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Aktuell: EZB will angeblich Inflationsausblick senken – Euro fällt, Dax steigt

Das jüngste Gerücht über die EZB..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die EZB will laut Bericht eines Insiders morgen auf ihrer Sitzung den Inflationsausblick bis zum Jahr 2019 senken aufgrund der niedrigen Energiepreise, und zwar auf +1,5% von 2017 bis 2019 von zuvor 1,7% (2017), 1,6% (2018) und 1.7% (2019).

Das bringt den Euro unter Druck, weil extrem dovish und suggerierend, dass man an der ultralaxen Geldpolitik länger festhalten wird:

Und der Dax freut sich gar sehr:

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Michael

    7. Juni 2017 12:46 at 12:46

    Und ich dachte immer, die Energiepreise werden nicht in die Inflationsberechnung mit einbezogen ;)

    • Avatar

      Gixxer

      7. Juni 2017 15:21 at 15:21

      Aber doch nur dann, wenn es einem in den Kram passt ;)

  2. Avatar

    Marcus

    7. Juni 2017 13:01 at 13:01

    Der Euro ist für die EZB zu stark ! Habe mich sowieso gewundert warum in letzter Zeit fast keine verbalen Interventionen gekommen sind. Jetzt macht man es eben über den Inflationsausblick, um gleichzeitig verdeckt zu verkünden das man noch mindestens bis 2020 Wertpapiere ankaufen muss da die Inflation nicht bei 2 % liegt.

    Ziemlich plumpe Nummer von der EZB die Profis schon längst durchschaut haben.

    • Avatar

      Wolfgang Koch

      7. Juni 2017 13:30 at 13:30

      Die EZB operiert halt mit mehr als 3 Hütchen.Da ist es noch schwerer zu erraten wo die Kugel drunter ist,als bei den „albanischen Notenbankern“!

  3. Avatar

    Wolfgang M.

    7. Juni 2017 15:48 at 15:48

    Wie bereits erwähnt: Mario Draghi ist ehemaliger italienischer Notenbankchef (aus Rom stammend) und hatte bereits im August vor zwei Jahren angekündigt, alles!! zu tun, um den Euro zu retten. „Wthatever it takes …. and believe me, it will be enough!“ Damit hat er sein Verhalten direkt angekündigt. Wenn man den Gedanken fortspinnt, kommt man zu einer Schlussfolgerung, die keinem Bären gefallen dürfte: Draghi wird bis zum Ende seiner Dienstzeit 2019 alles Mögliche unternehmen, um den großen Big Bang zu verhindern. Ich bin kein Superbulle und sehe das Verhalten der Notenbank im Hinblick auf die unvermeidbaren Folgen sehr kritisch – mehr als zeitweilige Korrekturen wird sie vorerst nicht zulassen. Da muss ich PK zustimmen, vermutlich kommt dann QE n+x, die Schweizer Notenbank kauft schließlich auch schon Aktien. Sorry, aber diese Conclusio scheint irgendwie schlüssig zu sein wg. Draghi – außer die USA oder China sorgen für den Kollaps. Gruß

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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IHS Markit-Kauf für 44 Milliarden Dollar – wie man gigantisch wächst ohne neue Schulden

Claudio Kummerfeld

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New York Downtown bei Nacht

In der Branche für Finanzdaten, Börsendaten und ökonomischen Analysedaten nimmt die Konzentration auf wenige große Anbieter immer mehr zu. Es gibt Bloomberg, Reuters, große Börsenanbieter wie die Deutsche Börse oder Euronext, und es gibt gerade den Versuch der London Stock Exchange den Datenanbieter Refinitiv für 27 Milliarden Euro zu übernehmen. Jetzt legt S&P Global (gehört zur Standard & Poors-Gruppe) nach und kauft den Datenanbieter IHS Markit. Und das für satte 44 Milliarden Dollar.

IHS Markit war Ende letzter Woche an der Börse noch 37 Milliarden Dollar wert. S&P Global lag bei 82 Milliarden Dollar. Wie schafft man es so viel Geld auszugeben, mal eben 44 Milliarden Dollar? Nun, in diesem Fall ist das gar kein Problem. Man „kauft“ per Aktientausch. Ein richtiger Kauf ist es dann gar nicht. Man fusioniert, und der „Käufer“ erhält an der neuen Firma die Aktienmehrheit. Oder besser gesagt, die bisherigen Aktionäre des größeren Fusionspartners halten dann später auch die Mehrheit am neuen Unternehmen.

So kommt es, dass die bisherigen Aktionäre von S&P Global an der neuen Firma 67,75 Prozent der Anteile halten werden, und die bisherigen Aktionäre von IHS Markit 32,25 Prozent. So haben alle was davon, und die Firma hat keine gestiegene Verschuldung durch diese Transaktion. So können große Konzerne schnell weiter wachsen, ohne sich zu verschulden.

Ganz anders lief es vor vier Jahren bei Bayer, wir erinnern uns alle mit Grausen an die Zeit danach. Die Leverkusener kauften Monsanto für 66 Milliarden Dollar in Cash. Dafür musste man damals eine Brückenfinanzierung über 57 Milliarden US-Dollar aufnehmen, also Kredite. So brockt man sich jede Menge Probleme ein, wenn man seine bisherige Aktionärsstruktur beibehalten will.

Will man extern kräftig zukaufen, muss man sich dann wie Bayer massiv verschulden. Um die Last zu reduzieren, muss man dann brutal einsparen, einzelne Sparten verkaufen usw. Gerade große Konzerne mit stark steigenden Aktienkursen können sich über den Weg des Kaufs mit eigenen Aktien (Fusion) andere Unternehmen einfach und bequem einverleiben. Dann werden die Aktionäre der bisherigen Konkurrenzfirma einfach zu Miteigentümern des eigenen Unternehmens gemacht. Und zack, der Konzern wächst kräftig, ohne dabei neue Schulden machen zu müssen. Natürlich hat der einzelne Altaktionär nach der Transaktion weniger Eigentum am Konzern. Aber dafür ist der Konzern an sich ja auch spürbar gewachsen, wodurch eine Kompensation stattfindet. Langfristig können über diese Methode die ganz großen Konglomerate entstehen.

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