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Devisen

Aktuell: „Euphorie“ im Pfund nach May-Rücktritt schon wieder verpufft

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Es ist schon merkwürdig, warum das britische Pfund nach der Rücktrittsankündigung von Theresa May gestiegen ist. Es ging vorhin noch rauf von 1,2670 auf bis zu 1,2716 gegenüber dem US-Dollar. Aber dann war diese „Euphorie“ auch schon wieder vorbei, und jetzt notiert der Kurs bei 1,2663. Also alles wieder verpufft. Gut möglich, dass das Pfund noch weiter schwächelt. Denn womöglich wird den Devisenhändlern so langsam klar, was jetzt kommt. Boris Johnson dürfte wohl als Nachfolger von Theresa May bereit stehen. Und je mehr Stimmen die Tories an die Brexit-Partei verlieren, desto größer wird das Drängen sein mit einem Hardliner wie Boris Johnson diese Wähler wieder gedanklich in die Partei zurückzuholen.

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Die aktuelle Wahlteilnahme der Briten für das EU-Parlament ist inhaltlich bedeutungslos. Aber sie wirkt sich nun mal direkt auf die aktuelle Politik in London aus. Sie gibt den Parteien nämlich am Wochenende quasi vor, wie sie sich in Sachen Brexit positionieren werden. Ein wohl übermäßig großer Erfolg der Brexit-Partei von Nigel Farage lässt die Wahrscheinlichkeit stark steigen, dass die Tories sich voll und ganz auf einen harten Brexit konzentrieren.

Achten wir also bitte genau darauf, wie viele Prozente die Brexit-Partei bekommt, und wie stark Tories und Labour abgestraft werden. Boris Johnson als plumper Dampfplauderer in Brüssel, das könnte was werden. Die Zeichen würden stamm auf „Harter Brexit“ gestellt werden. Für das Pfund wäre das natürlich schlecht.

Pfund vs USD
Pfund vs USD seit Mittwoch.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Shong09

    24. Mai 2019 17:20 at 17:20

    Ich bin langfristig sehr bullish für das Pfund, sofern ein harter Brexit kommt.
    Wenn die Politiker wieder die Bedürfnisse des Volkes vor die eigenen und die der Industrie stellen, wird GB prosperieren. Sofern GB eine harte Linie fährt, wird sehr wahrscheinlich die EU doch früher oder später einen Binnenmarkt mit GB etablieren. Vlt wird das auch auf ein allmähliches Verkleinern der EU und Vergrößern einer neuen EU inkl. GB führen.
    Zuerst mag die Börse übertreiben und das Pfund abstürzen, aber das wird meiner Meinung nach eine sehr schöne Chance darstellen.

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Devisen

Euro fällt dank Öl und EZB – neuer Anlauf Richtung 1,0925?

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Der Euro schwächelt seit heute früh. Es ist kein gigantischer Absturz, aber er fällt gegen den US-Dollar von 1,1075 auf jetzt 1,1006. Derzeit schwächt der aktuelle Öl-Schock den Euroraum. Europa importiert massenweise Öl. Und das hat sich übers Wochenende massiv verteuert. Das bedeutet unterm Strich: Es fließt deutlich mehr Geld aus Europa ab Richtung Produktionsländer. Somit dürfte sich die Handelsbilanz von EU und Eurozone spürbar verschlechtern. Der höhere Ölpreis drückt auch tendenziell auf die Konjunktur in Europa. Dieses Schockereignis belastet somit insgesamt den Euro. Für die Dimension des Ölpreis-Anstiegs (größter Sprung seit 1991) verliert der Euro bislang nur sehr mäßig.

Aber da ist aktuell noch mehr. Der EZB-Chefvolkswirt Philip R. Lane meldet sich aktuell zu Wort und verkündet, dass die vor Kurzem von Mario Draghi verkündeten neuen Anleihekäufe im Volumen von 20 Milliarden Euro pro Monat auf lange Sicht keine Probleme für die Kauflimits darstellen würden. Damit ist gemeint, dass die EZB gemäß ihrer eigenen Vorgaben nicht mehr als 33% der von einem Land ausgegebenen Anleihen kaufen darf. Aber oft ist man schon an der Kante angeschlagen. Aber der gute Mann wird es schon besser wissen? Dieser Kommentar lässt vermuten: Ja, die EZB hat weiter Drang gen Süden (weitere geldpolitische Lockerung). Auch diese Aussage hat den Euro in den letzten Minuten ein wenig weiter geschwächt. Man schaue auf diesen Chart. Wird der Euro binnen weniger Tage zum zweiten Mal versuchen das Tief vom 3. September bei 1,0925 anzulaufen? Das Chartbild ist zumindest interessant.

Euro vs USD seit 1. September
Euro vs USD seit 1. September.

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Aktien

Der Öl-Schock: Diese Aktien und Währungen sind betroffen – Gewinner und Verlierer

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Nach dem heutigen Öl-Schock (Ölpreis steigt so stark wie seit 1991 nicht mehr) gibt es natürlich betroffene Aktien und Währungen, die darunter leiden, und andere die davon profitieren. Schaue wir uns die Gewinner an. Ohhh Wunder, Exxon Mobil legt heute kräftig zu mit +4,8%. Die Aktie von BP legt um 4,9% zu, Royal Dutch Shell um 3,1%. Hier exemplarisch ein aktueller Chart der BP-Aktie seit Februar. Nach monatelangem Abwärtstrend jetzt die Trendwende?

BP-Aktie steigt dank Öl-Schock

Tja, und die Verlierer? Das sind die großen Öl-Verbraucher, bei denen ein schnell steigender Ölpreis zuerst sichtbar wird. Die Airlines! Die Lufthansa-Aktie fällt heute um 3,4%, Ryanair um 2,5%. Aber sogar die Airbus-Aktie leidet heute mit -4%. Der Aktienmarkt glaubt also an eine größere Auswirkung, die sogar Bestellungen für neue Flugzeuge beeinträchtigen könnte? Charttechnisch gesehen halten sich diese heutigen Rückfälle aber noch in Grenzen. Also noch keine Alarmstufe Rot für diese Aktien.

Öl-Schock sorgt für Verschiebungen am Devisenmarkt

Aber auch am Devisenmarkt sorgt der heutige Öl-Schock für eine Verschiebung der Geldströme. Währungen von Öl-Exportländern werden aufgewertet, und die von Importländern werden abgewertet. Mit am Stärksten negativ betroffen ist heute die türkische Lira. Die Türkei importiert viel Öl, und oben drauf gilt die Lira seit Jahren als Angriffsziel für diverse Arten von Spekulanten-Attacken. Heute steigt US-Dollar vs Türkische Lira von 5,67 auf 5,72. Indien als großer Konsummarkt für Öl ist sehr stark betroffen. USD vs Rupie gewinnt heute von 70,98 auf 71,61. Kleinere Auswirkungen spürt man aber auch bei US-Dollar gegen den ungarischen Forint, wo der Kurs gegenüber Freitag steigt von 299 auf 301. Aber das sind nur drei Beispiele. Betroffen sind auch Südafrika, Indonesien usw.

Auf der Gewinnerseite steht natürlich der russische Rubel. Obwohl der Dollar-Index heute gegenüber Freitag zulegt, verliert USD gegen den Rubel von 64,34 auf jetzt 64,01. Auch Kanada als Ölförder-Nation spürt als kleinen Ausläufer die Auswirkungen. USD vs kanadischer Dollar verliert von 1,3285 auf 1,3244. Im Chart sieht man USD vs Rubel seit Ende August. Der Rubel wertet eh seit einiger Zeit gegen den US-Dollar auf.

USD vs Rubel

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Devisen

Negativzinsen – Olaf Scholz beruhigt Sparer

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Nachdem die EZB letzten Donnerstag den Einlagezins von -0,4% auf -0,5% gesenkt hat, stellen sich viele die Frage, ob nun bald Negativzinsen auf Girokonten von den deutschen Banken erhoben werden könnten. Für die Politik wäre das ein Horror-Szenario, schließlich wäre das faktisch ein Einegständnis, dass die Enteignung durch Null- oder Negativzins nun immer neue Eskalationsstufen erreicht. Noch wichtiger aber: wenn auf breiter Front jedes Girokonto mit Negativzinsen belegt würde, droht ein bank-run, würden also wohl Millionen Menschen ihr Geld von den etablierten Banken abheben!

Das weiß natürlich auch der deutsche Finanzminister Olaf Scholz – und das wissen auch die deutschen Banken. Nun hat Scholz heute in dieser Frage einen groß angelegten Beruhigungsversuch gestartet mit Aussagen gegenüber der „Bild“:

„Ich habe den Bank-Vorständen sehr klar gesagt, dass ich glaube, dass es ein ziemlich schlechter Einfall wäre, jetzt für die Millionen Sparerinnen und Sparer mit Negativ-Zinsen zu arbeiten und ich glaube, das wird auch nicht passieren.“

Negativzinsen auf Girokonten würden schon aus vertragsrechtlichen Gründen derzeit unmöglich sein, so Scholz weiter:

„Wir haben uns das angeguckt, aber die erste Auskunft ist, dass das rechtlich gegenwärtig gar nicht möglich ist für die allermeisten Banken, weil die Verträge, die sie geschlossen haben, das nicht zulassen.“

Er sei selbst Leidtragender der Nullzinsenn, weil er sein eigenes Geld nur auf das Sparbuch oder das Girokonto parke., so Scholz gegenüber „Bild“ weiter:

„Ich mache das, was einem kein Anlageberater empfiehlt: Ich lege mein Geld nur auf einem Sparbuch, also sogar auf dem Girokonto an und da kriege ich, wie bei allen anderen, keine Zinsen. Ich bin selber Leidtragender, wie sollte das anders sein.“

Ungemein beruhigend zu wissen, dass der deutsche Finanzminister so typisch deutsch ist mit diesem Verhalten..

Aber kommen wir zurück zu den Beschlüssen der EZB: trotz der Senkung der Einlagezinsen wird sich die Situation der großen deutschen Banken verbessern! Denn mit dem von der Notenbank beschlossenen tiering „soll das Sechsfache der sog. „Mindestreserve“ (also des Geldes, das die Banken obligatorisch bei der Notenbank lagern müssen und das auch heute schon von Strafzinsen ausgenommen ist) von Negativzinsen verschont bleiben. Das heißt für deutsche Banken, dass rund 180 Mrd. Euro Überschussliquidität künftig nicht mit Negativzinsen belegt werden.“, wie finanz-szene.de errechnet hat.

Schlechter gestellt sind jedoch jene Banken wie Sparkassen und Volksbanken, die von den Kundeneinlagen leben und sich die Liquidität nicht vorwiegend über den Kapitalmarkt besorgen.

Insgesamt also gibt es für die Banken-Branche zwar Grund zum Jammern, aber eben auch keinen Grund für Panik: schließlich hat die EZB dafür gesorgt mit ihrer Geldpolitik, dass die Vermögenspreise regelrecht explodiert sind – was wiederum die Aktiva in den Bilanzen der deutschen Banken aufgewertet hat. Darüber spricht man aber hierzulande nicht so gerne..

Und wenn der „Scholzomat“ uns verspricht, dass es auf Girokonten keine Negativzinsen geben wird, dann ist das auch so. Unbedingt..

 

Olaf Scholz verspricht, dass es keine Negativzinsen auf Girokonten geben werde

Olaf Scholz und Angela Merkel. Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

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