Europa

Aktuell: Erzeugerpreise in der Eurozone deuten weiter hin auf nachhaltig höhere Verbraucherpreise

FMW-Redaktion

Es ist das selbe Phänomen wie in Deutschland auch. Die vorlaufenden Indikatoren zeigen auch für die Eurozone, dass die Verbraucherpreise wohl nachhaltige Anstiege vor sich haben. Neben Großhandelspreise und Importpreisen sind die Erzeugerpreise wohl der wichtigste vorlaufende Indikator für die letztliche Inflation, die der Endverbraucher zu spüren bekommt. Diese Erzeugerpreise steigen in der Eurozone im Monat Juni (aktuellste Daten) um 2,5% im Vergleich zum Juni 2016. Eurostat im Wortlaut:

Im Euroraum ist der Anstieg um 2,5% der Erzeugerpreise in der Industrie insgesamt im Juni 2017 gegenüber Juni 2016 darauf zurückzuführen, dass die Preise für Vorleistungsgüter sowie im Energiesektor um jeweils 2,9%, für Verbrauchsgüter um 2,5%, für Investitionsgüter um 0,9% und für Gebrauchsgüter um 0,6% stiegen. Die Erzeugerpreise in der Industrie insgesamt, ohne den Energiesektor, stiegen um 2,2%.

Sogar „Verbrauchsgüter“ als Einzelkategorie der Erzeugerpreise steigen also kräftig um 2,5%. Wo bleibt da die letztliche Inflation, möchte man da fragen. Erst am Montag wurde sie für Juli mit 1,3% veröffentlicht. Der Amazon-Effekt mag verdammt preisdämpfend auf die letztlichen Preise für die Verbraucher wirken, aber alle drei Vorlaufindikatoren sind dennoch Monat für Monat zu stark – nach unserer (sicher laienhaften) Meinung stehen nachhaltige Preisanstiege bevor.

Die Erzeugerpreise liegen in den letzten Monaten immer kräftig über 2% (rot umrandet).



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