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Aktuell: Feiertags-Dax prallt an 12.700 ab, 130 Punkte gefallen, Unterstützung bei 12.490

Feiertag, geringe Umsätze. Das Szenario ist bekannt. Am Dienstag bildete der Dax bei der Marke von 12.700 Punkten einen kleinen Widerstand (obere Linie im Chart). Dort ist der Dax heute früh kurz vor…

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FMW-Redaktion

Feiertag, geringe Umsätze. Das Szenario ist bekannt. Am Dienstag bildete der Dax bei der Marke von 12.700 Punkten einen kleinen Widerstand (obere Linie im Chart). Dort ist der Dax heute früh kurz vor der Kassa-Eröffnung abgeprallt, und ging zügig und unkompliziert bei geringen Umsätzen nach unten. Ab 9 Uhr ging es in zwei Schüben runter – zuerst von 12.686 bis 10 Uhr auf 12.650.

Dann der zweite Schub erfolgte ab 10 Uhr runter um satte 113 Punkte auf 12.537. Das war vorhin das Tief. Dieser kräftige schnelle Schub soll laut Gerüchten aus Traderkreisen durch massive Verkaufsprogramme ausgelöst worden sein. Ein Schelm wer Böses dabei denkt, dass solche Verkaufsprogramme gerade an einem illiquiden Feiertag zuschlagen, wo man die Kurse relativ einfach beeinflussen kann!

Jetzt ist die Frage, ob man sich bei aktuell 12.569 halten kann. Die ebenfalls relativ junge Unterstützung vom 18. Mai liegt bei 12.490. Also ist aus charttechnischer Sicht (!) aktuell noch ein wenig Platz nach.

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Aslan

    25. Mai 2017 11:24 at 11:24

    @Herr Fugmann Und das gerade jetzt. Gestern prognostizierten Sie, dass der Dax erstmal doch nicht fällt, sondern seitwärts läuft. Und ausgerechnet dann fällt er.

  2. Avatar

    Karl Müller

    25. Mai 2017 11:29 at 11:29

    Und schon steht der Dreck wieder 100 PKT höher. Hier fällt nix mehr länger als nen halben Tag. Es stehen genug Gierschlünde an beliebigen Marken oberhalb 12500 bereit die bisher „zu kurz“ gekommen waren und unbedingt noch einsteigen wollen.

    Den Rest besorgen dann nachher die komplett merkbefreiten Amikaner. Wie jeden Tag also 😉

    VG Karl

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    gerd

    25. Mai 2017 11:37 at 11:37

    Da biste grad mal dreieinhalb Minuten auf Toilette und schon kannste anschließend wieder verwundert „Charts glotzen“.
    Da war ja echt ein starkes Stück.

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    columbo

    25. Mai 2017 15:17 at 15:17

    Solange die Algos auf „kaufen“ programmiert sind, kaufen sie eben ewig weiter. Ewig? Irgendwann kommt jemand und schaltet auf „verkaufen“, aus heiterm Himmel, garantiert ohne Vorwarnung. Und dann geht es los, unkontrolliert, dominomäßig, nicht wie früher, als noch Menschen verkauften. In den Medien heißt es dann wie immer “ Experten waren völlig überrascht“ oder „Die Marktteilnehmer wurden auf dem falschen Fuß erwischt“ oder “ Das konnte niemand voraussehen“. Erinnern Sie sich? Wenn Sie über 60 sind, sicher.

    • Avatar

      columbo

      25. Mai 2017 15:24 at 15:24

      PS: Noch eine wichtige Schlagzeile: „ETF-Anleger traf es besonders hart“.

    • Avatar

      Wolfgang M.

      25. Mai 2017 16:47 at 16:47

      Sicher ist der Aktienmarkt in den USA mittlerweile teilweise absurd hoch bewertet, im Vergleich zum Wachstum der Wirtschaft und den Aussichten. Aber Deutschland und der Dax? Hatten wir nicht ein Gewinnwachstum in Q1 vo 11%, ein ansprechend hohes BIP-Wachstum, einen IFO mit Sechsmonatssicht auf seit 25 Jahren nicht mehr gesehenem Niveau, einen GFK auf Topniveau u.s.w. und dies bei einem Zinssatz der 10-jährigen Staatsanleihe von 0,3 %, klar dass dabei ein Algo nicht so leicht auf Verkaufen springt. Wir haben in D doch keine Mondbewertung und Mario D. hält noch seine schützende Hand auf seinen Südstaaten – die Vertreter der alten Schule sagen dazu natürlich etwas anderes. Klar sind wir abhängig von den USA und China, aber wenn die nicht korrigieren? Der Dax mit dem derzeitigen KGV kann zwar jederzeit korrigieren, zu einem Crash braucht es aus meiner Sicht aber einen deutlichen Anlass. Sicher haben Sie Recht, dass an der Börse nicht geläutet und die Erklärung immer im Nachhinein geliefert wird, aber bei unseren manipulierten Zinsmärkten muss es sich, aus meiner Sicht, schon um eine drastische, von sehr vielen Marktteilnehmern akzeptierte Nachricht zur Wachstumsabschwächung oder Zinsanhebung handeln. Gruß
      Übrigens kann ich mich noch sehr gut an Zeiten erinnern, wo Menschen bei Kursstürzen noch in V-Panik geraten sind (1987).

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    Dickbär

    25. Mai 2017 19:57 at 19:57

    @columbo, es ist immer tröstlich wenn ein columbo oder ein Walter Schmid kommentieren, d.h.wir sind dann mindestens zu dritt die irgendwann eine rechte Korrektur erwarten, in letzter Zeit wurde auch viel über erfolglose Fondmanager geschrieben,ich will diese Leute nicht verteidigen,aber diese Leute die schon 3 oder 4 Crashes erlebt haben wissen eben auch dass es nicht immer aufwärts geht u.haben dementsprechend gehandelt..Ehrlich gesagt, seit der Krise 2009 sind eben die guten Anleger diejenigen, die einfach gekauft haben, aus welchen Gründen auch immer..Ich bin sicher dass für die Käufer auf dem jetzigen Niveau die Traumwelt brüsk enden könnte. Übrigens, ein Crash wurde noch nie angekündigt u.nur wenige Schlaumeier werden ihre Buchgewinne auf hohem Niveau in echte Gewinne umsetzen können.Noch etwas zu diesen vielgerühmten ETF ’s, alle kaufen diese Zeitbomben weil sie immer mehr steigen u. niemand weiss was da drin ist u,wie hoch sie bewertet sind,auch das Spiel endet irgendwann

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Aktienmärkte unterschätzen die Gefahr! Marktgeflüster (Video)

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Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Aktienmärkte die Gefahr durch das Coronavirus stark unterschätzen: man geht mit Blick in die Historie davon aus, dass sich das Virus wie damals bei SARS bald erledigt haben wird – aber was, wenn nicht? Heute hat der Chef der US-Seuchenbehörde gewarnt, dass das Problem in diesem Jahr nicht erledigt sein wird. Und China ist nach wie vor gewissermaßen „offline“ – Rückkehrer nach Peking dürfen ab heute ihre Wohnung zwei Wochen lang nicht verlassen. Die Rückkehr zur Normalität und damit der Wiederaufnahme ökonomischer Tätigkeiten verschiebt sich immer mehr nach hinten, womit wiederum der ökonomische Schaden immer mehr vergrößert: weniger Umsatz vieler (auch amerikanischer!) Unternehmen und baldige Lieferengpässe werden die Folge sein. Die auf Allzeithoch hantierenden Aktienmärkte haben diese Gefahr nicht einmal im Ansatz eingepreist..

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Wie gut ETF zur Geldanlage geeignet sind

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Geldmünzen und Scheine Beispielfoto - sind ETF eine gute Geldanlage?

Die Geldanlage in ETF erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Doch warum boomen gerade diese Anlageinstrumente so stark, und für wen sind sie geeignet?

Was ist ein ETF und wie funktioniert er?

Die Abkürzung ETF steht für Exchange Traded Fund. Es handelt sich dabei um Investmentfonds, die einen vordefinierten Korb an Wertpapieren in Form eines Index nachbilden (Buch: Anlegen mit ETF: Geld bequem investieren mit ETF und Indexfonds – Handbuch für Einsteiger und Fortgeschrittene von Stiftung Warentest). Das kann zum Beispiel ein Aktienindex wie der deutsche Leitindex DAX sein. Aber auch andere Anlageklassen, wie z. B. Staatsanleihen, Devisen oder Rohstoffe werden in Form von Indexfonds angeboten. Die Laufzeit der Fonds ist grundsätzlich endlos, sofern der Anbieter den Fonds nicht irgendwann mangels Nachfrage vom Markt nimmt. In diesem Fall bekommen die investierten Anleger aber ihr Geld zurück.

Ein ETF wird nicht aktiv von einem Team aus Analysten und Fondsmanagern gemanagt. Daher nennt man diese Fonds auch passive Indexfonds. Die ETF werden fortlaufend an der Börse gehandelt und es werden ebenso wie bei Aktien permanent aktuelle Kurse gestellt. Jeder in Deutschland zugelassene ETF besitzt eine Wertpapierkennnummer (ISIN) und kann ganz normal über eine Bank, eine Sparkasse oder einen Wertpapierbroker an den deutschen Börsenplätzen ge- und wieder verkauft werden.

Wegen der einfachen Konstruktion der Indexfonds, der hohen Transparenz sowie der im Vergleich zu aktiv gemanagten Investmentfonds deutlich niedrigeren Gebühren ist die Nachfrage nach ETF in den letzten drei Jahrzehnten förmlich explodiert (Buch: Souverän investieren für Einsteiger. Wie Sie mit ETFs ein Vermögen bilden). Ein weiterer wichtiger Grund für diesen Boom ist das empirisch belegte Phänomen, dass die überwiegende Mehrheit der aktiven Fondsmanager es nicht schafft, den für sie relevanten Benchmark-Index (also z. B. den DAX) zu schlagen. Warum dann also nicht direkt und zu geringeren Kosten in den Index selbst investieren? Bei den passiven Fonds wird lediglich regelmäßig die Gewichtung der Einzeltitel an die Gewichtung des zugrunde liegenden Index (also z. B. den DAX) angepasst, um diesen in seiner Wertentwicklung so genau wie möglich abzubilden. Dies geschieht kostengünstig und vollautomatisch durch Computersysteme.

Wie viel Geld steckt aktuell in Indexfonds?

Zum Ultimo 2019 haben Anleger weltweit über 1,8 Billion US-Dollar in ETF angelegt. Allein in den USA, dem Geburtsland der Fonds, werden täglich über 560 Indexfonds gehandelt, mit einem Anlagevolumen von über 1,1 Billionen US-Dollar. Der weltweit größte ETF ist der Vanguard 500 Index Fund von The Vanguard Group mit einem verwalteten Volumen von 146,7 Mrd. US-Dollar. Der Finanzdienstleister aus Pennsylvania in den USA gehörte zu den ersten Anbietern dieser speziellen Fondsart. Erfunden wurden die Indexfonds im Jahr 1971 von dem amerikanischen Ökonomen und Wirtschaftsnobelpreisträger William Forsyth Sharpe sowie dem Investmentbanker William L. Fouse. Der große Durchbruch gelang dem speziellen Anlageinstrument aber erst im Jahr 1993 mit dem Listing des „Spider“ genannten ETF an der New York Stock Exchange (NYSE), der den US-Aktienindex S&P 500 nachbildet (Symbol: SPY).

Welche Arten von ETF gibt es?

Die Vielfalt bei den Exchange Traded Funds hat sich im Laufe der Zeit enorm erhöht. Der Fantasie vonseiten der Anbieter sind heutzutage kaum noch Grenzen gesetzt. Möchte man einen ETF mit Firmen aus einem speziellen Sektor, z. B. E-Commerce, auflegen, dann definiert man als Anbieter einen entsprechenden Index, der dem gewünschten Aktienkorb entspricht und fertig ist der ETF. Neben Aktienindizes kann man mittlerweile via ETF auch in bestimmte Regionen oder verschiedenste Anlageklassen, wie z. B. Aktien, Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Rohstoffe, Immobilien (REITs), Devisen und Edelmetalle investieren. Oder man investiert gleich in die ganze Welt mit Indexfonds auf den MSCI World.

Darüber hinaus gibt es auch Exoten unter den Indexfonds, die mit einem Hebel auf die Kursentwicklung des zugrunde liegenden Index ausgestattet sind. Möchte man z. B. doppelt so stark an der Entwicklung eines Index wie dem DAX partizipieren, dann ist auch dies möglich. Das gilt übrigens auch für fallende Kurse mit Hilfe von Short-ETF. Sogar exotische Anlageklassen, wie die Volatilität, sind so mittlerweile auch für Privatanleger via ETF investierbar. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal für Anleger ist jedoch, ob es sich um einen physisch gedeckten oder synthetischen ETF handelt. Warum ist das so wichtig? Bei einem physisch gedeckten Exchange Traded Fund werden die Aktien, z. B. aus dem DAX, gemäß ihrer Gewichtung im Index tatsächlich gekauft und in das Fondsportfolio gebucht. Das gleiche gilt bei Gold- und Silber-ETF, bei denen das Metall in Lagerhäuser eingeliefert und die Barrennummern in Listen veröffentlicht werden.

Demgegenüber stehen die sogenannten synthetischen Exchange Traded Funds, die den zugrunde liegenden Index oder Vermögenswert nur künstlich über Derivate abbilden (z. B. via Swaps). Genau die Anlageklasse also, die der Börsen-Guru Warren Edward Buffet einst am Beispiel der Credit-Default-Swaps im Zuge der US-Immobilienkrise als „Finanzielle Massenvernichtungswaffen“ bezeichnete.

Problematisch ist, dass über synthetische ETF ein Vielfaches der tatsächlich existierenden und oft illiquiden Aktien kleiner Unternehmen über Derivate gekauft werden. Durch die rasante Verbreitung der synthetischen Exchange Traded Funds ist das Arsenal dieser Massenvernichtungswaffen seit der Finanzkrise also nochmals gewachsen und niemand weiß, was im Fall eines erneuten Aktiencrashs á la 2008 passieren könnte. Damals kam das sogenannte Gegenparteirisiko zum Tragen. Fällt z. B. der Verkäufer eines SWAPS aus, ist die entsprechende Position im ETF wertlos und es kommt zu Verlusten für den Anleger. Allerdings darf gemäß der europäischen Fondsrichtlinien UCITS dieses Gegenparteirisiko einen Gesamtanteil am Fondsvermögen in Höhe von 10 Prozent nicht übersteigen. In der Praxis wird dieses Risiko meistens deutlich geringer gehalten.

Für Anleger sind physisch hinterlegte Indexfonds daher, wenn möglich, zu präferieren. Ob es sich um einen solchen handelt, erfahren Sie direkt beim Anbieter oder aus dem Emissionsprospekt des Indexfonds (verpflichtendes Infoblatt zum Fonds).

Was sind die Vorteile eines ETF?

Mittels Exchange Traded Funds können Privatanleger auch mit kleinen Summen eine extreme Streuung (Diversifikation) im Portfolio erreichen. Einer der Pioniere im ETF-Markt ist der amerikanische Anbieter State Street, der den ersten ETF entwickelte. State Street bietet beispielsweise einen Aktienindex-ETF an, der 600 kleinkapitalisierte Werte beinhaltet (SLY), und das zu einem Preis von aktuell nur 72,74 US-Dollar pro Anteil. Mit Indexfonds kann man sich also schon mit ein paar Hundert Euro ein breit diversifiziertes Portfolio zusammenstellen. (Buch: Wie finde ich die besten ETFs und Investmentfonds?: Alles über Arten, Auswahl, Streuung, Chancen, Rendite und Kosten)

Die Inhalte der ETF sind, anders als bei gemanagten Fonds, absolut transparent, da die Zusammensetzung des abgebildeten Aktienindex ja bekannt ist und von den Anbietern auch ausgewiesen wird. Diese Transparenz ist bei aktiv gemanagten Fonds nur selten der Fall. Oft werden hier nur die 10 größten Positionen in den Rechenschaftsberichten alle drei Monate ausgewiesen. Ein Fondsmanager oder gar ein ganzes Team an Managern und Analysten ist bei den Indexfonds nicht nötig – das spart viel Geld. Die laufenden Kosten liegen pro Jahr daher nur bei ca. 0,3 Prozent der Anlagesumme und damit im Schnitt nur ca. ein Viertel so hoch wie bei aktiv gemanagten Investmentfonds.

Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass die Exchange Traded Funds gemäß ihrem Namen börsengehandelt sind, also kein Ausgabeaufschlag wie bei klassischen Investmentfonds anfällt, sondern lediglich die Ordergebühren von Bank/Broker und Börse sowie eine überschaubare Spanne zwischen An- und Verkaufskurs (Spread). Zudem besteht die Möglichkeit, den Exchange Traded Fund so oft man will börsentäglich zu kaufen und zu verkaufen. Dies nutzen Spekulanten z. B. bei den gehebelten Varianten sehr intensiv. Mittels Volatilitäts-ETF kann man sein Portfolio gegen hohe Kursschwankungen absichern – dies war früher nur Profiinvestoren vorbehalten.

Für diese Profiinvestoren sind ETF aber oft die einzige Möglichkeit, in physische Edelmetalle zu investieren, z. B. via iShares Silver Trust ETF (SLV), da ihre Anlagerichtlinien kein Direktinvestment in physische Edelmetalle erlauben. Da Exchange Traded Funds aber offiziell Aktien sind, eröffnen Sie auch Profis völlig neue Anlagemöglichkeiten. Dies erkannte auch der weltweit größte Vermögensverwalter Blackrock und kaufte im Jahr 2009 den ehemals zur Barcleys Bank gehörende ETF-Anbieter iShares für 13,5 Mrd. US-Dollar.

Hier alle Vorteile der Exchange Traded Funds im Überblick:

– Präzise Nachbildung eines Index (kaum Tracking-Error)
– Hochliquide mit fortlaufendem Börsenhandel
– Günstige Kostenstruktur
– Hohe Transparenz der Fondsbestandteile
– Dividendenpartizipation bei Performance Indizes
– Breites Angebot an Anlagemöglichkeiten
– Aufbau physischer Edelmetallbestände mit geringen Lagerkosten

Einer der wichtigsten Vorteile gegenüber Index-Zertifikaten ist die Tatsache, dass es sich bei den Indexfonds um Sondervermögen handelt. Damit sind die Anlagegelder vor der Insolvenz des Anbieters oder der Depotbank geschützt (Anlagevermögen außerhalb der Insolvenzmasse). Bei Zertifikaten ist dies nur in Ausnahmefällen der Fall (bei besicherten Zertifikaten).

Wo liegen die Nachteile?

Durch den Siegeszug der Indexfonds, vor allem der synthetischen ETF, gibt es mittlerweile mehr solcher Fonds als Aktien. Darüber hinaus ballt sich ein großes Volumen an Geld in den Aktien, die am schwersten in den größen Aktienindizes der Welt gewichtet sind, wie Z. B. in Microsoft, Alphabet (Google), Apple oder Facebook (hier auch ein kritischer Kommentar von Dirk Schuhmanns). Solange die Preise steigen, ist dies kein Problem. Sollte es aber zu einem Crash kommen, dann trocknet die Liquidität in diesen Aktien sehr schnell aus, da es an willigen Käufern mangelt. Ziehen Anleger dann Geld aus den Indexfonds ab, müssen diese automatisch die hinterlegten Aktien verkaufen oder Derivatepositionen (SWAPS) auflösen. Die hohe Konzentration von enormen Mitteln in wenigen Werten kann dann zu extremen Kurseinbrüchen führen oder diese zusätzlich verstärken. Daher empfiehlt sich eine Anlagestrategie, bei der ETF auf verschiedene Anlageklassen gestreut werden, die sich zueinander relativ unabhängig verhalten. Ein solches ETF-Musterportfolio für Privatanleger mit Risiko-Rendite-Optimierung finden Sie hier.

Neben dem oben bereits erwähnten Gegenparteirisiko bei synthetischen ETF gibt es noch das Risiko der Wertpapierleihe. Diese ermöglicht es physischen ETF Zusatzerträge aus der Leigebühr zu erwirtschaften. Kann der Leiher eines Wertpapiers (Schuldner) seiner Verpflichtung, die Wertpapiere wieder zurückzugeben, nicht nachkommen, dann ist der Verleiher (Indexfonds) gezwungen, die vom Schuldner hinterlegten Sicherheiten zu veräußern und die ursprünglich ausgeliehenen Papiere am Markt zurückzukaufen. Dabei entstehen Zusatzkosten und Kursrisiken, die Verluste mit sich bringen können. Vor allem dann, wenn die hinterlegten Sicherheiten nicht werthaltig genug sind. Um diesem Risiko gerecht zu werden, fordern manche Anbieter von den Schuldnern eine Überbesicherung.

Was ist steuerlich zu beachten und gibt es Ausschüttungen?

Steuerlich werden ETF unterschiedlich behandelt. Für die große Mehrheit kommt für deutsche Privatanleger die Abgeltungsteuer zum Tragen. Für physisch gedeckte Gold-ETF jedoch nicht. Hier gibt es eine Ausnahmeregelung: Nach einer Haltedauer von 12 Monaten und einem Tag sind die Kursgewinne aus diesen speziellen Indexfonds steuerfrei. Ausschüttungen in Form von Zinsen und Dividenden kommen den Anlegern generell zu Gute. Bezieht sich der ETF auf einen Kursindex, so werden die Dividenden direkt an den ETF-Halter ausbezahlt und müssen sofort versteuert werden. Die Ausschüttungen werden vom aktuellen Anteilspreis abgezogen. Bei Fonds denen Performanceindizes zugrunde liegen werden die Ausschüttungen in den Index reinvestiert und machen sich in Form eines steigenden Anteilspreises bemerkbar.

Fazit und Ausblick

Die stark zunehmende Beliebtheit der passiven börsennotierten Indexfonds resultiert hauptsächlich aus ihrer Einfachheit, Transparenz, empirisch belegten Outperformance gegenüber den meisten aktiv gemanagten Fonds sowie dem signifikanten Kostenvorteil. Außerdem sind sie sehr gut für die Zusammenstellung breit gestreuter Portfolios mit nur geringem Budget geeignet. Kritisch zu sehen ist die starke Verbreitung der Indexfonds in Bezug auf die Konzentration großer Mengen Kapitals auf wenige, in den weltweiten Aktienindizes hoch gewichtete Werte. Ein weiteres Risiko stellt die die explodierende Zahl synthetischer ETF dar, die nur indirekt über derivative Finanzinstrumente an der Wertentwicklung realer Vermögenswerte partizipieren. Derivate waren bereits in der letzten Finanzkrise ein enormer Krisenverstärker. Vor allem Dank des parallelen Siegeszugs der sogenannten Robo Adviser, die passive Indexfonds präferieren, wird die Popularität der ETF im Zeitverlauf weiter stark zunehmen.

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Markus Koch LIVE zum Handelsstart an der Wall Street – gute Zahlen

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Markus Koch berichtet im folgenden Video LIVE zum Handelsstart an der Wall Street. Es gibt gute Quartalszahlen! Und dank Feiertag in den USA am Montag könnte Markus Koch sich vorstellen, dass es heute Abend zu Gewinnmitnahmen in den US-Märkten kommen könnte.

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