächsten Tagen wirklich noch auf einen Brexit-Deal einigt.

Brexit-Deal bringt Pfund spürbar nach oben?

Dann, da ist sich die Analystengemeinde relativ einig, sollte dies für das britische Pfund eine spürbare Aufwertung gegenüber US-Dollar und Euro bedeuten. Denn bei einem geregelten und relativ zollfreien Handel mit dem Kontinent wäre das ein kräftiger Pluspunkt für die britische Wirtschaft! Aber kommen wir zu den möglichen Folgewirkungen, die sich bis zum Goldpreis erstrecken können.

Der Dollar-Index ist ein Währungskorb des US-Dollar gegenüber anderen weltweit wichtigen Währungen wie dem Euro, Pfund, Schweizer Franken, Yen usw. Der Euro stellt in diesem Korb gegenüber dem US-Dollar das Schwergewicht dar mit 57,6 Prozent Gewichtung. Das britische Pfund ist in diesem Korb mit 11,9 Prozent Anteil vertreten. Dennoch: Sollte das Pfund dank Brexit-Einigung plötzlich kräftig aufwerten, könnte dies den Dollar-Index spürbar runterziehen.

Fallender US-Dollar bringt Goldpreis zum Steigen

Und ein fallender US-Dollar bedeutet grundsätzlich eine Aufwertung für alle Assets, die global hauptsächlich in US-Dollar gehandelt werden, wie der Ölpreis und auch der Goldpreis. Letzterer ist seit Monaten äußerst sensibel in Bezug auf Bewegungen im US-Dollar. So kann eine kräftige Aufwertung im britischen Pfund daher über einen schwächeren US-Dollar zu einem steigenden Goldpreis führen. Soweit das Szenario. Ob es so kommt, und ob das mit dem Brexit-Deal überhaupt etwas wird… das kann Stand jetzt wohl nicht mal die beste Glaskugel sagen. Im Chart sehen wir den Verlauf des Pfund gegen den US-Dollar seit Mitte 2017.

Chart zeigt Pfund gegen US-Dollar seit dem Jahr 2017

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