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Aktuell: EU-Kommission veröffentlicht Liste für Gegenzölle gegen USA

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Soeben hat die EU-Kommission eine Liste vorgelegt, mit der man auf die Zolldrohungen der US-Regierung reagiert. Das Volumen der Zölle würde 20 Milliarden Euro betragen. Bis 31.Mai wird es öffentliche Anhörungen geben – das ist das gleiche Vorgehen wie bei den Amerikanern, die ebenfalls öffentliche Anhörungen über die Zölle ansetzten. Und wie die Amerikaner meinen, dass die EU unrechtmäßig Airbus subventioniere, so werden die potentiellen Zölle der EU gegen die USA mit deren Subventionen für Boeing begründet!

Die Liste der US-Waren, die von den Zöllen betroffen wären, finden Sie hier..

 

 

Dazu die EU-Kommission im Wortlaut:

 

WTO Boeing dispute: EU issues preliminary list of U.S. products considered for countermeasures

Brussels, 17 April 2019

The European Commission has today launched a public consultation on a preliminary list of products from the United States on which the European Union may take countermeasures in the context of the ongoing Boeing dispute at the World Trade Organisation (WTO).

The public consultation will last until 31 May 2019.

On 11 April 2019, the WTO adopted its final compliance report in the Boeing dispute, confirming that U.S. subsidies to Boeing continue to cause significant harm to Airbus, including lost sales. Today’s publication comes as a follow-up to that decision. The public consultation aims to gather feedback from stakeholders who may be affected by the planned measures.

EU Trade Commissioner Cecilia Malmström said: ”European companies must be able to compete on fair and equal terms. The recent WTO ruling on U.S. subsidies for Boeing is important in this respect. We must continue to defend a level-playing field for our industry. But let me be clear, we do not want a tit-for-tat. While we need to be ready with countermeasures in case there is no other way out, I still believe that dialogue is what should prevail between important partners such as the EU and the U.S., including in bringing an end to this long-standing dispute. The EU remains open for discussions with the U.S., provided these are without preconditions and aim at a fair outcome.”

The list published today covers a range of items, from aircrafts to chemicals and agri-food products (including everything from frozen fish and citrus fruits to ketchup), that overall represent around USD20 billion of United States exports into the European Union. At an earlier stage of this dispute (in 2012), the EU made a request to the WTO to authorise the adoption of countermeasures worth up to USD12 billion, equivalent to the estimated damage caused to Airbus by the U.S. support to Boeing.

Based on this request, it is however for a WTO appointed arbitrator to determine the exact appropriate level of countermeasures. The EU is taking steps towards requesting the arbitrator to resume its work. A final list, based on the products included in today’s list, will be drawn up by the EU taking into account the arbitrator’s decision in the near future.

Background

On 11 April 2019, the Dispute Settlement Body of the World Trade Organisation adopted the reports in which the Appellate Body, the highest WTO instance, confirmed that the U.S. has not taken appropriate action to comply with the WTO rules on subsidies, despite the many rulings against it in the course of this long dispute. Instead, it has continued unabatedly its illegal support of its aircraft manufacturer Boeing to the detriment of Airbus, the European aerospace industry and its many workers. In its ruling of 28 March 2019, the Appellate Body:

confirmed the Washington State tax programme continues to be a central part of the U.S. unlawful subsidisation of Boeing. This is a comprehensive programme scheduled to run up until 2040 with a continuous increase of subsidies expected throughout that period. Boeing will receive an estimated total of USD6 billion in tax savings for the period 2006-2040;

found that a number of ongoing instruments, including certain NASA and U.S. Department of Defence procurement contracts, research and development programmes, and South Carolina job tax credits, constitute subsidies that may cause economic harm to Airbus;

confirmed that Boeing continues to benefit from an illegal U.S. tax concession that supports exports (the Foreign Sales Corporation and Extraterritorial Income Exclusion, or FSC/ETI). This subsidy has already been qualified as prohibited, which means illegal under WTO rules.


Foto: European Union, 2016 / Photographer: Etienne Ansotte / Source: EC – Audiovisual Service

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Faktist

    17. April 2019 13:11 at 13:11

    Endlich wieder gute NEWS!!!
    DOW kann heute endlich die 27000 angreifen und der DAX die 12400.
    Wer nicht Long ist, ist selber Schuld

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Staatsschulden in Euroland sinken immer weiter? Nein, eine Täuschung!

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am

Die europäische Statistikbehörde Eurostat hat heute für das Jahr 2018 Daten bekanntgegeben für Staatsschulden, Schuldenquoten und die Haushaltsdefizite der Staaten in Eurozone wie auch Gesamt-EU. An dieser Stelle wollen wir uns nur die Daten der Eurozone anschauen, und nicht die der Gesamt-EU. Nach dem Ausscheiden der Briten aus der Union werden sich die Zahlen der Gesamt-EU ohnehin stark denen der Eurozone angleichen. Schaut man auf die Headline-Aussage der Statistiker, dann läuft alles wie am Schnürchen. Zitat Eurostat:

„Im Jahr 2018 verringerten sich das öffentliche Defizit und der öffentliche Schuldenstand relativ gesehen sowohl im Euroraum (ER19) als auch in der EU28 im Vergleich zu 2017. Gemessen am BIP verringerte sich der öffentliche Schuldenstand im Euroraum von 87,1% (Ende 2017) auf 85,1% (Ende
2018).“

Und in der Tat, die Erfolge können sich sehen lassen. Zusammengefasst hatten alle Staaten der Eurozone im Jahr 2015 noch ein Haushaltsdefizit von 215 Milliarden Euro. Es Sank über 168 auf 110, und in 2018 auf nur noch 60 Milliarden Euro. Das ist gut! Auch die Schuldenquote der Staaten sank im Lauf der Jahre immer weiter, von 90,1% (in Relation zum BIP), auf 89,2%, auf 87,1% bis auf 85,1% im Jahr 2018. Da gibt es nur einen „Schönheitsfehler“.

Denn anders als es suggeriert wird, sinken die Staatsschulden nicht. Denn wer genau nachliest, der merkt: Es ist nicht die Rede von sinkenden Staatsschulden, sondern nur von sinkenden Staatsschulden in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Und der tatsächliche Schuldenstand? Der wird in der Headline-Aussage von Eurostat nicht erwähnt, sondern nur in der Statistik als Zahl erwähnt. Und siehe da, von 2015 bei 9,49 Billionen Euro stieg er weiter an auf 9,67, 9,76 bis auf 9,86 Billionen Euro in 2018.

Von einem Schuldenabbau in Euroland kann also keine Rede sein. Die tatsächlichen Staatsschulden (in Euro) steigen weiter an! Die Schuldenquote sinkt nur deswegen kontinuierlich, weil das BIP europaweit stärker steigt als die Verschuldung der Staaten. Welch prozentuales Glück für die Statistiker! Das Staatsschuldenproblem ist damit aber nicht gelöst. Bei der nächsten Rezession oder auch nur Konjunkturdelle steigen die realen Schulden dann wieder schneller an, während das BIP wohl schrumpft. Dann schnellen die Quoten wieder in die Höhe.

Staatsschulden Schuldenquoten Defizite

Hier weitere Details von Eurostat im Wortlaut:

Im Jahr 2018 verzeichneten Luxemburg (+2,4%), Bulgarien und Malta (je +2,0%), Deutschland (+1,7%), die Niederlande (+1,5%), Griechenland (+1,1%), Tschechien und Schweden (je +0,9%), Litauen und Slowenien (je +0,7%) sowie Dänemark (+0,5%), Kroatien (+0,2%) und Österreich (+0,1%) einen öffentlichen Überschuss, während Irland einen ausgeglichenen Finanzierungssaldo meldete. Zwei Mitgliedstaaten wiesen ein Defizit von 3% oder mehr des BIP auf: Rumänien (-3,0%) und Zypern (-4,8%).

Am Ende des Jahres 2018 wurden die niedrigsten Verschuldungsquoten (öffentlicher Schuldenstand im Verhältnis zum BIP) in Estland (8,4%), Luxemburg (21,4%), Bulgarien (22,6%), Tschechien (32,7%), Dänemark (34,1%) und Litauen (34,2%) verzeichnet. Vierzehn Mitgliedstaaten wiesen eine Verschuldungsquote von mehr als 60% des BIP auf. Die höchsten Verschuldungsquoten wurden in Griechenland (181,1%), Italien (132,2%), Portugal (121,5%), Zypern (102,5%), Belgien (102,0%), Frankreich (98,4%) und Spanien (97,1%) registriert.

Im Jahr 2018 beliefen sich die Staatsausgaben im Euroraum auf 46,8% des BIP und die Staatseinnahmen auf 46,3%. Die entsprechenden Zahlen für die EU28 lagen bei 45,6% bzw. 45,0%. Zwischen 2017 und 2018 haben sich die Ausgaben des Staates im Verhältnis zum BIP in beiden Gebieten verringert, während die Einnahmen des Staates im Verhältnis zum BIP gestiegen sind.

Rom
Italien hat nicht nur steigende Schulden, sondern auch eine weiter steigende Schuldenquote mit zuletzt 132,2%. Das Kolosseum in Rom. Foto: Diliff CC BY-SA 2.5

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Fortnite als Blaupause für die Geldanlage der Zukunft?

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Mit mehr als 125 Millionen Teilnehmern ist Fortnite derzeit das weltweit erfolgreichste Online-Spiel. Markus Koch interviewt im folgenden Video Christoph J. Gum von der Private Alpha Switzerland AG zum Thema „Künstliche Intelligenz (KI) in der Geldanlage“. Auch wenn man den Verdacht haben könnte, dass es sich hierbei um eine Art Promo-Video für Herrn Gum handelt, möchten wir das Thema KI zur Gedankenanregung hiermit in den Ring werfen. Die Frage die wir uns stellen: Kann die Crowd wie über „Fortnite“ als Idee kopiert werden für die automatisierte Geldanlage? Und kann die KI in diesem Bereich wirklich dauerhaft und sicher den Menschen ersetzen? Herr Gum greift bei seiner vollautomatisierten Geldanlage zum Beispiel gar nicht mehr manuell ein. Frage: Kann ein Algorithmus wirklich alle, wirklich ALLE Ereignisse an der Börse verstehen und inhaltlich sinnvoll „bearbeiten“? Man kann daran seine Zweifel haben.

Fortnite
Fortnite at E3 2018. Foto: Sergey Galyonkin CC BY-SA 2.0

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Das „Peter (Altmaier) Prinzip“ – wenn unfähige Politiker befördert werden

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Kürzlich ist etwas sehr Ungewöhnliches passiert: Vertreter des deutschen Mittelstands und der deutschen Industrie haben sich negativ über Wirtschaftsminister Peter Altmaier geäussert – ein echter Affront!

Woran liegt das? Marc Friedrich meint: am sogenannten „Peter-Prinzip“ der negativen Auslese in der Politik. Was das ist, erklärt Marc Friedrich in diesem Video:

 

 

 

Von Olaf Kosinsky – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=53950919

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