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Aktuell: EZB-Risikoaufseher warnen vor Immobilien-Problem – auch in Deutschland

Redaktion

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Der Europäische Ausschuss für Systemrisiken (ESRB), gegründet nach der Finanzkrise und angesiedelt bei der EZB, hat aktuell eine Warnung für den Immobilien-Sektor in elf europäischen Ländern veröffentlicht. Darunter auch Deutschland! Auf einen mittelfristigen Horizont betrachtet mache man sich Sorgen über die steigende Verschuldung der Haushalte und deren Fähigkeit Immobilienkredite zurückzuzahlen. Auch das Wachstum der Immobilienkredite, die Lockerung der Kreditstandards, sowie die Bewertung und Preisdynamik von Wohnimmobilien bereite Sorgen. Dazu unser Kommentar: Hähhh? Die EZB senkt die doch Zinsen, damit die Banken mehr Kredite herausreichen. Und jetzt warnen die Risikoaufseher der EZB vor zu hohen Schulden, zu vielen Immobilien-Krediten? Übrigens: Vorsitzender des ESRB ist Mario Draghi!

Kurzfristig sehe man (so das ESRB) keine wirkliche Gefahr für die Finanzsysteme. Es gehe eher um mittelfristige Probleme. In den jeweiligen Ländern hätten Banken bereits angefangen Maßnahmen zu ergreifen, wie erhöhtes Eigenkapital etc. Tja, das beißt sich die Katze grundsätzlich in den Schwanz. Die EZB will auf Teufel komm raus, dass die Banken mehr Kredite vergeben für eine steigende wirtschaftliche Aktivität und letztlich mehr Inflation zu erzeugen. Aber wenn die Banken dies denn wirklich umsetzen, steigen nun mal zwangsläufig die Verzerrungen und Übertreibungen. Hier ein kurzer Ausschnitt aus dem aktuellen ESRB-Text:

In many of the countries receiving warnings and recommendations, vulnerabilities are related to the level of household indebtedness, the growth of mortgage credit and signs of loosening of lending standards. Some countries also have vulnerabilities related to house price growth or the overvaluation of residential real estate. The ESRB also performed an analysis of the risks associated with the banking sector’s exposure to residential real estate. At this moment in time, the ESRB has not identified significant direct near-term risks arising from residential real estate exposures in the banking systems of the countries receiving warnings and recommendations, although second-round effects cannot be excluded in the medium term. Moreover, these countries have taken steps to ensure the resilience of their banking sectors, for example through an increase in bank capital requirements in recent years. In most of these countries, however, medium-term vulnerabilities are generated by a combination of vulnerabilities related to household indebtedness and house price levels and dynamics. The exact vulnerabilities vary for the countries receiving the ESRB warnings and recommendations. Further details can be found in the texts of the warnings and recommendations.

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Zimmermann

    23. September 2019 18:09 at 18:09

    Dies zeigt doch umsomehr, dass die Zentralbanken immer mehr die Kontrolle über das Geschehen verlieren. Man darf wirklich gespannnt sein, wieviele Jahre das noch gut geht.

  2. Avatar

    Crash-Warner

    23. September 2019 19:42 at 19:42

    Das gleiche Spiel bei der SNB, sie warnen Immokäufer vor Verschuldung, u.von den Banken wird beim Immobilienkauf eine Tragbarkeitsrechnung gemacht die so aussieht:
    Bei Anstieg des Hypozinses auf 5% sollte die Zinsbelastung 1/3 des Lohnes nicht übersteigen.
    Sehr gute Ratschläge von einer Notenbank die mit gedrucktem Geld eine Summe von 80Mia.an US-Aktien u.Devisen angehäuft hat u.weniger als 10% Eigenkapital hat.
    Man könnte das so interpretieren: Die Notenbanken raten den Bürgern sich nicht zu stark zu verschulden, denn irgendwann müssen sie ja noch die grosse Scheisse des Staates u.der Notenbanken ausbaden.

    • Avatar

      Kastendenkem

      24. September 2019 05:14 at 05:14

      Man kann es natürlich schon als Witz bezeichnen das man noch Tragbarkeitsrechnungen mit 5% macht da sollte mir dich mal einer erklären wie zum Teufel er den den zins bei der heutigen Schuldenlast ohne Kollaps wieder auf 5% steigern will geht nicht also, ist es einfach eine Enteignung und Beraubung des Mieters dem Woheigrntum vorenthalten wird aufgrund skurliler Behauptungen zu welchen es keine wissenschaftliche erklärung gibt.

      Aber das ist ja auch nicht neues im Westen, Leute kommen ins Gefängnis werden also Ihrer Freiheit beraubt auf Basis von Wissen das nicht Wissenschaftlich ist, wie zB das Cannabisverbot, obwohl jeder Wissenschaftler bestätigen kann das Alkohol durchaus gefährlicher ist, ist und bleibt Cannabis auf Basis von skurilen Behauptungen verboten.

      Es ist halt Verboten bleibt dann oder es ist Gesetzt. Tja Hexen waren auch mal verboten und Frauen durftrn bis in die 80iger in der Schweiz nicht mal stimmen. War das Recht? Aber es war Gesetz.

      Der Staat entscheidet schon immer was der Bürger darf und was nicht, wer in welche Kaste aufsteigen oder absteigen muss, in die Kaste der Immobeseitzer will er nun nicht mehr allzuviele reinlassen

  3. Avatar

    Gixxer

    25. September 2019 13:49 at 13:49

    Draghi hat auf der Pressekonferenz nach der Entscheidung ja auch immer wieder hingewiesen, dass die Politik tätig werden muss und Reformen durchbringen muss.
    Meiner Meinung nach spricht er sich dadurch endgültig frei von Schuld. Er macht das Geld zwar billig, warnt aber gleichzeitig, dass die Politik was tun muss und jetzt warnt er sogar noch mal, dass es so nicht weitergehen kann.
    So gesehen wäre das sogar clever.

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    Koch

    25. September 2019 18:18 at 18:18

    Please praise the Lord!Seine unendliche Güte und Weitsicht haben wir Sünder definitiv nicht verdient!Um es an Heftigkeit nicht mangeln zu lassen,dieser Ton:Hast du noch eine Latte am Zaun,eine Tasse im Schrank,irgendwas was,was an Rückgrat,Verlässlichkeit und Ehre erinnert?Wohl kaum.Sollte,was ich hier vermute eine gekaufte Lobbyistenmeinung verbreitet worden sein,dann wäre es nur fair,diese auch zu publizieren!Wenn ich mit meinen beiden Kindern in der Erziehung ähnlich vorgegangen wäre,nämlich immer nur zu drohen,aber keine Konsequenzen gezeigt hätte!Was wäre wohl aus ihnen geworden?Eigentlich nur EZB-Banker,für was anderes hätte ihnen jede Qualifikation gefehlt.

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    Meike

    31. Oktober 2019 10:25 at 10:25

    Tja, es ist wie so oft: Die rechte Hand weiß nicht, was die Linke tut! Das ist genau so wie die Politik in Berlin den Vermietern Schaden durch die Mietpreisbremse (https://www.zachger.de/mietendeckel-berlin/) zufügen möchte, obwohl Wohnungen knapp sind und die Regierung nicht in der Lage ist, neue Wohnungen zu bauen. Da wird den Vermietern, die ja Wohnraum zur Verfügung stellen, Knüppel zwischen die Beine geworfen, anstatt sie zu motivieren und Anreize zu geben, weitere Wohnungen zu bauen. Für mich absolut unverständlich.

    • Avatar

      Johannes

      31. Oktober 2019 12:05 at 12:05

      @Meike, Mietendeckel und Mietpreisbremse gelten doch nicht für Neubauwohnungen!

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Aktien

Aber CFDs sind Termingeschäfte? Verbände für steuerliche Bevorzugung von Optionsscheinen

Claudio Kummerfeld

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Aktives Trading mit CFDs und Optionsscheinen könnte problematisch werden

Was sind CFDs? Die „Contracts for Difference“ erlauben gehebelte Wetten auf steigende und fallende Kurse. Die CFDs können Anleger zeitlich unbefristet lange halten. Und Optionsscheine? Die haben einen fest definierten Ablaufzeitpunkt. Und wie definiert man Termingeschäfte? In Kurzform: Dies sind Börsengeschäfte, bei denen die Erfüllung des Vertrags (Abnahme und Lieferung der Ware) zu einem späteren Termin erfolgt. Also sind Optionsscheine doch Termingeschäfte, und CFDs irgendwie nicht so richtig?

Egal. Wenn der Gesetzgeber eine Feststellung trifft, dann ist das eben so – weil es nun mal der Gesetzgeber ist? So wurde vor Kurzem die seit Anfang Januar gültige Novellierung des Einkommensteuergesetzes beschlossen, wonach Verluste aus „Termingeschäften“ nur noch bis zu 20.000 Euro pro Jahr mit Gewinnen aus Termingeschäften verrechnet werden dürfen. Dadurch wird die bizarre Realität entstehen, dass Anleger Steuern auf Gewinne zahlen müssen, obwohl sie effektiv in einem Börsenjahr im Handel keinen Gewinn erzielt haben (wir berichteten schon mehrmals). Danke Olaf Scholz, darf man da schon mal im Voraus sagen.

Klar zu sein scheint, dass die CFDs in die Kategorie der Termingeschäfte fallen im Sinne dieser Novelle des Einkommenssteuergesetzes – wohl ganz einfach, weil der Gesetzgeber es so will. Aber auch Optionsscheine, die per Definition doch viel eher Termingeschäfte sind? Wie man derzeit munkelt, wird das Bundesfinanzministerium noch eine Klarstellung für die ausführenden Steuerbehörden veröffentlichen, aus welcher hervorgehen könnte, dass auch Optionsscheine als Termingeschäfte zu betrachten wären. Das würde den Kreis der betroffenen Anleger deutlich erweitern.

Lobbyarbeit für Optionsscheine – von CFDs ist keine Rede

Aber halt. CFDs werden fast komplett von angelsächsischen und Offshore-Anbietern angeboten. Optionsscheine sind die Kinder der deutschen Bankenbranche. Und drei Mal darf man raten, wer den besseren Draht zu BaFin, Bundesfinanzministerium, Staatssekretären etc haben könnte? Diese Woche sieht man vom Deutschen Derivate-Verband, der Börse Stuttgart und der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) einen offiziellen Appell an das Bundesfinanzministerium (siehe hier), worin man eindringlich dazu auffordert Optionsscheine bezüglich dieser Neuregelung nicht als Termingeschäfte einzustufen. Man möchte also erreichen, dass Anleger auch weiterhin unbegrenzt Verluste aus Optionsscheinen mit Gewinnen aus Optionsscheinen verrechnen dürfen.

Gibt der Gesetzgeber dem nach, wäre dies ein glasklarer Vorteil für die Anbieter von Optionsscheinen, und ein riesiger Nachteil für die ausländischen CFD-Anbieter. Und wer ist denn Mitglied im Deutschen Derivate-Verband? Eben nicht die CFD-Anbieter, sondern so ziemlich alle deutschen Anbieter von Zertifikaten und Optionsscheinen, wie Deutsche Bank, Deka, Hypo, LBBW, DZ, Baader usw. Für CFDs bitten sie nicht um eine Ausnahme, sondern nur für Optionsscheine. Und die DSW? Hat sie die CFDs schon aufgegeben, und hofft nun noch darauf, wenigstens noch die Optionsscheine vor diesem Steuerirrsinn retten zu können? Aus dem Appell zitieren wir hier auszugsweise im Wortlaut:

Der Deutsche Derivate Verband (DDV), die Börse Stuttgart und die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) appellieren an das Bundesfinanzministerium, die Linie aus dem Juni 2020 beizubehalten und Optionsscheine nicht als Termingeschäfte einzuordnen. Im Entwurf des Anwendungsschreibens des BMF vom Juni 2020 wurden Optionsscheine nicht als Termingeschäfte klassifiziert und damit eine klare, angemessene Abgrenzung erreicht. Damit wird vermieden, dass Anleger in der Depotgestaltung beeinträchtigt werden und zudem aufwendige individuelle Veranlagungen vornehmen müssen. Anderenfalls drohen schwere steuerliche Nachteile, nachträgliche Steuerzahlungen und Unsicherheiten für hunderttausende von Anlegern. Für Termingeschäfte sieht das Jahressteuergesetz, das seit Jahresbeginn gilt, eine begrenzte Verlustverrechnungsmöglichkeit nur mit anderen Termingeschäften und Erträgen aus Stillhaltegeschäften vor.

Marc Tüngler, DSW-Hauptgeschäftsführer: „Die steuerliche Neuregelung der Verlustverrechnung ist ein weiterer herber Schlag für Privatanleger und führt zu massiven Verunsicherungen. Vom Grundsatz her halten wir die Regelung insgesamt für verfassungswidrig. Der Entwurf des BMF-Schreibens war immerhin ein fairer Vorschlag, wie die Anwendung zumindest in Bezug auf Optionsscheine zu regeln ist, und würde betroffenen Anlegern eine Perspektive geben. Wenn das BMF jetzt von diesem ursprünglichen Entwurf abweicht, weckt das Unverständnis und offenbart einmal mehr die feindliche Gesinnung gegenüber Privatanlegern.“

Würden Optionsscheine jetzt durch das Anwendungsschreiben des BMF den Termingeschäften zugerechnet, wird die neugeschaffene Unwucht im Steuerrecht weiter dramatisch verschärft.

Es gibt gute sachliche Argumente dafür, warum Optionsscheine steuerlich als sonstige Finanzinstrumente und nicht als Termingeschäfte zu klassifizieren sind. Die Klassifizierung sollte anhand der Erfüllungsweise von Optionsgeschäften vorgenommen werden. Diese ist bei Optionsscheinen „Zug-um-Zug“, sie sind daher bei der steuerlichen Behandlung den Kassageschäften zuzurechnen, und nicht den Termingeschäften. Diese Einschätzung wird auch von Wissenschaftlern geteilt.

Eine Studie der WHU aus dem vergangenen Jahr zeigt, dass hunderttausende von Privatanlegern von einer solchen Klassifizierung betroffen wären. Zudem stellt die Studie der WHU fest, dass 68,8 Prozent der Nutzer von Hebelprodukten wie Optionsscheinen diese zur Absicherung einsetzen. Die Beschränkung der Verlustverrechnung erschwert es Anlegern von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.

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Ölpreis: Aufwärtstrend geht weiter? Was macht Biden? API-Daten lassen aufhorchen

Claudio Kummerfeld

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am

Eine Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis war seit dem 5. Januar im Aufwärtstrend. Nach einer Mini-Pause ging es Anfang dieser Woche weiter nach oben, von unter 48 Dollar im WTI-Öl am 5. Januar bis auf derzeit knapp unter 53 Dollar. Zahlreiche Gründe für die jüngst gestiegenen Preise und womöglich auch weiter anziehenden Preise hatten wir die letzten Tage genannt.

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Positiv für den Ölpreis zu werten waren die inzwischen seit fünf Wochen fallenden Lagerbestände für Öl in den USA, die großen Stimulus-Hoffnungen an den neuen US-Präsidenten, und vor allem die zusätzlichen freiwilligen Kürzungen der Öl-Fördermenge durch Saudi-Arabien (minus 1 Million Barrels pro Tag für Februar und März).

Gestern Abend wurden die privat ermittelten API-Lagerbestände für Öl veröffentlicht mit einer Wochenveränderung von +2,6 Millionen Barrels. Die API-Daten gelten stets als Vorschau auf die am folgenden Tag vermeldeten offiziellen Lagerdaten. Diese Woche verschieben sich viele Konjunkturdaten in den USA um einen Tag nach hinten, weil am Montag Feiertag war. Die offiziellen Lagerdaten aber verschieben sich aufgrund der gestrigen Amtseinführung von Joe Biden um noch einen weiteren Tag nach hinten auf Freitag Nachmittag. Bis dahin könnte der Ölpreis also zittrig bleiben, in der Vorschau auf möglicherweise steigende Lagerbestände in den USA.

Was bringt Joe Biden für den Ölpreis?

Positiv für die Öl-Bullen ist zu werten, dass Joe Biden gestern im Rahmen diverser präsidialer Dekrete die Keystone XL Pipeline gestoppt hat, deren Bau in den USA noch nicht begonnen hat. Damit wird zukünftig nicht noch mehr Öl aus Kanada in Texas ankommen. Grundsätzlich ist dies vorsichtig positiv für den Ölpreis zu werten, da die Angebotsmenge geringer ausfallen dürfte. Aber na ja… werden die Kanadier ihr Öl dann nicht anderweitig auf dem Weltmarkt anbieten?

Also, bringt Joe Biden tendenziell für die nächsten Jahre dank dem Pipeline-Stop und sicherlich diversen schärferen Umweltgesetzen die Öl-Förderung in den USA zu einem Wachstumsstop, oder sogar zu einer Schrumpfung? Das wäre gut für alle Trader, die einen höheren Ölpreis sehen wollen. Aber da gibt es noch die andere Seite der Medaille. Man darf annehmen, dass sich die Beziehung zwischen den USA und dem Iran unter dem neuen US-Präsidenten entspannt. Sollten die US-Sanktionen gelockert werden, dürfte der Iran wohl zügig mehr Öl fördern und auf dem Weltmarkt verkaufen. Denn das Land braucht wohl jeden Petro-Dollar. Dies wäre folglich schlecht für den Ölpreis. Also ist es nicht so einfach zu beantworten, ob Joe Biden nun gut oder schlecht für einen potenziell weiter steigenden Ölpreis zu betrachten ist. Schaut man auf den Chart 30 Tage zurück, dann ist der Ölmarkt noch im Aufwärtstrend. Die Grundstimmung ist vor allem wegen dem möglichen anstehenden Mega-Stimulus in den USA positiv.

Chart zeigt Kursverlauf im Ölpreis in den letzten 30 Tagen
Chart zeigt Ölpreis-Verlauf in den letzten 30 Tagen.

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Christine Lagarde: Headlines der PK der EZB: entscheidende Fragen unbeantwortet

Markus Fugmann

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Hier die wichtigsten Aussagen von Christine Lagarde auf der heutigen Pressekonferenz der EZB – im offiziellen Statement bislang wenig Neues:

– Lagarde beginnt mit warmen Wünschen für 2021

– Impfungen wichtiger Meilentstein

– Industrie weiter robust, Dienstleistung weiter schwach, wenngleich weniger schwach als in der ersten Corona-Welle

– Inflation bleibt niedrig

– Kurzfristig überwiegen die Risiken

– Wirtschaft der Eurozone dürfte auch im 4.Quartal geschrumpft sein

– Pandemie wird auch 1.Quartal 2021 belasten

– es wird trotz Impfungen noch dauern, bis Herdenimmunität erreicht ist

– Impfungen und Brexit-Deal sind ermutigend, aber übergeordnet bleiben die Risiken bestehen

– Headline-Inflation dürfte bald ansteigen, auch wegen deutscher Wieder-Anhebung der Mehrwertsteuer

– Inflation dürfte mittelfristig anziehen, Inflationserwartungen sind gestiegen

– Kreditvergabe: Banken etwas vorsichtiger geworden

– Europäische Länder sollen schnell beschlossene EU-Hilfsmaßnahmen in ihren Parlamenten beschließen, um Erholung anzuschieben

– Lagarde „hat fertig“, jetzt Fragen

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– Lagarde: positiv sind Impfungen, dass der Brexit-Dealk zustande gekommen ist, dazu bessere Aussichten auf Kooperation mit der neuen US-Regierung

– schärfere Lockdowns wegen Mutationen durchaus möglich

– Frage nach Zombiefirmen: bislang weicht Lagarde einer Antwort aus – da redet sie minutenlang herum, aber die Frage zielte letztlich auf die negativen Konsequenzen der EZB-Politik, und das ließ sie (wieder einmal!) unbeantwortet!

– Frage nach (unausgesprochener) yield curve control der EZB (Berichte darüber, dass EZB versucht, die Renditen für Anleihen vor allem italienischer Anleohen nicht zu stark gegenüber deutschen Anleihen als Benchmark steigen zu lassen:: wieder keine konkrete Antwort von Lagarde!

– Frage nach digitalem Euro: was soll der für die Menschen bringen? Lagarde: ein digitaler Euro würde das Bargeld nicht ersetzen (FMW: echt??)
Lagarde: wir wollen in Sachen Digitaleuro sehr transparent sein (FMW: wohl eher pseudo-transparent..)
Lagarde:Einführung des digitalen Euros würde noch Jahre dauern; viele Fragen darüber noch offen und schwierig, wenn er käme, wäre er für alle gut, nicht nur für Elite

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