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Europa

Aktuell: Erzeugerpreise in Europa sinken immer weiter

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Soeben wurden die Erzeugerpreise für die Gesamt-EU vermeldet. Sie steigen im Juni im Jahresvergleich um 0,9%. Der Absturz ist deutlich erkennbar. In den Vormonaten waren es noch Steigerungsraten von 1,9%, 2,9% und 3,0%. In der Eurozone sind es aktuell nur noch +0,7% nach vormals 1,6%, 2,6% usw. Das dürfte Mario Draghi wenig freuen. Schließlich sind die Erzeugerpreise mit die wichtigsten Indikatoren für die letztlichen Verbraucherpreise (Inflation). Und was sagte Mario Draghi noch vor ein paar Tagen? Diese zu geringe Inflation werde man nicht tolerieren!

Erzeugerpreise EU

Diese Grafik zeigt den langfristigen Verlauf der Erzeugerpreise seit 2010.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Michael

    2. August 2019 11:29 at 11:29

    Also, wenn ich mir die gestrichelten Linien so anschaue, sieht das recht solide aus.

    Gefallene Energiepreise, die Produzenten wird es freuen, weniger Kosten, gestiegene Margen.
    Die Investitionsgüter steigen solide und gleichbleibend.
    Ähnliches gilt für die Gebrauchsgüter.
    Die Verbrauchsgüter „explodieren“ förmlich im Vergleich zum 1. Quartal.

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Europa

EU-Handelsbilanz aktuell: Lieber Donald, bitte nicht weiter lesen…

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Die EU-Handelsbilanz für den Warenverkehr im Monat Juli wurde vor wenigen Minuten veröffentlicht. Bevor wir zu den Gesamtzahlen kommen, widmen wir uns den derzeit so extrem im Fokus stehenden Handelsbeziehungen mit den USA. Und da schauen wir uns mal den Gesamtsaldo der EU-Handelsbilanz für den Zeitraum Januar-Juli an im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr. Und siehe da. In 2018 lag der Überschuss der EU gegenüber den USA bei 80 Milliarden Euro. In 2019 ist es ein Überschuss von 90,9 Milliarden Euro – ein kräftiger Anstieg im Überschuss für die EU, und das Defizit der USA steigt deutlich. Diese Daten sollte Donald Trump besser nicht zu lesen bekommen. Sonst gibt es doch noch bald neue Autozölle gegen die EU? Im Gegenzug ist das Defizit in der EU-Handelsbilanz gegenüber China deutlich angestiegen, von -98,6 auf jetzt -109,2 Milliarden Euro. Man kann also deutlich simplifiziert sagen: Was die EU gegenüber den USA gewinnt, verliert sie wieder gegenüber China.

EU-Handelsbilanz Detaildaten

Aber nun zu den Gesamtzahlen. Die Eurozone erzielte im Juli einen großen Handelsbilanzüberschuss von 24,8 Milliarden Euro nach vormals 20,6 Milliarden Euro. Aber: Die Gesamt-EU liegt an der Nullschwelle. Sie erzielt ein Minus von 0,1 Milliarden Euro nach +0,2 Milliarden Euro im Juli 2018. Was für ein Unterschied. Aber man wird es sehen. Wenn Großbritannien (eines Tages?) aus der EU ausscheiden sollte, wird auch die Gesamt-EU plötzlich deutliche Überschüsse erzielen, weil die Briten ein deutlicher Netto-Importeur von Waren sind. Von Januar-Juli 2018 erzielten die Briten beim Export in Länder außerhalb der EU ein Defizit von 26,7 Milliarden Euro. In 2019 war es schon ein Defizit von 43,3 Milliarden Euro!

Hier die Eurozone (oben) im Vergleich zur Gesamt-EU:

EU-Handelsbilanz Relation zur Eurozone

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Europa

Aktuell: Großhandelspreise rauschen kräftig in die Deflation

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Soeben hat das Statistische Bundesamt die deutschen Großhandelspreise für den Monat August veröffentlicht. Im Vergleich zu August 2018 sinken sie um 1,1%. Im Juli waren es bereits -0,1%. Davor waren es im Jahresvergleich Veränderungen von +0,3%, 1,6%, 2,1% usw. Also: Binnen weniger Monate sind die Großhandelspreise schnell in die Deflation gerauscht. Im letzten Jahr lagen die Steigerungsraten oft sogar bei über +3% (Grafik). Aktuell ist das der schlechteste Wert seit drei Jahren! Die schwachen Großhandelspreise für Öl knallen voll rein in den Gesamtschnitt. Hier die Statistiker im Wortlaut:

Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung im Vergleich zum Vorjahresmonat hatten im August 2019 die um 6,1 % niedrigeren Preise im Großhandel mit Mineralölerzeugnissen. Ebenfalls kräftige Preisrückgänge gegenüber dem Vorjahr gab es im Großhandel mit Altmaterial und Reststoffen (-10,0 %), mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln (-9,0 %) sowie mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software (-6,3 %). Dagegen waren insbesondere die Preise für lebende Tiere (+13,7 %) sowie für Fleisch und Fleischwaren (+5,4 %) auf Großhandelsebene höher als im August 2018.

Großhandelspreise Langfristchart

Großhandelspreise Tabelle

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Europa

ifo: Industrieschwäche wie ein Ölfleck, breitet sich aus, Rezessionsgefahr

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Das Münchner ifo-Institut spricht heute davon, dass die schon längst vorhandene Rezession in der Industrie wie ein Ölfleck sei, der sich nach und nach in andere Wirtschaftszweige ausbreite. Der deutschen Wirtschaft drohe eine Rezession. Man senkt heute seine Erwartungen für das deutsche Wirtschaftswachstum (BIP). Zitat:

Nach dem Schrumpfen der Wirtschaft im zweiten Vierteljahr um 0,1 Prozent rechnet das ifo mit ebenfalls minus 0,1 Prozent im dritten Quartal. „Das wäre dann eine technische Rezession“, sagt Wollmershäuser. Eine leichte Erholung im vierten Quartal und die starken plus 0,4 Prozent aus dem ersten Vierteljahr dürften dann plus 0,5 Prozent für das Gesamtjahr bedeuten.

Für 2020 senkt ifo die BIP-Erwartung deutlich von 1,7% auf 1,2%. Bereits gestern hatten zwei andere bedeutende Wirtschaftsforschungsinstitute (DIW und IfW) ihre BIP-Prognosen deutlich gesenkt (hier nachzulesen). Hier weitere aktuelle Kommentare vom ifo-Institut im Wortlaut:

„Die Konjunkturschwäche hat ihre Spuren mittlerweile auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen“, fügt Wollmershäuser an. Während die Beschäftigung in der Industrie bereits seit dem Frühjahr sinkt, kam der bislang kräftige Zuwachs bei den privaten Dienstleistern und im Baugewerbe im Sommer zum Erliegen. Die Arbeitslosigkeit steigt bereits den vierten Monat in Folge, und der Anteil der Unternehmen, die Kurzarbeit angemeldet haben, hat deutlich zugenommen. Für 2020 erwartet das ifo einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen auf 2,313 Millionen, von 2,275 in diesem Jahr. Die Zahl der Beschäftigten soll allerdings weiter langsam zunehmen, von 45,2 Millionen über 45,4 auf 45,5 Millionen im Jahre 2021.

Die Konjunktur stützen die hohen Einkommenszuwächse der privaten Haushalte, die aus kräftigen Tariflohnsteigerungen und einer Ausweitung der staatlichen Transfer-Leistungen stammen. Der Finanzüberschuss des Staates wird abschmelzen von 45,8 Milliarden Euro in diesem Jahr über 23,1 im kommenden auf 18,6 Milliarden 2021. Der viel kritisierte Überschuss der Leistungsbilanz (Export, Importe, Dienstleistungen, Übertragungen) wird von 245 Milliarden über 258 auf 265 Milliarden Euro 2021 steigen. Das sind in diesem Jahr 7,1 Prozent der Wirtschaftsleistung, im kommenden 7,3 Prozent und 2021 dann 7,2 Prozent.

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