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Aktuell: Fed pumpt 500 Milliarden Dollar, Aktien steigen!

Claudio Kummerfeld

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Die Fed-Zentrale

Soeben hat die Federal Reserve (genauer gesagt die New Yorker Fed) bekanntgegeben, dass man 500 Milliarden Dollar für 3 Monate in den Repo-Markt pumpt! Außerdem kaufe man für 60 Milliarden Dollar Anleihen. Endlich mal ein starkes Signal, und nicht so ein jämmerliches Signal wie heute Mittag von der EZB – so denkt der Markt gerade! Der Dow steigt in den letzten Minuten um 700 Punkte, der Dax nachbörslich auf CFD-Basis um 300 Punkte. Sehr hohe Volatilität derzeit!

Hier der Text der Fed im Wortlaut:

The Open Market Trading Desk (the Desk) at the Federal Reserve Bank of New York has released a new monthly schedule of Treasury securities operations and has updated the current monthly schedule of repurchase agreement (repo) operations. Pursuant to instruction from the Chair in consultation with the FOMC, adjustments have been made to these schedules to address temporary disruptions in Treasury financing markets. The Treasury securities operation schedule includes a change in the maturity composition of purchases to support functioning in the market for U.S. Treasury securities. Term repo operations in large size have been added to enhance functioning of secured U.S. dollar funding markets.

As a part of its $60 billion reserve management purchases for the monthly period beginning March 13, 2020 and continuing through April 13, 2020, the Desk will conduct purchases across a range of maturities to roughly match the maturity composition of Treasury securities outstanding. Specifically, the Desk plans to distribute reserve management purchases across eleven sectors, including nominal coupons, bills, Treasury Inflation-Protected Securities, and Floating Rate Notes. The distribution of purchases across sectors will be the same distribution as the Desk uses to reinvest principal payments from the Federal Reserve’s holdings of agency debt and agency MBS in Treasury securities. The first such purchases will begin tomorrow, March 13, 2020.

Today, March 12, 2020, the Desk will offer $500 billion in a three-month repo operation at 1:30 pm ET that will settle on March 13, 2020. Tomorrow, the Desk will further offer $500 billion in a three-month repo operation and $500 billion in a one-month repo operation for same day settlement. Three-month and one-month repo operations for $500 billion will be offered on a weekly basis for the remainder of the monthly schedule. The Desk will continue to offer at least $175 billion in daily overnight repo operations and at least $45 billion in two-week term repo operations twice per week over this period.

These changes are being made to address highly unusual disruptions in Treasury financing markets associated with the coronavirus outbreak. Reserve management purchases into the second quarter will continue to be conducted with this maturity allocation. The terms of operations will be adjusted as needed to foster smooth Treasury market functioning and efficient and effective policy implementation.

10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    Übelkeit

    12. März 2020 18:25 at 18:25

    So ein Quatsch. SP500 auf massive Untersützung gelaufen….

  2. Avatar

    Hesterbär

    12. März 2020 18:28 at 18:28

    Starkes Signal, ja! Aber 5 Billionen wäre noch ein stärkeres Signal gewesen. Warum in Gottes Namen nicht 5 Billionen? Also, wenn ich FED-Chef wäre, ich hätte gleich 50 Billionen reingebuttert. Wenn schon, dann richtig. Kleinkrämer sind das!

  3. Avatar

    Lausi

    12. März 2020 18:42 at 18:42

    Wat? Nur ’ne halbe Billion? Eindeutig zu wenig! Das gnadenlose Fallbeil Gottes wird weiter in die Tiefe rauschen!

  4. Avatar

    Peter

    12. März 2020 18:45 at 18:45

    @ Herr Fugmann, das scheint Sie auch noch zu freuen. Schauen Sie mal an, wie Sven Henrich dies auf Twitter kommentiert: Wenn dies nicht funktioniert, was kommt dann?

    Ferner: Die Schuldenblase wird jetzt noch größer, der dann kommende Knall mit all seinen negativen Begleiterscheinungen ebenso!

    Aber vielleicht thematisieren Sie dies ja heute abend im Marktgeflüster.

    Weiterhin alles Gute und vielen Dank für Ihre Arbeit!

    • Avatar

      Michael

      12. März 2020 21:57 at 21:57

      @Peter, erst einmal vorab: Der Artikel war von Mario Kummerfeld, nicht von Markus Fugmann.

      Unabhängig davon, durften und dürfen alle Leser und Schreiber seit Jahren tausendfach vernehmen, dass Börsen nichts mit Vernunft und Verstand zu tun haben (was eine Domäne von Herrn Fugmann ist). Gleichzeitig aber auch nichts mit Emotionen wie Freude oder Wut. Börsen und Märkte, hieß es immer, sind, was sie sind. Bemüht man die Logik, bleibt nur der Schluss, sie sind ein Paralleluniversum.

      Der schlaue Mann hat vorgebaut, weil er seine Möglichkeiten in seinem Universum abgewogen und genutzt hat. Weil er seit Jahren sieht, ahnt, kombiniert, warnt und mahnt. Weil Erfahrung, Intuition, Wissen und Verstand sämtliche Alarmglocken schrillen lassen.

      Es wird nicht so lange dauern, dann geht es wieder von ATH zu ATH, in Höhen, die nie zuvor ein Mensch gesehen hat.

  5. Avatar

    Gerstenbier

    12. März 2020 19:05 at 19:05

    Damals nach so einer Adrenalinspritze lief das Kätzchen noch wie am Schnürchen.
    Was für eine Vernichtung an Kaptal. Kann die FED rein hypothetisch ins MarginCall rutschen?
    Aufwiedersehen das Jahr 1929, willkommen das Jahr 1636!

  6. Avatar

    Kritisch on fire

    12. März 2020 19:06 at 19:06

    500 Mrd. Ankündigung! Auswirkungen praktisch 0. Hr. Präsident wird vermutlich meinen, dass diese Maßnahme viel zu spät erfolgte und jetzt noch eine Zinssenkung auf 0 folgen muss. Aber sicherheitshalber hat er ja schon die Europäer für die Einschleppung des Virus in USA ausgemacht. Also, wenn der Mensch im Herbst wiedergewählt wird, ja dann ist den Amis ohnehin nicht mehr zu helfen.

  7. Avatar

    PK

    12. März 2020 19:09 at 19:09

    die 30 jährigen in den USA sehen angeschlagen aus. Die heutige Auktion war mies.
    Italien ist limit down.
    Erster Stress im Anleihemarkt ?
    Wenn ja, wo sollen die Anleger dann hin ?

  8. Avatar

    pepsi-ist-mist

    13. März 2020 00:25 at 00:25

    Allem Anschein erwartete der Markt heute schon die 0 und die Aktienkäufe.
    Ganz schön launisch und kostspielig dieser Schneeball.

  9. Avatar

    Milan

    13. März 2020 05:09 at 05:09

    Ich frag mich welchen direkten Einfluss solche Operationen der Fed auf die Aktienkurse haben, Sie kauft ja keine Aktien direkt, dennoch steigen die Kurse, ist das ein reines psyschologisches Investment der big Player nach solchen Meldungen oder wie funktioniert hier die Kette? Kann das jemand erklären? Sorry für die Unwissenheit und Danke im Voraus!

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Rüdiger Born: Was der Markt bei Gold noch benötigt für einen Long-Einstieg

Rüdiger Born

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Coronakrise vorbei? So stark verlieren die „kleinen“ Leute in den USA

Claudio Kummerfeld

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Verrammelte Einzelhandelsgeschäfte

Ist die Coronakrise überstanden? Die ersten Corona-Impfungen könnten schon in den nächsten Tagen erfolgen. Und außerdem, der Dow Jones steht bei 30.000 Punkten, während er vor Ausbruch der Coronakrise noch bei 29.300 Punkten im Januar lag. Auch der S&P 500 Index und vor allem der Nasdaq notieren deutlich höher als im Januar. Klarer kann die Börse doch nicht signalisieren, dass die Krise überwunden ist. Richtig? Nun ja. Schauen wir uns mal folgende Charts an. Sie sind Teil einer Datenbank, welche unter anderem von der Harvard University betrieben wird.

Geringverdiener in den USA verlieren in der Coronakrise brutal, Besserverdiener legen sogar zu

Anhand unzähliger Daten werden möglichst aktuell ökonomische Verläufe in den USA angezeigt, aus denen man den Verlauf der wirtschaftlichen Erholung aus der Coronakrise in diesem Jahr erkennen kann. Da wäre zum einen folgende Grafik interessant, wenn es um die Beschäftigung geht. Sie zeigt die Beschäftigungsquoten in den USA von Januar bis Ende September. Für die Besserverdiener mit mehr als 60.000 Dollar Jahresgehalt ist die Beschäftigungsquote seitdem sogar um 0,2 Prozent gestiegen. Man darf vermuten: Jede Menge neue Jobs für Webseitenprogrammierer, Cloud-Experten uvm. Alles was eben in der Coronakrise vermehrt gefragt ist. Die Beschäftigung in der Mittelschicht (27.000-60.000 Dollar) hat um 4,7 Prozent abgenommen.

Und jetzt kommt´s. Die Geringverdiener mit weniger als 27.000 Dollar Jahresgehalt hat eine um 19,2 Prozent sinkende Beschäftigungsquote in den USA. Es ist klar. Gerade im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gab es für eine große Masse gering- oder gar nicht qualifizierter Menschen (bisher) massenweise Jobs in der Gastronomie oder im Entertainment-Bereich (Restaurants, Bars, Freizeitparks etc). Und gerade diese Bereiche leiden under Lockdowns in der Coronakrise (siehe jüngst Walt Disney mit zehntausenden Entlassungen in Freizeitparks). Die kleinen Leute verlieren in der Coronakrise massiv, die gut Qualifizierten sind unterm Strich die Gewinner. Die drei Linien zeigen die Verläufe der jeweiligen Beschäftigungsquoten seit Januar.

Chart zeigt Beschäftigungsquoten in den USA

Fast 30 Prozent der kleinen Geschäfte seit Januar geschlossen

Die folgende Grafik zeigt zum aktuellsten Stichtag 16. November mit Verlauf über das Jahr hinweg, wie viele kleine Unternehmen im Vergleich zu Januar noch geöffnet sind. Landesweit sind es in den USA derzeit 28,9 Prozent weniger, und die Tendenz ist negativ. Im derzeit zweiten Lockdown gibt es dank der Streitigkeiten zwischen Republikanern und Demokraten in den letzten Monaten keine neuen Hilfspakete. Kann Joe Biden ab dem 20. Januar als neuer US-Präsident einiges bewegen mit neuen Billionen-Hilfsprogrammen? Kann die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen als neue Finanzministerin womöglich bei den Republikanern im US-Kongress etwas herausschlagen für neue Hilfsprogramme? Die sogenannte Unterschicht und kleine Geschäftsinhaber drohen völlig abzustürzen und auch nach der Coronakrise zu den großen Verlierern zu gehören. Langfristig dürfte die Massenarmut in den USA wohl massiv zunehmen.

Chart zeigt Verlauf der geöffneten kleinen Geschäfte in den USA

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Arbeitsmarkt im Corona-Märchenland – weniger Arbeitslose!

Claudio Kummerfeld

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Eingang zu einer Außenstelle der Bundesagentur für Arbeit

Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin im Märchenland-Zustand, aber nur auf den ersten Blick. Man kann in der schlimmsten Rezession der letzten Jahrzehnte eine weiterhin sehr geringe Arbeitslosigkeit präsentieren, weil es hierzulande anders als in vielen anderen Ländern das Instrument der Kurzarbeit gibt. Zählt man diesen Ersatz für die Arbeitslosigkeit nicht zur offiziellen Arbeitslosenquote hinzu, dann kommt der deutsche Arbeitsmarkt derzeit ganz wunderbar durch die Coronakrise und den zweiten Lockdown.

Im November ist die offizielle Arbeitslosigkeit gemäß heute veröffentlichten Daten sogar rückläufig. Im Monatsvergleich sinkt sie von 2,76 auf 2,70 Millionen arbeitslose Personen. Die offizielle Arbeitslosenquote sinkt von 6,0 Prozent auf 5,9 Prozent. Gegenüber November 2019 steigt die Arbeitslosigkeit um 519.134 Personen an (Quote damals 4,8 Prozent). Die tatsächliche Arbeitslosigkeit (ohne Kurzarbeit) namens „Unterbeschäftigung“ sinkt von 3,56 auf 3,52 Millionen, oder von 7,6 Prozent auf 7,5 Prozent.

Kurzarbeit steigt

Tja, die zweite Corona-Welle und der „sanfte Lockdown“ beschert dem Arbeitsmarkt auf den ersten Blick keine Verschlechterung, dafür aber der Kurzarbeit. Letztlich in der Realität arbeitslos, werden viele Beschäftigte in Gastronomie und Hotellerie „geparkt“ als Kurzarbeiter. Laut heutiger Aussage der Bundesagentur für Arbeit wurde im Zeitraum vom 1. bis einschließlich 25. November für 537.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Der deutliche Anstieg im Vergleich zum Vormonat erklärt sich laut der Bundesagentur mit dem seit Anfang November bestehenden Teil-Lockdown.

Endgültige Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme der Kurzarbeit stehen bis September zur Verfügung. So wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit im September für 2,22 Millionen Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme des Kurzarbeitergelds hat nach dem bisherigen Höchststand im April mit knapp 6 Millionen sukzessive abgenommen. Das ifo-Institut hatte gestern zum Thema Kurzarbeit im November berichtet. Demnach steige die Kurzarbeit spürbar an. Der Anteil der Firmen mit Kurzarbeit ist demnach im November erstmals seit Monaten wieder angestiegen, und zwar von 24,8 Prozent im Oktober auf 28,0 Prozent im November. Die Bundesagentur für Arbeit sagt zu den Zahlen heute im Wortlaut:

Der Arbeitsmarkt hat auf die Einschränkungen im November reagiert – glücklicherweise aber im Moment nicht mit einer Zunahme von Entlassungen. Allerdings sind die Betriebe wieder zurückhaltender bei der Personalsuche und haben im November wieder für deutlich mehr Mitarbeiter Kurzarbeit angezeigt.

Grafik zeigt aktuelle Details aus November zum deutschen Arbeitsmarkt

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