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Aktuell: Fed pumpt 500 Milliarden Dollar, Aktien steigen!

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Die Fed-Zentrale

Soeben hat die Federal Reserve (genauer gesagt die New Yorker Fed) bekanntgegeben, dass man 500 Milliarden Dollar für 3 Monate in den Repo-Markt pumpt! Außerdem kaufe man für 60 Milliarden Dollar Anleihen. Endlich mal ein starkes Signal, und nicht so ein jämmerliches Signal wie heute Mittag von der EZB – so denkt der Markt gerade! Der Dow steigt in den letzten Minuten um 700 Punkte, der Dax nachbörslich auf CFD-Basis um 300 Punkte. Sehr hohe Volatilität derzeit!

Hier der Text der Fed im Wortlaut:

The Open Market Trading Desk (the Desk) at the Federal Reserve Bank of New York has released a new monthly schedule of Treasury securities operations and has updated the current monthly schedule of repurchase agreement (repo) operations. Pursuant to instruction from the Chair in consultation with the FOMC, adjustments have been made to these schedules to address temporary disruptions in Treasury financing markets. The Treasury securities operation schedule includes a change in the maturity composition of purchases to support functioning in the market for U.S. Treasury securities. Term repo operations in large size have been added to enhance functioning of secured U.S. dollar funding markets.

As a part of its $60 billion reserve management purchases for the monthly period beginning March 13, 2020 and continuing through April 13, 2020, the Desk will conduct purchases across a range of maturities to roughly match the maturity composition of Treasury securities outstanding. Specifically, the Desk plans to distribute reserve management purchases across eleven sectors, including nominal coupons, bills, Treasury Inflation-Protected Securities, and Floating Rate Notes. The distribution of purchases across sectors will be the same distribution as the Desk uses to reinvest principal payments from the Federal Reserve’s holdings of agency debt and agency MBS in Treasury securities. The first such purchases will begin tomorrow, March 13, 2020.

Today, March 12, 2020, the Desk will offer $500 billion in a three-month repo operation at 1:30 pm ET that will settle on March 13, 2020. Tomorrow, the Desk will further offer $500 billion in a three-month repo operation and $500 billion in a one-month repo operation for same day settlement. Three-month and one-month repo operations for $500 billion will be offered on a weekly basis for the remainder of the monthly schedule. The Desk will continue to offer at least $175 billion in daily overnight repo operations and at least $45 billion in two-week term repo operations twice per week over this period.

These changes are being made to address highly unusual disruptions in Treasury financing markets associated with the coronavirus outbreak. Reserve management purchases into the second quarter will continue to be conducted with this maturity allocation. The terms of operations will be adjusted as needed to foster smooth Treasury market functioning and efficient and effective policy implementation.

10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    Übelkeit

    12. März 2020 18:25 at 18:25

    So ein Quatsch. SP500 auf massive Untersützung gelaufen….

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    Hesterbär

    12. März 2020 18:28 at 18:28

    Starkes Signal, ja! Aber 5 Billionen wäre noch ein stärkeres Signal gewesen. Warum in Gottes Namen nicht 5 Billionen? Also, wenn ich FED-Chef wäre, ich hätte gleich 50 Billionen reingebuttert. Wenn schon, dann richtig. Kleinkrämer sind das!

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    Lausi

    12. März 2020 18:42 at 18:42

    Wat? Nur ‘ne halbe Billion? Eindeutig zu wenig! Das gnadenlose Fallbeil Gottes wird weiter in die Tiefe rauschen!

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    Peter

    12. März 2020 18:45 at 18:45

    @ Herr Fugmann, das scheint Sie auch noch zu freuen. Schauen Sie mal an, wie Sven Henrich dies auf Twitter kommentiert: Wenn dies nicht funktioniert, was kommt dann?

    Ferner: Die Schuldenblase wird jetzt noch größer, der dann kommende Knall mit all seinen negativen Begleiterscheinungen ebenso!

    Aber vielleicht thematisieren Sie dies ja heute abend im Marktgeflüster.

    Weiterhin alles Gute und vielen Dank für Ihre Arbeit!

    • Avatar

      Michael

      12. März 2020 21:57 at 21:57

      @Peter, erst einmal vorab: Der Artikel war von Mario Kummerfeld, nicht von Markus Fugmann.

      Unabhängig davon, durften und dürfen alle Leser und Schreiber seit Jahren tausendfach vernehmen, dass Börsen nichts mit Vernunft und Verstand zu tun haben (was eine Domäne von Herrn Fugmann ist). Gleichzeitig aber auch nichts mit Emotionen wie Freude oder Wut. Börsen und Märkte, hieß es immer, sind, was sie sind. Bemüht man die Logik, bleibt nur der Schluss, sie sind ein Paralleluniversum.

      Der schlaue Mann hat vorgebaut, weil er seine Möglichkeiten in seinem Universum abgewogen und genutzt hat. Weil er seit Jahren sieht, ahnt, kombiniert, warnt und mahnt. Weil Erfahrung, Intuition, Wissen und Verstand sämtliche Alarmglocken schrillen lassen.

      Es wird nicht so lange dauern, dann geht es wieder von ATH zu ATH, in Höhen, die nie zuvor ein Mensch gesehen hat.

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    Gerstenbier

    12. März 2020 19:05 at 19:05

    Damals nach so einer Adrenalinspritze lief das Kätzchen noch wie am Schnürchen.
    Was für eine Vernichtung an Kaptal. Kann die FED rein hypothetisch ins MarginCall rutschen?
    Aufwiedersehen das Jahr 1929, willkommen das Jahr 1636!

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    Kritisch on fire

    12. März 2020 19:06 at 19:06

    500 Mrd. Ankündigung! Auswirkungen praktisch 0. Hr. Präsident wird vermutlich meinen, dass diese Maßnahme viel zu spät erfolgte und jetzt noch eine Zinssenkung auf 0 folgen muss. Aber sicherheitshalber hat er ja schon die Europäer für die Einschleppung des Virus in USA ausgemacht. Also, wenn der Mensch im Herbst wiedergewählt wird, ja dann ist den Amis ohnehin nicht mehr zu helfen.

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    PK

    12. März 2020 19:09 at 19:09

    die 30 jährigen in den USA sehen angeschlagen aus. Die heutige Auktion war mies.
    Italien ist limit down.
    Erster Stress im Anleihemarkt ?
    Wenn ja, wo sollen die Anleger dann hin ?

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    pepsi-ist-mist

    13. März 2020 00:25 at 00:25

    Allem Anschein erwartete der Markt heute schon die 0 und die Aktienkäufe.
    Ganz schön launisch und kostspielig dieser Schneeball.

  9. Avatar

    Milan

    13. März 2020 05:09 at 05:09

    Ich frag mich welchen direkten Einfluss solche Operationen der Fed auf die Aktienkurse haben, Sie kauft ja keine Aktien direkt, dennoch steigen die Kurse, ist das ein reines psyschologisches Investment der big Player nach solchen Meldungen oder wie funktioniert hier die Kette? Kann das jemand erklären? Sorry für die Unwissenheit und Danke im Voraus!

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Warum in Euroland erst einmal keine Inflation droht

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Die EZB sprach jüngst in Szenarien eher von drohender Deflation statt Inflation (mehr dazu hier). Zahlreiche kritische Zeitgeister wie Markus Krall und Dirk Müller (hier zu den dramatischen Corona-Folgen) sprechen von einer bevorstehenden kräftigen Inflation, oder sogar Hyperinflation. Warum sie “erst einmal” nicht ansteht, dazu liefert, so meine ich, das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) aktuell eine sehr interessante und einfach zu verstehende Denkschrift. Dabei geht es auch viel um das einfache, nachvollziehbare Verhalten der Bürger (Konsumenten) in und nach der Krise.

Erstmal Deflation statt Inflation

Zahlreiche Südländer in Europa sind schon in der Deflation (14 Euro-Länder im Monat Mai). Das ist nachvollziehbar. Denn wenn der Großteil der Touristen den Stränden fern bleibt, passiert was? Richtig, die Anbieter senken die Preise drastisch um die Touristen anzulocken. Hotels, Getränke, Ausflüge. Alles wird verbilligt angeboten, um zum Konsumenten zu animieren. Dazu sagt das IW, Zitat:

Besonders betroffen von der zurückhaltenden Nachfrage sind unter anderem das Gastgewerbe und der Tourismus. Viele Reisen konnten und können nicht stattfinden, darunter leiden besonders Länder, die sich auf den Tourismus spezialisiert haben. Das hat Folgen für die Inflation: Sinkt die Nachfrage, sinken gewöhnlich auch die Preise. Die fehlenden Touristen waren unter anderem ein Grund, warum die Preise in Griechenland im Juni um 1,7 Prozent und in Zypern um 2,5 Prozent einbrachen. Deflation zeigt sich aber auch in Estland und Lettland. In Italien sanken die Preise um 0,4 Prozent und in Spanien um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Aber auch zuhause ist es eine klare einfache Sache. Man braucht nur online zu surfen oder in die Innenstädte zu gehen. Nichts mit Inflation. Rabatte überall, und dazu nun auch noch die Mehrwertsteuersenkung, die zahlreiche Einzelhändler auch tatsächlich weitergeben. Dies senkt die Preise gleich doppelt (hier offizielle Berechnungen), was die Angst vor der Inflation erst recht in weite Ferne rücken lässt. Und wollen die Konsumenten einfach nicht konsumieren, müssen die Preise eben noch weiter runter gehen, bis man der Verlockung nicht mehr widerstehen kann? Dazu das IW, Zitat:

Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass die Deutschen weniger Geld ausgeben. Umsätze sind ausgefallen, durch Kurzarbeit schrumpft das Einkommen – entsprechend überlegen sich viele ganz genau, was sie kaufen und welche Ausgaben sie vielleicht lieber verschieben. Zudem besuchen die Bundesbürger weniger Geschäfte, Cafés oder Restaurants, um sich nicht anzustecken. Auch das Homeoffice senkt die monatlichen Ausgaben, beispielsweise, weil sich das Mittagessen vergleichsweise günstig zuhause kochen lässt. Insgesamt sinken die Ausgaben dadurch stärker als die Einkommen. Dieser allgemeine Trend zeigt sich bereits in der Sparquote der Haushalte: Während in Deutschland im vierten Quartal 2019 noch fast 18 Prozent des verfügbaren Einkommens gespart wurden, so waren es im ersten Quartal 2020 fast 24 Prozent.

Kommt die Inflation doch noch?

Tja, wird die Inflation doch noch “über uns kommen”? Denn wo die Bürger jetzt möglichst viel auf die hohe Kante legen aus Angst vor der Ungewissheit, da wird es zukünftig womöglich einen Nachholeffekt beim Konsum geben, was die Preise antreiben wird? Dazu IW, Zitat:

Fallende Preise sind nur auf den ersten Blick vorteilhaft für Konsumenten. Wer davon ausgeht, dass die Preise weiter fallen, schiebt alle Käufe auf, die nicht dringend notwendig sind. Das wiederum sorgt dafür, dass die Umsätze der Unternehmen weiter schrumpfen und sich eine Wirtschaftskrise verfestigen kann. In der aktuellen Situation wäre das sehr problematisch, weshalb die Europäische Zentralbank versucht, mit einer sehr expansiven Geldpolitik eine Deflation zu vermeiden.

Vermutlich wird die Geldpolitik in der aktuellen Situation erfolgreicher sein als bei der Bekämpfung der Deflation im Jahr 2015. Denn anders als damals sparen die Haushalte nicht, um Schulden abzubauen, sondern weil viele das Geld durch die Vermeidung einer Ansteckung mit dem Corona-Virus nicht ausgeben können. Dieses Geld werden sie aber wieder ausgeben – zumindest sobald etwas mehr Zuversicht besteht und absehbar ist, dass die Pandemie langfristig unter Kontrolle ist. Dann werden sich auch die Inflationsraten wieder normalisieren.

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Kreditausfälle und die Deutsche Bank – bilanziell ist das gar kein Problem!

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Drohen Kreditausfälle? In den USA beginnt die Berichtssaison mit den Großbanken. Da lohnt es sich doch auch Mal ein Blick auf die Deutsche Bank zu werfen. Wie heute Morgen gemeldet, aber bereits von vielen vermutet, steigen die Zahlen an möglichen Kreditausfällen drastisch. Die Deutsche Bank berichtet, dass circa 70.000 Stundungsanträge von Privatkunden bei der Deutschen Bank und der Postbank bereits eingegangen sind.

Viele Kunden können aufgrund der Corona-Krise ihre Kredite nicht bedienen. Zwar steigt die Zahl nicht mehr so rapide wie noch im Frühjahr, aber ein langsamer Anstieg ist immer noch zu verzeichnen. Wie wir bereits vor drei Wochen berichtet haben, hat das aber erstmal keinen negativen Effekt auf die Bilanz. Grund dafür ist, dass die Stundung von Krediten während der Corona-Krise gesetzlich ermöglicht wurde.

Die Bankenaufsicht verlängert den „legalen Bilanzbetrug“

Im März tätigte die Bankenaufsicht die ausschlaggebende Aussage, die bei der Deutschen Bank, aber auch bei allen anderen Banken, sicherlich einen Freudensprung ausgelöst hat. Die Bafin meldete, dass ein Schuldner „nicht zwingend als ausgefallen einzustufen ist, wenn bei einem Kredit Kapitaldienst und Zinsen in Folge des Corona-Virus gestundet werden”. Anders gesagt, Banken brauchen die Kredite nicht mehr abschreiben, dadurch sehen die Bilanzen weiterhin hübsch aus. Die Kreditausfälle werden in den Bilanzen einfach nicht als Solche gewertet.

Die Banken können also wertlose Kredite als werthaltige Vermögenswerte in den Büchern verbuchen. Diese Regelung wurde von der EBA um 3 Monate verlängert und gilt noch bis Ende September. Was danach passiert, steht noch nicht fest. Aber eine Verlängerung bis zum Ende des Jahres würde Sinn machen. Damit könnte man nämlich in der Jahresbilanz wunderbare gesunde Kredite präsentieren.

Großbanken in den USA droht eine Welle an Kreditausfällen

Wegen der Corona-Krise können auch immer mehr Amerikaner ihre Kredite nicht zurückzahlen, zudem gehen etliche Firmen Pleite. Das spüren insbesondere die Banken. In dieser Woche starten die Großbanken mit der Berichtssaison, dann werden wir die genauen Auswirkungen feststellen können. Man geht davon aus, dass die Institute durchschnittlich 70 Prozent Gewinneinbruch zu verzeichnen haben, das prognostiziert der Chef-Anlagestratege der Deutschen Bank. Der Hauptgrund dafür sind die drastisch steigenden Kreditausfälle von Unternehmen und Privatkunden. Analysten gehen davon aus, dass bei den sechs größten US-Banken die Rückstellungen für faule Kredite daher auf fast 32 Milliarden Dollar ansteigen. Die Summe muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Damit hätte sich der Wert im Vergleich zum Vorjahr versechsfacht.

Nicht nur die wachsenden Kreditausfälle, sondern auch die sinkenden Zinsen setzen den US-Banken zu. Wie Kostolany schon vor etlichen Jahren gesagt hat, die tatsächliche Stärke der Wirtschaft und Börsen erkennt man an dem Zustand der Banken. Zwar sind die Börsen seit dem März-Tief enorm gestiegen und haben eine V-Erholung hingelegt, aber schaut man sich nur den Bankensektor an, dann hinkt dieser ein großes Stück hinterher. Man kann mit Spannung die Offenlegung der Bilanzen verfolgen. Diese Woche wird uns gewiss einen Einblick über den Zustand der Banken gewähren.

Die Deutsche Bank leidet wie viele Banken an Kreditausfällen

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Interview mit Ben Bilski, CEO der NAGA Group

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Aktuell sehen wir eine extreme Volatilität der Finanzmärkte. Wie schätzen Sie die Situation ein und ist Ihrer Meinung nach eine Stabilisierung der Marktes abzusehen?

Ich denke der Corona-Virus wird uns noch lange “in Atem” halten. Der Einschnitt in die Wirtschaft und das täglich leben kam zu schnell und zu unerwartet. Es gibt zunächst immer die Ad-Hoc Verlustmeldungen die wir alle erlebt haben, jedoch wird noch viel mehr auf uns zukommen. Das was über Jahre aufgebaut wurde, wurde direkt wieder ausgelöscht. Man muss es einfach so radikal sagen. Jedoch denke Ich, dass Tech-Titel die allergrößten Gewinner werden. Die Digitalisierung hat einen unglaublichen Schub bekommen und Online-Business wird mehr gebraucht als jemals zuvor und war sogar in manchen Lockdowns überlebenswichtig.

Viele Experten sehen aktuell in der Kursentwicklung des Bitcoin ähnliche Indizien wie vor dem Bullrun 2017. Wie bewerten Sie diese Entwicklung?

Es gibt extrem viele Prognosen beim Bitcoin. Ich sehe diese alles etwas rationaler. Der Bitcoin ist Stand heute die bekannteste aber auch bestens vermarktete Währung der Welt. Es gab bis dato noch keine Währung die mit solch einer Euphorie bekannt geworden ist. In Zeiten von Unruhen, Krisen und Deflation aller FIAT-Währungen, wird Bitcoin immer mehr Fahrt aufnehmen. Leider gibt es noch viele kleinere Gruppen die den Bitcoin stark beeinflussen. Von daher kann man nicht von massiven nachhaltigen Kurs-Explosionen ausgehen. Jedoch wird es immer wieder gesunde Schübe nach oben geben, da passen nun einfach die Anzahl der Bitcoin-Investoren, der Bekanntheitsgrad und der Status als anerkannte alternative Asset-Klasse zu gut zusammen!

Hat die Corona-Krise das Anlageverhalten der Menschen verändert und wenn ja, wie?

Absolut. Auch hier muss man sagen: Die Menschen haben nun viel mehr die Verbindung von Real-Wirtschaft und Finanzmärkten verstanden. Daher strömen auch viel mehr neue Investoren an den Markt. Vor allem die Digital-Natives. Daher schlägt die Stunde der Online-Broker gerade. Investoren sind vorsichtig und haben sich stärker diversifiziert als jemals zuvor. Oft gab es Indizes und Forex-Positionen. Jetzt wird mehr gestreut. Vorallem auch Öl, Gold und Bitcoin sind extrem populäre Assets und die großen Tech-Titel wie Amazon, Apple, Tesla und co.

Worauf wird es in der zweiten Jahreshälfte 2020 ankommen, wenn Anleger die Finanzmärkte erfolgreich für sich nutzen wollen?

Ich empfehle starken Pragmatismus beim Analysieren der Märkte. Wie bereits erwähnt werden die Tech-Titel die großen Gewinner sein und gehören meiner Meinung nach in jedes Portfolio. Man kann relativ stark am eigenen Verhalten ablesen, dass Digitale Geschäftsmodelle einfach mehr genutzt und gebraucht werden und über die Krise hinweg extrem viel Momentum aufbauen und dies auch mitnehmen werden. Zudem muss auch die Corona Situation stark beobachtet werden. Dies diktiert den Markt und wird auch weiter so sein bis ein funktionierender Impfstoff gefunden wird. Zudem ist weiterhin Cluster-Risiko zu vermeiden. Man sollte nicht zu sehr auf die “V-Erholung” hoffen und daher alles auf eine Karte setzen. Ein gesunder Mix aus Tech, Rohstoffe, Metall und Index-Positionen ist meiner Meinung nach ein logischer Mix wenn man sich die doch sehr volatile Marktphase anschaut. Und: Vergessen wir alle nicht die US-Wahlen. Sollte Trump es nicht schaffen an der Spitze zu bleiben, so wird es nochmal extrem spannend für US-Währungspaare, den DAX sowie den DOW.


Benjamin Bilski ist Gründer und CEO der Social Trading und Investing Plattform NAGA.

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