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Aktuell: EU-Kommission antwortet mit voller Wucht gegen Trump

Laut Malmström zweifelt die EU-Kommission am offiziellen Grund für Trumps beabsichtigten Importzoll. Den begründet er nämlich mit der Nationalen Sicherheit der USA, die gefährdet sei, wenn sich das Land nicht selbst mit Stahl…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Donald Trump hat konkret angekündigt auf Stahl- und Aluminium-Importe 25% und 10% Importzoll zu erheben, für alle ausländischen Hersteller, die in die USA verkaufen. Nachdem die EU-Kommission andeutete, dass man in diesem Fall auf Whisky, Jeans und Motorräder aus den USA Strafzölle erheben wolle, folgten von US-Seite Drohungen, dass man Autoimporte aus der EU mit Strafzöllen belegen würde. Nun hat die zuständige Handelskommissarin der EU-Kommission Cecilia Malmström hierzu in einer aktuellen Pressekonferenz Stellung bezogen (Video unten im Artikel).

EU-Kommission zweifelt an Grund

Laut Malmström zweifelt die EU-Kommission am offiziellen Grund für Trumps beabsichtigten Importzoll. Den begründet er nämlich mit der Nationalen Sicherheit der USA, die gefährdet sei, wenn sich das Land nicht selbst mit Stahl versorgen könne (vereinfacht ausgedrückt). Malmström sagte vorhin hierauf bezogen, dass man an dieser Begründung ernsthafte Zweifel habe. Man könne nicht erkennen, dass die amerikanischen Freunde aus Europa und die Alliierten der Nato eine Bedrohung für die Nationale Sicherheit der USA darstellen. Man sehe diese Begründung als unberechtigt an, so Malmström. Daher denke man, dass die EU von diesen generellen Importzöllen der USA ausgenommen werden sollte.

EU-Kommission mit Gegenmaßnahmen

Was gut ist: Anders als früher denken unsere geliebten EU-Bürokraten offenbar auch mal einen Schritt weiter. Denn was passiert, wenn beispielsweise billige chinesische Stahlerzeugnisse dank der Strafzölle nicht mehr in die USA geliefert werden? Richtig, sie fluten den eh schon überstrapazierten Stahlmarkt in der EU noch mehr. Malmström sagte dazu vorhin, dass man Vorsichtsmaßnahmen ergreifen werde, damit es nicht zu so einer Stahlflut in Richtung EU kommen werde, die erst durch die US-Zölle ausgelöst wird.

Zu den Importzöllen von Trump selbst sagte Malmström, dass man sich mit anderen Handelspartnern (China, Indien etc?) koordinieren werde, um solche Zölle bei der Welthandelsorganisation (WTO) als unberechtigt anzuprangern. Und wenn die WTO der EU recht gibt? Wer kann Donald Trump dann zwingen die Zölle abzuschaffen? Will die WTO in die USA einmarschieren, oder wie? Donald Trump würde sich so ein WTO-Schreiben wohl in die Witze-Ecke im Weißen Haus hängen.

Nein, wirklich helfen würden wohl nur Gegenmaßnahmen. Wie Jean-Claude Juncker es letztes Wochenende schon andeutete, sagte Malmström vorhin, dass die EU-Kommission heute früh eine vorläufige Liste von US-Produkten erstellt habe, auf die man Importzölle erheben würde. Das gelte aber nur für den Fall, dass die USA ihre Zölle auf Stahl und Aluminium auch wirklich einführen. Falls die EU-Kommission die genaue Liste der betroffenen US-Produkte heute noch veröffentlicht, würden wir diese Liste dann umgehend publizieren.

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EU-Kommission
Die Handelskommissarin der EU-Kommission Cecilia Malmström auf der soeben beendeten Pressekonferenz.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Maitdjai

    7. März 2018 20:10 at 20:10

    Genau, den ganzen Junk (Mc Donald, Amazon, KFC, Starbucks etc.) mit Strafzoellen belegen. Den Chinesen auch gleich Bescheid sagen, dass sie ihren billigen Dreck woanders verkaufen sollen. Nur irgendwie traue ich es der EU und dieser laecherlichen Kommissar Figur nicht zu, auch nur irgendwas auf die Reihe zu kriegen. Aber vielleicht werden ja krumme Gurken, nach eingehender Beratung, demnaechst wieder erlaubt?

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

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So sichern Sie Ihr Depot optimal ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktienmärkte eilen von einem Rekord zum nächsten. Das Virus wühlt zwar weiterhin, und tatsächlich eilt auch die Anzahl der Covid-Neuinfektionen weltweit von einem Rekord zum nächsten. Wir vertrauen allerdings auf die Kraft des Impfstoffes und sehen die Volkswirtschaften dieser Welt nächstens befreit.

Bei so viel Euphorie beschleicht allerdings den ein oder anderen Börsianer ein ungutes Gefühl. Sie haben also das Bedürfnis Ihr Depot, Ihre Buchgewinne einmal zumindest teilweise abzusichern. Im Folgenden erkläre ich Ihnen, welche drei goldenen Regeln Sie berücksichtigen müssen, damit die Absicherung auch wirklich greift.

Das Absichern oder Shorten eines Depots ist kein Hexenwerk. Allerdings sind wir als Börsianer natürlich eher geeicht auf steigende Kurse und Chancen. Mit anderen Worten: Shorten zählt bei den meisten von uns nicht zur ersten Begabung.

Das sind die drei goldenen Regeln:

– Fassen Sie immer punktuell und kurzfristig zu!
– Definieren Sie Ihren Depotschwerpunkt und vergessen Sie Einzelaktien!
– Legen Sie eine prozentuale Absicherungsquote fest!

Was sagen uns diese Regeln konkret?

Zu 1. Ein Short – ganz gleich ob als Optionsschein, Short-ETF oder Zertifikat – ist kein Pkw-Anschnallgurt, den wir fortwährend zur Anwendung bringen. Erfolgreiches Shorten verlangt eine kurzfristige Marktmeinung. Solche Instrumente kaufen wir immer punktuell und lediglich für wenige Wochen oder Monate. Andernfalls verzichten wir auf Geld und Rendite. Dabei sind weniger die laufenden Kosten eines Short-ETFs oder eines Optionsscheins das Problem. Sondern: Shorts – egal in welcher Form – bringen uns Verluste, wenn der Markt entgegen unserer Prognose doch steigt. Zudem fehlt uns das Kapital für den Short auf der Aktienseite. Zu Deutsch: Ein unsauber gesetzter Short wird schnell zum doppelten Renditekiller.

Zu 2. Das ist offensichtlich: Wenn von 20 Ihrer Depotpositionen 15 aus dem DAX stammen, sichern Sie nicht gegen den S&P 500 oder NASDAQ-Index ab, sondern natürlich gegen den DAX. Als kluger Börsianer kennen Sie den Schwerpunkt Ihres Depots und erwerben dazu passend einen Short. Ganz wichtig: Vergessen Sie…..

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