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Konjunkturdaten

Aktuell: Ganz starker US-Markit PMI, US-Neubauverkäufe gut

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Wieder starke Zahlen vom Einkaufsmanagerindex Dienstleistung (Markit PMI Service). Der Index stieg auf 54,8, Prognose war lediglich 52,5. Das ist der beste Wert seit November 2015. Besonders gut die neuen Ordereingänge mit dem bisher besten Wert diesen Jahres. Gleichzeitig ist der Optimismus der befragten Unternehmen so groß wie seit August 2015 nicht mehr, was die weiteren Aussichten betrifft.

Dazu schreibt Markit:

„October data pointed to a marked improvement in growth momentum across the U.S. service sector. Business activity and incoming new work both expanded at the fastest pace for 11 months. The latest survey also revealed an upturn in confidence towards the year-ahead business outlook, with service providers reporting the strongest optimism since August 2015.“

Allerdings scheinen die Unternehmen noch mit Neueinstellungen zu zögern:

„Despite stronger business activity growth, service providers indicated that cautious staff hiring patterns persisted in October.“

Gleichzeitig ziehen die Preise an:

„The rate of input price inflation was the fastest since May“.

Die Verkäufe neuer Häuser in den USA ebenfalls gut: sie stiegen um +3,1%, Prognose war ein Minus von 1,0%. Im Vormonat waren jedoch die Verkäufe um heftige -8,6% eingebrochen. Dabei wurde die Zahl der verkaufen Neubauten für den August sogar mit der heutigen Veröffentlichung noch weiter nach unten revidiert (von 609.000 auf 575.000).

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Wolfgang Koch

    26. Oktober 2016 16:11 at 16:11

    Superzahlen aus New Bejing vor den Präsidentschaftswahlen!No wonder!

    • Avatar

      Günter Mertens

      26. Oktober 2016 16:33 at 16:33

      Bingo! Habe mich auch gerade gefragt: Wer glaubt, dass die Zahlen „glaubwürdig“ sind?
      @trader: Ich weis schon, dass das unerheblich für das Traden ist! Halt wie beim Poker…

      • Markus Fugmann

        Markus Fugmann

        26. Oktober 2016 16:39 at 16:39

        @Günter, da muß man schon differenzieren, etwa zwischen den non farm payrolls (große US-Arbeitsmarktdaten), bei denen durch das birth/death model wirklich unglaublich große Manipulationsmöglichkeiten bestehen, und den Zahlen etwa von Markit. Die basieren auf einer Umfrage unter den Unternehmen, ähnlich wie beim ifo Index. Also ich glaube nicht in diesem Fall (in anderen ist das jedoch anders!), dass die Daten manipuliert sind.
        Markit arbeitet nach meiner Erfahrung sehr sauber – und scheut schlechte Werte nicht, wenn sie halt schlecht sind..

        • Avatar

          Lars

          26. Oktober 2016 17:36 at 17:36

          Aber interessant ist das mit diesen Indizes schon. Ich weiß jetzt nicht, ob das auch auf diesen speziellen hier zutrifft, aber derartige Daten werden bei vielen Indizes auch von anderen Instituten erhoben. Und bei denen sieht die Lage oft ganz anders aus, nicht selten stehen sie in diametraler Relation.
          Im Wirtschaftskalender veröffentlicht werden die aber nie und sind somit für den größten Teil der Märkte irrelevant.
          Und bis man sich anderweitig informiert, sind die ersten 100 Pips futsch ;)

        • Avatar

          Günter Mertens

          26. Oktober 2016 21:26 at 21:26

          Danke Markus für deine Antwort und das du deine Forumsmitglieder ernst nimmst! Was ich von deiner / eurer Seite halte, weist du ja. Möchte das nicht (schon wieder) wiederholen / überstrapazieren, damit es kein „Geschmäckle“ gibt. :-)
          Beste Grüße
          Günter

  2. Avatar

    LookOut

    26. Oktober 2016 17:41 at 17:41

    Löblich auch mal was positives aus der Wirtschaft hier zu erwähnen, danke ;-)

    Lg

  3. Avatar

    Zinsangst

    26. Oktober 2016 17:44 at 17:44

    Komisch, dass die US-Einkaufsmanager überwiegend positiv gestimmt sind, während die US-Unternehmen ihre Gewinnrezession unvermindert fortsetzen. Subjektive Wahrnehmung und betriebswirtschaftliche Realität scheinen hier auseinanderziudriften.

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Verkäufe bestehender Häuser

Redaktion

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Von

Die Verkäufe bestehender US-Häuser (August) sind mit +2,4% auf eine Jahresrate von 6,0 Millionen ausgefallen wie erwartet (Prognose war +2,4% auf eine Jahresrate von 6,00 Millionen; Vormonat war +24,7% auf eine Jahresrate von 6,0 Millionen).
Die Daten aus dem August sind Transaktionen, die in der Regel im Juli abgeschlossen und dann im August finalisiert werden..

Die Verkäufe bestehender Häuser machen etwa 90% des amerikanischen Immobilienmarkts aus und sind daher von besonderer Bedeutung!

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Europa

Coronakrise: Löhne fallen in Deutschland stärker als in Finanzkrise

Markus Fugmann

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Die Coronakrise hat in Deutschland gravierende Folgen für die Löhne! Wie heute das Statistische Bundesamt mitteilte, fielen die Nominallöhne im 2.Quartal aufgrund der Coronakrise um -4,0% – und damit deutlich stärker als auf dem Hochpunkt der Finanzkrise im 2.Quartal 2009, als die Löhne nur um -0,7% gefallen waren. Entscheidender Grund für die Lohnrückgänge im 2.Quartal sind die verkürzten Arbeitszeiten aufgrund der Coronakrise, wie Destatis mitteilt. Die Kurzarbeit federt dabei die Einkommens-Rückgänge etwas ab. Stärker betroffen von Lohnrückgängen sind die unteren Einkommensgruppen in der Coronakrise – eine alarmierende Tendenz: schon bald dürfte daher ein starker Anstieg von Firmeninsolvenzen und Privatinsolvenzen folgen. Das gilt insbesondere für jene, die in von der Coronakrise am stärksten betroffenen Branchen tätig sind und ihren Job bald verlieren dürften.

In der Coronakrise fallen die Löhne stärker als ind er Finanzkrise

Grafik: Destatis

Zum Rückgang der Löhne aufgrund der Coronakrise schreibt das Statistische Bundesamt (Destatis) im Wortlaut:

„Der Nominallohnindex lag in Deutschland im 2. Quartal 2020 um 4,0 % niedriger als im Vorjahresquartal. Dieser Index bildet die Entwicklung der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen ab. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, legten die Verbraucherpreise im selben Zeitraum um knapp 0,8 % zu. Dies ergibt einen realen (preisbereinigten) Verdienstrückgang von 4,7 %. Es ist die historisch stärkste Abnahme der Nominal- und auch der Reallöhne im Vorjahresvergleich seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2007 und somit stärker als in der Finanzmarktkrise 2008/2009.

Corona-Pandemie führt zu Verkürzung der Arbeitszeit

Der Einsatz von Kurzarbeit sowie die Geschäftsschließungen aufgrund der Corona-Pandemie führten zu einer starken negativen Lohnentwicklung im 2. Quartal 2020. Das Kurzarbeitergeld ist hierbei allerdings nicht berücksichtigt; es hat die Einkommensverluste für viele Beschäftigte abgefedert. Bezogen auf die Nominallöhne ist erstmalig seit dem 2. Quartal 2009 wieder eine negative Entwicklung in Deutschland festzustellen, die mit -4,0 % noch deutlicher als zu Zeiten der Finanzmarktkrise ausfällt (2. Quartal 2009: -0,7 %). Der Hauptgrund liegt hier vor allem in der stärkeren Verkürzung der Arbeitszeit. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sank für vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im 2. Quartal 2020 die bezahlte Wochenarbeitszeit in der Gesamtwirtschaft um 6,2 % auf durchschnittlich 36,8 Stunden. Im 2. Quartal 2009 hatte der Rückgang bei 2,1 % gelegen.

Stärkere Verdiensteinbußen in den unteren Leistungsgruppen

Die unteren Leistungsgruppen waren vom Rückgang der Arbeitszeit und somit von geringeren Verdiensten im 2. Quartal 2020 am stärksten betroffen. Bei den un- und angelernten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Vollzeit sanken die bezahlten Arbeitsstunden um 9,8 % beziehungsweise 9,4 %. Die Verdienste gemessen am Nominallohnindex reduzierten sich für diese beiden Leistungsgruppen um 7,4 % beziehungsweise 8,9 %. Im Vergleich dazu gingen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in leitender Stellung sowohl die Verdienste gemessen am Nominallohnindex (-2,0 %) als auch die Wochenarbeitszeit (-3,0 %) unterdurchschnittlich zurück. Da die unteren Leistungsgruppen im Durchschnitt weniger verdienen, fällt ihr eigentlich dominanterer Arbeitszeit- und Lohnrückgang für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Nominallöhne weniger stark ins Gewicht.“

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Konjunkturdaten

Aktuell: Verbrauchervertrauen Uni Michigan – Demokraten optimistischer, Republikaner pessimistischer

Redaktion

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Von

Das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan (1.Veröffentlichung für September) ist mit 78,9 besser ausgefallen als erwartet (Prognose 75,0; Vormonat war 74,1). Das liegt am gestiegenen Optimismus von Sympathisanten der Demokraten, deren Zuversicht einer Abwahl Trumps offenkundig steigt (siehe unten)..

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 87,9 (Vormonat war 82,9)

Die Konsumentenerwartung liegt bei 73,3 (Vormonat war 68,5)

Dazu schreibt Richard Curtin, der die Umfrage verantwortet:

„Consumer sentiment improved in early September, reaching the top of the range it has traveled since April. While the recent gain was consistent with an unchanged flat trend, the data indicated that the election has begun to have an impact on expectations about future economic prospects. The Michigan surveys have traditionally asked consumers which candidate they thought would win the election, not whom they favored or how they intended to vote. The data from July to September indicate a virtual tie. This question has been asked since Carter ran against Ford in 1976, and in every presidential election, consumers correctly chose the winner, save one: when Trump ran against Clinton in 2016, two-thirds of consumers expected a Clinton victory. In one other election had the data been as close as now–in the 1980 election that had Reagan over Carter by one percentage point. Note that the September gains were primarily in the outlook for the economy, and it was Democrats that posted gains in economic prospects while optimism about the economy weakened among Republicans. When consumers were directly asked which candidate would be better for the economy and for their personal finances, Trump was chosen over Biden as more likely to benefit the economy and their finances, although most consumers said there was no difference with regard to their own finances. Over the next several months, there are two factors that could cause volatile shifts and steep losses in consumer confidence: how the election is decided and the delays in obtaining vaccinations. While the end of the recession will depend on these non-economic factors, the hardships endured by consumers can only be offset by renewed federal relief payments.“

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